Fell in love with the moon - aber Technik-Niete

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Azaleah

Neues Mitglied
Hallo :huhu: ,

ich bin neu hier.

Ich bin neuerdings total fasziniert vom Weltall und lese viel darüber. Jeden Tag schaue ich mir, wenn er zu sehen ist, den Mond an. Leider bisher nur mit dem bloßen Auge. So ist er schon wunderschön, aber jetzt möchte ich ihn mal vom Nahen sehen :)

Ich habe mir jetzt schon einiges hier im Forum durchgelesen, leider besitze ich so gar kein Vorwissen, bin wirklich eine blutige Anfängerin.
Ich möchte gern die Planeten in unserem Sonnensystem beobachten, vor allem erstmal den Mond, der hat es mir angetan. Vor allem finde ich toll, dass man ihn wahrscheinlich sehr detailiert erkennen kann.
Ich habe allerdings keine Ahnung von der Technik. Da werde ich mich noch versuchen rein zu lesen so gut es geht. Ich würde aber am liebsten direkt los legen, learning-by-doing liegt mir besser als Theorie.

Mein Budget liegt um die 300-400 €. Ich weiß, das ist nicht die Welt (haha, wie passend :biggrin:), aber ich hoffe das reicht um ein gutes Teleskop für die Mondbeobachtung und vielleicht noch andere nähere Planeten zu finden.

Bitte entschuldigt, wenn ich Informationen ausgelassen habe.
Fragt sonst einfach :)


Würde mich sehr über eure Empfehlungen freuen

Liebe Grüße
 
Hallo !

Willkommen im Forum :-)
Ein Name wäre nicht schlecht, dann wird die Anrede gleich persönlicher. Im Allgemeinen verwendet man hier den Vornamen, ist einfach netter.

Du hast ja schon einiges genannt was Du sehen möchtest. Um Dir ein wenig bei Deiner Entscheidung helfen zu können wären einige weitere Randbedingungen interessant :

- Wo kannst Du beobachten ? (Garten/Balkon/raus auf's Land)
- Wenn nicht zuhause, hast Du ein Auto oder ein anderes Transportmittel?

Planeten und Mond sind ja erstmal recht hell und gehen auch aus der Stadt heraus gut. Sollte es aber mal über den Rand des Sonnensystems hinausgehen ist halbwegs dunkler Himmel aber sehr hilfreich.

Bei einem Budget von 400€ wird hier gern ein Teleskop nach Newton auf einer einfachen Montierung (Dobson) empfohlen. Vorteil ist, dass das meiste Geld in die Optik geht und die Montierung zwar einfach, aber dennoch stabil ist.

Die meisten Einsteigerangebote einschlägiger Fachhändler mit parallaktischer Montierung in diesem Preisbereich sind eher nix halbes und nix ganzes und eher nicht zu empfehlen (meist ziemlich wackelig).

Ein Dobson (z.B. mit 8 oder auch 6 Zoll Öffnung) zeigt Dir am Mond schon eine Menge. Auch Planeten gehen damit sehr gut. Allerdings brauchen die Geräte Platz und sind damit für dem Balkon nur bedingt geeignet. Halbwegs dunkle Terrasse oder Garten geht aber prima. Der Aufbau geht fix, das zurechtfinden am Himmel ist aber für Anfänger oft eine Hürde. Sehen ist ja das eine, finden was ganz anderes. Wobei Planeten und vor allem Mond hier noch am einfachsten auszumachen sind.

Du könntest die Hürde des Einstieges senken, wenn Du Dir Unterstützung in Deiner Nähe suchst. Das kann ein Verein sein oder ein Stammtisch mit Leuten die Dir Tipps geben oder Dich bei den ersten Beobachtungen ganz praktisch unterstützen können. Zeigen geht viel schneller als seitenlange Posts zu verfassen.

Viele Teleskope (auch Dobsons) werden gebraucht angeboten und müssen deswegen nicht schlecht sein. Da kann man Geld sparen. Auch hier ist es ggf. Hilfreich Unterstützung von erfahrenen Kollegen zu haben.

Man kann vieles durch Learning by doing hinbekommen. Allerdings solltest Du Dir einen theoretischen Unterbau nicht ganz sparen. Man muss ja nicht jedes Buch kaufen, Büchereien sind oft erstaunlich gut ausgestattet.

Soweit erstmal ;-)

Viele Grüße
Michael

 
Hi und willkommen Azaleah,

so viel Technik braucht es gar nicht, als dass einem Angast und Bange werden muss. Es ist aber gut etwas Basiswissen zu haben, denn am Ende mußt Du entscheiden was Du kaufst.
Fundiert ist es dann, wenn Du die nötigen Infos hast und manches einfach weißt und verstehst.

Zum Ziel Planeten im Einsteigersegment gibt es ein paar grundlegende Überlegungen, die man kennen sollte:
Die Auswahl ist begrenzt
- Merkur und Venus ist neben der Sichelform nur der Transit
ab und an mal zu sehen
- Mond - da gibts einiges
- Mars mit Einsteigergeräten gehen nur grosse Strukturen zur Opposition
- es bleiben als Jupiter und Saturn, die mit Monden und Details aufwarten, Uranus und Neptun sind grünblaue Minibälle, die Du kaum von Sternen unterscheiden kannst.
Hinzu kommt, dass die Planeten recht nah dem Horizont die nächste Zeit sein werden, weswegen hohe Vergrößerungen nur eher selten verwendbar sind.

Insofern ist Frage 1: Sicher dass Du nur auf Planeten aus bist oder nicht eher ein Allrounder?

2. Der geplante Beobachtungsort und das Thema Transport sollten von Dir geklärt sein/werden, damit wir wissen in welche Geräterichtung wir denken müssen.

CS
 
Hi!

Oft wird Einsteigern zu einem Dobson geraten, mit den beiden Begründungen, man bekomme dort die meiste Öffnung fürs Geld und man hätte die einfachste Bedienung. Und das stimmt auch.

Aber: Gerade beim Erkennen geringster Kontrastunterschiede sowie feinster Details ist ein entspanntes, ruhiges Sehen sehr hilfreich. Wenn man laufend nachschubsen muß, wird man aber entsprechend oft abgelenkt. Das würde ich nicht als "ruhiges Sehen" bezeichnen.

Bei einer parallaktischen Montierung braucht man nur um eine Achse zu drehen, was durchaus "seidenweich" laufen kann. Es ist aber meistens möglich, diese Drehung durch einen kleinen Motor vornehmen zu lassen, dann braucht man, sofern gut eingenordet wurde, nichts mehr selber zu machen und kann sich auf das Objekt konzentrieren.

Wenn Du wenig Platz hast, ist ein Maksutow-Cassegrain eine gute Idee, ansonsten würde ich zum Newton raten. 114 mm Öffnung sind bereits hilfreich, 130 mm erlaubt eine ordentlich Montierung im Budget, und 150 mm wäre parallaktisch das höchste der Gefühle. Der 114/900 (für Einsteiger: das sind 114 mm Öffnung und 900 mm Brennweite) kommt mit einer Astro-3 (EQ3-1) aus, 130 mm würden gerne eine von einer EQ3 (NEQ3 oder EQ3-2) getragen, kurzbrennweitige 150er gehen halbwegs auf einer NEQ3, 150/1200 würde ich mindestens auf eine EQ5 setzen. Kostensparend ist der Gebrauchtkauf, beim Neukauf sollte man ruhig nach Rabatt fragen.

Und wenn ein Händler die gewünschte Kombination nicht hat, aber ihre Bestandteile, so kann man sie sich erst zusammenstellen und dann beim Händler anfragen, ob er sie liefern würde.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

eine parallaktische Montierung kann den Vorteil des ruhigen Sehens ohne Korrektur der Positionierung nur dann wirklich zeigen, wenn sie auch motorisiert ist. Eine Motorisierung in diesem Budget führt aber zu Teleskopen, die billigste Optik haben (alles Geld steckt in der Elektronik) und das Zubehör bleibt auf der Strecke.
Ohne Motor muss man auch ständig zu den Feineinstellungen greifen. Hinzu kommt, dass selbst bei vorsichtiger Bedienung mit biegsamen Wellen Schwingungen auftreten werden. Da steht der Dobson am Ende doch als solidere Lösung da. Ich würde zu einem 150/1200 Dobson in der klassischen Bauweise mit vollständigem Metallrohr als Tubus tendieren. Hier liegen meist 10mm und 20mm RK Okular "Super" bei, so dass vielleicht im Budget noch ein Aufsuchokular mit 2 Zoll Einsteckdurchmesser zwischen 35mm und 40mm Brennweite ins Paket genommen werden kann. Der Dobson sollte dann auch zwei Zoll Einsteckdurchmesser zulassen. Bei älteren Gebrauchtgeräten findet man manchmal nur 1,25 Zoll Einsteckdurchmesser vor. Das geht auch, schränkt aber auf lange Sicht die Beobachtungsmöglichkeiten anderer Objekte ein - falls mal sowas wie der Doppel-Sternhaufen H & Chi interessiert.
Dann fehlt nur noch irgendwann ein Okular für höhere Vergrößerungen. So 5mm bis 6mm. Wenn wirklich nur Mond und Planeten das Ziel sind, wäre auch die Reihenfolge anders herum zu wählen, dann erst so ein 5mm bis 6mm Okular und danach irgendwann ein großes Übersichtsokular für wenig Vergrößerung.

Immerhin: Es gibt ein paar Okulare, die haben so breite Auflageflächen, dass man darüber den Dobson sanft schieben kann - wenn er gut läuft. Aber ich glaube ein Pentax XL 5,2 ist (nur noch gebraucht) weder leicht zu bekommen noch gut ins Budget zu bringen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

falls noch kein grösseres Fernglas im Haus ist würde ich mir zuerst ein solches lichtstarkes Fernglas kaufen. Damit kannst Du mit Mondbeobachtungen beginnen. Wenn es ein Fernglas mit 10x und mehrfacher Vergrösserung sein soll würde ich auch zu einem Stativ raten.

Später kannst Du Dir dann immer noch Gedanken zu einem Teleskop machen für die Planeten. So kommst Du zu Beginn mit vielleicht der Hälfte Deines Budgets aus und kannst später schauen in welche Richtung Teleskop es gehen soll.

Thomas
 
Hallo an alle,

vielen Dank für eure ausführlichen Antworten.
Ich melde mich erst jetzt, da ich gestern einen Notfall mit meinem Pferd hatte. Es ist aber alles wieder gut.

Also ich werde mir all eure Vorschläge noch mal genau durchlesen und mal abwägen. Den Tipp von Dju finde ich auch sehr sinnvoll. Ein Fernglas besitze ich schon, ich weiß nur nicht ob es so gut ist. Es ist eher ein günstiges Modell, welches ich mir für einen Schweden Urlaub gekauft habe, um Elche zu beobachten (natürlich keine gesehen ;)).

Ich würde die Beobachtungen immer von meinem Balkon aus machen. Wohne in einer kleinen Stadt im Dachgeschoss. Leider sind dort Straßenlaternen, also stockdunkel wird es nicht sein.

In den nächsten Tagen wird es schwer mit dem Mond. Blöde Wolken :-/

Was mich total fasziniert hatte, war der Blutmond. Wisst ihr, wie oft so ein Blutmond vorkommt?

Liebe Grüße
Jana
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Azaleah:
Hallo an alle,

Was mich total fasziniert hatte, war der Blutmond. Wisst ihr, wie oft so ein Blutmond vorkommt?

Hallo Jana,

wenn mit "Blutmond" ein stark geröteter Vollmond gemeint ist: jedes Jahr im Sommer. Um diese Jahreszeit beschreibt der volle Mond nur eine kleine, horizontnahe Bahn über den Himmel. Das Mondlicht muss dann auf dem Weg zu Deinen Augen eine verhältnismäßig dicke Luftschicht passieren. Dabei wird der blaue Lichtanteil stärker in die Atmosphäre gestreut, als bei einem höheren Stand über Horizont. Der rote, langwellige Anteil kommt ungestörter durch. Den Effekt nennt man Rayleigh-Streuung. Dafür bekommst Du im Winter - sozusagen - einen "Silbermond" mit einer sehr hohen Bahn, und der ist ja auch ganz hübsch.


Viele Grüße,

Klaus
 
Hallo Jana,

wenn nicht viel Platz zur Verfügung steht gibt es auch kleine Teleskope nach Dobson Bauart. Zum Beispiel den Heritage von Skywatcher. Der passt auch auf einen stabilen Tisch (soll ja nicht wackeln) und in Dein Budget. Mond und die größeren Planeten gehen damit auch schon gut.

Viele Grüße
Michael
 
Oh super, danke Michael. Das Angebot ist ja top!

@ Klaus: Ja genau, der Mond sah sehr groß aus und war rot/orange. An dem Tag war gutes Wetter. Vor allem in der Dämmerung sah das toll aus.

Also ich finde das alles ultra spannend, was so möglich ist wenn ich mir Bilder hier im Forum anschaue. Das man selbst privat "im eigenen Wohnzimmer" Planeten wie den Saturn mit seinem Ring und sogar den Neptun zum teil mit Wolken sehen kann. Mit meinem Anfänger Teleskop wahrscheinlich nicht, aber mit guter Ausstattung meine ich. Das ist irgendwie so surreal. Habe mich davor nie bewusst damit beschäftigt.

Ich habe mir jetzt dieses Buch gekauft: https://www.amazon.de/gp/product/3831028303/ref=oh_aui_detailpage_o02_s00?ie=UTF8&psc=1

 
Hallo Jana,
Fernglas vorhanden ist schon mal gut. Dazu lohnt immer eine drehbare Sternkarte und ein Liegestuhl.
Dachgeschoss klingt nach Balkon mit freiem Blick nach oben. Nun ist noch die Größe wichtig. Wie lang und wie breit ist der Balkon bzw der freie Raum für das Teleskop?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Sven!
Zitat von Sven_Wienstein:
eine parallaktische Montierung kann den Vorteil des ruhigen Sehens ohne Korrektur der Positionierung nur dann wirklich zeigen, wenn sie auch motorisiert ist.
Jein, man muß dann zumindest nur eine Achse bewegen, denn die Deklinationsachse kann man in Ruhe lassen.

Eine Motorisierung in diesem Budget führt aber zu Teleskopen, die billigste Optik haben (alles Geld steckt in der Elektronik) und das Zubehör bleibt auf der Strecke.
Abhilfe: Motor später kaufen. Die EQ5 kann man ganz gut manuell handhaben, denn die Achsen lassen sich leicht bewegen.

Ohne Motor muss man auch ständig zu den Feineinstellungen greifen.
Nicht öfter als beim Dobson.

Hinzu kommt, dass selbst bei vorsichtiger Bedienung mit biegsamen Wellen Schwingungen auftreten werden.
Die EQ5 hat Knöpfe auf den Achsen, keine biegsamen Wellen. Und Schwingungen sind mir in diesem Zusammenhang am 150/1200-Newton nur dann aufgefallen, wenn ich sehr schnell gedreht habe. Eher schwingt das Teleskop beim Fokussieren, aber das ist beherrschbar.

Da steht der Dobson am Ende doch als solidere Lösung da.
Solider vermutlich schon, aber weniger angenehm.

Grüße

fquadrat
 
Hallo zusammen,

ich finde es reichlich früh und ohne Angaben zur Balkonbeschaffenheit von Jana auch reichlich müßig schon mit mehreren Beiträgen mitten in der Dobsonschelte und -verteidigung zu stecken.
Bis man in der von Jana angedachten Preisklasse die herausgestellten Vorteile...

Zitat von fquadrat:
.....
Aber: Gerade beim Erkennen geringster Kontrastunterschiede sowie feinster Details ist ein entspanntes, ruhiges Sehen sehr hilfreich. Wenn man laufend nachschubsen muß, wird man aber entsprechend oft abgelenkt. Das würde ich nicht als "ruhiges Sehen" bezeichnen.

Bei einer parallaktischen Montierung braucht man nur um eine Achse zu drehen, was durchaus "seidenweich" laufen kann. Es ist aber meistens möglich, diese Drehung durch einen kleinen Motor vornehmen zu lassen, dann braucht man, sofern gut eingenordet wurde, nichts mehr selber zu machen und kann sich auf das Objekt konzentrieren.....

z.B. einer sahnigen motorischen Nachführung und der zugehörigen stabilen (!!!) parallaktischen Aufstellung genießen kann, hat man noch eine Weile zu sparen um das dann alles später anzubauen und/oder eine Miniöffnung aufgesattelt mit der man nicht in die Verlegenheit kommen kann die feinsten Details, die man mit dem Dobson sehen würde, aber wegen irgendwelcher unterstellter Ablenkungen übersehen könnte, überhaupt zu sehen.

Da könnte es bei entsprechenden Aufstellungsmöglichkeiten geschickter, günstiger und bezüglich Details und deren Erkennung wesentlich erfolgreicher sein, die zusätzlich erforderlichen finanziellen Mittel später in eine EQ-Plattform oder in Dobdrive pp zu investieren.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo fquadrat,

ergibt sich in dem Budget mit EQ-5 auch ohne Motor wirklich noch eine sinnige Perspektive für die Optik?

Wie dem auch sei, eine zur EQ-5 ja zum verwechseln vergleichbare GP ist vom Handling mit Knöpfen wirklich ganz uncool, da will man wirklich dringend wenigstens eine biegsame Welle haben! Die Schwingungen kommen auch nicht von der Welle, sondern die Welle ist ja biegsam, um beim Grabbeln nach dem Drehknopf nicht so viel Schwingungen zu übertragen. Eine Montierung der GP-Klasse, also gerade eine EQ-5, erscheint mir da auch unproblematisch. Aber bekomme ich da den im Budget noch einen 150er Newton unter? Gebraucht schon, aber... Gurkenlotto verschärft?

Clear Skies
Sven
 
Hallo an alle,

äh, ja also ich muss sagen, dass ich bei den letzten Beiträgen schon nicht mehr durchgestiegen bin ;)

Mein Balkon ist geschätzt ca. 3-3,5 Meter lang und breit nur ca. 1,5 Meter. Wie gesagt alles geschätzt, müsste ich dann noch mal genau ausmessen. Oder reicht das für eine Einschätzung?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jana,

wenn wir uns versteigen geht das ganz schnell, dass ein Einsteiger nicht mehr durchsteigt. :/
Ist aber kein Drama, das kommt schon nach und nach.

Gut, also der Balkon ist schon groß genug. :super:
Viel kleiner hätte, immer auch den Rahmen deines Budgets im Blick, eventuell die Beschränkung auf ein kleines Telesköpchen mit Tischmontierung oder zur Montage an die Balkonbrüstung bedeutet, oder gar den Verzicht zugunsten des vorhandenen Fernglases.
Etwas kleiner hätte bedeuten können, dass Du auf eine kleine Standmontierung nit einem relativ kleinen und kurzen Teleskpop darauf beschränkt geblieben wärst.

Auf diese beiden Möglichkeiten kannst Du Dich auch immer noch freiwillig beschränken, aber es ist auch der bereits von Sven zuvor erwähnte 150/1200er Dobson drin.
Das Rohr ist 110 cm lang, ich beobachte mit einem Newton/Dobson ähnlicher Länge auf einem nur 110 cm breiten Balkon, es funktioniert sehr gut (egal was andere Leute sagen), bei 150 cm Breite ist das absolut kein Thema.

Das wäre im Budgetrahmen wohl die größtmögliche Öffnung bei stabiler Aufstellung und Öffnung ist nun mal bei Mond- und Planetenbeobachtung (Dein vorrangiges Nahziel), aber auch bei DeepSky (das Interesse wird kommen) nicht gerade nebensächlich.

Das Budget reicht dann auch noch aus, um ein geeignetes 2" Übersichtsokular, einen Mondatlas (damit Du weißt, was Du im Einzelnen beobachtest und wie die Formationen heißen), eine drehbare Sternkarte und eventuell ein weiteres Okular über den Beipack eines solchen Teleskops hinaus zu kaufen.
Wichtig ist, dass Du bei diesem Teleskop wegen der mit 1200 mm recht langen Brennweite für die 150 mm Öffnung ein recht kleines Öffnungsverhältnis hast. Damit funktionieren einfache, günstige Okulare sehr gut.
Dieser Zusammenhang ist wichtig, auch wenn er Dich zunächst mal wahrscheinlich überfordert.
Was Du im Budgetrahmen an kleineren Teleskopen mit weniger Auflösungsvermögen noch gut mit Staiv und motorisierter Montierung aufstellen kannst, sieht diesbezüglich als Spiegelteleskop deutlich ungünstiger aus,
Als Linsenteleskop wird das sehr klein und/oder durch bauartbedingte Nachteile für Deine Primärziele nicht erste Wahl.

Deine erste Wahl sieht also m.E. zunächst mal in etwa so aus, wobei das Teleskop auf Stativ im Vergleich und unter Berücksichtigung des Budgets deutlich kleiner als in der Skizze würde und die Skizze zeigt eine deutlich zu hohe Qualtiätsstufe (massive Monti, hohes und starkes Holzstativ pp, das ist richtig teuer).

Link zur Grafik: http://2.bp.blogspot.com/-IkaRJWvFN8Q/UJgCBeDBrHI/AAAAAAAABj8/oyOf2xo8bBs/s400/6f5_8f6.jpg

Den ganzen Artikel, auch weiteren guten Lesestoff gibts da

http://taunus-astronomie.blogspot.de/2007/03/teleskope-im-groenvergleich.html

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jana,

ich bevorzuge auch den Dobson. Habe selbst 8" und 12".
Den 8er kann ich noch gut mit samt Rockerbox tragen.

Ich habe den allerdings in der kühlen Garage stehen und brauche ihn nur ein paar Meter in den Garten tragen. Außerdem ist das Teleskop bei mir immer schon ausgekühlt und sofort einsatzbereit.

Wo würdest Du denn dein Teleskop lagern ?
Wie weit muss es also getragen werden ?

Der 6" Dobson ist da bestimmt noch handlicher als mein 8er und zeigt Dir bei dem knappen Budget am Himmel bestimmt mehr als viele Einsteigerteleskope mit Wackelmontierung.

Ich verwende übrigens statt Mondatlas und Sternkarte lieber Freeware am Laptop.
Zum Planen und Zurechtfinden das Programm Stellarium.
Als Mondatlas: Virtual Moon Atlas

Gruß,
Holger
 
Die vielen Informationen konnten auch mir beim Erstkauf helfen. Vielen Dank dafür.
MfG
Lukas
 
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Hallo zusammen,

da solche Geräte hier unter andern besprochen werden mal eine Frage in die Runde.

Es kommen ja eigentlich nur zwei 150/1200er Dobsons in Frage und das sind mir Unterschiede aufgefallen.
Ganz besonders:

Ist das neu oder seit wann hat der GSO nur einen 1 1/4 Zoll Okularauszug. Bei TS steht dazu in der Beschreibung:
Genauer, überdimensionierter 1,25"-Crayford-Okularauszug für präzises Scharfstellen - mit T2-Fotoadaption.
Dazu kommt noch die obligatorische Verlängerungshülse, dann natürlich auch nur in 1 1/4".

http://www.teleskop-express.de/shop...-6-Zoll-mit-hochwertigem-Crayford-Auszug.html

Beim Skywatcher ist offensichtlich alles beim Alten, der kommt also mit 2" Okularauszug und den Wechseladaptern 2" bzw 1 1/4".

http://www.teleskop-express.de/shop...kyliner-150P---Parabol-Dobson-150-1200mm.html

Gruß
*entfernt*
 
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