Fenbewegung Dek Montierung C von Kosmos-Refraktor

FrankZ

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Hallo,
ich versuche gerade ein altes Fernrohr von Kosmos wieder hinzubasteln. Von der Feinbewegung der Montierung in Dek fehlen Teile der Mechanik. Das müsste die alte Montierung C von Tremel sein. Im Bild ist unten der Teil des Tangentialarms an der Achse mit der Klemmung zu sehen. Der an den Rohrschellen angebrachte Teil des Arms ist hochgeklappt. Die Feinbewegungsschraube ist wahrscheinlich abgebrochen. Was fehlt ist die Mechanik, die die beiden Teile des Arms zusammenzieht. Hat evtl. jemand so ein Fernrohr, und weiß, was das für ein Teil ist, bzw. kann mir detailierte Bilder schicken?
Tangentialarm.JPG
 
Halo Frank, hier ( leider nur noch ) einige Archiv-Bilder meiner ehemaligen Kosmos Montierung. Sie ist schon lange nicht mehr in meinem Besitz.

MfG Michael
 

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Bei der C- und E68 Montierung ist das Prinzip ja recht einfach gestrickt, etwas feinere Ausführungen gab es zu der Zeit ja auch mit dem integrierten Druck/Federstift wie z.B. hier.....

tangentialMonti2alt.JPG
tangentialMonti2alt.JPG
STM1.JPG
STM6.JPG
mon2details4.JPG
monti3.JPG
mon2details3.JPG
tangineu.JPG
STMvorher2.JPG
 
Gefährlich......wenn ich meine alten "Restaurierungs- und Reparatur-Arbeiten so sehe, bekomme ich wieder Lust auf's Restaurieren :ROFLMAO: aber das ist lange her...
 
Hallo Michael,
vielen Dank für das Bild der Feinbewegung und die Infos zur Steinheilmontierung. Das ist immer interessant so etwas zu sehen. Zeiss-Zeug wird ja intensiv gesammelt, für die Fernrohre anderer Hersteller gibt es offenbar nicht so viele Sammler. Es ist schade, wenn da Wissen über solche Instrumente verloren geht, das sind ja Zeitzeugnisse von guten Ingenieurleistungen. Es gab ja hier schon mal eine Initiative zum Sammeln von Informationen: Legendaere Amateurteleskope, Montierungen und Zubehör
Es sieht so aus, als ob das Projekt nicht weitergeführt wird. Vielleicht war es auch zu eng gefasst. Wünschenswert wäre ein Archiv, in dem zu einzelnen Instrumenten auch kurze, bebilderte Artikel veröffentlicht werden können, und so Informationen gesammelt werden.
Zur Kosmos Montierung - eine Feder hatte ich auch vermutet. Auf Bildern sieht es ja so aus, als ob die beiden Teile des Tangentialarms nicht weit voneinander abstehen. Die Feder müsste dann sehr kurz sein. Die Stellschraube ist Messing, M6. So ein Gewinde ist ja nicht sehr stabil, das bricht leicht, da gekerbtes Messing, der mechanisch belastete Teil der Schraube dürfte da nicht zu lang sein. Auf Deinem Foto sieht es so aus, als ob in die Messingschraube ein Stahlstift eingelassen ist. Wie ist die Feder an dem Messingknopf befestigt, der über der Welle der Klemmung zu sehen ist? Da wirken doch ziemliche Kräfte, das muß doch ziemlich solide ausgeführt sein.
Das mit der "Restaurierungslust" kenn ich. Ich bin ja nun in einem Alter, wo man langsam daran denkt, so Zeug wieder los zu werden, damit sich die Kinder nicht mal mit dem ganzen Schrapel rumschlagen müssen, aber dann läuft einen doch mal wieder was über den Weg, und die Sammlung wird wieder größer.
C.S. Frank
 
Hallo,
hat jemand Informationen zu den Objektiven der Kasmos-Fernrohre? Mein Fernrohr ist wahrscheinlich ein E 68. Die Reflexe zeigen, daß das Objektiv offenbar einen Luftspalt hat. Abstandsplättchen sind nicht erkennbar. Hat jemand so ein Objektiv schon mal geöffnet? Wenn es keine Abstandsplättchen hat, werden die Linsen wahrscheinlich mit einem Ring auf Abstand gehalten (ungewöhnlich für die Zeit). Ich habe schon überlegt, das Objektiv zu öffnen. Erste Tests zeigen aber, daß das Objektiv wahrscheinlich recht gut ist. Es zeigt im Sterntest eine kaum merkliche Asymmetrie (wirklich kaum zu erkennen), im Ronchitest keinen Öffnungsfehler, Beläge sind keine zwischen den Linsen, so ein Objektiv sollte man ohne Not eigentlich nicht auseinanderschrauben. Mal sehen, wie die Detailsichtbarkeit am Jupiter ist. Weiß jemand, wer die Objektive gefertigt hat?
Ansonsten bin ich von dem Fernrohr recht angetan. Es ist natürlich ein Produkt seiner Zeit. Damals gab es offenbar die Vorstellung von Leichtbau noch nicht. Alles war irgendwie schwer und solide ausgeführt (langlebig), heute würde man sagen unnötig schwer. Ansonsten ist es gut durchdacht konstruiert, Feinbewegung in Dek (muß ich noch neu machen), Nachführung über biegsame Welle (umbaubar von Nord nach Süd). Ein wesentlicher Kritikpunkt ist nur die fehlende Taukappe.
C.S. Frank
 
Hallo Franz,

an deiner Stelle würde ich das Objektiv auch nicht ohne Not öffnen. So ein E68 war seinerzeit ein Objekt der Sehnsucht und für mich als Kind aus einem nicht wohlhabenden Haushalt unerreichbar. Der Vorsitzende der Urania Wiesbaden, Klaus Aschenbrenner, hatte eines und ich durfte ab und zu mit ihm beobachten.

Einige Zeit fertigte Herr Lichtenknecker die Objektive für Kosmos; aus dieser Zeit könnte evtl. auch dein E68 sein.

CS Gerhadrd
 
Hallo FrankZ
Die fehlende Taukappe ist kein Kritikpunkt. Wenn du Bilder des E68 siehst ist nirgends eine Taukappe montiert.
Man kann aber leicht eine eigene selbst basteln. ;)
Meiner Meinung nach hat das E68 Objektiv keine Abstandsplättchen. Bei meinen Refraktoren mit 900 mm mit schwere Rohrmontierung aus den 60er Jahren
als auch bei meinem Leichtgewicht aus Anfang der 70er mit 1000mm sind keine zu sehen.
Ich vermute, dass die Optiken aus dieser Zeit warscheinlich von Dieter Lichtenknecker für Kosmos oder Wachter gefertigt wurden.
Beide Geräte bilden jedenfalls sehr gut ab. Ich käme nie auf die Idee ohne Not diese Objektive zu öffnen !

Viel Erfolg wünscht
Willi
 
Hallo Willi,
eine fehlende Taukappe ist ein konstruktiver Mangel, zumindest zu der Zeit, zu der das Kosmos-Fernrohr hergestellt worden ist, als die Bildgüteverschlechterung durch Abkühlung von vorderer Linsenfläche bekannt war.
Frank
 
Hallo zusammen
Hatte die Montierung mit einem Kosmos Newton sogar zwei mal. Einmal sogar mit Motor.

Grüße Stefan
 

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Hallo Stefan,

ist der Hocker unter der Montierung ein Original oder ein schöner Nachbau. Ich habe den gleichen Newton (Spiegel 1960, Teleskop 1961) und dein schönes Foto lässt mich über einen geeigneten Unterbau nachdenken:

CS Gerhard
 
Hallo,
könnte das hier evtl. eine alte KOSMOS Montierung sein?
Schönen Gruß
Michael
 

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mehr Fotos......Kosmos Montierung?
 

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Guten Abend zusammen,

Michaels Montur ist mit Sicherheit ein Selbstbau.
Hier wäre nur zu klären ob man die Teilkreise und den Index zuordnen kann aber dazu reicht die Qualität der Fotos nicht aus. Die Details des Teleskops hat Michael hier im Forum ja schon eingehend vorgestellt.
Tubus und Montur wurden als Selbstbau in Kleinanzeigen angeboten.

Die Stahlfeder zieht den Tangentialarm gegen die Spitze des Messingstifts mit dem feinen Gewinde.Diese Konstruktion ermöglicht eine ungemein feine Verstellung in Dec.

Anbei ein Bild dazu.

Grüße
Algol
 

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Hallo FrankZ,

zeig uns doch mal den Refraktor und sein Objektiv. Hast Du auch noch weiteres Zubehör?
Eine Taukappe für das E68 gab's laut der Astrofibel in den 1970er zu kaufen.
Eine Blechdose von Metten-Knackern tut's auch.

Die Zugfeder kann mit einer Schraube deren Außendurchmesser und die Gewindesteigung mit dem Innendurchmesser und den Windungen der Feder harmoniert sicher befestigt werden.
Die Schraube kann aus Messing sein dann braucht man nur noch den Kopf rund drehen.

Grüße
Algol
 
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