Ferngläser mit Nebelfilter

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Kay

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Hallo Leute,
ich hatte vor Zeiten mal ein Fujinon 16x70 mit den Nebelfiltern, die man auf das Oku aufschrauben konnte. Die haben furchtbar gespiegelt, sobald ein wenig Streulicht auftrat. Auch waren die Filter nicht besonders engbandig.

Auf der Suche nach einer Alternative bin ich gerade überhaupt nicht fündig geworden. Hatte TS nicht mal ein 20x80 mit einschwenkbarem UHC-Filter? Und Lajos ein 12x60 mit Nebelfilter?

Warum gibt es die scheinbar nicht mehr? Weiß da jemand näheres? Oder gar eine Quelle?
Oder hat jemand Erfahrungen mit o.g. oder anderen FGs mit Filter? Denn das wäre doch wirklich mal eine Option für die Milchstraße...
 
Hallo Kay,

versuchs mal mit den TS 20x80 , die scheinen mechanisch ok mit Einzelokulareinstellung. Sollten damit die Probleme meiner 20x80 nicht haben (weiche Okularbrücke).

Die 12*60 von Lajos waren leider ein Flop. Die Filterwirkung war ok, aber es waren die schlechtesten Gläser, die ich je hatte. Optik und Mechanik nicht ausreichend. Ein Billig Glas mit schönen Filtern bleibt ein Billig Glas.

CS
Arnold
 
Hallo Kay,
ich habe mir mal ein Omegon Fernglas Nightstar 25x100 ausgeliehen und war wirklich von der Optik überrascht. Es war wirklich ein Genuß die Sterne und Milchstraße, Jupiter und Mond zu beobachten. Als ich jedoch mir einen Baader UHC-S Filter zulegte (wurde mir empfohlen) um den Orion-Nebel, Nordamerika-Nebel und andere DeepSky-Objekte besser beobachten zu können ließ meine Freude nach. Ich habe die Objekte ohne Filter besser gesehen als mit Filter. Warum auch immer - ich konnte mir das nicht erklären. Deshalb habe ich das mit den Filtern bleiben lassen. Sind ja auch nicht gerade billig, wenn man 2-fach kaufen muß.
Insofern bin ich skeptisch beim Fernglas mit Filter.

 
Hallo Kay,

ich habe mir, nach einem früheren Vorschlag hier im Forum, in eine der beiden Augenmuscheln rundum Abdichtschaumgummi eingelegt und drücke darin normale 1,25"-Filter ein. Wenn man nicht zu arglos damit umgeht, hält das ausreichend.

Ich selbst sehe eh' nu mit einem Auge, so daß von daher bereits ein Filter ausreicht. Aber zum damaligen Vorschlag wurde bemerkt, daß dies in der Praxis durchaus ausreicht. Es wurde sogar erwähnt, daß man auch zwei verschiedene Filter verwenden könnte.

Viele Grüße und CS,

Gerhard
 
Hallo Leute,
sehr unterschiedliche Erfahrungen... vielleicht eine Marktlücke für die Zukunft, ein FG zu bauen, wo man Filter problemlos benutzen kann?
Jedenfalls werde ich das mit dem Abdichtschaumgummi ausprobieren, Gerhard, wobei das Streulichtproblem wieder da sein dürfte.
Arnold, das TS ist prinzipiell ein Tipp, aber der Preis für ein FG, das kam jemand kennt, schreckt mich etwas ab. Nun ja, was soll ein gutes 20x80 kosten, und was 2 UHC-Filter? Aber ob es funktioniert?
Jedenfalls scheint sich nicht prinzipiell etwas getan zu haben in der Richtung, was ich verpasst hätte...
 
Hallo Kai,

ein Fernglas bauen, an dem man Filter nutzen kann, ist nur bedingt möglich. Interferenzfilter funtionieren nur bei nicht zu schräg durchtretenden Strahlen. Damit kann der Filter nur vor dem Objektiv oder zwischen Objektiv und Okular sitzen.

Hinter dem Okular fällt aus, die Filterwirkung ist dann in der Mitte anders als am Rand. Kein großes Problem bei sehr breitbandigen Filtern, aber ein no go bei Linienfiltern. Darüberhinaus wird ein Interferenzfilter an dieser Stelle durch Reflexion des Auges stören, ausser in ganz dunkler Umgebung oder mit vollständig schließenden Augenmuscheln.

Vor dem Objektiv geht ja bis 10*50 recht gut, das Fernglas wird halt ein wenig abgeblendet auf 10*45 mit normalen 2" Filtern. Ich benutze mein Fujinon 10*50 gerne auf diese Art, vor allem mit O3 Filter. Aber für größere Öffnungen fällt diese Befestigung aus, mangels bezahlbarer Filter.

Zwischen Objektiv und Okular ist prinzipiell möglich, bedeutet aber Fernglas Umbau. Daher wird diese Art nur bei Wechselokularen eingesetzt, oder bei Ferngläsern, die bereits im Werk so aufgebaut werden. Öffnen des Gehäuses will gut überlegt sein, wegen Kollimation und Einbringen von Schmutz zwischen Linsen und Prismen.

Zum TS 20*80 : der Preis scheint mir nicht übertrieben, ein Mehrpreis von 136€ für die einschwenkbaren Filter und Einzelokularverstellung ist ja nicht soo hoch. Und das Triplet Glas ohne Filter hat eigentlich einen ganz guten Ruf , durch die Modifikation wird die Justagestabilität erhöht. Für die astronomische Nutzung nur Vorteile, terrestrisch jedoch problematisch.

Mich stört eher die kleine Austrittspupille, ich hätte da lieber 5mm oder 6mm. Aber das ist wohl ein Wunschtraum, wegen ein paar Astronomen wird in Kunming wohl kaum ein Sondermodell aufgelegt werden. Also mit dem 20*80 Vorlieb nehmen, oder gleich auf Wechselokulare und 90° Einblick setzen, mit 70mm oder 100mm Öffnung.

CS
Arnold
 
Während meiner Fujinon-Zeit habe ich mit den japanischen Kollegen die feste Variante diskutiert - da die Japaner z.B. Ferngläser mit Laserschutzfiltern in großer Stückzahl bauen, wäre die Konstruktion eines FMT (ganz egal, ob 7x50 oer 10x50) nicht aufwändig. Aber dann hätte man ein ausschließliches Nebelglas - und dafür ist dann der Markt doch zu klein, um das halbwegs preisverträglich umzusetzen. Ich hatte vor einem Techno-Stabi 14x40 einmal zwei OIII-Filter (2") montiert - das hat schon Lust auf mehr Nebelbino gemacht...

Gruß,
Stefan Korth
 
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