Fernglas 11X70

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edentate

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Hallo allerseits,
ich spiele mit dem Gedanken, mir ein günstiges 11x70 zuzulegen (für Reisen, ab und zu Spechteln, Freihand!). Hat jemand Erfahrung damit?
Dazu ein paar Fragen:
1. Ist diese Größe an sich empfehlenswert? Probleme mit dem Gewicht (ca. 1,6 kg), Zittern, große Austrittpupille?
2. Welche Gerät kann man im Preissektor bis ca. 170 Euranten empfehlen? Wie ist das Fernglas von TS?

Danke und Gruß
Heinz
 
Hallo,

Ein Fernglas mit 70mm Öffnung gehört schon auf ein Stativ. Mein 10x70 Fujinon kann ich auch nur sehr sehr kurz freihändig nutzen ohne den Spaß zu verlieren.

Du solltest es vorher mal testen, am besten mal mit einen Schulterstativ.
 
Hallo Heinz,

ich persönlich finde, dass man ein 70 mm - Fernglas
noch gut freihändig halten kann - vorausgesetzt es
wiegt weniger als 2 kg. Das 10x70 von Fujinon
kann ich ohne Probleme freihändig halten, allerdings muss
man es hinten an den Objektiven festhalten.
Was ich eher bedenken würde, ist die große Austrittspupille bei einem 11x70 Fernglas. Die kann man nur bei einem wirklich sehr dunklen Himmel nutzen. Meist ist das scheinbare Gesichtsfeld bei so einer großen Austrittspupille auch nicht so sonderlich berauschend. Ich würde deshalb eher zu einem 10x50 oder einem 12x60-Fernglas tendieren. Das 12x60 HB von Fujinon ist bestimmt sehr gut, allerdings kostet es auch rund 600 Euro.
 
Hi,
danke für die Antworten.
Ein 10x50 habe ich bereits, daher die Idee, mit der Öffnung deutlich hochzugehen: Sieht man damit nicht deutlich mehr als mit 10x50?
Schulterstativ: kenn ich mich gar nicht mit aus:
was kann man da nehmen (ich habe auch noch ein 20x80 (ca. 2,1 kg)?
Danke und Gruß
Heinz
 
Hallo Heinz,

* dein 20x80 FG
Du hast also ein 20x80, und das erzählst du so ganz nebenbei, als wäre es garnichts. Du erlaubst dir einen Scherz!
Mit diesem FG müsste doch der Orion-Nebel gut kommen, der ist in diesen Tagen noch zu beobachten. Wie Andre schon sagte, es ist eine Frage der Austrittspupille. Die 4mm vom 20x80 sind ja schon mal ganz gut. Meistens hätte man gerne 5mm.

* deutlich mehr als mit 10x50 ?
Deutlich mehr wäre ein Richfielder F/5 von etwa 100mm Öffnung. Wenn du aber mit dem 20x80 nicht zufrieden bist, dann bringt das 11x70 auch nichts. Wie gesagt, Öffnung, Vergrösserung und Austrittspupille hängen zwangsweise miteinander zusammen.

Ich habe genau diese Lösung für mich als Kompromiss gefunden. Die Ferngläser und mein Richfielder (azimutal montiert!) ergänzen sich gegenseitig. Ferngläser mit den Öffnungen ab 100mm sind nur sehr schwer zu montieren, echte Binos sehr teuer.

Daher gebe ich mich bei Blickwinkeln von 3.5 Grad ausnahmsweise mit Mon-Okularen zufrieden. Man kann nicht alles haben. So ist das Leben. Und man sieht ab 100mm Öffnung schon wirklich einiges mehr.

Mit Grüssen, Joachim
 
nene..das ist kein Scherz, ich benutze das 20x80 nur ganz selten: ohne Stativ geht es nicht, und dann ist es gradsichtig, bei meinen 1,91 und normalem Stativ macht das keinen Spaß. 11 x 70 wirklich mit der Vorgabe, freihändig beobachten zu können. Vielleicht gerade für Reisen.
Gruß Heinz
 
Hallo Heinz,

vielleicht ist ja auch das 15x70 von APM eine Überlegung wert. Es soll deutlich besser sein als die übliche "China-Qualität" (ich weiß nicht, ob es sogar aus Japan kommt).
Es kostet allerdings 379 Euro und liegt damit deutlich über den 170 Euro, die Du als Grenze gesetzt hast. Aber es ist eben noch deutlich günstiger als das 16x70 von Fujinon und bestimmt von recht guter Qualität:
http://www.apm-telescopes.de/info.php?id=13768
 
Hi,

oder kommt das APM Glas auch von hier: http://www.united-optics.com/Products/Binoculars/Giant_Binoculars/BA8_Series/BA8_Series.html
Sieht zumindest sehr identisch aus. :-/

Ich habe mir vor kurzer Zeit das 15x70 von TS (wird wohl auch von dieser Firma gefertig) gekauft und bin recht zufrieden damit.
Es ist noch nicht allzu schwer, so das man es auch noch eine Zeit lang bequem in der Hand halten kann. Für längere Beobachtungen ist aber ein Fotostativ zu empfehlen.
Nur an sehr hellen Objekten wie dem Mond scheinen sich Refektionen zu bilden, jedoch nicht sonderlich störend.
Ich habe aus der Schnäppchenecke einen Vorfüherer genommen und für 80€ ein "Top-Glas" (ist ja immer relativ) bekommen.
Nur hat dieses Gerät auch natürlich seine Größe und nimmt auf einer Reise schon ordentlich Platz weg.

So weit meine Einschätzung als Anfänger.

Guß Martin
 
Also ich würde mich meinem Vorschreiber Joachim anschliessen.

Was bringt Dir ein 11X70, wenn Du schon ein 20X80 und ein 10X50 hast ?

Du hast es ja dargelegt, das 20X80 ist für Dich nicht ideal, weil es nur mit Stativ geht und einen geraden Einblick hat, Du zudem recht gross bist.
OK, verstehe ich.

Das 11X70 liefert Dir natürlich eine größere AP als Dein 10X50, lasse ich so auch noch gelten.

Aber ich glaube nicht, dass du freihändig mit dem 11X70 deutlich mehr sehen wirst als mit dem 10X50. Da liegt doch der Hase im Pfeffer.

Ich selbst habe ein 10X50 und es ist mir eigentlich schon zu wackelig für freihändige Beobachtung. Ich habe hier schon oft gelesen, dass einige Leute das noch gut halten können, das glaube ich gern. Aber das 11X70 ist eben noch mal eine Stufe größer und gehört für mich auch auf ein Stativ !

Sicherlich wird das 11X70 unter einem wirklich dunklen Himmel mehr zeigen als das 10X50'er. Aber geniessen kann man dieses 'mehr' aus meiner Sicht freihändig nicht. Insofern macht diese Abstufung 10X50 + 11X70 aus meiner Sicht keinen Sinn, insb. wenn es ein günstiges Glas sein soll. Wenn man vom 10X50 auf ein Fujinon 10X70 aufsteigt, wäre es etwas anderes, wobei auch das Fujinon ( ich kenne es selbst nicht..) für mich aufgrund des Gewichts nur auf dem Stativ spass machen würde...

Gruss, Mark
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heinz,

ich wollte mich kurz zum Thema Freihand melden und einen Aspekt einbringen der noch nicht besprochen wurde.

Mit etwas Übung wird man es bald schaffen bei 10 bzw. 11 Vergrößerungen mit geringem Wackeln durchs Glas zu schauen. Dennoch bin ich der Meinung dass das Glas für "längere" Beobbachtungen auf ein Stativ gehört.

Der Grund ist das Gewicht des Glases. Auch wenn es noch so gering ist wird man merken, dass nach 10-15 Minuten intesivem Beobachten die Arme mit der Kraft schon fast am Ende sind. Ok, bin kein Muskelprotz aber ein gut durchtrainierter Bizeps wird dann halt nach 20 Minuten müde.

Zum "schnell" durchschauen nehm ich auch mein 16x70 zur Hand. Wie gesagt mit etwas Übung...

Gruß Hermann





 
Danke für die Antwortne,
ich denke das Thema Gewicht dürfte wahrscheinlich in der tat das problem werden.
Gruß heinz
 
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