Fernglas abblenden?

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funk1

Neues Mitglied
Ich verfolge die hochinteressanten Fragen und Antworten in diesem Forum jetzt schon einige Zeit, da auch ich auf der Suche nach einem Fernglas möglichst guter Qualität für einen angemessenen Preis bin.
Bei den richtigen Spezialisten gibt es anscheinend einen ganzen Schrank voll mit 8x20 (Wandern), 8x30(Reisen), 10x40(Vogelbeobachtung), 10x50(Sterne Vorstadt), 8x56(Dämmerung) und dazu ein Spezialglas für den Einsatz auf See und was "Höhervergrößerndes mit genügend Öffnung" für die Astronomie. Das alles für jeweils mindestens 500,00 bis 1000,00 EURO ist mir nicht möglich. ;)
Da ich keiner bin der seinen Urlaub zu Fuß in den Bergen verbringt, aber schon mal ganz gerne das eine oder andere Tier bei Tag und in der Dämmerung sehen möchte, vor allem aber nachts mit und ohne Stativ in den Himmel guckt, dachte ich so was in der Richtung 8x56 oder 10x50 wäre passend. Jedoch lese ich dann wieder, daß unter beleuchtetem Himmel, ich wohne in einer Kleistadt und will nicht jedesmal zum gucken wegfahen, ein AP größer 3-4mm schädlich ist, da der Hintergrundhimmel viel zu sehr aufgehellt wird. :mauer:
Jetzt meine technische Frage: was spricht dagegen sich ein gutes Dämmerungsglas zuzulegen, und dieses dann mittels Deckelblenden vor dem Objektiv auf den passenden AP für den aktuellen Standort einzuschränken, sodaß der Himmelshintergrund schön dunkel ist wie bei einem 8x30 zum Beispiel.
Was habe ich nicht bedacht? :gutefrage:
Sebastian
 
Es spricht überhaupt nichts dagegen, das Dämmerungsglas unter aufgehelltem Himmel zu benutzen. Nicht abblenden! Das ist Unsinn.
Die Aussage ist nur, *wenn du die Wahl hast*, dann ist eine höhere Vergrößerung besser. ÖLffnung lohnt sich immer.
 
Hallo Sebastian,

nach deiner Definition, zumindest an der Anzahl der Ferngläser gemessen, bin ich wohl soetwas wie ein Spezialist.
Habe sogar noch einige mehr Ferngläser, als die von dir genannten.
Ob es nötig ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber: lieber irgendein Fernglas zur Hand, als gar keins.
Mit den sogenannten universellen Gläsern wie 8x40, oder 10x50 in porro- Bauweise kannst du eigentlich nichts falsch machen.
Wenn du es etwas universeller haben möchtest, nimm eins für Astro und ein kleineres wie 8x20, oder 8x32 für tagsüber.
Und wenns nicht zu teuer werden soll eben gebraucht kaufen.
Zum Beispiel hier über das Forum.
Lass dich wegen der optimalen AP nicht verrückt machen. Wichtiger ist dann schon ein Beobachtungsstandort, der möglichst frei von künstlichen Licht ist.
Am besten ein günstiges Glas kaufen und eigene erste Erfahrungen machen.
Viele Grüße, Marius

 
Hallo Sebastian,

wenn Du nur ein Fernglas verwenden möchtest, und Astro zum Anwendungsspektrum gehört, dann ist ein 10x50 eine gute Wahl. Mit 5mm Austrittspupille ist es auch gar nicht schlecht in der Dämmerung.

Ein Abblenden eines Fernglases verbessert den Kontrast nicht. Man sagt nur, dass bei einem hellen Himmelshintergrund eine grosse Austrittspupille nicht mehr bringt als eine kleinere, dass man in dieser Situation also ruhig ein kleineres und leichteres Fernglas kaufen kann, oder, wie Uwe schon sagte, ein gleich grosses mit höherer Vergrösserung, was dann auch wirklich mehr Ausbeute bedeuten würde.

Holger

 
Hallo Sebastian,
Du schreibst:

ein AP größer 3-4mm schädlich ist, da der Hintergrundhimmel viel zu sehr aufgehellt wird.

Das ist so nicht richtig. Ein Feldstecher hellt nichts auf (das können nur aktive Geräte, z.B. Nachtsichtgeräte), die Flächenhelligkeit des Himmelshintergrundes wird nur mehr oder weniger abgedunkelt. Ein Feldstecher mit 4mm AP (100% Transmission angenommen) setzt die Flächenhelligkeit gegenüber einem dunkelangepaßten Auge mit 6mm AP auf etwa die Hälfte herab (4^2/6^2=0,44). Da die Helligkeit der abgebildeten Sterne gleich bleibt, zeigt das Glas mit 4mm AP einen höheren Kontrast. Aus dieser Überlegung heraus könnte man tatsächlich auf die Idee kommen ein Glas entsprechend abzublenden. Der Denkfehler hierbei ist, dass gleichzeitig die Grenzgröße der sichtbaren Sterne mit Verringerung der Öffnung abnimmt.
Außerdem reduziert sich beim Abblenden auch die Helligkeit flächenhafter Objekte (ohne das hier im Detail zu diskutieren).
Deshalb ist, wie hier schon gepostet, ein Fernglas mit 5mm AP ein vernunftiger Kompromiß.

C.S. Frank
 
Danke an alle,
die sich die Mühe gemacht haben, entschuldigt bitte meine späte Reaktion, aber ich hatte Einiges um die Ohren. Zum Glück ist mal wieder Sonntag und Zeit zum Aufarbeiten.
Die Beiträge haben mir wirklich geholfen und ich denke es wird dann doch erst mal ein 10x50(FMTR-SX2?)werden, und später vielleicht noch was für unterwegs.
nochmals danke
Sebastian
 
Das Fujinon ist auf jeden Fall eine sehr gute Wahl für Astronomie :) :super:

Gruß
Adson
 
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