Ich würde mich nie trauen, mit einem opt. Instrument, sei es ein FG oder sonstwas, direkt in die Sonne zu schauen. Das Risiko, dass die Schutzfolie oder sonstige Vorrichtung abfällt bzw. verrutscht, ist einfach zu groß. Eine ganze Menge sieht man auch, wenn man die Optik als Projektor benutzt: Einfach die Optik auf die Sonne ausrichten (Stativ!), und dann das Bild hinter dem Okular auf eine weiße Fläche projezieren, z.B. ein weißes Stück Pappe. Geht wunderbar. Das ganze macht man dann natürlich ganz ohne Filter oder Folien, sonst funzt der Trick nicht. Allerdings habe ich gelesen, dass man diese Art der Projektion nicht zu lange betreiben darf, da es wegen möglicher Hitzentwicklung zu Schäden an der Optik kommen kann. Aber ich habe das mit einem 8x30-FG im Hochsommer für 3 Minuten so projeziert und dem FG ist nichts passiert. Auch die Pappe hat kein Feuer gefangen ;-). Von einem anderen langjährigen Amateur weiß ich, dass er (wegen seiner "besseren Hälfte") nur noch am Tage seinem Hobby nachgehen darf, also macht er Sonnenbeobachtung. Der Kamerad stellt im Sommer morgens sein Rohr aus dem Fenster, auf die Sonne gerichtet, natürlich mit Nachführung, und dann steht das da den halben Tag. Da ist auch noch nie was abgebrannt. Weiß allerdings nicht mehr, was der für eine Optik zur Sonnenfleckenbeobachtung hat.