Fernglas für 150€ Kauftipp Beratung

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tommi79

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Hallo!

Ich bin auf der Suche nach einem gutem Fernglas für Tag und Nacht. Ich möchte es auch auf meinen Bergtouren dabei haben und sollte nicht übermäßig groß/schwer sein.

Habe vom Zeiss Dekarem 10x50 nur Gutes gelesen. Ist es für mich geeignet oder welche Alternativen habe ich?
es soll:
- um die 150 Euro kosten (auch gebraucht)
- für Brillenträger geeignet sein
- ein Allrounder für Tag/Nacht/Tierbeobachtung sein
- kein Großfernglas sein

Danke für eure Tipps
Tommi
 
Hallo Tommi

Zitat von tommi79:
... Zeiss Dekarem 10x50 ... Ist es für mich geeignet oder welche Alternativen habe ich? .. Es soll
- für Brillenträger geeignet sein

Das Zeiss Dekarem ist leider für Brillenträger nicht
geeignet. Als universell gelten vor allem die
Ferngläser 8x40. Schau mal hier:

http://212.80.228.216/sites/f.schaefer/astro_fgl32.htm

Das Nikon Action EX 8x40 CF ist vom Preis-Leistungsverhältnis
sehr gut. Es gibt es neu für deutlich unter 150.- Euro.

Viel Spass bei den Beobachtungen,
Joachim
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Danke schon mal für die guten Tipps Werd mich mal gleich umschauen!
Hat nochwer eine Empfehlung?
 
Hi Tommi,
ich weiss nicht, ob das jetzt genau eine Empfehlung wird. Habe eben hier im Urlaub durch ein olympus DPS I 8x40 geschaut (Porro), leider nur einkurzer eindruck, der aber insgesamt positiv war: klares Bild, sehr gute schaerfe, auch noch recht gute randschaerfe, nur 710 Gramm und hier in Deutschland ab ca. 60 -80 euro im versandhandel erhaeltlich. Habe zu diesem glas hier nichts gefunden. Vielleicht kennt das ja jemand und kann etwas genaueres im vergleich zu anderen Glaesern sagen?
Gruss heinz
 
Hallo,

Du solltest Dich erst einmal auf eine bestimmte Dimension festlegen. Mein Vorschlag für Deine Zwecke wäre ein 8x32 Fernglas in Dachkantbauweise. Bei Bergtouren macht sich am Ende jedes Gramm Mehrgewicht unangenehm bemerkbar, außerdem benötigt man bei Tage unter normalen Lichtverhältnissen kein Glas mit größeren Objektiven.

Für die Nachtnutzung stellt 8x32 mit einer Austrittspupille von 4 eine sinnvolle Alternative dar, da in der Regel bei einem leider inzwischen üblichen aufgehelltem Vorstadthimmel diese oft ausreicht.

Dann sollte man Deine nächsten Bedingungen betrachten, nämlich die Brillenträgertauglichkeit und den max. Preis in Höhe von 150 Euro. Letzteres ist ein Problem, wenn Du ein halbwegs gutes Glas haben möchtest.

Entweder gehst Du auf die China No-Name Linie, die man z.B. bei TS bekommt, oder auf ein Einsteiger Markenglas, hier würde ich das Vixen Atrek HR 8x32 DCF empfehlen, das dürfte man für 150 Euro bekommen. Vergleiche unbedingt die Gewichte der Ferngläser, das Vixen Atrek wiegt nur 390 g, extrem wenig für ein 8x32.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo!
hab g anz vergessen zu sagen dass ich ein 8x21er fernglas von bob optik- prismatic schon habe. Also es darf ruhig etwas größer sein als dieses!
Ciao Tom
 
Tauglichkeit für Brillenträger

Ich bin kein Brillenträger, aber mich interessiert, wie hoch man diese Eigenschaft bewerten soll. Ich stelle es mir so vor, dass man besser die Brille hochschieben und ohne diese in das Fernglas einblicken sollte, um rückwärtiges Störlicht zu vermeiden und die Auswahl geeigneter Ferngläser zu vergrößern.

Speziell für Kurzsichtige haben Ferngläser ja den sog. Überhub, den man als Normalsichtiger nicht braucht und über dessen Existenz man sich vielleicht schon gewundert hat, weil man deswegen so weit über "unendlich" hinaus weiterdrehen kann. Als Weitsichtiger sollte man damit sowieso kein Problem haben und allenfalls die angegebene Nahgrenze nicht ganz erreichen.

Erst wenn andere Fehlsichtigkeiten, z.B. Astigmatismus dazu kommen, gäbe es meinem Ermessen nach einen Zwang zur Brillentauglichkeit. Sehe ich das so richtig?
 
Re: Tauglichkeit für Brillenträger

Hallo Tommi,
es gibt kein Allerweltsglas das alle Bedingungen gleichermaßen
erfüllt.
Zum segeln und spechteln benutze ich das lichtstarke
Steiner Commander 7x50 und zum wandern und auf Reisen
habe ich ein Leitz Trinovid 10x25.
Habe auf meinem Boot auch ein 10x50 Noname Glas für €30,-
dies ist aber ein Gelumpe und ich ärgere mich jedesmal
wenn ich durcblicke bin ständig am drehen und einstellen
das Bild wird nie richtig auf beiden Augen scharf.

Gruß
wspeer
 
Zitat von R_Andreas:
Entweder gehst Du auf die China No-Name Linie, die man z.B. bei TS bekommt, oder auf ein Einsteiger Markenglas, hier würde ich das Vixen Atrek HR 8x32 DCF empfehlen, das dürfte man für 150 Euro bekommen. Vergleiche unbedingt die Gewichte der Ferngläser, das Vixen Atrek wiegt nur 390 g, extrem wenig für ein 8x32.

Viele Grüße
Andreas

Also ich habe mir vor kurzem das Vixen Atrek 8x32 gekauft und bin leider schwer enttäuscht von diesem Glas! Ich kann es absolut nicht weiterempfehlen!
Ich bin zwar kein Experte für optische Geräte, aber wenn selbst mir -als Laie- die Fehler ins Auge springen, dann will das schon was heißen.
Eigentlich hatte ich es wegen der kompakten Maße und dem geringen Gewicht ins Auge gefasst, und bei einem Preis von 160€ (Optiker) dachte ich, dass auch die Qualität einigermaßen stimmen sollte.

Hier meine Mängel, warum das Glas heute auch zurück ging:

1)Selbst minimales Verkippen des Glases (sowohl mit, als auch ohne Brille) hatte Abschattungen zur Folge! -> Das war grausam und hat keinen Spass aufkommen lassen!
Wie ich hier nachgelesen habe soll das an der kleinen AP liegen (Zitat: Je kleiner die AP desto genauer muß man das Fernglas zu den Augen positionieren.). Allerdings konnte ich das Problem bei meinem uralten Revue 10x40 noch nie feststellen und das hat ja die selbe AP...

2)Als ich eine Elster auf einer Tanne in ca. 15m Entfernung (mit Bewölkung im Hintergrund) beobachtete, ist mir sofort der gelbe Saum um die "dunkel-hell" Kanten (Tannennadeln <-> Himmel + Schnabel <-> Himmel) aufgefallen. Deswegen waren diese Stellen auch nicht richtig erkennbar, ich konnte den Schnabel wirklich nicht gut vom Hintergrund unterscheiden! Das fand ich schon krass!

3)Ich hatte immer das Bedürfnis die Schärfe nachzukorrigieren.

4)Ich hatte das Gefühl eines "Tunnelblicks". Mir kam der Ausschnitt den ich erkennen konnte sehr klein vor. Eigentlich sollte man 114m auf 1000m sehen, was genau der selbe Wert wie bei meinem alten Revue 10x40 ist, dennoch habe ich dort nicht das Tunnelblickgefühl und mir kommt das Bildfeld auch größer vor... Nun ja, dieser Punkt ist wohl EHER SUBJEKTIV und sollte nicht groß beachtet werden. Ausserdem weiss ich nicht, ob man die Daten von einem 8x32 mit einem 10x40 vergleichen kann.

-> Alle Punkte machten es unmöglich bewegt Objekte zu verfolgen (Vögel), und zufriedenstellend war das Glas auf keinem Fall. Im besten Fall (für Vixen) hatte ich ein Montagsmodell, bei dem irgendwas nicht in Ordnung war, das glaube ich aber nicht...

So und ich habe mir beim Optiker jetzt ein Nikon Action EX 7x35 CF bestellt. Das war meine zweite Alternative, habe ich aber wegen des großen Gewichtes und der Ausmaße dann nicht genommen... Aber ich glaube in dieser Preisklasse (150-200€) sollte man eher Porrogläser nehmen, wenn man Qualität möchte. Ich hoffe ich bin dann damit zufrieden (c:
 
Hallo Pryrates,


schade, dass das Vixenglas Deine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Du schreibst:
1)Selbst minimales Verkippen des Glases (sowohl mit, als auch ohne Brille) hatte Abschattungen zur Folge! -> Das war grausam und hat keinen Spass aufkommen lassen!
Wie ich hier nachgelesen habe soll das an der kleinen AP liegen (Zitat: Je kleiner die AP desto genauer muß man das Fernglas zu den Augen positionieren.). Allerdings konnte ich das Problem bei meinem uralten Revue 10x40 noch nie feststellen und das hat ja die selbe AP...

Die Abschattungen haben nicht nur mit der Größe der Austrittspupille und mit dem richtigen AP-Abstand zu tun, sondern werden auch durch die sogn. Pupillenaberation der Okulare verursacht. Dies kann man leider nur durch Ausprobieren feststellen, einen Meßwert gibt es dafür leider nicht.

4)Ich hatte das Gefühl eines "Tunnelblicks". Mir kam der Ausschnitt den ich erkennen konnte sehr klein vor. Eigentlich sollte man 114m auf 1000m sehen, was genau der selbe Wert wie bei meinem alten Revue 10x40 ist, dennoch habe ich dort nicht das Tunnelblickgefühl und mir kommt das Bildfeld auch größer vor... Nun ja, dieser Punkt ist wohl EHER SUBJEKTIV und sollte nicht groß beachtet werden. Ausserdem weiss ich nicht, ob man die Daten von einem 8x32 mit einem 10x40 vergleichen kann.

Hier verwechselst Du zwei unterschiedliche Dinge, das scheinbare Gesichtsfeld ( in Grad ) und das tatsächliche Gesichtsfeld ( in Metern auf 1000m ). Wenn ein achtfaches Glas 114m Sehfeld hat, ist das scheinbare Gesichtfeld recht klein und man hat den Eindruck des Tunnelblicks. Bei 10x sind 114m schon recht viel, nämlich weit über 60 Grad. Folglich hat man den Eindruck eines weiten Sehfeldes. Also, bei der Bewertung des tatsächlichen Sehfeldes ist immer die Vergrößerung entscheidend, um zu beurteilen, ob ein Glas einen Tunnelblick hat oder nicht.

Hoffentlich wirst Du nun mit dem Nikonglas zufrieden sein, nach dem, was ich von diesem Glas so gelesen habe, soll es in seiner Preisklasse eine gute Wahl sein, wenn man das hohe Gewicht von 800g akzeptiert.

Gruß

Manfred

P.S.: Ich rede die Forumsteilnehmer eigentlich gern mit dem Vornamen an ;) .

 
Hallo Manfred,

danke für deine Infos, da hab ich ja wieder einiges dazugelernt. Das mit der Pupillenaberation habe ich nicht ganz verstanden, auf jeden Fall war es beim Vixen für mich nicht optimal.

Das mit den Gesichtsfeldern habe ich mir nochmal genauer angeschaut, mit folgendem Ergebnis:

Revue 10x40: 6,5° 65° 114m/1000m
Vixen Atrek 8x32: 6,5° 52° 114m/1000m
Nikon Action EX 7x35: 9,3° 65° 163m/1000m

Damit erklärt sich auch der "Tunnelblick" beim Vixen!

So und nun ist gut, da das jetzt nichtmehr zum eigentlichen Thema passt (c;

Und wie gesagt: Vielen Dank noch einmal und beste Grüße,
Christian

PS: Ja, ist schade, dass man nicht seinen normalen Namen nicht unter dem Nicknamen anzeigen lassen kann.
 
Hallo Christian,

Das mit der Pupillenaberation habe ich nicht ganz verstanden, auf jeden Fall war es beim Vixen für mich nicht optimal.

ehrlich gesagt, kann ich Dir diesen Sachverhalt auch nicht genau erklären. Jedenfalls ist es so, dass es Ferngläser gibt, denen man aufgrund der geringen Pupillenaberration ein besonders gutes Einblickverhalten attestiert ( z. B. Swarovski 8,5x42 EL ), bei anderen Gläsern soll es nicht so toll sein ( Nikon SE ), dabei kommt aber immer auch eine subjektive Komponente ins Spiel. Auch den berühmten Naglerokularen wird ja nachgesagt, dass sie wegen der Neigung zu Abschattungen ( kidney beaning ) für die Tagbeobachtung wenig geeignet sind. Nachts spielt dieser Effekt wegen der großen Eintrittspupille des Auges übrigens keine Rolle.

Für den Fernglaskäufer bleibt nur der Rat: Vor der Entscheidung durchschauen, ob es passt.

Beste Grüße

Manfred

 
Die einschätzung des Atrek 8x32 durch Christian kann ich nur bestätigen. Ich hatte mir einige Gläser in der Preisklasse von 130 bis 220 Euro zur Ansicht schicken lassen und mich dann für das Vixen Alpina 8x42 (179 Euro)entschieden.
Es waren allles Dachkantgläser von:
Eschenbach 8x32
Vixen Atrek 8x32 u. 8x56
Minox (zwei Stück)8x42
Pentax 8x42
(wenn mich meine Errinnerung nicht täuscht)
Eschenbach war nicht scharfzustellen!
Beim Minox hatte ich auch immer das bedürfnis nachzufokusieren.
Das gleiche beim Vixen 8x32 und 8x56!
Nur das Pentax konnte es mit meinem jetzigen Vixen Alpina aufnehmen.
Zum Vergleich habe ich noch mein 10x50 Zeiss Jenoptem herangezogen. Dieses zeigte mehr Streulicht als mein Vixen, dafür het er aber nicht diese strahlenförmigen Reflexe, welche bei allen oben genannten Dachkantgläsern, einschlieslich meinem Alpiena, an sehr hellen Objekten z.B. Mond, Laternen bei Nacht und sehr hellen Planeten,auftreten. Was den Schärfeeindruck und die Klarheit des Bildes betrifft, scheint das Vixen Alpina das Jenoptem leicht zu übertreffen und es ist auch für Brillenträger gut geeignet. Ein Weitwinkelglas ist es aber nicht.
 
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