hanz
Aktives Mitglied
Hallo,
schon mehrfach wurde hier gesagt, daß bei schlechtem Himmel mit kleiner Pupille und hoher Vergrößerung
doch noch viel zu sehen ist, während bei gutem, dunklem Himmel die Pupille des Fernglases ja möglichst
das Maximum des Betrachters erreichen sollte.
Übliche Kommentare sind hier 7x50 - wozu braucht man das überhaupt und 20fach - geil, sieht man in der
Stadt alles viel besser.
Dazu möchte ich mal folgendes aus meiner bisherigen Erfahrung beitragen, auch wenn der wissenschaftliche
Hintergrund dafür nicht 100% steht:
1) ganz schlechter Himmel (2-3m, nur 2 Sterne im Kasten vom kleinen Wagen zu sehen): sollte man Mond und Planeten
anschauen, das geht natürlich mit höchster Vergrößerung am besten - aber man wird ein Stativ brauchen.
Eigentlich ist hier ein Fernglas sowieso falsch am Platz, hier hat das Teleskop mit >100fach seinen Spielplatz.
Mit einem weitwinkligen (z.B. 7x35 mit 65°) Fernglas kann man unter so einem Himmel noch die dunkleren
Sternbilder zusammensuchen (z.B. Teleskop, Fische usw.), aber mehr als so 5m Sterne wird man nicht sehen!
Und zwar unabhängig von der Austrittspupille (nur die Gläser mit kleinerer Pupille werden den Himmel nicht
ganz so hellgrau darstellen). Meine Meßpunkte sind hier zur Zeit meistens Praesaepe im Krebs und der
Koma Haufen in Koma Berenices - wenn die nicht mit blößem Auge schön sichtbar sind, wird's auch mit
Fernglas und Teleskop an Sternen und deep Sky nicht viel.
2) guter Himmel (3 bis 4 Kastensterne des kleinen Wagens sichtbar): jetzt wird's interessant, das Fernglas mit
Pupille 5 und das mit Pupille 7 zeigen massenhaft Sterne - viel viel mehr als das Auge. Das Pupille 7 Glas zeigt sie heller
aber auch den Himmel grau - das Pupille 5 Glas zeigt sie etwas dunkler mit dunklerem Himmel und (wenn das Fernglas
das bringt) viel größerem Gesichtsfeld. Sternhaufen werden gefunden und aufgelöst und einige Nebel kann man sehen.
Ansonsten ist der Unterschied zwischen Pupille 5 und 7 eigentlich vor allem das weitere Gesichtsfeld der 5er Gläser und
und die Öffnung (40-80mm, macht schon bei 4er Himmel sehr viel aus!!! Mit 11x80er sieht man die 3 Sternhaufen im
Fuhrmann sofort und ohne Suchen, mit weniger als 50mm Öffnung wird es ziemlich unwahrscheinlich)
3) bester Himmel (6-6,5m): habe ich praktisch keine Erfahrung, aber hier müßte die Öffnung des Fernglases und die
optimale Anpassung der Austrittspupille an die maximale Pupille des Beobachters
sich am meisten auswirken (wenn man da schon mit bloßem Auge den Nordamerika Nebel sieht - was sieht man dann
erst mit 80mm!!!)
Nach langem Probieren und Überlegen bin ich zu dem Standpunkt gekommen:
zuerst mal mit kleinerer Öffnung, billigeren Gläsern und Weitwinkelokularen Errfahrung sammeln (40-50mm)
Später eigene maximale Pupillenöffnung ermitteln und berücksichtigen (kein Glas mit größerer Pupille kaufen)
Bei schlechtem Himmel geht nix (nur wohnen halt die meisten Leute da und das ist deshalb der größte Markt)
Zum Kennenlernen der Sternbilder kann ein 7x35 oder 42 WW-Glas noch etwas (ca. 2m) mehr zeigen als das Auge.
Bei gutem Himmel würde ich der Öffnung (möglichst 70-80mm) den höchsten Wert gegenüber der Pupille
zusprechen, auch wenn man oft sagt daß man mit größerer Vergrößerung mehr sieht - das gilt wohl nur für
vergleichbare Öffnung! Einziger Wermutstropfen ist das meist geringe Gesichtsfeld bei Pupille 7 (ca.50°)
gegenüber den Weitwinkelgläsern mit Pupille 5 und weniger (60-70°).
Was sind Eure Erfahrungen?
schon mehrfach wurde hier gesagt, daß bei schlechtem Himmel mit kleiner Pupille und hoher Vergrößerung
doch noch viel zu sehen ist, während bei gutem, dunklem Himmel die Pupille des Fernglases ja möglichst
das Maximum des Betrachters erreichen sollte.
Übliche Kommentare sind hier 7x50 - wozu braucht man das überhaupt und 20fach - geil, sieht man in der
Stadt alles viel besser.
Dazu möchte ich mal folgendes aus meiner bisherigen Erfahrung beitragen, auch wenn der wissenschaftliche
Hintergrund dafür nicht 100% steht:
1) ganz schlechter Himmel (2-3m, nur 2 Sterne im Kasten vom kleinen Wagen zu sehen): sollte man Mond und Planeten
anschauen, das geht natürlich mit höchster Vergrößerung am besten - aber man wird ein Stativ brauchen.
Eigentlich ist hier ein Fernglas sowieso falsch am Platz, hier hat das Teleskop mit >100fach seinen Spielplatz.
Mit einem weitwinkligen (z.B. 7x35 mit 65°) Fernglas kann man unter so einem Himmel noch die dunkleren
Sternbilder zusammensuchen (z.B. Teleskop, Fische usw.), aber mehr als so 5m Sterne wird man nicht sehen!
Und zwar unabhängig von der Austrittspupille (nur die Gläser mit kleinerer Pupille werden den Himmel nicht
ganz so hellgrau darstellen). Meine Meßpunkte sind hier zur Zeit meistens Praesaepe im Krebs und der
Koma Haufen in Koma Berenices - wenn die nicht mit blößem Auge schön sichtbar sind, wird's auch mit
Fernglas und Teleskop an Sternen und deep Sky nicht viel.
2) guter Himmel (3 bis 4 Kastensterne des kleinen Wagens sichtbar): jetzt wird's interessant, das Fernglas mit
Pupille 5 und das mit Pupille 7 zeigen massenhaft Sterne - viel viel mehr als das Auge. Das Pupille 7 Glas zeigt sie heller
aber auch den Himmel grau - das Pupille 5 Glas zeigt sie etwas dunkler mit dunklerem Himmel und (wenn das Fernglas
das bringt) viel größerem Gesichtsfeld. Sternhaufen werden gefunden und aufgelöst und einige Nebel kann man sehen.
Ansonsten ist der Unterschied zwischen Pupille 5 und 7 eigentlich vor allem das weitere Gesichtsfeld der 5er Gläser und
und die Öffnung (40-80mm, macht schon bei 4er Himmel sehr viel aus!!! Mit 11x80er sieht man die 3 Sternhaufen im
Fuhrmann sofort und ohne Suchen, mit weniger als 50mm Öffnung wird es ziemlich unwahrscheinlich)
3) bester Himmel (6-6,5m): habe ich praktisch keine Erfahrung, aber hier müßte die Öffnung des Fernglases und die
optimale Anpassung der Austrittspupille an die maximale Pupille des Beobachters
sich am meisten auswirken (wenn man da schon mit bloßem Auge den Nordamerika Nebel sieht - was sieht man dann
erst mit 80mm!!!)
Nach langem Probieren und Überlegen bin ich zu dem Standpunkt gekommen:
zuerst mal mit kleinerer Öffnung, billigeren Gläsern und Weitwinkelokularen Errfahrung sammeln (40-50mm)
Später eigene maximale Pupillenöffnung ermitteln und berücksichtigen (kein Glas mit größerer Pupille kaufen)
Bei schlechtem Himmel geht nix (nur wohnen halt die meisten Leute da und das ist deshalb der größte Markt)
Zum Kennenlernen der Sternbilder kann ein 7x35 oder 42 WW-Glas noch etwas (ca. 2m) mehr zeigen als das Auge.
Bei gutem Himmel würde ich der Öffnung (möglichst 70-80mm) den höchsten Wert gegenüber der Pupille
zusprechen, auch wenn man oft sagt daß man mit größerer Vergrößerung mehr sieht - das gilt wohl nur für
vergleichbare Öffnung! Einziger Wermutstropfen ist das meist geringe Gesichtsfeld bei Pupille 7 (ca.50°)
gegenüber den Weitwinkelgläsern mit Pupille 5 und weniger (60-70°).
Was sind Eure Erfahrungen?