Fernglas Zeiss Jena 10x50 Objektiv ausbauen

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WUNNI

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Hallo!

Aus Familienbesitz habe ich ein "normales" Prismen-Fernglas 10x50 von Carl Zeiss Jena.
Ich wunderte mich über seltsame Krümel innen auf dem Objektiv. Dort rostet tatsächlich eine Strebe (Prismen-Klemmbügel) im Fernglas!
10x50-2.jpg

So feucht kann das Fernglas nicht gelegen haben, ist also Pfusch am Bau. Ich möchte gerne diese Strebe vorsichtig reinigen und mit einem Hauch Öl gegen weiteren Rost schützen. Dazu muss das Objektiv raus. Stirnseitig ist eine Verschraubung zu sehen. Kann man die einfach aufdrehen oder gibt es versteckte Sicherungen, muss man auf nicht-verdrehten Wiedereinbau des Objektivs achten...?
10x50-1.jpg


Danke schonmal für Hinweise!

Beste Grüße,
Niko
 
Das Thema wäre wohl im Fernglasforum besser aufgehoben.
Die vordere Verschraubung ist mit Exzenter ausgeführt. Im Bild ist der ninnere Ring oben links dünn und unten rechts dick. Damit kann man Parallelität und Dezentrierung justieren. Wenn die Bilder deckungsgleich sind, würde ich da nichts aufmachen. Stattdessen kann man die ganzen Objektivtuben aufschrauben. Sie sitzen manchmal recht fest, also herzhaft daran drehen.

Ich gehe jede Wette ein, dass das Fernglas innen mal feucht gewesen ist.
Da es jetzt trocken ist und keinen Pilz aufweist, würde ich da gar nichts machen.
Öl wäre das letzte, was ich im inneren eines optischen Gerätes verwenden würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
wie schon Stathis schrieb, Öl hat da drinnen nix zu suchen. Das schlägt sich im Laufe der Zeit (besonders bei hohen Temperaturen/Sonne/Sommer) als feiner Nebel auf den Linsen nieder. WENN(überhaupt!), dann würde ich eher ein hochtemperaturbeständiges Vakuumfett hauchdünn auftragen. Das Zeug gast wenigstens fast nicht aus.
Im Normalfall sollte aber nach dem Öffnen ein vorsichtiges Abbürsten von lockeren Farbpartikeln mit z.B. einer Zahnbürste reichen.
Obacht beim Öffnen - mein altes CZJ7x50Mono war mit einer teerartigen Masse gedichtet.

viel Erfolg Ronald
 
Hallo Niko,

ich würde mir gut überlegen ob Du das Fernglas aufmachen willst. Ich würde schätzen die Partikel mindern die Qualität nicht und dauerhaft Schaden machen sie auch nicht. Das sieht mir eher nach einem kosmetischen Problem aus, nicht schön aber auch nicht weiter gefährlich. Wie Stahtis schon sagte, die Linsen werden vorne in einem Exzenter gefasst der zum einstellen der parallelität genutzt wird.
Das Problem ist, das selbst kleinste Mißstellungen zum Schielen führen. Das kann eben auch passieren wenn du den ganzen vorden Tubus abschraubst. Bei modernen sehr billigen Gläsern ist mir das aufgrund des eher sehr groben Plastik-Gewindes schon passiert. Man bekommt es einfach nicht mehr in die richtige Position. Ich würde mir auf jedenfall voher eine/zwei Markierung mit gutem Klebeband machen und die Umdrehungen zählen, dann sollte es beim Zeiss machbar sein.
Das Schielen abzustellen ist ne ziemliche Arbeit, gibts im Netz ein paar Seiten zu. Aber das will man lieber vermeiden wenn man bei null in das Thema startet.
Damit habe ich meinen 11x80 Tordalk wieder hinbekommen, allerdings würde ich das nur machen wenn man wirklich was verbessern kann. Ohne Not würde ich es so lassen. Beim Tuben wiederanschrauben peinlich auf den richtig ansatz des Feingewindes achten, das geht falsch auch ein paar umdrehungen und dann gehts kaputt.
Es muss "wie von selbst" gehen.

Ein andere Sache wäre das wenn die wohl eingetretene Feuchte auch einen Pilz mitgebracht/befeuert hat, aber was ich auf dem ersten Foto sehe sind die inneren optischen Flächena ja wohl ok.
Auf jedenfall nie wieder ins Dunkle mit dem Glas (außer beim Sterngucken natürlich), immer offen im Licht lagern (UV) und bloß nicht zurück in den schicken Lederköcher, wenn vorhanden. Die reinste Nahrung für Pilze.

Grüße
Sebastian
 
Hallo Niko, vieleicht kann Dir diese Firma OPTIXXX helfen. Hatte vor Jahren auch mal mein Fernglas da, mit Erfolg.
Sie sind darauf spezialisiert.

VG & CS Horst
 
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