Eisenmeteorit
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Hallo,
da ab und an Fragen zu dejustierten Prismenferngläsern gestellt werden und die Art der möglichen Korrekturen nicht immer geläufig sind, möchte ich einmal vier gängige Arten von Fernglasjustierungen vorstellen. Eine Tafel mit vier Abbildungen dient der Verdeutlichung.
Viele Grüße
Frank
Kippjustierung
Die Justage dieser Ferngläser erfolgt durch Verkippen der Prismen mit Hilfe einer Schraube, die seitlich durch den Fernglaskörper auf das Prisma wirkt. Schon bei geringen Erschütterungen können diese Gläser sich dejustieren, da die Prismen in gekipptem Zustand nur auf einer Kante aufliegen und durch eine Feder gehalten werden. Diese Gläser sind gegen Stoß und Schlag besonders empfindlich. Auch ergibt sich durch die Kippjustierung eine Bildverschlechterung infolge verkanteter Bildebenen. Der Ein- und Austritt des Strahlenbündels liegt schräg, die Bildebene verläuft ebenfalls schräg zur Achse.
Schraub-Schiebe-Justierung
Bei diesen Feldstechern erfolgt die Justage durch Parallelverschiebung der Prismen mit Hilfe zweier Stiftschrauben, die seitlich durch den Fernglaskörper führen.
Diese Gläser dejustieren sich nicht so leicht wie Gläser mit der Kippjustierung. Es können aber an den Stellen, an den die Madenschrauben das Prisma berühren, Spannungen auftreten. Bei starken Erschütterungen können hier infolge der Spannungen die Prismen ausplatzen.
Bei der Schraub-Schiebejustierung ist der Ein- und Austritt der Strahlenbündel senkrecht, die Bildebene steht senkrecht zur Achse.
Exzenterjustierung
Die Exzenterjustierung hat sich als eine der besten Justierungen erwiesen. Die Prismen liegen vollkommen fest im vorher genau gefrästen Prismenbett des Fernglasgehäuses und werden durch starke Federbügel gehalten. Ein Verschieben oder Verkanten der Prismen ist daher nicht möglich.
Die Justage erfolgt durch Verdrehen zweier ineinander verschachtelter, exzentrischer Fassungsringe, welche die Position des Objektiv, in einem gewissen Bereich, verändert. Die exzentrischen Ringe werden über je zwei um 180° versetzte Nuten verstellt.
Druckklötzchenjustierung (Goerzjustierung)
Auf der Suche nach einer stoß- und schlagfesten Justierung entwickelte die Firma Goerz die Druckklötzchenjustierung. Die Justage erfolgt hierbei durch die Löcher der Deckelschrauben mittels Stiftschrauben, die über einen kleinen Aluminiumkeil die Prismen parallel hin- oder herbewegen. Die Aluminiumkeile werden an einem Steg an der Innenwand des Fernglaskörpers geführt, sind also gegen seitliches Verrutschen gesichert. Durch ein länger gefrästes Prismenbett ist eine genaue Parallelverschiebung der Prismen zum Zwecke der Justage möglich, die keinerlei negativen Einfluß auf die Bildqualität hat und eine Dejustierung fast unmöglich macht.
Diese Bauart sowie die Exzenterjustierung sind besonders dort gefragt, wo Gläser einer robusten Behandlung ausgesetzt sind. Eine Dejustierung kommt bei diesen Bauweisen nicht in Betracht, da hier die Prismen in einer justierten Position festsitzen. Auch die Druckklötzchenjustierung hat sich bei härtester Inanspruchnahme und unter schlechtesten Bedingungen sehr gut bewährt. Nur sie und die Exzenterjustierung wurden für Lieferungen an das Militär zugelassen.
da ab und an Fragen zu dejustierten Prismenferngläsern gestellt werden und die Art der möglichen Korrekturen nicht immer geläufig sind, möchte ich einmal vier gängige Arten von Fernglasjustierungen vorstellen. Eine Tafel mit vier Abbildungen dient der Verdeutlichung.
Viele Grüße
Frank
Kippjustierung
Die Justage dieser Ferngläser erfolgt durch Verkippen der Prismen mit Hilfe einer Schraube, die seitlich durch den Fernglaskörper auf das Prisma wirkt. Schon bei geringen Erschütterungen können diese Gläser sich dejustieren, da die Prismen in gekipptem Zustand nur auf einer Kante aufliegen und durch eine Feder gehalten werden. Diese Gläser sind gegen Stoß und Schlag besonders empfindlich. Auch ergibt sich durch die Kippjustierung eine Bildverschlechterung infolge verkanteter Bildebenen. Der Ein- und Austritt des Strahlenbündels liegt schräg, die Bildebene verläuft ebenfalls schräg zur Achse.
Schraub-Schiebe-Justierung
Bei diesen Feldstechern erfolgt die Justage durch Parallelverschiebung der Prismen mit Hilfe zweier Stiftschrauben, die seitlich durch den Fernglaskörper führen.
Diese Gläser dejustieren sich nicht so leicht wie Gläser mit der Kippjustierung. Es können aber an den Stellen, an den die Madenschrauben das Prisma berühren, Spannungen auftreten. Bei starken Erschütterungen können hier infolge der Spannungen die Prismen ausplatzen.
Bei der Schraub-Schiebejustierung ist der Ein- und Austritt der Strahlenbündel senkrecht, die Bildebene steht senkrecht zur Achse.
Exzenterjustierung
Die Exzenterjustierung hat sich als eine der besten Justierungen erwiesen. Die Prismen liegen vollkommen fest im vorher genau gefrästen Prismenbett des Fernglasgehäuses und werden durch starke Federbügel gehalten. Ein Verschieben oder Verkanten der Prismen ist daher nicht möglich.
Die Justage erfolgt durch Verdrehen zweier ineinander verschachtelter, exzentrischer Fassungsringe, welche die Position des Objektiv, in einem gewissen Bereich, verändert. Die exzentrischen Ringe werden über je zwei um 180° versetzte Nuten verstellt.
Druckklötzchenjustierung (Goerzjustierung)
Auf der Suche nach einer stoß- und schlagfesten Justierung entwickelte die Firma Goerz die Druckklötzchenjustierung. Die Justage erfolgt hierbei durch die Löcher der Deckelschrauben mittels Stiftschrauben, die über einen kleinen Aluminiumkeil die Prismen parallel hin- oder herbewegen. Die Aluminiumkeile werden an einem Steg an der Innenwand des Fernglaskörpers geführt, sind also gegen seitliches Verrutschen gesichert. Durch ein länger gefrästes Prismenbett ist eine genaue Parallelverschiebung der Prismen zum Zwecke der Justage möglich, die keinerlei negativen Einfluß auf die Bildqualität hat und eine Dejustierung fast unmöglich macht.
Diese Bauart sowie die Exzenterjustierung sind besonders dort gefragt, wo Gläser einer robusten Behandlung ausgesetzt sind. Eine Dejustierung kommt bei diesen Bauweisen nicht in Betracht, da hier die Prismen in einer justierten Position festsitzen. Auch die Druckklötzchenjustierung hat sich bei härtester Inanspruchnahme und unter schlechtesten Bedingungen sehr gut bewährt. Nur sie und die Exzenterjustierung wurden für Lieferungen an das Militär zugelassen.




