Fernglastuning?

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Florian_Andritsch

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hallo astrofreunde!

mich würde interessieren, ob es auch für ferngläser diverse tuningmaßnahmen gibt. teleskope kleidet man meistens mit velours aus, verpasst ihnen lüfter zur auskühlung, taukappen... und und und...

git es auch für ferngläser solche gewinnbringenden "umbauten"??
taukappe?

cs
nEwEr

p.s.: auf dem fernglas-gebiet bin ich ein ziemlicher laie, weil ich mich bisher ausschließich mit teleskopen und zubehör auseinander gesetzt habe (das ist auch mein erster beitrag in diesem board <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />)
 
Hallo Florian,
klar kann man auch Ferngläser tunen. Bei Billiggläsern kann man ne Menge verbessern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> (von sauteuren Edelgläsern würde ich aber die Finger lassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />), das wurde hier auch schon diskutiert, ein paar Vorschläge findest Du auch auf meiner Homepage: http://www.stern-freund.de/index.php?id=19

CS. Frank
 
Hallo Florian,

beim Fernglastuning sehe ich Möglichkeit, besonders die Montierung und das Stativ auf die eigenen Wünsche hin zu optimieren. Weiters ist bei Astroferngläsern mit Wechselokularen manchmal der Okularwechsel auf adaptierte Astrookulare sinnvoll. In diesem Zusammenhang ist die Ermöglichung der Anbringung von Filtern an die Okulare zwar oft kniffelig, bringt aber auch meist gute Ergebnisse.
Die Taukappen wurden schon angesprochen, Oku-wärmer a la Kendrick probierte ich selbst noch nicht aus, wären aber bei manchen Okularen mit kurzem Augenabstand durchaus sinnvoll.

sternklare Grüße
Aiolos
 
hallo!
gut... genau das wollte ich wissen!
danke. eine taukappe werde ich auch machen.
okularaufnahme hab ich nicht (ist ein ganz ein billiges)
cs
nEwEr
 
Hallo Florian,

bei Ferngläsern sind die Möglichkeiten dadurch, daß man die Teile halt immer mitschleppt und dadurch alles recht robust sein muß, etwas beschränkter. Außerdem ist durch die geringe Vergrößerung und die oft geschlossene (verklebte) Konstruktion vieler Billigmarken und die meist versiegelte, stickstoffgefüllte Bauweise der heute üblichen Dachkantgläser nicht viel möglich.

Was geht:
1) bei älteren Porro-Gläsern und nicht wasserdichten Dachkantgläsern sowie neuen Billigporros die Kollimation (parallele Justierung des Strahlengangs) im Problemfall einstellen, bei neuen abgedichteten Dachkant eher die Finger weglassen.

2) Bei Gläsern, wo die Okularlinsen oder Objektivlinsen seitlich hell schimmern, die Linsenränder mit Filzstift schwärzen.

3) Taukappen bauen (eher für stationäre Großgläser auf Stativ, mit handgehaltenem Fernglas gebe ich bei stark kondensierender Feuchte eher auf). Als Gegenlichtblenden bringen sie eventuell auch bei hellem Monschein oder Strassenlaternen ein bißchen was (war mir aber bisher nie genug bei "vernünfigen" Ausmaßen).

4) Prismen in Velours einpacken oder kleine Prismengehäuse aus schwarzer Pappe bauen, um Streulicht zu vermindern. Objektivrohrinnenseiten mit Velours auskleiden (wie beim Teleskop, bloß bringt's meist deutlich weniger, da Streulicht wegen der Prismen über viel mehr Wege entstehen kann als beim Teleskop.)

5) und das wichtigste Tuning: möglichst großes und schweres Stativ!

Gruß
 
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