Festsitzenden Adapterring lösen

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Hoschie

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Moinsen zusammen,
ich habe da mal wieder ein kleines Problem.

Und zwar hatte ich mir da mal eine 5mm T2-Verlängerungshülse gekauft von einem bekannten Händler, der auch "eigene" Teile in China herstellen lässt. Normalerweise kennt man die T2-Gewinde dieses Herstellers so, dass sie wackeln wie Hulle - solange, bis sie bis zum Anschlag eingeschraubt sind. Erst dann sind sie fest, weil die Gewinde gegeneinander gedrückt werden. Dass man von diesen Teilen die Finger lassen sollte, wusste ich damals noch nicht.
Diese Verlängerung hatte ich vor ungefähr zwei Jahren auf eine Filterschublade aufgeschraubt, und dann nicht mehr herunterbekommen. Ich hatte folgendes ohne Erfolg versucht:
  • Assembly in die Tiefkühltruhe gelegt, anschließend versucht zu lösen
  • Assembly in kochendes Wasser gelegt, anschließend versucht zu lösen
  • wie oben, aber mit einem Fahrradschlauch für besseren Grip
  • wie oben, aber mit einer bedingt geeigneten Zange
  • wie oben, und dann gleichzeitig versucht, durch Zusammendrücken die Kraft zwischen den Gewinden zu verringern
  • WD40, längere Zeit einwirken lassen (2 Stunden, 2 Wochen, 6 Monate, ...)
  • Tiefkühltruhe, WD40, Fön, Fahrradschlauch und Zusammendrücken kombiniert
Das Ding lag bis vor einigen Tagen in der Schublade, und kam eben nur zum Einsatz wenn ich eine Filterschublade mit einer 5mm Verlängerung benötigte. So habe ich sie vor einigen Tagen herausgeholt, um damit meine ATIK383L+ auf dem OAG meines neuerworbenen Newtons zu befestigen.

Jetzt hängt die Verlängerung vorne in der Kamera :cautious:. Die Schublade ist wieder frei, aber die Kamera hat jetzt 22.5 mm Auflagemaß. Ich habe die Sachen von oben, soweit möglich, schon alle versucht. Ich habe auch versucht, die Filterschublade wieder draufzumachen, aber darauf fällt die Verlängerung nicht rein. 22.5mm Auflagemaß.
Bevor ich jetzt mit dem Bohrer drangehe und ein Loch zum Ansetzen eines Hebelwerkzeuges reinbohre - hat Jemand noch ne bessere Idee?

CS Hoschie
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hoschie,
was ich machen würde wenn alle o. g. Methoden versagen: Mit der Metallsäge 2 Kerben in die Frontseite der Hülse schneiden, mit einem Stirnschlüssel lösen. Wenn Du sauber arbeitest ist das Gewinde noch zu verwenden, wenn nicht das Teil seiner finalen Bestimmung zuführen (Kleinschrott).
VG und CS
Dieter
 
Hallo Hoschie,

ich hatte gelegentlich Probleme dieser Art mit 2" Filtern eines bekannten Händlers. Ich bekam sie aber nach einigen Sekunden bis Minuten wieder gelöst, indem ich mit zwei Fingern rund um den Umfang an verschiedenen Stellen leicht und ohne Druck angefasst habe - an irgendeiner Stelle ließ sich der Filter plötzlich wieder bewegen. Seit dieser Zeit drehe ich die Filter nicht mehr bis zum Anschlag an - das kannst Du aber in Deinem Falle nicht machen.

In einem anderen Thread empfahl jemand die Gewine leicht mit Graphitpulver einzubalsamieren.

Gruß Gerd
 
Moin Hoschie,

evtl mit einer 2"-Schlauchschelle. Sie verteilt die Last umfänglich und es gibt einen Ansatzpunkt zum Drehen.

Gruß
Okke
 
In einem anderen Thread empfahl jemand die Gewinde leicht mit Graphitpulver einzubalsamieren
Das Schmieren mit Graphit ist ein Wenig in Vergessenheit geratenen, obwohl so einfach zu bekommen:
Wenige Striche mit einem Bleistift entfalten bereits ungeahnte Schmierwirkung. Die Mine besteht schließlich aus Graphit.

Doch wer diese extrem einfache Art der Schmierung nutzt, muss sich fortan damit abfinden, dass die geschmierten Stellen abfärben.

Daher bevorzuge ich für kritische Gewinde im Astrobereich PTFE.
Ein Wenig Teflonspray auf ein Wattestäbchen, und damit das Gewinde leicht eingestrichen reicht. Bereits homöopathisch erscheinende Mengen erzeugen einen hervorragenden Gleitfilm, der nicht abfärbt, keinen Staub bindet, und sehr lange hält.

Mittel, die auf Mineralöl basieren, möchte ich am optischen Gerät möglichst vermeiden.

CS

Dietmar
 
Durch Druck über den Aussendurchmesser wird das Teil oval oder verdrückt sich irgendwie und klemmt erst recht im Gewinde. Ich würde versuchen, den Ring an gegenüberliegenden Stellen jeweils mit Daumen innen und Finger aussen zu greifen, und dann mit beiden Händen gleichzeitig drehen. Wenn es richtig fest ist, dann brauchst du eine zweite Person die den Ring mit zwei Spitzzangen an gegenüberliegenden Punkten greift, dann kannst du die Kamera drehen (Achtung Drehrichtung!), evtl. noch eine Leiste oder Bleistift an die Spitzzangen anlegen, um gegenzuhalten. Die Kraft muss symmetrisch aufgebracht werden und darf nicht zur Verformung des Rings führen.
 
Hallo Hoschie,

auch dieses Thema ist ein Dauerbrenner: "Alle" Lösung wurden schon mal hier vorgestellt. Ich habe mir diesen Thread extra als PDF ausgedruckt und gesichert, damit ich ihn in der Not schnell herausziehen kann...

 
Hallo Hoschie,
konntest Du das Problem zwischenzeitlich lösen?
(Im wahrsten Sinne des Wortes...)

CS

Dietmar
 
Hallo Hoschie,

Du schreibst, daß Du mit Wärme und Kälte (Kühlschrank) etc. probiert hast.
Diese Anwendungen sind aber nur dann wirksam, wenn das "Außenteil" nach der Kühlprozedur schnell etwas angewärmt wird, bzw. nach Erwärmen das "Innenteil" gekühlt wird.
Außenteil muß sich dehnen, Innenteil muß schrumpfen.
Wegen der geringen Masse gleichen sich die beiden Teile temperaturmäßig sehr schnell wieder an.
Man muß also zügig arbeiten, z.B. mit Kältespray für das Innenteil.

CS Peter
 
Schönen Guten Morgen zusammen
die Ideen sind alle einen guten Ansatz, Hoschie
wenn die beiden Teile auseinander gebracht sind. mein Tip: entsorge die Hülse und schaff die eine bessere an.
grüsst und wünsch uns allen schöne Ostern auch in der Zeit von Covid-19
*entfernt*
 
Hallo,

bestimmt wurde meine Lösung schon 1000x gepostet, aber ich kenne das Problem so gut und habe schon so oft mit Schnitten in den Händen und fluchend am Teleskop gestanden, dass ich meine (Er)Lösung doch noch einmal nennen will:
Ich habe mir für festsitzende Adapter aller Duchmesser eine "Gurtrohrzange" angeschafft. Ein Traum. Da wird einfach eine Gummiriemen um den Adapter gelegt und in einem Griffstück eingefädelt. Die Schlaufe liegt dann eng am Adapter und mit dem Griff kann man dann ordentlich Drehmoment aufbauen. Ggf. eine zweite kaufen um Gegendruck zu erzeugen.

Gruß
Sebastian
 
Ja, genau!
Habe auch zwei Stück von denen, gibts im Handel für Haushaltswaren (Deckelöffner).

Gruß
Peter
 
Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank für die vielen guten Tipps!
Ich bin seit heute Früh auf dem Weg zum Baumarkt, aber weil ich mein KFZ in letzter Zeit nur zum Einkaufen nutze, muss ich mal die Batterie aufladen. Ich werde sehen, ob ich so eine Gurtrohrzange oder Schlauchschellen herbekomme. Wenn nicht, versuche ich das mit der Säge und dem "Stirnschlüssel" (Spachtel).

Diese Anwendungen sind aber nur dann wirksam, wenn das "Außenteil" nach der Kühlprozedur schnell etwas angewärmt wird, bzw. nach Erwärmen das "Innenteil" gekühlt wird.
Im prinzip klar - aber es spielen uU die Ausdehnungskoeffizienten, die Wäremekapazitäten, Wärmeleitfähigkeiten und auch die Geometrie etc eine Rolle (effektive Oberfläche <--> Wärmefluss). Dürfte bei unterschiedlcihen Materialien alles unterschiedlich sein. Daher sollte es entweder im kalten oder im warmen Zustand besser gehen!

CS Hoschie
 
Zuletzt bearbeitet:
ich war jetzt beim Baumarkt. Wahnsinn! Familienausflug am Samstag - Corona ist ein Alcopop mit Bier, oder?
jedenfalls gab's da an einem ziemlich aufdringlichen Ständer den Baby Boa Constrictor, was zwar nicht unbedingt durch seine Verarbeitungsqualität besticht, aber was Anderes gab's nicht. Nachdem ich das Teil zuhause aufwändig aus seiner Verpackung herausoperiert hatte (die ist wahrscheinlich haltbarer als der Inhalt, aber das ist heutzutage ja überall so), hatte ich in weniger als einer Minute die Verlängerungshülse von der Kamera.
Hab sie gleich auf eine andere Kamera draufgeschraubt. Ich habe ja jetzt die Baby Boa Constrictor...!

CS Hoschie
 
Zuletzt bearbeitet:
Jawoll, genau so ein Ding meinte ich. Gibt es in vielen ähnlichen Ausführungen. Wirken immer ein bisschen billig, retten aber den Abend und schonen die Nerven.
Gruß
Sebastian
 
Hi Leute,

es geht sehr einfach und billig mit etwas Schleifpapier besser auch doppelseitigen Klebeband.
Ich nutze allerdings nur noch Schleifpapier, nicht zu grobkörnig.
Eine Lage auf ein Holzstück (ca. 60mm Breite oder mehr - so das man es noch gut fassen kann) geklebt.
Wenn zwei Ringe fest sind dann ein zweites Gegenstück.
In deinem Fall, Hoschie, würde ich die Filterschublade mit doppelseitigen Klebeband auf einem Tisch fixieren (Adaptering oben)
, dann das vorbereitete Holzstück mit den Schleifpapier senkrecht von oben auf den Ring pressen (nicht zu stark) und mit einem kurzen Ruck in die richtige Richtung ist der Ring los. Ich habe das sogar bei zwei festsitzenden Ringen mit beiden Händen gemacht. Hat bisher immer super funktioniert.
 
Hallo Frank,
dabei würde man gegen die Haftreibung der Gewinde drücken, eigentlich auch eine erfolgversprechende Sache!
Für sowas würde ich aber eher was gummiartiges nehmen, Schleifpapier bröselt böse Körnchen ab, mit denen man sich Gewinde und auch optische Flächen zuverlässig verhunzen kann.

CS Hoschie
 
Mein Senf dazu.
Bei mir waren mal zwei Adapterringe so fest verschraubt, die auf Teufel komm raus nicht zu lösen waren ohne Spuren zu hinterlassen.
Die "verschraubten" Teile auf eine Hartgummimatte gelegt, mit vertikalen Druck belastet, in die richtige Richtung gedreht und siehe da ich hatte wieder zwei Adapterringe. Geht auch mit einem Pantoffel mit Gummisohle:);). Ob das bei dir klappt???
Gruß *entfernt*
 
Hi Hoschie,

ja hab ich oben vergessen zu schreiben, dass ich dann natürlich die Gewindegänge mit einem feinen Pinsel sauber mache und mit Blasebalg nachpuste.
Deswegen auch mein Hinweis besser mit Klebeband oder wie Wolfgang eben geshrieben.
 
Was ich noch anfügen wollte:

Ultraschallbad...

Man braucht etwas Geduld, aber das löst fast alles.

CS
Jörg
 
Moin,

kann ich mir vorstellen... Vor allem die industriellen US-Bäder nehmen das "alles" wörtlich. Die Dinger für den Heimgebrauch sind da harmloser. Weder Brillengläser noch Opas Dritte werden da beschädigt :giggle:, aber bei kleineren Gewinden klappt das trotzdem. Gefasste Optiken gehören da natürlich nicht rein da die Reinigungsflüssigkeit in die Hohlräume gerät!

CS
Jörg
 
das hat in dem Falle ja weniger mit der Chemie zu tun, das ist mechanischer Abtrag (Kavitation) durch den Ultraschall, und in dem Fall durchaus gewollt (speziell für optische Oberflächen ausgelegt, für die US-Wäsche gibt es dann strenge Vorgaben bzgl Häufigkeit, Dauer, etc). Kann sein dass Heimgeräte da gutmütiger sind, aber dann reinigen sie auch nicht so gut - ich würde deshalb vermuten die sind eher schlimmer!

Aber wie auch immer, ich hatte die Verlängerung ja abbekommen, mittlerweile scheint sie in der nächsten Kamera festzuhängen (wobei ich's garnicht mehr probiert hab). Wie gesagt hab ich ja jetzt den Constrictor!

CS Hoschie
 
Vibrationen können auch hilfreich sein.
Sofern der Adapter nicht noch am System oder einer kamera hängt.

Zum Lösen von 2 Adapterringen geht's aber evtl..

Das Zubehör dazu findet man für wenig Euros bei Amazon. Nennt sich Vibroei :)

Und NEIN. Das ist jetzt kein Witz.
So'n Ei mit Panzerband an die Ringe kleben und ne Weile laufen lassen.

Gruß Markus
 
Ich nehm immer Gummihandschuhe (die mit einer rauhen Gummibeschichtung für die Gartenarbeit - natürlich in sauber, da nur dafür!) - so hat man super viel Grip und bekommt i.d.R. selbst verkantetes etc los.
Wichtig ist nur, wie immer, dass man nicht mit zu viel falsch-geleiteter Kraft die Adpater zerquetscht, sondern flach und flächig dreht...

Gruß
Ernie
 
Ja, ich habe die Erfahrung gemacht, das es nur mit vertikalen Druck funktioniert. Spannringe oder sonstige Vorrichtungen die einen axialen Druck auf das Gewinde ausüben sind für mich ungeeignet.
Gruß *entfernt*
 
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