Feuerkugel Westuckermark 27.02.2019

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Henning81

Aktives Mitglied
Hallo Allerseits,

Gegen 20:28 Uhr am 27.02.2019 konnten wir von Templin aus eine zerbrechende Feuerkugel beobachten.
Sie zog eine etwa 1sec nachleuchtende Spur, bevor die 3-5 Teile weiss-hell-grünlich verglühten.
Zuerst sah es aus wie eine Sylvesterrakete.
Spur lief durch den Grossen Wagen, den Kleinen Wagen und Richtung Kassiopeia unter dem Polarstern durch,
bevor die Feuerkugel ihr Ende fand.

Dies gab den Ausschlag, Zuhause doch noch ein wenig Deepsky zu betreiben, Allem voran der Orionnebel M42,
De Mairans Nebel M43 und erstmalig den Flammennebel.
Danach gabs wahllos, weil spontan, einige Galaxien, M51 sowie M101 inklusive Spiralarmen, Nadelgalaxie etc.
Eulennebel war noch drin, bevor mir kalt wurde.

Anfangs waren die Sterne noch etwas aufgebläht, das SQM zeigte im Zenit minimal 22,0mag an, meistens heller.

CS,

Henning
 
Hallo Henning,
Ich nehme Sternschnuppen immer als himmlische Mahnung, dass ich endlich einpacken und reingehen soll, nicht raus! So verschieden sind die Menschen - ist auch schön so(y)
CS, Christopher
 
Schön kommentiert, Christopher,

Und immer wenn ein Satellit bei der Objektsuche durchs Okular zieht, überkommt mich das warme Gefühl, in der richtigen Gegend zu sein und gleich das Objekt der Begierde zu finden.
Als wärs ein kleiner Lotse.
Sowas passiert eben, wenn man sich als Kleingeist in die grosse Weite stürzt.

Also, dass uns nur nicht der Himmel, na, Du weisst schon.

Salve,

Henning
 
Hallo Henning,
"das SQM zeigte im Zenit minimal 22,0mag an" ...
22,0mag entspricht dem maximal möglichen Wert unter idealen Bedingungen den man auf der Erde erreichen kann.
Ich kenne keine Beobachtung in Deutschland, bei der dieser Wert gemessen wurde. Was für ein SQM hast Du? das mit (SQM-L) oder das ohne Linse?

Viele Grüße

Achim
 
Hallo Achim,

Das ist das ohne Linse. Messungen gehen immer in den Zenit.
Das war auch wirklich der dunkelste Wert, der Schnitt bewegte sich so zwischen
21,4 und 21,6mag, zwischen 4 und 6°C.
Normalerweise mache ich immer Messreihen zu drei oder vier
und mittle dann. Da gibts ja durchaus Diskussionen drüber, wie stichhaltig die
SQM(-L)s sind bezüglich der Aussagekraft für visuelle Beobachtungsbedingungen.
Unter der Wolkendecke ists eben auch dunkel.
Deswegen übe ich die Helligkeitsschätzung noch am Kleinen Wagen, aber das braucht wirklich auch Erfahrung, finde ich.
Hat mal jemand zwei SQMs nebeneinander getestet? Wie genau sind die eigentlich und
gibt es da viel Qualitätsstreuung?

Mal abgesehen von möglichen Fehlmessungen wars dennoch eine gute Nacht,
die Sterne hätten vielleicht etwas weniger aufgebläht sein können,
aber die Krippe war ein fetter Nebelfleck und die Plejaden standen freiäugig super klar da.
Spiralarme in M101 und M52 inklusive richtig interpretierter Drehrichtung, Bodes Galaxie richtig toll und gross statt nur ein Nebelfleck.

CS,

Henning
 
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