Noch eine Anmerkung zur ScreenTransferFunction (STF) in PixInsight:
Diese Funktion ändert die Daten selbst nicht, sondern nur die Darstellung auf dem Bildschirm des PCs. Erst wenn man die Werte vom STF auf das Histogramm und dann auf die Daten überträgt, werden die Daten selbst verändert.
Wenn man das kalibrierte Bild in PI läd, sieht es in seiner linearen Dastrellung so aus, wie oben abgebildet. Nur die hellsten Sterne sind erkannbar.
In der STF Funktion und im Histogramm sieht das so aus:
Mit dem Schraubenschlüssensymbol bekommt man die Tabelle. In der linken Spalte ist das Minimum, in der Mitte der sogenannte MidTone Wert und rechts das Maximum eingetragen für die drei Farben. Die Daten sind normiert.
Die Normierung ist einfach (x-min) / (max-min), wobei x ein beliebiger Wert aus dem Bild ist und min und max die jeweiligen Extremwerte. Das kann man leicht überprüfen, indem man x=min setzt, das ergibt 0 und x=max ergibt 1, also müssen allen anderen Werte zwischen 0 und 1 liegen.
Aus der Docu von PI kann man die Midtone-Funktion entnehmen siehe oben). Im linearen Fall ist m=0.5, wie aus der Tabelle der STF oben abzulesen ist.
x ist wieder ein beleibiger Wert aus dem linearen Bild.
Um die Information im Bild sichtbar zu machen, muß man also
m verändern. Das macht die STF-Funktion, indem man auf den "Radioactive" Knopf drückt. Damit wird
m auf einen Wert von 3*sigma gesetzt (genau lassen die sich nicht darüber aus, das ist meine Vermutung) und am rechten Rand des Histogramms wird geclipped auf 2*sigma links vom Maximum der Rauschverteilung gesehen. Das Maximum sollte man tunlichst unverändert lassen, sonst werden die Daten oben geclipped.
Jetzt sieht das Bild so aus. Man kann schon viel erkennen.
Die STF Parameter sehen danach wie folgt aus:
Das obere Kettensymbol zeigt an, dass die Farben gelinkt sind. Deshalb ist der Clip-Punkt und
m für alle Farben gleich. Der
m Wert ist nun deutlich kleiner als 0.5
Die Kurve im Bild, die dem
m entspricht, ist nun deutlich gekrümmt und kaum noch sichtbar. Gerade die Krümmung in der linken oberen Ecke ist noch sichtbar. Damit werden die Daten extrem nichtlinear. Die Farben liegen im Maximum übereinander, allerdings mit unterschiedlicher Amplitude. Das hängt mit der unterschiedlichen Durchlasskurve der Filter im Chip zusammen, dekne ich.
Wenn man die Verlinkung der Farben aufhebt, sind auch die Clips und
m Werte unterschiedlich. Nun liegen aber die Kurven, die im wesentlichen durch das normalverteilte Rauschen erzeugt werden, übereinander:
Hier habe ich zusätzlich den rechten unteren Knopf am Histogramm gedrück, das Reset. Damit wird die Kurve wieder linearisiert, wie man an der linearen Kurve (Diagonale) im Bild sehen kann.
Eigentlich wäre das schon der perfekte Schwarz- und Weißabgleich. Aber wegen der unterschieldichen Filtereigenschaften im Chip ist das leider nicht so. Also muß man mit der Photometrie ran, die das richtig stellen kann.