FH 3'' oder 4'' bevorzugt als Erstgerät?

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chaot78

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Hallo!

Möchte gerne mal bei Euch nachfragen, welchen FH als Einsteigergerät Ihr eher kaufen würde - den 3'' oder 4''. (-> aus optischer Sicht gesehen - Farbfehler, ....)

Und wenn es der 3'' ist, würde dann Eure Entscheidung größtenteils vom Preis abhängen??

Ziel wäre Planeten und Naturbeobachtung.

Danke!
LG Juergen
 
Hallo Juergen,

der "Farbfehler" hängt wesentlich vom Öffnungsverhältnis ab, d.h ohne die Angabe der Brennweite läßt sich Deine Frage nicht beantworten.

gruß Aebby
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jürgen,

vielleicht machst du das eine. ohne das andere zu lassen. Die Firma Borg bietet verschiedene Optiken zum Aufschrauben auf den gleichen Tubus (OAZ). Du könntest so z.B. den Borg 101ED für astronomische Beobachtungen nehmen und die eine kleinere 77Achro Optik für Naturbeobachtung hinzukaufen. So hättest du beides einen farbreinen 4" für astronomische Beobachtungen und einen kleinen preiswerten 3" für Naturbeobachtung.

Gruss aus Bonn
Wilhelm
 
Als Einsteigergerät würde ich wahrscheinlich überhaupt keinen Refraktor kaufen außer vielleicht ein Billiggerät wie Lidlskope, da ein Spiegel viel flexibler, was die Beobachtungsziele angeht, und meist auch preiswerter ist. Für Planeten sollte das Teleskop eine lange Brennweite (900mm aufwärts) haben und guten Kontrast. Außerdem ist eine schwingungsarme Aufstellung wichtig um halbwegs komfortabel nachführen zu können. Naturbeobachtung erfordert ein großes Gesichtsfeld, d.h. kürzere Brennweiten und geringes Gewicht (man will ja schließlich nicht mit dem LKW zur Vogelbeobachtung ausrücken), sowie eventuell Zoomokulare und ein aufrechtes Bild. Diese Anforderungen sind so verschieden, dass es kein Gerät gibt (schon gar nicht einen FH) das sie alle erfüllen kann. Deshalb würde ich bei der Naturbeobachtung eher auf ein Fernglas oder ein Spektiv setzen. Ein langbrennweitiger Refraktor taugt dafür nicht wirklich. Fazit: Für die genannten Beobachtungsziele wird man zwei Geräte brauchen oder einen mehr oder weniger faulen Kompromiß eingehen müssen. Beim FH wären mir folgende Punkte wichtig: Er sollte soviel Öffnung wie finanziell und transporttechnisch möglich haben. Mit wenig Öffnung sieht man weniger aber das ganze darf auch nicht zu schwer und sperrig werden, dass man es nicht mehr schleppen und transportieren mag. Außerdem muss das Gerät natürlich bezahlbar bleiben. Ferner sollte der FH entweder ganz lang =< f/12 (Planetengerät) oder ganz kurz (Kometensucher mit großem Farbfehler) sein. Für den Bereich dazwischen würde ich immer einen Newton vorziehen. Die Grenzen sind natürlich
auch immer von den individuellen Anforderungen und dem persönlichen Geschmack abhängig, so dass man keine Patentlösung angeben kann. Wieviel jemand zu schleppen bereit ist, ist z.B. mit Sicherheit sehr unterschiedlich.
Da ich nicht motorisiert bin, habe ich mich beim langen FH auf 70mm Öffnung beschränkt. Beim kurzen war für mich 100mm f/5 die maximal akzeptable Größe. Naturbeobachtungen mache ich allerdings mit beiden kaum. Andere mögen auf den FH ganz verzichten. Wegen ihrer Robustheit und einfachen Bedienung gefallen mir diese Geräte aber persönlich trotz ihrer bekannten Schwächen recht gut.
 
Hallo Jürgen,

wie Florian schon schreibt, das passt nicht zusammen. Planetenbeobachtung bei höchstvergrößerung und Naturbeobachtung nahe der Minimal- bzw. Mindestvergrößerung erfordern meiner Meinung nach einen APO um f/6. Also keine billige Lösung.
Der lässt sich für Naturbeobachtung mit einem (relativ teuren) 2" Okular bei schwacher Vergrößerung nutzen, und für Planetenbeobachtung mit gut ausgesuchten (also relativ teuren) Okularen zwischen 3mm und 5mm für die Planetenbeobachtung verwenden.
Ein schneller Refraktor (wie ein 80/400) mag für die Naturbeobachtung gut herhalten, wird aber am Planeten wegen des Farbfehlers kläglich aussehen. Ein 80/1000 würde am Planeten gut aussehen, aber mit einem 40mm Okular dann minimal schon 25x vergrößern, was für Naturbeobachtung schon recht viel ist. Ein 80/800 wiederum ginge am Planeten noch, aber 20x ist für Naturbeobachtung immer noch ziemlich viel. Und das hierbei gedachte 40mm Okular in 1,25" hat dann auch kein besonders großes Feld.
Ein 80/800 mit 2" Auszug könnte man mit einem 2" 50mm Okular dann noch auch 16x herunterbringen, aber so ein Okular ist auch nicht ganz billig.

Wie das bei den Borg-Geräten ist, die WIlhelm vorschlägt, weiß ich nicht. Wenn die aber für beide Objektive gleiche oder ähnliche Brennweiten hätten, dann würde der wechsel nicht viel bringen, denn da wärst Du ja beim f/6 APO mit dem eben beides vertretbar geht, wenn man passende Okulare anschafft.

Clear Skies
Sven
 
Hallo!

Würde Dir dieses Gerät empfehlen!

CS! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
 
Dieses Gerät würde ich nicht empfehlen, da die Montierung für das Gerät zu schwach dimensioniert ist. Außerdem ist das Öffnungsverhältnis für einen FH schon ziemlich schnell, was ei nen deutlich sichtbaren Farbfehler nach sich ziehen dürfte. Ein extremes Richfieldgerät ist es auch nicht. Somit ist es weder ein exzellentes Gerät zur Planetenbeobachtung noch zur Naturbeobachtung.
 
Der 4" scheint in der Tat ganz passabel montiert zu sein. Da ich die Montierung aber selbst noch nicht live gesehen habe kann ich dazu nichts definitives sagen. Der andere Refraktor sieht schon wieder etwas wackliger montiert aus. Übrigens ist 90mm schon deutlich größer als 3". Planetenspezialisten sind auch diese beiden Geräte vermutlich wohl eher nicht. In einem Vixen FH 80/910mm konnte ich noch einen deutlichen Farblängsfehler wahrnehmen auch wenn dieser längst nicht so störend ist wie bei meinem 100/500mm. Ähnlich dürfte es im 90 mm f/11 sein. Keinen nennenswerten Farbfehler sehe ich im 70/900mm Refraktor (f/13). Bei größeren Durchmessern wäre wohl eher f/15 bis f/20 angesagt.
Dann werden die Rohre aber sehr schnell kaum mehr transportabel und die Montierung sehr teuer und schwer. Bei 90/1300mm dürfte für viele dann schon Schluß sein. Die kürzeren Refraktoren f/10, f/11 sind eher Universalgeräte, die ein ordentliches Planetenbild und ein mittelgroßes Gesichtsfeld für Deepsky erlauben. Das sind prinzipiell ordentliche Einstiegsgeräte, wenn die Montierung ausreichend dimensioniert ist und die Verarbeitung stimmt. Es stellt sich aber die Frage ob man mit einem guten Newtonteleskop
114/900mm nicht dieselben Ergebnisse ohne Farbfehler und für weniger Geld erzielen kann. Vorteile der mittellangen FHs sehe ich da eigentlich nur noch bei der Sonnenbeobachtung (Möglichkeit der Okularprojektion oder der Verwendung von Herschelkeilen und Protuberanzenansätzen). Manche Beobachter
mögen den Refraktor auch aus ästhetischen Gesichtspunkten bevorzugen (sieht wie ein "richtiges" Fernrohr aus). Für mich persönlich wäre das aber ein nachrangiges Kriterium.
Ich würde empfehlen einmal Refraktor und kleinen Newton und eventuell auch kleinen Maksutov in der Praxis kennenzulernen. Etwa auf dem Teleskoptreffen auf dem Vogelsberg (ITV) oder ähnlichen Veranstaltungen. Oft kann man ja auch beim Händler zumindest am Taghimmel mal probegucken. Dann kann man zumindest feststellen, ob man mit dem Einblick ins Gerät halbwegs zurechtkommt, und ob die Montierung ausreichend bemessen ist. Dazu stupst man den Tubus beim durchgucken an und beobachtet das Zittern des Bildes bis es wieder zur Ruhe kommt. Beim 70/900mm auf der Lidlmontierung z.B. dauert das einige Sekunden und die Montierung ist damit visuell schon eher am oberen Limit angelangt. Für die Beobachtung beweglicher Ziele wie Vögel oder Wildtiere sind parallaktisch montierte Geräte mit einer Brennweite von ca. 1m meiner Meinung nach -wie schon erwähnt- ziemlich ungeeignet, da sie zu unflexibel sind. Halbwegs preisgünstige Planetenrefraktoren der Frauenhoferbauart wären meiner Ansicht nach also z.B. ein 70/900mm, ein 80/1200mm oder ein 90/1300mm Gerät. Alles andere schreit schon nach fester Aufstellung oder hat einen sichtbaren Farbfehler. Man sollte allerdings nicht vernachlässigen, dass auch andere Gerätetypen sehr schöne Planetenbilder liefern können, die oberhalb von 80mm Durchmesser auch deutlich preiswerter und handlicher als der FH sein können.
Viele Grüße
 
Hallo Jürgen,

hm, Dir scheint nicht klar zu sein, das wir in der Hauptsache Kritik an der Unvereinbarkeit Deiner Anforderungen üben, sonst würdest Du nicht wild Achromaten vorschlagen, nachdem unsere Aussagen sich doch darin decken, daß wenn ein Refraktor, dann ein (ED-)APO hier angebracht wäre.
Ist das nun Beratungsresistenz, ein Mißverständnis, oder der unbedingte Wille, daß es doch gehen muß? Vor allem scheint mir doch der 80mm China ED in preislicher Reichweite. Also quo vadis?

Clear Skies
Sven
 
Hallo!

Danke für die ausführlichen Antworten!

@Sven:
Da handelt es sich in diesem Punkt "... Unvereinbarkeit Deiner Anforderungen ..." definitv um ein Missverständnis - aber auf Grund eines Versäumnisses Meinerseits. Das ich beide Anforderungen nicht (sinnvoll) mit einem Gerät erfüllen kann ist mir nun - nach Euren Erläuterungen - klar. Allerdings hatte ich Euch das nicht mitgeteilt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" />

Mir ist es letztendlich darum gegengen, zu erfragen, mir welchem Öffnungsverhältnis der Farbfehler beim Planeten noch nicht zum Ärgerniss wird - "fmeier" hat dazu dann "... keinen nennenswerten Farbfehler sehe ich im 70/900mm Refraktor (f/13). Bei größeren Durchmessern wäre wohl eher f/15 bis f/20 angesagt ..." geschrieben.

Hintergrund ist folgender: Habe mich vor kurzem wegen einem Newton 150/1200 bei Euch hier im Forum schlau gemacht (habe da mittlerweile auch was im Auge) und wollte nun auch die Refraktorseite dazu gerne ein wenig "aushören". Da man ja ja des öfteren einfach mal so liest: Planeten = Refraktor, DS = Newton (grundsätzlich). Sowas wie ein "Planetennewton" ist/war mir neu. Daher auch meine Frage nach dem Öffnungsverhältnis.

Also seid ihr dann vermutlich auch eher der Meinung (bezogen auf Kommentar von "fmeier", dass ein Newton 150/1200 zB auf Astro-5 mehr am Planeten bringt als einer der oben angeführten FH's (beim ED weiß ich ned...) Oder ??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Vielen Dank nochmals!!
Juergen
 
Hallo Jürgen,

also wenn Du einen Newton 150/1200 ordentlich bedienst, sprich ihn gut justierst, dann hast Du damit am Planeten mehr Leistung, als ein 100/1000 Achromat abliefern kann. Besonders bei Jupiter. Aber es muß auch klar sein, daß für einen Newton mit Top-Planetenleistung auch einige Bedingungen erfüllt sein müssen:
- gute Optikqualität (auch beim Fangspiegel, keine Verspannung)
- saubere Justage, am besten am Stern
- Zwangsbelüftung, also einen PC-Lüfter selbst anbauen (1000 Beiträge im Forum dazu)
- Innenauskleidung mit schwarzer Velours-Klebefolie, vielleicht reicht es schon, in der Gegend gegenüber des Okularauszuges damit zu arbeiten. Viele machen den ganzen Tubus damit Pechschwarz

Ein derart "beherrschter" Planetennewton hängt einen 100/1000 Achromaten allemal ab. Auch einen 80mm ED. Bei einem gut gefertigten 100mm Voll-APO wird der Vorsprung schon dünner und ein 127mm APO wird dann ein harter Gegner, warscheinlich ein zu harter Gegner. Dabei ist zu bedenken, daß die Linsenteleskope ohne viel Dazutun ihre Leistung bringen, aber deren Preis ist auch entsprechend und die Anforderungen an die Montierung, besonders die Stativhöhe, sind deutlich angehoben.

Ich persönlich mag meinen 90/1000 wirklich sehr, obwohl ich den nur als Leitrohr gekauft habe. Aber mich stört auch bei diesem moderaten (heute fast "klassischem") Luftspalt-Achromat noch der Farbfehler, durch den Sonnenflecke und feine Mondkrater einfach blau werden und nicht schwarz sind. Daher würde ich als Planetenteleskop keinen solchen Achromaten kaufen. Als FH-Achromaten kämen für mich nur Geräte wie 80/1200 oder 100/1500 in Frage. Bei 150mm Öffnung wird die Baulänge utopisch, da muß man auf f/20 oder mehr hin denken, also geht das nicht mehr von der Stange.

Für mich ist eben bei der Planetenbeobachtung ein möglichst farbreines Teleskop das wichtigste. Wenig Obstruktion sollte es natürlich auch haben. Das ist dann eben die Entscheidung, ob man Obstruktion in Kauf nimmt, oder einen APO bezahlen will. Und zwar sehe ich das so, daß ich einen "Mini-APO" nicht akzeptiere, solange ein "Planetennewton" zum gleichen Preis weit mehr Leistung bringt. Genau das letztere ist allerdings ein Streitpunkt und auch der Ansatzpunkt für das Argument "Neid" der harten APO-Vertreter.

Clear Skies
Sven
 
Hi Jürgen,
ein Refraktor ist nur dann am Planeten im Vorteil, wenn er weitgehend farbfehlerfrei ist. Um das mal stark vereinfacht darzustellen. Deshalb kann man nicht sagen, Refraktor=Planet, Newton= DS. Es kommt auf das Gerät an.

Farbfehlerfrei und richtig gutes Glas im Refri, wird in Sachen Details, auch größere einfachere Refris versägen, solange der Öffnungsunterschied im Rahmen bleibt. Das gilt auch für Newton oder Maks.

Beispiele:
Ein Tak FS60C (Apo) 60mm Öffnung zeigt mehr als ein 70/700 FH.
Ein 90/1250 Chinamak zeigt mehr wie der 70/700 und auch der 80/910 FH. Bei der Bildbrillianz dagegen, war der 80/910 FH besser.
80ChinaED und 80/910 FH sind recht nah beisammen, wobei in der Summe der ED besser ist. ( Details etwas mehr, leichter zu sehen und Brillianz auch) Das war aber schon Objektabhängig. Am Saturn z.B. war quasi kein Unterschied erkennbar, bei Jup, Mond schon.

Nimmst Du nun den Newton hinzu, so ist die wesentliche Frage: Qualität und Obstruktion? Hohe Obstruktion, wirkt sich aus wie ein Weichzeichner. Das macht Details evtl. unsichtbar und senkt die Brillianz des Abbildes. Schlechte Optik im Newton ebenso. Daher ist Grundforderung für den Planetennewton geringe obstruktion und gute Optik. Sonst wirds nichts.

Und zu letzt ist da noch die Größe der Optik. Ab einem gewissen Größenunterschied wird die schiere Größe gegen kleinere, unobstruierte Optiken - auch wenn sie annähernd perfekt sind - im Vorteil sein.
Das geht aber auch nur soweit, wie das Seeing mitmacht. Je stärker das Seeing die Vergrößerungsfähigkeit llimitiert, umso näher kommen kleine poerfekte Geräte an wesentlich größere Geräte.

Das sind so zumindest meine Erfahrungen, die ich hier mal stark komprimiert dargelegt habe. Vielleicht helfen Sie Dir beim einsortieren, wobei es besser wäre Du würdest dies mal live sehen. Deine Augen sind immer noch der beste Ratgeber.
CS
 
Hallo Jürgen,

meine beiden Vorredner haben das Nötigste bereits gesagt.
Fakt und nicht Meinung ist, dass der
150/1200 Newton den erstgenannten Varianten überlegen sein wird, so er die Mindestkriterien erfüllt.

1. gute Optikqualität bedeutet: Beugungsbegrenzt und besser. Beugungsbegrenzt (0,8 Strehl)
dürfte auch für einen 6" F/8 aus dem Billigsegment keine zu hohe Hürde sein. Nach meiner Erfahrung hat
man das heute im Griff, was nicht bedeutet, dass Du auf feste Vereinbarung dieser Qualität und
eine entsprechende Überprüfung bei Gelegenheit (Teleskoptreffen/Direkter Vergleichstes) verzichten solltest.
Punkt drei ist wesentlich wichtiger als 5 Strehlpunkte mehr.
Lass Dich nicht von 99% Strehl-Zertifikaten irritieren. Vieles ist da Blendwerk und obendrein unnötig.

2. Verbesserungen an der gelieferten Serienware sind sicher erforderlich, aber mit ein weinig Bastelgeschick proiblemlos zu lösen (Tubusauskleidung pp).

3. Gute Justierung des Gerätes ist unabdingbare Voraussetzung, um die mögliche Leistung,
gerade im Bereich der Hochvergrößerung (Planeten) auch abzurufen.
EIN Mal muss man sich der Justierung richtig annehmen und die Abläufe verstehen. Das ist nichts Hochwissenschaftliches und nichts Filigrantechnisches sondern eine Abfolge einfacher Handgriffe und Sichtprüfungen unter Verwendung einfacher Hilfsmittel, deren Reihenfolge logisch und so auch zu verstehen ist.
Manche Kaffeemaschinen sind da komplizierter. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Von F/8 über F/6 bis zu F/4 werden die Anforderungen an das Augenmaß und die Genauigkeit der
Hilfsmittel höher und Erfahrung hilft dann ungemein, das ist schon alles und mit ein wenig Übung ist der Zeitaufwand vernachlässigbar gering.

Wenn Du also bereit und in der Lage bist diese Mindestanforderungen unzusetzen und
mit der Größe des Gerätes keine Probleme hast, liegst du mit einem 6" F/8 oder auch einem 8" F/6
(mein persönlicher Favorit, wei der bessere Allrounder) goldrichtig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Hallo nochmals!

Wow, also das sind doch schon Infos - hochkomprimiert und das Wichtigeste auf den Punkt gebracht. Danke! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />


Ich werd mir die mal in Ruhe noch durchlesen, so daß ich aus alles genau verstehe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" /> und wenn ich dann noch Leute finde zum Probeschaun, dann kann ja nichts mehr schiefgehen!!


Wenn Du also bereit und in der Lage bist diese Mindestanforderungen unzusetzen und
mit der Größe des Gerätes keine Probleme hast, liegst du mit einem 6" F/8 oder auch einem 8" F/6
(mein persönlicher Favorit, wei der bessere Allrounder) goldrichtig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
Günther

Hast Recht, allerdings ist mir alles über Astro5 zu teuer, das kauf ich mir dann wenn ich groß (und reich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />) bin!
(Ja! Ich kenne die Alternetive "Dobson" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />)

LG Jürgen
 
Hi Jürgen,

iiich....Dobson unterjubeln....wie kommst Du denn auf das schmale Brett??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/blush.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />

Nee, ernsthaft...das Blöde ist, dass die Newtons 6" F/8 und 8" F/6 fast den gleichen Hebel auf die Monti
bringen, der 8Zöller nur wegen der paar Kilo mehr eben dann häufig nicht geht und es den superstabil zu
montierenden 6" F/6 aus mir unerfindlichen Gründen nicht preisgünstig gibt. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />
Daher ist auch ein Mak mit seinen ganz kurzen Hebeln immer eine Alternative bei Schwerpunkt Planeten.
Ich persönlich bin aber bei der Festlegung auf Planeten als Primärziel immer skeptisch., weil der
ganzen Vielfalt des Deepsky mal gerade drei gut beobachtbare Planeten + Mond gegenüber stehen
und im Moment sehen wir wieder langen Jahren mit ungünstigen Planetenstellungen entgegen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Ganz nebenbei bin ich noch ein Freund großer Gesichtsfelder und schöner Übersichtsbeobachtungen, z. b. in
der Milchstraße.
So habe ich meinem 8" F/6 Dobson einen einen viel zu kurzen Mini-FH aufgeschnallt (70/350).
Erste Beobachtungen im akzeptabelen Vergrößerungsbereich bis 40fach verliefen sehr vielversprechend.
So etwas Leichtes könnte z.B. auch einen 150/1200er Newton auf Astro 5 (nahe am Achskreuz montiert/Vorsicht
Vermutung) noch ergänzen.
Mit Peilsucher statt optischem Sucher geht das dann sehr gut, an meinem Dobson auch noch von
der Gewichtsverteilung her.
Wenn man groß und reich wird (groß bin ich schon...) stecken in solchen Lösungen (und möglichst
ED statt FH) verlockende Möglichkeiten, da bin ich noch nicht mit fertig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Ungünstige-Jahre-Gejammer...

Hallo Günther,

och, ich kann's nimmer hören, von wegen ungünstige Jahre und südliche Deklinationen im Tierkreis und so weiter...
Mensch, da kommen wir auch zu lebzeiten wieder raus, und man wird trotzdem schauen. Ich persönlich kaufe ein Teleskop eigentlich nicht so "mal eben für zwei Jahre", sondern ich möchte es gern länger behalten. Für Jupiter kommen jetzt vier schlechte Jahre, Saturn hat noch ein oder zwei Jahre Galgenfrist, ehe er dann umso länger abtaucht, ja. Aber zu der Zeit da Saturn ins grobe reingeht, kommt Jupiter langsam wieder raus. Und derweil arbeitet sich Uranus langsam zum Himmelsäquator vor. Mars, Venus und Merkur werden zwischendurch immer mal zu sehen sein, also kein Grund, das Hobby an den Nagel zu hängen. Es wird immer was zu sehen geben, auch für ein ausgesprochenes Planetenteleskop. Und wenn ein paar der Planetenfreunde sich in der Zeit ausnahmsweise auch mal etwas Deepsky ansehen, dann wird Ihnen das keiner Übelnehmen, auch wenn das Licht der Deepsky-Objekte so knapp ist, daß es nicht für alle reichen könnte... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Re: Das Ungünstige-Jahre-Gejammer...

Hi Sven,
wer jammert denn? Ich erlebe nur immer wieder, dass gerade Beginner auf Mond und Planeten "abfahren"
und auch entsprechend nachfragen.
Zwei Monate später fragen sie dann nach "Galaxieenfilten" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />(muss sich jentzt niemand angesprochen fühlen!).
Daher weise ich gerne auf Allroundeigenschaften hin.
Wenn sich das denn mit Budget und sonstigen Ansprüchen vereinbaren lässt erscheint mir auf lange Sicht
die Anschaffung eines möglichst vielseitigen Teleskops sinnvoller als ein Spezialgerät.
Ok, mit zwei bis drei Teleskopen kann man alles besser abdecken. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" />
Ausgerechnet Du wirst doch nicht DS ausklammern und die reine Planetenleistung als einziges
Auswahlkriterium für Teleskope heranziehen wollen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
CS
*entfernt*
 
Re: Das Ungünstige-Jahre-Gejammer...

Hallo Günther,

neee, Deepsky werd' ich nicht ausklammern, aber wer nach Planeten fragt, der kriegt Planeten!
Ansonsten würde ich hier immer schreiben: 8" f/6, 8" f/6, 8" f/6, ja, geht auf EQ-6 auch parallaktisch, für Foto eher G-11 und/oder Leichtbau, ansonsten 8" f/6...
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Re: Das Ungünstige-Jahre-Gejammer...

Hi Ihr Streithähne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />!

DS ist ja auch eine interessante Sache, aber mit irgendetwas muss man ja anfangen und da ich bei meinem FirstLight beim Mond mit meinem Optus-8x50-Zoom-Fernglas schon ein "wow-geil !!" Erlebnis hatte, dachte ich mir ich mach gleich mal in der Schiene weiter - wobei mir shr wohl Klar ist, das es so wie der Mond mit den anderen Planeten nicht weitergehen wird<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" /> (leider <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />)

Aber wenn ich davon dann mal genug habe, dann werde ich mir vermutlich (aus jetziger Sicht) einen 200/1000 zulegen, weil der sollte dann noch auf der Astro5 gehen, visuell zumindest denk ich mal.

Wobei irgendwie kommt mir das komisch vor. Da hat man dann einen 150/1200 und legt sich dann als DS einen 200/1000 zu? (oder hab ich da was verpasst, vielleicht deshalb weiter oben meine "krampfhaften" Fragen nach Refraktoren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />)

Egal, ich bin ja auch irgendwie guter Hoffnung, dass man mit 150mm schon ein bisschen DS erkennen kann, --> wenn doch die Planeten sooo schlecht stehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

LG Jürgen
 
Re: Das Ungünstige-Jahre-Gejammer...

Hi Jürgen,

klar geht DS mit dem 150/1200er, sogar sehr gut. Nur die ganz großen Gesichtsfelder
(Übersicht/großflächige Nebel) und AP´s sind schwer bis gar nicht drin.
Wenn Dich DS irgendwann wirklich juckt, reden wir noch Mal über einen Dobson. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Der darf dann etwas größer sein, wetten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
PS: Sven und ich sind völlig einer Meinung. Streit sieht anders aus. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
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