Fh auf einfache Weise kollimieren?

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ccdnightsky

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Hallo liebes Forum!

Ich habe schon einige Fernrohre zu ihrem vollen Können verholfen, aber hier stehe ich ( weil keine optische Bank ) auf dem Schlauch.
Vor mir liegt ein FH der es durchaus wert ist, erhalten zu bleiben.
Habe den Kollegen komplett auseinander genommen, gereinigt, gefettet und fast wieder zusammen.
leider war ich es bisher gewohnt, irgendein Zeichen oder Tesafilm an den Seiten der Objektive zu finden.
Hier nicht.
Es ist wohl nie Ziel gewesen, diese Optik nach der Produktion zu kollimieren. Masse statt Klasse eben.
Wer hat einen Tipp, wie man trotzdem die beiden Linsen so zusammen bekommt, das man das Optimum heraus schlagen kann?
Ein Kunstoffring ist vorhanden um den Luftspalt zu erzeugen. Durchmesser überall 0,15mm.

CS Andy
 
Ps. Natürlich nicht Durchmesser sondern Dicke ist gemeint!
Auch hier kann man wieder erkennen, das es nicht beabsichtigt war, das System zu optimieren, es wären statt dessen Plättchen
vorhanden gewesen!

CS Andy
 
Lieber Andy,

ich weiß natürlich nicht, um welche Öffnung/Brennweite es geht. Nimm doch einfach die Optik und schaue selbst am Stern, wie gut oder schlecht sie ist. Vielleicht stellt sich dann die Frage nach einer Optimierung nicht. Optimierung sollte nur dann stattfinden, wenn es wirklich etwas bringt - außer der Aufwand ist gering.

Liebe Grüße,
Robert
 
Hallo Robert,

Es ist ein mir unbekannter FH, die Öffnung ist so ungefähr 100/103 mm, weil Objektiv ist d=105mm.
Brennweite dürfte so bei 550/600mm liegen.
Er zeigt ein sehr deutliches Koma, also ein richtiger Kometenschweif hinter sich herziehend.
Das Gerät würde ich auf 20 Jahre plus/minus 5 Jahre schätzen. Die ganze Objektivhaltung aus Alu
mit seitlichen Inbusschrauben, für jedes Objektivteil drei Schrauben, unterlegt ist das Paar mir Korkplätchen.

Also eine Optimierung ist wohl fällig, so oder so.

CS Andy
 
Es gibt ja verschiedene Parameter, die man verändern kann:
  1. Verdrehung der beiden Objektivlinsen gegeneinander, damit sich deren Restastigmatismus nicht addiert, sondern subtrahiert und mit Glück aufhebt. Dazu die Ausgangslage seitlich auf beiden Linsen mit dunklem Permanentmarker markieren und dann Linsen schrittweise um ca. 30° gegeneinander verdrehen.
  2. Änderung des Abstands der Linsen, damit der Sphärische Fehler möglichst gut feinkorrigiert wird, dazu dünne Plättchen einlegen. (Bei sehr massivem Sphärischen Fehler könnte eine Linse verkehrt rum eingelegt sein...)
  3. Verkippung und seitlichen Versatz der Linsen gegeneinander beim Einbau vermeiden. Vielleicht kommt die Koma davon?
  4. Verkippung des Objektivs gegen die Optische Achse beseitigen, dafür Reflexe an den Linsen vom Okularauszug aus gesehen zentrieren bei geschlossenem Objektivdeckel.
CS Nik
 
Die ganze Objektivhaltung aus Alu
mit seitlichen Inbusschrauben, für jedes Objektivteil drei Schrauben, unterlegt ist das Paar mir Korkplätchen.
Wenn ich das richtig verstehe, können die Linsen zueinander verschoben werden. Vielleicht kannst du davon ein Foto machen. Was hast du sonst Refraktoren zu ihrem vollen Können verholfen? Eine optische Bank braucht es nicht unbedingt - ein künstlicher Stern zeigt bereits viel. Vor allem bei Koma hilft das, da die Entfernung zum künstlichen Stern keine große Rolle spielt.
 
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