Fiese "Lichtbalken" im Seelennebel

Knutonian

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Hallo
Ich habe Gestern bei 98% Mond und leichten Schleierwolken mal zu testzwecken auf den Seelennebel draufgehalten aber leider sehr unschöne "Lichtbalken" im gestrechten Bild !
Hintergrund : Ich habe kürzlich meinen 6" Carbon Newton f/5 von TS ein wenig getunt und folgende Umbauten vorgenommen ;
1.) Neue CNC gefräste Fangspiegelspinne von Backyard imaging verbaut
2.) Neuer 2" OAZ Baader Diamond Steeltrack + ClickLock -Klemme
3.) Starizona Nexus 0.75 Reducer / Korrektor bis APS-C Format
4.) Baader M 48 Tilter
Nach dem Umbau alles mit dem Ocal 2.0 Pro neu kollimiert !

Als Kamera diente meine Canon eos 200 Da mit APS-C Sensor bei ISO 800 mit L-enhance Filter. 15 flats und 15 flatdarks a 2,5 Sek.
Gestackt habe ich 126 x 110 Sekunden , also ca 2h 34 m . Einmal mit DSS und einmal mit Pixinsight ( schon mit autocrop ) mit fast gleichem Ergebnis. Also schließe ich Fehler beim stacken mal aus . Bis dahin also alles wie gewohnt und bewährt !
Meine Idee zu den fiesen Lichtbalken : Die Rundung vom neuen OAZ schließt vorne / hinten nicht Bündig mit dem Carbon-Rohr ab da der OAZ ja für diverse Tubendurchmesser gedacht ist und beim 6 Zöller dadurch vorne/hinten ein Spalt entsteht durch den das einfallende Mondlicht diese Aufhellungen erzeugt hat ?!
Anmerkung : Neulich habe ich schon Testaufnahmen an den Plejaden mit dem selben imagetrain gemacht aber ohne Mond mit "nur" Schleierwolken . Da hatte ich diese Leuchtbalken auch aber nur ganz leicht im Rohsummenbild und konnte die noch wegbügeln.

Idee 2 : Die flats sind für das neu gewonnene Öffnungsverhältnis von f/5 auf nun f/3.75 zu hell da mein flatpanel nicht gedimmt ist ?!

Habt ihr vielleicht eine Idee / Erfahrung dazu ?

Danke , Knut
Autosave_GraXpert_strech.jpg
 
Hallo André
Vergas ich zu erwähnen, das mache ich schon länger aber danke.
 
Hallo Knut,
die Basis vom Steeltrack lässt schon einiges an Licht seitlich rein. Ich habe meine Basis deshalb an allen Seiten abgeklebt. Versuche das auch mal und erstelle neue Flats sofern es noch möglich ist. Mein erster Versuch mit dem Baader nach dem Umbau hatte auch solche / ähnliche Auffälligkeiten. Ansonsten ist der Baader aber echt genial. Bin zufrieden damit. Es gibt auch bei div. Anbietern eine Adapterplatte die den Spalt abdecken.
Grüße Spockhöveler
 
Danke euch beiden
Ich werde die „Lichtschlitze“ mal mit möglichst dunklem Silikon/ Dichtmasse füllen und schauen ob es das war.
Ja , der Baader fühlt sich sehr hochwertig an . Beim Original drückt die Feststellschraube direkt auf das Auszugsrohr und bei f/3.75….
In Namibia lieh ich mir einen Lacerta Newton mit dem Octoplus OAZ aus , der war auch sehr sehr gut und hochwertig.

VG Knut
 
Hallo Knut versuche es lieber erst mal mit z.B. schwarzem Panzerband. Wenn du es mit Masse auskleidest verlierst du die Möglichkeit den OAZ zu versetzen ohne alles abkratzen zu müssen und wer weiß wo das Zeug hinterher überall rumfliegt.
 
Hallo Knut,

diese Streifen kommen mir bekannt vor. Bei mir sind die manchmal auch da, aber nur am unteren Bildrand. Ich nutze ein GSO 6" Newton, Canon 1100 Da, Baader MPCC, L-Enhance Filter. Ich habe mir für das Newton eine Streulichblende gebastelt, etwa 25 cm lang, mit Velours ausgeklebt. Das sollte verhindern, dass Streulicht in den OAZ rein scheint.
Hattest du das Problem denn auch vor dem Umbau mal?

Gruß Moritz
 
Hallo Moritz
Wenn ich den MPCC oder GPU nutze dann sind keine Streifen im Bild , also nur mit dem Starizona Nexus.
Den OAZ habe ich bereits abgedichtet .
Vielleicht sollte ich mal dem Imagetrain einfach einen lichtundurchlässigen Beutel o .ä. überstülpen !?
Wie sieht denn deine Streulichtblende aus Moritz ?

CS Knut
 
Hallo Knut,
zu der Blende habe ich gerade kein Foto zur Hand. Ist auch keine Schönheit..
Ich hatte noch Trittschalldämmung übrig, was man beim Laminat verlegen benutzt. Die ist hart, biegsam und federleicht. Die habe ich quasi aufgerollt, außen mit schwarzer Klebefolie und innen mit Velours beklebt. Noch etwas Panzertape, fertig. Ich stecke die dann auf den Newton drauf und die hält auch gut. Da ich einige Laternen im Umfeld habe, bilde ich mir ein, dass die Blende auch was bringt. Aber ein dunkler Himmel wäre natürlich schöner.

Gruß Moritz
 
Hej Moritz
Danke für deine Tipps, das werde ich mal probieren.
Ich habe einen Teil der Lichtbalken mit dem herabsetzen des Smoothing Reglers auf 1 in Graxpert in den Griff bekommen!

CS Knut
 
Hi Knut, ich hatte ebenfalls Probleme bei hellem Mond aber nur wenn das Teleskop Richtung Westen gezeigt hat. Lösung Mütze auf das Tubusende mit Klettklebeband befestigt. Dann war Ruhe. Hatte extra eine Aluabdeckplatte installiert für die Rückseite des Spiegels. Hat aber nicht gereicht. Über eine Schraube war die Platte minimal zu hoch. Dort kam Licht durch. Auch von Strassenlaternen .
Die Wollmütze war bei meinem f4 6“ Carbon Newton mit Backyard Carbon Tubus , Cyck CN Spinne , die Lösung.
CS Reinhard
 
Hallo Knut,

Wenn ich den MPCC oder GPU nutze dann sind keine Streifen im Bild , also nur mit dem Starizona Nexus

ändert sich denn die Ausleuchtung vom Sensor mit dem Starizona?

Ich habe den Trick mit der Wollmütze von Reinhard ausprobiert, hat leider nichts gebracht.

Ich denke, dass etwas in der Kamera angeleuchtet wird und das dann einen Schein auf den Sensor wirft. Evtl probiere ich Mal einen Clip Filter, der hat ja ein Fenster.

Ich werde meine BIAS Frames auch nochmal neu machen, vielleicht hat sich da was drauf verewigt und der Fehler zieht sich durch alle Bilder.

Bei mir ist der Lichtbalken meist nur an einem Rand. Ich habe allerdings auch massig Streulicht durch Laternen, da spielt der Mond eher nicht mit rein.

VG Moritz
 
Die Störung aus Post#1 scheint durch eine geradlinige geometrische Kontur zu kommen. Wenn es seitlicher Lichteinfall, Lecks o.ä. wäre dann hat man i.d.R. immer irgendwas diffuses auf dem Sensor.
Vermutlich leuchtet der Starizona KK weiter aus als die übrigen KK und es handelt sich dann um einen Reflex aus dem Speigelkasten der EOS200

CS,
Franz
 
Moin
Meinen 8“ f/5 habe ich vor einiger Zeit gegen einen ONTC 8“ f/4 ausgetauscht. Und egal ob mit GPU oder Nexus Korrektor, wieder hatte ich ein Halo um die Bildmitte ….
Dann sah ich vor kurzem ein Video von Daniel Nimmervoll in dem er an seinem Lacerta sehr ähnliche Probleme mit dem GPU hatte .
Beim ONTC habe ich ja immerhin die Möglichkeit die Position des HS je nach verwendeten Korrektor zu verändern,was ich dann auch tat. Gestern dann der erste Test an M33 . Die Sterne hatten merkwürdige Nasen , sagen wir mal eher wie Tropfen und zwar über das gesamte Bildfeld. Ich habe darauf hin nochmals mit Laser nach kollimiert . Der Focus wandert entsprechend nach außen und verlängert den Imagetrain, vielleicht rühren die Tropfen daher ?
ABER :Weder der Nexus noch der GPU ragen nun in den Tubus/ Strahlengang und das mittige Halo scheint damit behoben zu sein!
Leider passte der Arbeitsabstand noch nicht wirklich,der Sensor war zu nahe aber das bekomme ich meist schnell mit den entsprechenden Abstandsringen in den Griff.
Vielleicht hilft euch ja Daniels Video falls ihr ähnliche Probleme mit euren Korrektoren habt weiter.

Klaren Himmel , Knut
 
Hallo

Man sieht auch die Vignette vom Nexus,
Ist mal kein guter Flatabzug.
Die Balken kenne ich eher in dunkel, aber bei dir ist auch die Vignette überkorrigiert.

Gruß Frank
 
Auch ich hatte letztens mit dem Baader Diamond Steeltrack massive Gradienten im Bild. Hab nun mit der Taschenlampe in den Tubus geleuchtet und gesehen, dass neben dem OAZ-Rohr durch den Spalt reichlich Licht durchkommt.
 

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