Filter- und Okularfrage

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MichaelC

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Hallo,

ich bin Einsteiger in die Astronomie und habe mir letzte Woche einen Skywatcher Dobson N 200/1200 gekauft.

Beiliegend waren bereits ein UHC Filter sowie ein Mondfilter (30%) der Firma Omegon. Jetzt hat mir der Verkäufer zusätzlich einen Neodymium Mond- und Skyglowfilter 2" der Firma Baader empfohlen.
Lohnt sich der Kauf? Was kann dieser Filter besser als die anderen?

Ferner würde ich mir gerne ein Planetenokular kaufen.
Hier hatte ich das TS Optics HR Planetenokular 5mm 1,25" im Auge.
Der Händler bietet mir aber ein Baader Hyperion 5mm 2" an, mit den Worten "Die beiden liegen Welten auseinander".
Ich habe Herausgefunden, dass das Hyperion ein größeres Gesichtsfeld hat (was ja nicht schlecht ist) und mehr Linsen bietet als das TS Optics.
Was sollte ich hier kaufen?

Auf meine Frage, ob eine Barlow sinn macht sagte er mir, dass dies nur für die Astrofotografie nötig sei und dass ich mehr Kontrast und Schärfe bekomme, wenn ich nur durch Okulare schaue.

Da ich wie gesagt noch Anfänger bin möchte ich mich nur versichern, ob mir hier etwas aufgeschwatzt wird oder die Beratung gut ist.
Ich habe trotz der genannten Markennamen in keinster Weise vor Werbung für die o. g. Firmen zu machen! ;-)

Ich hoffe Ihr könnt mir hier helfen!

Danke im Voraus!

Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

Welche Okulare besitzt Du denn bisher, nur die Beilagenokulare 25 und 10 mm ?
Ich habe selbst noch ein 8mm Planetary und bin damit sehr zufrieden. Vor allem ist die Brennweite auch bei weniger guten Bedingungen noch gut nutzbar. Das ist natürlich auch alles eine Preisfrage. Ich würde bei knappen Budget nur mit dem Nötigsten anfangen und Erfahrungen sammeln. Dann kann man später gezielt nachkaufen.

Als Barlow verwende ich die Baader Q-Turret visuell und fotografisch. Für mich in Bezug auf Preis-Leistung spitze.
Wenn auch Planeten und Mondfotografie mit einer Astrokamera geplant ist eventuell eine sinvolle Investition.

Aber für genauere Ratschläge fehlen weitere Infos.
Was möchtest Du bevorzugt beobachten ?
Bedingungen vor Ort ?
Budget?
usw...
Falls Du z.B. lieber den Mond und die Planeten beobachten möchtest wäre ein Okular mit kurzer Brennweite für mich die erste weitere Anschaffung, ich würde da zwischen 6-8mm nehmen oder die erwähnte Barlow mit den vorhandenen Okularen kombinieren.

Gruß,
Holger
 
Hi,

bisher (könnte) ich nur die beigelegten 10 und 25mm benutzen. Wenn nur das Wetter mitspielen würde... :-( Momentan ist's ständig bewölkt in Nürnberg.... Ich wohne in einem Vorort von Nürnberg (ca. 15 bis 20 Minuten mit dem Auto ins Zentrum der Stadt).

Allerdings habe ich das Teleskop auch erst seit knapp 5 Tagen. ;-)

Ich möchte mit dem Teleskop vor allem die Planeten beobachten. Habe mir jedoch sagen lassen bzw. mich informiert, dass mein Dobson auch in Deep-Sky eine gute Figur machen kann. Würde mich ebenso interessieren.

Die Q-Turret Barlow hab ich auch schon in mehreren Foren gesehen. Denke da werde ich mir vielleicht eine besorgen.

Was das Okular bzw. den zusätzlichen Filter angeht bin ich mir einfach nicht sicher, was ich kaufen soll oder nicht. *.*

Gruß
Michael
 
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Hallo Michael,

mein tipp: fang erstmal an zu beobachten und schau nach einer Weile was dich stört oder fehlt, bevor Du dir irgendwelche teueren Filter kaufst. Den GRF seh ich aus der Stadt heraus auch ohne Filter.

Ob eine Barlow Sinn macht, hängt davon ab, welche Okularstaffelung Du schon hast. Im allgemeinen kann man sich die sparen.

Mit einem 5mm Okular bist Du bei deinem Dobson 8" f/6 schon bei einer Austrittspupille von 0.8mm und einer Vergrößerung von 240x. Die Planeten stehen tief zur Zeit. Die atmosphärische Luftunruhe wird dir häufig eine solch hohe Vergrößerung wahrscheinlich nicht erlauben und das Okular gammelt im Koffer vor sich hin. Ich würde eher auf ca. 7mm+- gehen. Aber wie gesagt, ohne zu wissen, was Du schon hast, ist alles Makulatur.

Grüße
Matthias
 
Hi,

Habe meinen zweiten Beitrag ergänzt.

Gruß
 
Hallo Micha,

herzlich willkommen hier im Forum und herzlichen Glückwunsch zum Kauf des Teleskops. 8" F/6 sind genau richtig für den Einstieg in dieses schöne Hobby.

Die Experten zum Thema Okulare werden sicher später noch viele Tipps geben. Oder Du schaust direkt mal auf den Seiten von Sven Wienstein, Deep Sky Brothers & Co. vorbei, wo viele nützliche Tipps zur Okularwahl gegeben werden.
Wichtig aus meiner Sicht wäre zunächst, dass Du gerade für das Aufsuchen von Objekten ein ordentliches Okular hast. Für mich war und ist zum Beispiel ein möglichst großes Gesichtsfeld beim Aufsuchen wichtig.

Eine Barlow ist Geschmackssache. Der Verkäufer hat nicht unrecht. Mehr Linsen bedeuten auch immer Schärfe- und Kontrastverlust. Viele beobachten gern mit Barlow, weil sie dann einiges an Okularen sparen. Du kommst aber auch schon mit 3 oder 4 Okularen ganz gut hin, gerade jetzt in der Findungsphase.
Die Barlow würde ich deshalb entscheidungstechnisch ein wenig nach hinten schieben. Bestenfalls sammelst Du bei Sternfreunden in Deiner Umgebung oder bei Teleskoptreffen erstmal einige Anregungen bzw. Erfahrungen.

Thema Mondfilter. Hmm. Geschmackssache. Eigentlich brauchst Du keinen. Wenn Du einen hast, ist das auch nicht das Schlechteste. Über einen weiteren Mondfilter brauchst Du meiner Meinung nach auch erstmal nicht nachdenken.
Mondspezialisten sehen das sicher anders.

Skyglowfilter? Mensch, ich bin ja nun auch schon ein Weilchen dabei, aber davon habe ich noch nie gehört? Die Frage würde mich auch mal interessieren. Bringen diese Filter visuell etwas?

Micha, ich wünsche Dir einen erlebnisreichen Einstieg in dieses tolle Hobby.

Viele Grüße

Rene
 
Hallo Michael,

eine Q-turret Barlow mit dem Faktor 2.25 bringt Dir einem 25mm und 10mm eigentlich nichts. Das 25mm wird dann zu einem 11mm. Da hast Du aber das 10mm. Das 10mm wird zu einem 4.4mm. Das kannst Du so gut wie fast gar nicht nutzen. Für Planeten sind Vergrößerungen ab 150x ganz nett. Das Explore Scientific 6.7mm mit 82° wäre ein schönes Okular. Es hat für einen Dobson wichtig - ein großes Gesichtsfeld (d.h. weniger Schubsen), funktioniert an f/6 super und liefert auch am Planeten ein gutes Bild. Das wäre ein sinnvollere Investition als in ein über hundert Euro teuren "Skyglow" Filter zu investieren.

Viele Grüße
Matthias

 
Hallo Michael,

dann würde ich erst einmal keine weiteren Filter nehmen, lieber mit den vorhandenen mehr Erfahrungen sammeln.

Beim Mond und den Planeten wünscht man sich dann aber doch schnell ein Okular mit kürzerer Brennweite, das würde ich persönlich zuerst anschaffen.
5mm ist schon recht wenig, 6 bis 8mm würde ich bevorzugen.
2" braucht es da meiner Meinung nach nicht. z.B. ein 6mm Planetary oder Goldkante könnte hier eine günstige Alternative sein.

Ein Übersichtsokular in 2" kann je nach Vorliebe auch schnell sinnvoll sein, ich habe das bis jetzt selbst noch nicht angeschafft. Aber wie gesagt, da erst einmal mehr Erfahrungen sammeln und später kaufen.

Auf eine Barlow würde ich auch erst verzichten.
Wenn dann eher ein weiteres Okular und keine Filter.

Gruß,
Holger
 
Danke für Eure Antworten! :-)

Ich war und bin bzgl. des "Skyglowfilters" sehr skeptisch. Wäre es hier sinnvoller einen 82er hellblau Filter zu besorgen um evtl. bessere Ergebnisse bei den Planeten zu erzielen?
Würde schon gerne die Wolkenringe und Monde des Jupiter und die Ringe des Saturn gut erkennen können.

Das mit der Barlow leuchtet mir ein. Wird wohl dann doch keine.

Mit Planetary ist das von Omegon gemeint oder?

Sollte ich mir generell noch ein 30mm oder größer Übersichtsokular besorgen?

Gruß
 
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Hallo Michael,

die Bänder und Monde beim Jupiter und den Saturnring siehst Du selbst bei weniger guten Bedingungen auch locker ohne Filter.

Wenn Dein Budget es zulässt machst Du mit der Anschaffung von 2 Okularen (6-8mm in 1,25" und ein 2" Übersichtsokular 30-32mm) bestimmt nichts falsch.
Ich habe ein 8mm TS-Planetary, keine Ahnung ob es da große Unterschiede zwischen den Herstellern gibt.
Da würde ich nach Erfahrungsberichten und Bewertungen im Internet suchen.

Gruß,
Holger
 
Für den Einstieg vielleicht die hier?

TS-Optics Planetary HR 7mm

Omegon Plössl 32mm

Haben beide soweit ich das sehen konnte recht gute Bewertungen bei den einschlägigen Händlern.

Was denkt Ihr? Gibt's da was besseres (sicherlich)? Mein Budget ist leider momentan nicht so hoch. :-(
 
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Hallo zusammen,

zum Moon & Skyglow schreibt Baader folgendes:

http://www.baader-planetarium.com/d...kung/neodymium-(mond-and-skyglow)-filter.html

Mein heimischer Himmel ist nicht toll, habe meistens den Moon & Skyglow standardmäßig im Zenitspiegel. Bringt etwas und verfärbt die Objekte quasi nicht.

Letztendlich wirst Du, sofern Du beim Hobby bleibst und nicht mehr in Dein Smartphone als in Astro invstierst ;) , an Mond und Planeten früher oder später Orange, Rot, Grün und Blau etc. ausprobieren.
Für Deepsky kommen dann noch UHC / UHC-S, OIII und vielleicht sogar H-Beta dazu.


 
Hallo Micha,

ja, das 7 mm-Planetary ist gut, Brennweite sehr empfehlenswert für Deinen 8" f/6.

32 mm klingen auch gut, ich würde aber kein Plössl, sondern eine weitwinkeligere Konstruktion nehmen. Leider gehen hier die Meinungen schnell auseinander, welches Okular anfängerfreundlich ist und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat. Ich war in meiner Anfangszeit von den William Optics 33 mm 72° angetan. Angenehmer Einblick, ausreichend Gesichtsfeld und einigermaßen ordentliche Abbildung, die Dein gutmütiges f/6-System gut verkraftet. Damit hättest Du 2° Aufsuchgesichtsfeld bei noch moderater Austrittspupille von 5,5 mm.

Viele Grüße

Rene
 
Ja, hier werde ich wohl doch tiefer in die Tasche greifen müssen für ein UWA 32-33 mm.


Danke für Eure Ratschläge! :-)

 
Hallo Michael,

Deine Gedanken sind schon recht konkret, dann aber auch wieder nicht. Ich bin etwas im Zweifel ob der Richtung dieses Threads. Jedenfalls habe ich der Ausstattung des 200/1200 einen ganzen Artikel gewidmet:
http://www.svenwienstein.de/HTML/okulare_fur_den_8_zoll_dobson.html
Ich finde, dass der Artikel Dir vor allem erst einmal die Spanne an möglichen Okularbrennweiten aufzeigt. Ängstige Dich nicht vor der Vielfalt an danach möglichen Produkten, sondern sortiere Dich an jenen Teilbereichen, die für Dich relevant erscheinen. Preis und Funktion grenzen das ganze schnell ein.

Konkret ergänze ich das, weil ich mich schon frage, warum am 200/1200 ein 7mm favorisiert werden soll - es liegt doch fernab vom maximalen Leistungsvermögen Deiner Optik. Die von Dir zuerst genannten 5mm sind doch weitaus passender. Nur weil 7mm vielleicht besser bewertet sind (nach welchen Kriterien) weicht man doch nicht von einer gewünschten Vergrößerung (und damit Okularbrennweite) ab.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

7 mm sollen nicht "favorisiert" werden, aber anfangs und für Anfänger finde ich diese Brennweite - vor allem wenn ich an meine Anfangszeit zurückdenke - besser und AP-technisch "gemütlicher".
Klar, bei Planeten machen 5 mm auch mehr Sinn, aber gerade in Nächten mit schlechten Seeing machen 2 mm Unterschied mitunter den Unterschied zwischen Lust und Frust.
Wenn Michas Begeisterung dann nicht zu besiegen ist ;-), kann er sich ja immernoch ein 5 mm Planetary oder kleiner zulegen. Oder noch besser, eine *entfernt*-Hülse besorgen und ein Planetary-Zoom daraus machen.
Micha, das sind natürlich alles Einschätzungen aufgrund persönlicher Erfahrungen. Ich bin zum Beispiel einer, der sich anfangs schwer getan hat mit den matschigen Bildern bei hohen Vergrößerungen. Andere stört das überhaupt nicht.
Du wirst bald auch merken, stellst Du eine Frage an zehn Sternfreunde, erhälst Du zehn verschiedene Antworten...

Viele Grüße

Rene
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Konkret ergänze ich das, weil ich mich schon frage, warum am 200/1200 ein 7mm favorisiert werden soll - es liegt doch fernab vom maximalen Leistungsvermögen Deiner Optik. Die von Dir zuerst genannten 5mm sind doch weitaus passender. Nur weil 7mm vielleicht besser bewertet sind (nach welchen Kriterien) weicht man doch nicht von einer gewünschten Vergrößerung (und damit Okularbrennweite) ab.
Ich stimme Rene zu. Ebenfalls aus eigenen Erfahrungen mit einem 8-Zoll-Dobson habe ich am Planeten oft 7-6mm verwendet, meist aber eher 7mm. Aufgrund des Seeings habe ich hier meist das schönere und schärfere Bild bekommen, aber das ist auch standortabhängig. Außerdem kommt es auch darauf an, von wo man beobachtet. In dicht besiedeltem Gebiet dürften lokale Seeingeinflüsse nochmals spürbar einschränkend sein. Das merke ich, wenn ich aus der Stadt beobachte. Gerade am Anfang halte ich Okulare, die oft verwendet werden können, für sinnvoller. Später kann man sich noch immer ein 5mm-Okular ergänzend kaufen.
 
Hallo Sven,

danke für den Hinweis. Ich werde mir Deine Seite mal durchlesen. :)

Ich denke (Stand noch bevor ich Deine Seite gelesen habe) ich werde für den Anfang auf Nummer Sicher gehen und mit einem 7mm anfangen. Später will ich aber definitiv noch ein 5mm Okular ausprobieren. Ich stehe ja noch am Anfang meiner "Astronomenkarriere" ;)
Da bleibt noch viel Spielraum für Verbesserungen.

@Rene: Danke auch Dir für Deine Meinung!

@Holger: Ja, bei dem "Übersichtsokular" werde ich erstmal testen, was das mitgelieferte 25mm Okular so leistet. Danach kann ich ja noch entscheiden bzw. Verbesserungen anschaffen. ;)
 
Hallo Michael,
nur ein kleiner Hinweis, bevor Du Dich zu sehr auf Planeten fixierst. Aktuell sind nur Uranus und Neptun gut sichtbar, auf Mars, Jupiter und Saturn musst Du noch ne Weile warten.

Aber Andromeda- und Dreiecksgalaxie M33 stehen gerade günstig.

Viel Spaß bei diesem tollen Hobby
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

danke für den Hinweis! Dann werd ich versuchen (sofern das Wetter endlich mitspielt) diese zu sehen.

Habe mir für nächstes Jahr einen astronomischen Kalender besorgt. Im Mai soll der Jupiter in Opposition stehen. Freue mich schon sehr darauf!

Gruß
Michael
 
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Hallo Michael,

so

42mm - 30mm - 20mm - 13mm - 9mm - 6mm - 4mm

sieht eine gut und sehr praxistaugleich abgestufte Reihe von 7 mm AP bis 0,7 mm AP aus, anders ausgedrückt von sinnvoller Minimalvergrößerung (~30fach) bis sinnvoller Maximalvergrößerung (300fach)aus.

Die wichtigsten Brennweiten habe ich mal fett markiert.

Für die Auswahl hat Sven die beste Hilfestellung auf seiner HP.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Rene,

ich würde dann den Gedanken an ein 7mm auch mit dem an einen einfachen 4x Graufilter verknüpfen. Zumindest bin ich bis 1mm AP an Jupiter blendempfindlich. Bei der Mondbeobachtung macht es mir bei 1mm AP weniger aus. Es ist etwas schwierig, beim Thema Helligketisdämpfung einen guten Rat zu geben. Ich vermisse ab und an eher einen 1,5x Graufilter, bekommen tut man ab und an mal 2x und Standard sind die groben Abstufungen 2x und 4x. Variable Polfilter setzen bei mehr als 2x ein, die früher verfügbaren variablen Polfilter mit offenbar nicht vollständiger Polarisation und dementsprechend sanfterer Wirkung sind nicht mehr zu haben. In dem Rahmen ist der Baader Skyglow leider auf Kosten eines Farbstichs eine Alternative zur Helligkeitsdämpfung.

Clear Skies
Sven


 
Hallo zusammen,

@Günther. Das gute alte 40mm-Okular haben wir alle versteckt in unserem Okularkoffer liegen :biggrin:. Viele geben es nicht gerne zu. Ich stehe dazu, trotz Öffnungsverhältnissen um f/4.5
Schade, dass Du Deine *entfernt*-Hülsen-Werkstatt aufgegeben hast. Gerade im Kleinbrennweitenbereich macht ein Zoom viel her - muss man doch nicht ständig Okulare wechseln, um die Grenzen des Machbaren in der betreffenden Nacht auszuloten.

@Sven. Ist der Skyglow etwa ein Grau-/Mondfilter? Der klang mir sehr nach einem abgeschwächten UHC-Filter.

Viele Grüße

Rene
 
Hallo Rene,

das 40/42er ist eben das Okular, welches nur für die ganz große AP, eventuell dann noch kombiniert mit Nebelfiltern von hohem Interesse ist und da sind eben nur oder fast ausschließlich Nebelfuzzies wie ich am letzten Nebelhauch dran.
Dennoch gehört es zur Reihe und darum ist ja auch das 30er für 5 mm AP für den Einsteiger fett markiert.

Wer sich zu Beginn nur mit diesen drei fett markierten Brennweiten ausstattet, liegt absolut nicht falsch und kann sogar zu dem Schluss kommen, dass ihm nichts mehr fehlt.
Alle sieben sind eben Vollausstattung auch für wirklich alle Fälle und wer nur Unten oder in der Mitte die Lücken schließt reagiert dann (hoffentlich) auf eigene erkannte Bedürfnisse, genauso wie derjenige der später das Eine oder Andere Okular der Grundausstattung durch Höherwertigeres oder Spezielleres ersetzt.

Bei meiner *entfernt*-Zoomset-Geschichte habe ich viel gelernt, nicht nur über Okulare und so musste ich eben unter Anderem auch lernen, dass ein gutes Produkt allein keine tragfähige Basis für eine Geschäftsidee darstellen muss.
Es ist z.B. nicht jedermanns Sache an Okularen rumzuschrauben oder gar seine 200-500 Euro Okulare auf den OP-Tisch eines "Bastlers" zu legen und auch mir fehlte da (m.E. durchaus zu Recht) teilweise der Mut, fremdes Eigentum zu riskieren und gegebenenfalls ersetzen zu müssen.
Die Standardteile gibt es ja wohl noch bei Teleskop-Austria.

Skyglow ist marketingtechnisch am besten als "Stadtlichtfilter" zu beschreiben, ähnlich sind auch CLS-Filter gestrickt. Das ist vom Wirkungsgrad her noch unterhalb von breiten UHC-Filtern anzusiedeln.
Meine Erfahrung damit ist, dass solche Filter dem von Lichtverschmutzung geplagten Beobachter deutlich weniger bringen als der "AP-Filter", also die Beobachtung mit angepasster

Austrittspupille

und Vergrößerung.
Sehr gute Ergebnisse lassen sich damit unter sehr guten ländlichen Bedingungen erzielen, wenn man damit ohne Sterne großartig zu schwächen aber doch duch Ausschaltung des nur gering vorhandenen Störlichts z.B. aus Mischobjekten (Sterne + Nebel) wirklich das Optimum herausholt.

Die recht gute Wirkung am Jupiter (GRF) ist eher ein zufälliges Nebenprodukt.
Falschfarben können Details verstärkt sichtbar machen.

Es schadet eigentlich nie, so einen Nebelfilter auch mal bei der Planetenbeobachtung anzuwenden, es befriedigt zumindest die Neugier.
Wer es z.B. schafft, die ISS bei Überflügen nachzuführen und visuell zu verfolgen, sollte mal einen OIII oder UHC versuchen.
Im Weißlicht bis zum Schattenübergang, also fast während des kompletten "Überflugs" mit meinem 12-Zöller gleißend hell und überstrahlt, mit Filter zwar giftgrün, aber mit manchmal extremer Deteilerkennung.

Gruß
*entfernt*

 
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Guten Morgen,

nochmals Danke für die vielen Ratschläge!

Für den Anfang wird's dann auf jeden Fall ein 6mm.
Später kommt dann noch ein 30mm UWA dazu und danach dann das 4mm.
Den Bereich von 9mm bis 20mm werde ich vermutlich erstmal (aus Budgetgründen) mit einem Zoomokular abdecken.

Das 42er lasse ich aus, da ich an Nebeln weniger interessiert bin als an Planeten. Und das 30er macht für mich als Übersichtsokular denke ich mehr sinn.

Aber wie gesagt, erst einmal teste ich die beiliegenden Okulare (auch wenn ich weiß, dass deren Qualität wahrscheinlich nicht allzu gut sein wird).

Was die Filter angeht werde ich auch erstmal die beiliegenden testen und später entscheiden, was ich noch zukaufen werde.

Gruß und gutes Seeing!
Michael
 
Hallo Rene,

Baader schreibt auf den Filter selbst nur "violett multiband". Durch das Neodym-Glas hat er schon eine etwas andere Kurvencharakteristik, als ein normaler Kanten- und Bandpasfilter.

Die Wirkung am Planeten ist komplex:
Das Bild wird zumindest "kalt" eingefärbt, irgendwo ein blau-violett-Stich. Das betont je nach saisonaler Färbung auch den GRF auf Jupiter. Bei Mars erhöht das ganz angenehm den Kontrast, ohne dass der leichte Farbstich auffällt. Aber allein durch das Ausfiltern bestimmter Wellenlängen entsteht ja eine Dämpfung und die ist im kritischen AP-Bereich ganz angenehm und daher ein nicht zu unterschätzender Teil der Wirkung. Möglicherweise würde man beim Vergleich mit einem 1,5x Graufilter den Skyglow außer beim Mars ablehnen, wegen des unnatürlichen Farbstichs.

Visuell unter städtisch aufgehelltem Himmel bringt der Skyglow eher nichts, fotografisch aber schon. Günthers Beschreibung gilt unter deutlich dunkleren Bedingungen, da wird der Filter seinem Namen entsprechen, mit einerseits deutlicher Störlichtreduzierung, die andererseits aber geringer ist als bei jedem Deepsky-Filter:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/Filtertransmission_2014_03_07.gif

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther und Sven,

danke, das war sehr aufschlussreich. Vor allem auch die Grafik am Ende.
Günther, ich erinnere mich noch gut an Deine "gut sortierte Filtersammlung" bei meinem Besuch vor einigen Jahren.
Ich habe zuletzt meine Sammlung erweitert um einen Astronomik UHC-E für meinen 4"er und als zweiten verkappten Ersatz-UHC fürs Fernglas.
Sollte ich bei einem Teleskoptreffen mal so einen Skyglow-Filter in die Finger bekommen, werde ich ihn gern mal gegen den UHC-E antreten lassen.

Viele Grüße

Rene
 
Hello again,

nur eine kurze Mitteilung des aktuellen Standes bei mir:

Mittlerweile konnte ich meine Okularsammlung (von den zwei mitgelieferten Okularen) erweitern.

Habe mir günstig ein Omegon SWAN 32mm, und ein TS Planetary 6mm gegönnt. Zusätzlich habe ich von meiner Frau eine Omegon Goldkante 15mm bekommen.

Nach ein paar wenigen Tests am Mond muss ich sagen, dass die mitgelieferten Okulare in keinster Weise mit dem SWAN oder der Goldkante mithalten konnten. Einfach Toll diese Teilchen! Besonders das SWAN hat es mir angetan!
Das Planetary konnte ich zwar auch am Mond testen (mit atemberaubendem Ergebnis) aber den eigentlichen Zweck konnte ich aufgrund Planetenmangels bzw. ständig zu vielen Wolken noch nicht wirklich testen.

Gutes Seeing!
Gruß Michael
 
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