Filter visuell

willybott

Aktives Mitglied
liebe Leute,
mein lokaler Beobachtungsort liegt mitten im Dorf und die Lichtverschmutzung durch LED-Lampen ist erheblich.
Mit dem SQM-Messgerät erreiche ich an meinem Bortle-4/5-Himmel maximal ca. 21mag/arcsec.
Mein Instrument ist ein 180mm TS-CF-APO.

Ich möchte mir für die rein visuelle Nutzung vier 2"-Filter zulegen, die ich in einem manuellen Filterrad nutzen möchte.
Die Zeiten haben sich bzgl. Lichtverhältnisse geändert, wo früher Natrium- und Quecksilberdampflampen leuchteten sind es heute LED-Lampen.
Deshalb kann man frühere Erkenntnisse auch nicht einfach 1:1 übernehmen.

Habe mich etwas umgesehen und ertrinke fast in den Möglichkeiten.
Gerade auch bei baader z. b. gibt es ja unzählige Möglichkeiten. Auch preislich sind die Unterschiede enorm.
Der Lumicon UHC-Filter kostet z.b. knapp 500.-, während ein solches Filter bei Astronimic für 200.- zu haben ist.

Mir stellt sich also die Frage, welche 4 Filter bei meinen Gegebenheiten Sinn machen.
Ich möchte qualitativ keine Kompromisse machen, lieber warte ich mit der Anschaffung und kaufe erst einmal nur ein Filter.

Meine Überlegungen gehen in Richtung CLS, UHC, OIII und H-beta, aber ich kann nicht beurteilen ob diese Auswahl sinnvoll ist und selbst wenn, welcher Hersteller und welche Modelle genau wären am besten.

Ich freue mich auf Eure Hinweise/Empfehlungen
 
Hallo Willy,

Linienfilter wie OIII und Hbeta sind gesetzt, die brauchst Du auf alle Fälle. Ich nutze Astronomik und bin soweit zufrieden. Beim OIII kann man statt zum visuellen Filter (12 nm) auch zum engbandigen 6 nm fotografischen Filter greifen für noch höheren Kontrast.
Ich hab dazu eben noch CLS und UHC, wobei ich diese sogut wie nie nutze. UHC gibt Dir na hauptsächlich OIII und Hbeta kombiniert und reduziert die Hintergrundhelligkeit. Hier finde ich es aber schöner zwischen OIII und Hbeta zu wechseln. Das ist aber persönliches Empfinden und einen UHC zu haben ist jetzt nicht verkehrt. Damit wären 3 Filter fix.
Einen CLS würde ich für Kontiunuumsstrahler verwenden wollen. Das macht der CLS von Astronomik passabel, aber er nimmt halt 550-650 nm komplett raus.
Ich würde hier, wenn überhaupt, vielleicht eher zu einem IDAS LPS-D3 greifen, auch ein fotografischer Filter, welcher den Galliumnitrid-Anregungspeak der LEDs und um 600-650nm nochmal Licht rausnimmt. Mit 570 nm ist aber nochmal eine Stützstelle drin. Ich hab leider beide Filter noch nicht am Objekt verglichen, daher ein Theorie-Tiger.

Ich würde mir heute den CLS sparen.

CS, Ralf
 
Hallo Willy,

CLS Filter sind meist ehr fotografisch ausgelegt und H-beta wird bei mittlerer Lichtverschmutzung nicht sehr gewinnbringend sein. Ich habe etwas bessere Bedingungen, habe meinen Beobachtungsplatz oberhalb der Stadt im Wald, ohne Lampen rundherum und kann dem Astronomik CLS Filter nicht viel abgewinnen. Der CLS wäre ja für theoretisch für Galaxien interessant, nimmt aber m.E. zu viel Licht weg, auch am 20 Zöller und erst recht bei kleineren Optiken. Den Baader H-Beta nutze ich am 20 Zöller, aber auch da geht nicht bei vielen Objekten was, so dass ich den auch nicht mehr kaufen würde.

Besser für UHC und OIII ein bisschen mehr ausgeben, da geht auch mit 7 Zoll schon sehr einiges. Ich habe da die Baader Filter in 2 Zoll (UHC und OIII) und Lumicon UHC in 1,25 Zoll fürs Bino. Beide sind gut, mit geringen Vorteilen für Lumicon. Es sind auch noch 2x günstige 2 Zoll UHC von APM vorhanden, die sind brauchbar, aber nicht so gut wie die Lumicon. Die hatte ich als Objektivfilter am Fernglas aber werde sie auch wieder verkaufen. Ich hab so die Erfahrung gemacht, je geringer die Lichtverschmutzung desto ehr reicht der UHC und bei kleineren Optiken nimmt dieser nicht viel Licht weg.

Man sieht aber schon an meinem Vorredner, dass auch hier wieder keine einheitliche Meinung zu erzielen sein wird.

Fürs visuelle nicht zu schmalbandig kaufen, bringt hier nichts, kostet nur Licht und kostet mehr. Fürs fotografieren siehts natürlich anders aus, da kann man dann halt mit der Belichtung rauf und mehr Details rausholen.

Hast du denn schon Planetenfilter für deinen APO? Rot, blau, violett, gelbgrün und ein neutralfilter für den Mond sind ja schon hilfreich.

cs Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Willy,
hier meine Meinung zum Thema Filter und Visuelle Beobachtung.

Klar ist, die Filter bringen eine Verbesserung der Sichtbarkeit bei Lichtverschmutzung, allerdings nehmen sie z.T. auch Informationen raus, was bedeutet weniger Sterne und dunkleres Bild.

Auch sieht man einen Unterschied bei Schmalbandfilter zu Normalen Filter was ich bei einem ICS O3 zum Baader O3 gesehen habe.
Beim ersten mehr Sterne schwächere Nebel, beim zweiten weniger Sterne mehr Nebel.

Beim UHC sehen viele zwei Sterne oder blinkende Sterne in zwei Farben, mich eingeschlossen, was von manchen als gewöhnungsbedürftig beschrieben wird.

Bei Kugelsternhaufen und Galaxien bringen die Filter nichts.

Das Hauptproblem sehe ich bei dir in der kleinen Öffnung.
Mit 7" hat man einfach zu wenig Öffnung, damit solche Filter ein Aha Erlebnis erzeugen könnten.
Die Einschränkung liegt dabei auch bei den Austrittspupillen und denn erreichbaren Vergrößerungen.

Um z.B. M57 als imposanten Ring sehen zu können sollte man etwas um 250-300x vergrößern können, da bist du mit 7" eigentlich schon in der Höchstvergrößerung und entsprechend dunkel wird das Bild.
Ergo. bleibt dir nur entsprechend niedriger zu vergrößern wo der Ring als solcher nur noch schwer bis gar nicht mehr zu erkennen ist.

Wie du selbst schon festgestellt hast, sind qualitativ hochwertige Filter teuer, was dann letztlich zu einer Enttäuschung führen kann, da schon die Grundvoraussetzung für DeepSky nicht gegeben ist und das ist nunmal Öffnung.

Eine Investition, vielleicht in einen gebrauchten 12" Newton, bringt dir mehr DeepSky Erlebnis, als eine Palette von Filtern.
LG
 
ja 7" ist grenzwertig, da hast Du schon Recht, wobei ich M57 ohne Filter schon deutlich als Ring erkenne. Wenn das noch ein wenig besser werden würde wäre das schon toll. Wenn das Bild jedoch insgesamt dunkler wird müsste ich tatsächlich runter mit der Vergrößerung.
Eigentlich erwarte ich das der Ring in etwa gleich hell bleibt aber dafür dass Bild drum herum dunkler wird und dadurch der Kontrast insgesamt steigt, was die Sichtbarkeit besser werden ließe.
 
Hallo Willy.

Bezüglich Filterwirkung schau ich öfters in dieser Liste nach...http://www.astro-okulare.de/nebelliste.htm
...auch um Objekthelligkeit und Größe zu checken.
Entscheidend für die Filterwahl ist letztendlich in welchem Spektrum das jeweilige Objekt etwas emittiert...und ob es sich helligkeitsmässig vom Himmel überhaupt abheben kann.

Bei mir im Filterschieber sind UHC und OIII (Astronomik), ein ND 0,9 (bei 7" Öffnung ev. ND 0,6) um die Helligkeit des Mondes und Jupiters etwas zu reduzieren.
Ein H-Beta (Baader) in 12nm und mit 5,5nm sind im Koffer dabei, weil seltener erfolgreich benutzt.

Mit SQM Wert 21,0 währe dein Himmel ja nicht schlecht.
Visuell und mit Filter würde ich mich auf die dunklen Himmelsbereiche konzentrieren, und abwarten bis die Objekte dort unterwegs sind.
Beim Beobachten dann auch die Austrittspupille variieren um herauszufinden ob sich das jew. Objekt durch den Filter vom Hintergrund abhebt / erkennbar wird.

Eine gute Dunkeladaption der Augen ist beim Einsatz von Filtern entscheidender als geringfügig unterschiedliche Filterwirkungen!
D.h. vermeiden / abschirmen von Störlicht hilft mehr als ein anderer Filter ;-).

VG Hermann
 
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Hi!

Die Wirkung von Nebelfiltern hängt von der Austrittspupille (=Bildhelligkeit) ab, nicht von der Öffnung! Bei uns im Verein hängt ein ED80 am C14, bei beiden Teleskopen verschwinden die Sterne im Baader OIII-Filter etwa bei 1-2mm Austrittspupille. Kleine Objekte wirken kleinen Teleskop natürlich mangels Vergrößerung weniger eindrucksvoll als im großen, aber die Filterwirkung ist gleich.

Ich würde innerorts zu einem harten OIII-Filter (eher Baader als Astronomik) greifen, einem modernen UHC, der auch schon auf LED eingerichtet ist, H-Beta und ggf. ein breiterer OIII (Astronomik). CLS und UHC-L sind recht eng beieinander als allgemeinere Lichtverschmutzungsfilter, da würde ich vielleicht erst einmal nur UHC-L kaufen und das vierte Fach zum Vergleich leer lassen. Visuell brauchst du da auch kein Klarglas, da ist ja schnell nachfokussiert.

Und gratuliere zum Entschluss zum Filterrad – ich verwende Filter auch erst häufiger, seit ein einen Filterschublade habe :y:

Mit ADC erübrigen sich die Farb-Planetenfilter eigentlich auch weitestgehend (außer evtl. wenn du wirklich zarte Details jagst).

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo
ich finde visuell sind UHC und OIII ein Muss.
Die beiden werden am häufigsten weil für viele Objekte sinnvoll gebraucht.
OIII kann man ggf. über 2 verschiedene nachdenken und dann einen sehr engbandigen wie den Baader als Zweitwahl nehmen.
Ich habe ausschließlich Lumicon ( UHC, OIII uns H-Beta) in 1,25" und 2". Astronomic ist auch sehr gut.
Ich habe einen 2. OIII , den von Baader der je nach Wetter und Objekt schon einen Unterschied macht.
Ingesamt wird er aber seltener benutzt weil er einfach viel Licht nimmt.
H Beta ist für wenige Objekte ein echter Gewinn, weil damit Sehen und statt nicht Sehen wird.
Das ist meine Wahl der 4 Filter.
Für CLS oder Mondfilter sehe ich keine Notwendigkeit bzw echte Verwendung.

Für Binobeobachtung habe ich noch einen weiteren UHC, was ich als Gewinn empfinde.
vllt ist das ja auch ne Idee für Dich.
CS
 
Hallo, da muss ich Alex emphatisch zustimmen: Die Austrittspupille ist das A und O. Die Öffnung bestimmt nur die erzielte Vergrößerung bei einer erwünschten Austrittspupille.

Wie Quanten sagt, würde die Anschaffung eines 12-Zöllers wohl mehr Aha-Erlebnisse bringen als die Ausgabe der gleichen Summe für eine Filterpalette. Doch Willy hat sich vermutlich auf sein 7-Zöller eingeschossen und will an genau diesem Gerät seine Erlebnisse optimieren. Ich bin genauso gestrickt: lieber ein System, das ich mag, optimieren als auf ein neues System springen.

Wenn ich einen Rat geben darf, würde ich Hermann zitieren: Entscheidend für die Filterwahl ist letztendlich in welchem Spektrum das jeweilige Objekt etwas emittiert...und ob es sich helligkeitsmässig vom Himmel überhaupt abheben kann.
Mit anderen Worten: Meines Erachtens ist die beste Investition jene in Kenntnisse über die beobachteten Himmelsobjekte. Z.B.:

Inwieweit hebt sich die Flächenhelligkeit des Objektes von der Flächenhelligkeit des Himmelshintergrundes überhaupt ab?
Wie ist die Helligkeitsverteilung innerhalb des Objektes, und für welche Emissionslinien?
Gibt es Bereiche innerhalb des Objektes die OIII-dominiert oder H-Beta-dominiert sind?
Oder ist das Objekt im Wesentlichen für praktische Zwecke rein H-Beta (die häufigere Variante bei den diffusen galaktischen Nebeln) oder rein OIII (wohlgemerkt für visuelle Zwecke; de facto haben die allermeisten Objekte, die wir als OIII-Objekte auffassen, ein starkes H-Alpha Signal und dadurch auch ein H-Beta Signal, der jedoch nicht immer die nötige visuelle Intensitätsschwelle erreicht).

Übrigens sind die H-Beta Nebel regelmäßig um ein vielfaches größer als die OIII-Nebel, wenn wir über galaktische Nebel reden. Man muss lange suchen um OIII-Objekte zu finden die 1 Grad Größe überschreiten, nicht so in H-Beta. Daraus folgt, dass die H-Beta Nebel Feld brauchen, somit kleine Brennweite und folglich eher kleine Öffnung.

Allzuoft stand ich mit Sternfreunde auf nächtlicher Wiese und musste miterleben, wie sie vergeblich versuchten, Nebel mit dem grundsätzlich falschen Filtertyp für das spezifische Objekt zu erwischen. Die Frage des Herstellers oder der Filterqualität wird dann ganz nebensächlich. Nicht-optimale Austrittspupille ist ein weiterer häufiger Grund des Scheiterns. Besonders tragisch die Versuche, den Kaliforniennebel mit einem 16-Zöller zu sehen; hier ist das zu enge Feld das Problem.
Nicht zuletzt gilt: expectation management!

Gruß Christopher
 
Hallo Willy,

meine meist genutzten Filter sind:

Baader 2" Neodymium Mond- & Skyglowfilter. Den Filter setze ich nicht nur beim Mond ein sondern auch bei Jupiter, Saturn und zum Teil auch bei Mars. Der macht das Bild nochmal um einiges knackiger.

Astronomik 2" UHC und UHC-E. Den UHC Filter verwende ich z.b. Nordamerikanebel und Cirrusnebel also ehr schwache/defuse nebel und den UHC-E für z.b. Lagunennebel und Omeganebel also ehr helle/kompakte Nebel.

Baader Neutraldichte Filter 2" ND 0,9 und ND 0,6. Diesen Filter setze ich nur für den Mond ein. Ab und zu kommt noch ein Baader ND 0,6 zum Einsatz.

In meinem Herschelprisma ist noch ein Baader 2" Solar Continuum (neue Version) Filter fest verbaut.

Ich habe auch noch einen Astronomik OIII Filter aber den verwende ich sehr selten bis gar nicht. Da ist mir das Bild einfach zu dunkel auch bei entsprechender AP.
Ich sehe es wie Alex und Quanten dass zu schmalbandige Filter teuer sind und visuell nicht viel bringen bzw erst ab 16" wenn AP und Vergrößerung/Auflösung in einen Bereich kommen bei dem deinem APO die Luft aus geht.

Gruß und CS
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Willy,

meine Filter habe ich auf Astrotreff getestet und dort bei den Händlern einige mit Rückgaberecht gekauft.

Dabei hatte ich an unterschiedlichen Nachtverhältnissen mit dem Lumicon UHC Filter, an den hier schon geschilderten Objekten, die besten Feinstrukturen erkennen können!
Der zeigte auch im wechsel mit Astronomic OIII, für mich die beste Ansicht an M27 und den großen Gasnebeln weil Er hier noch genügend Sterne zulässt.

Ich habe mir für den 125 / 1300 und mein C8, die ja beide neben einander auf der Montierung waren ( siehe Avatar ), konnte dann die anderen gekauften Filter zu Hause direkt mit all meinem vorhanden kompletten Schott Filtersortiment verglichen.

Bei der Planeten Beobachtung:
Die Luftunruhe wirkt sich besonders im Violetten aus hier kann ein Astronomik UV-IR-Blocker L-3 Filter in 1,25 Zoll helfen,
oder ein Zeiss T* UV Filters wäre da auch sehr gut, wenn es den in 1,25“ überhaupt gibt, ich habe mir Den aus einem alten 55mm Fotofilter schneiden lassen.
Der deutlicher erkennbare violetter Saum um den Planeten

Der Schattenwurf der Saturn - Ringe ist auf dem Planeten als hauchfeiner Strich zu erkennen oft mit leicht violettem Saum.

Der Schattenwurf des Planeten auf den hinteren Ringe und die Ringteilungen waren dadurch schwierig zu erkennen, das Kompensiert der Filter deutlich!
der deutlicher violetter Saum um den Planeten

Die Überstrahlung durch den Planeten war auch ein Problem.
Die Äquatorialbander sind besser + schärfer erkennbar, auch die Bauchbinde auf der Saturnkugel war nun klar zu sehen.
Titan (8m6 hell) war sehr gut als Scheibchen zu sehen, Iapetus (10m1) und Rhea (10m0) blickweise.
Ohne Vollmond wären diese Saturnmonde bei 80x kein Problem, doch der aufgehellter Himmel verschluckte sie fast.

Da man oft schon oder noch in der Dämmerung die Planeten für bestimmte Ereignissen beobachten muss, ist auch Baader Neodymium eine gute Hilfe.
Der kann tatsächlich dabei zu helfen, z,B. einige Details in den Wolkengürtels und am GRS oder auch am Mars hervorzuheben.

Genau richtig einige meine besten Sichtungen auf Jupiter hatte ich, als noch recht viel Licht am Himmel war
Ich war überrascht, wie viel mehr Details sichtbar waren!

Lumicon 1,25“ Kometen - Filter ist auch ein guter Helfer um schon Strukturen in hellen Kometen zu erkennen

Den Schott RG 610 Rotfilter nutze ich immer noch an der Sonne und ein Baader Solar Continuum Filter,

Ich hatte auch mir auch diese Filterkombi zu gelegt

https://www.optik-pro.de/planeten-kometen-filter/ts-optics-color-circular-filter-1-25-/p,4929

war sehr gut nutzbar, leider nicht mehr erhältlich!

Heute verwende ich immer noch die Nebenfilter UHC / OIII den Astronomik UV-IR-Blocker L-3 und den Baader Neodymium am Planeten,
einen ausgesuchten Vario Polfilter und den Lumicon 1,25“ Kometen - Filter > im Filterrad.

Zur Lichtschwächung nutze ich kein festes Dämpfungsfilter der jen nach Vergrößerung und Objekt entweder zu Dunkel oder zu Hell ist, sonder
ausgesuchten Baader Vario Polfilter im Filterrad, ein Teil im Rad der Andere im Okular, so lässt sich die Helligkeit extrem fein einstellen, ohne jedesmal das Okular heraus zu nehmen !
 
Ich habe auch noch einen Astronomik OIII Filter aber den verwende ich sehr selten bis gar nicht. Da ist mir das Bild einfach zu dunkel auch bei entsprechender AP.
Ich sehe es wie Alex und Quanten dass zu schmalbandige Filter teuer sind und visuell nicht viel bringen bzw erst ab 16" wenn AP und Vergrößerung/Auflösung in einen Bereich kommen bei dem deinem APO die Luft aus geht.
Gilt aber nur für PNs. Wer galaktische Nebel jagt denkt anders.

G2, ich kann Deine Erfahrungen mit dem Zeiss T UV Filter voll bestätigen, gerade am Saturn. Es gibt diesen in 46mm Schraubfassung, diese kann mit Step Ring auf 48mm (2 Zoll) adaptiert werden. Auch ein UV-IR Blocker hat sich in dieser Anwendung bewährt.

Gruß, Christopher
 
Hi,

also dann probiere jetzt zur Planetensaison doch mal ein paar 1,25 Zoll Filter aus. Rot, Grün und Gelb oder gelbgrün für Mars, blau oder violett oder ein contrast booster für die Gasriesen, Violett für die Venus. Die Kosten mit Filterschieber nicht die Welt und werden am 7 Zoll schon einiges bringen.

Wie schon mehrfach gesagt wurde, heben verschiedene Filter, verschiedene Details hervor, was aber immer zu Lasten anderer Details im Bild geschieht, da diese ja rausgefiltert werden.
Je engbandiger, desto stärker wird gefiltert.

Das mit dem Rückgaberecht ist wenn möglich natürlich eine tolle Sache. Sonst würde ich mit den Baader OIII fotovisuell und einem breiteren UHC anfangen. Könnte gut sein, dass das auch schon mal reicht.

Filterräder oder Schubladen sind natürlich super bequem, hab ich am Dobson für die DS Filter und am Apo für die Farbfilter. Allerdings steht der Filterschieber mangels Backfokus in Konkurrenz zum ADC daher schraube ich die Farbfilter in letzter Zeit wieder öfter.

Wer sagt er braucht keinen Neutralfilter hat noch nicht den Mond mit großer Öffnung gesehen. Ohne Filter sieht man dann erstmal eine ganze Zeit nix mehr.
Beim 7er ists noch nicht ganz so schlimm, aber im Bino bei mittlerer Vergrößerung kann zu viel Helligkeit schon stören.

cs Alex
 
Der beste 'Neutralfilter' am Mond ist ein großes Bino/Binoansatz. Sonst eben die bekannten von Baader/heliopan mit ND1,2 oder 0,9, die sind sind top, und auch kombinierbar.

csm
 
Hallo,
Meine Überlegungen gehen in Richtung CLS, UHC, OIII und H-beta
Beobachte selber sehr gerne visuell unter Bortel 6-7(!), und ein UHC, OIII, wie ein H-beta an meistens nur einem 4" Refraktor. Manchmal nutze ich ein bisschen einen 6"Reflektor wie ein 5.5"Mak wo die 2"Filter bei f14 kein fast Sinn eh mehr machen(AP).
Der CLS habe ich auch in 2", und der geht am besten mit meiner RGB Cam/DSLM. Visuell gibt der mir nicht den erwünschten Effekt bei Nebeln. Andere visuell dunkelt viel zu stark ab. Wirklich nicht mein Fall visuell der CLS.
Ich komm besten klar damit mit meinen kleinem Instrumentarium, die Bandbreite der Filter lass ich erstmal Budget friendly für 2". Nichts extravagantes "sehr schmalbandiges" an meinen eher langsamen Teleskopen. Fotografisch mache ich das anders je nach Optik, habe da noch einen Spezialfall mit 105mm f2.6.
Ich habe mir die einfach ins Filterrad reingemacht der Bequemheit wegens visuell, das musste ein bisschen leichtläufiger gemacht werden, das war recht easy zu tun mit gutem "braunen" Teflon Fett. Von Fabrik aus kommen die trocken an. :rolleyes:

Ich habe eher Vorzug zum manuellen Starhoppen Azimutal, anstelle Goto visuell, wenn das Objekt dann knapp sichtbar wird(oder fast nicht), Filterrad drehen und Oppala, das kommt richtig gut an.
Das dass vom Fokus passt ist in Position 1 gleich ein L2 eingelegt, letzte Position 5 ist reserviert fur den Mond mit dem Orangenen #21. Oder anderen....
Mit dem Bino der starke Filter #21 am Mond auch prima. PL wie ND`s waren nicht das meine, die ich auch habe.
Abstufende ND`s passen mir prima zur Sonne fotografisch, speziell bei CaK wo die Cams nicht so empfindlich sind.

Clear skies,
- Martin
 
Ciao Willy,

da Du Filterbenutzung beginnst vergiss die Kapriziosen, das wäre mein Rat. Hol Dir Astronomik UHC, OIII, wenn Du tatsächlich solche Objekte beobachtest: auch Hbeta. Astronomik Filter haben i.a. hohe Qualität, soweit ich höre (und im Teleskop selbst sehe).

Schmalbandige Filter vergiss mal, s.o..

Zu Planetenfiltern kann ich nichts sagen.

Reine Lichtverschmutzung Filter scheinen nichts zu bringen, sorry.

WICHTIG:
Die Emissionslinien Filter nutzen Dir NICHT generell was bei Lichtverschmutzung, sondern NUR wenn die Objekte, die Du beobachtest genau solche Linienstrahler sind. Daher Hbeta nur wenn Du auch California oder Pferdekopf (es gibt nicht so viele wirklich prominente Hbeta Nebel) ansehen willst/kannst.

Der Einsatzbereich von OIII (auch UHC) ist dagegen sehr breit: PNs, galaktische Nebel, SNRs (auch extraglaktische Nebel übrigens, z.B. H II Regionen in M33).

Beachte: Nicht alle Nebel profitieren von Emissionslinien Filtern, z.B. M42, M27, M57 alle eher wenig. Es kommt auf den Anteil an Linienstrahlung an und auch ein Stücke weit auf die FH.

Bei Galaxien (Kontinuumsstrahler) hilft i.a. kein Filter.

Apropos Neutralfilter für Mond. Meiner Einschätzung nach unnötig, bzw. ohne Einschränkungen ersetzbar durch eine Pappblende vor dem Objektiv. Blendung (also grosse AP, und damit erforderliche Abschwächung) hast Du nur bei niedrigen Vergrösserungen. Dann kann Dein Auge die Details deines Objektivs gar nicht ausnutzen, und dann kannst du auch einfach abblenden (Versuch mal 5cm Durchmesser). Bei Hochvergrösserung bist Du (kleine AP) auch nicht geblendet und brauchst weder Filter noch Blende.

Denk auch dran: 7" sind für DSOs keine Riesenöffnung, APO hin oder her. Sorry, aber schon Anfänger haben 8" Dobson's... Also erwarte nicht zuviel von der Wundertüte Filter... Ratsam sind sie dennoch, ja.

Ratsam ist aber vor allem auch unter dunkleren Himmel zu fahren !!!

Übrigens drückt Hochvergrössern bei Objekten mit stellaren Helligkeitsprofil den Himmel runter, macht den Kontrast besser (nur bis zu dem Punkt wo das Seeing, die Beugungsfigur aufgelöst wird).

Infos zu Filter: Dobsons bauen und Deep Sky, Reiner Vogel

LG, Peter
 
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Also ich habe meinen H-Beta Filter wieder verkauft, was mich im Nachhinein sehr geärgert hat, weil das Filter sehr teuer war, was nur wenig gebracht hat und nur für eine Handvoll Objekte zu gebrauchen war.
Dazu gibt es auch hier eine treffende Beschreibung.
LG
 
Ich sollte - der Balancierung von Argumenten wegen - noch anfügen, dass natürlich sicherlich schmalbandige Filter ein Gewinn sein können. Für Filterexperten (!) (einige sind hier ja schon aufgetaucht ;-) ) sind diese Filter sicher eine Bereicherung in ihrer differential-diagnostischen Toolbox...

Aber: hier ging es ja um die Beratung zu einer ersten, (visuellen) Filter-Grundausstattung, daher mein Ansatz / Ratschlag: Verkürzung auf die DSO Standardfilter UHC, OIII, Hbeta. Fertig.

( Fotografische Filter sind nochmal ein Sonderthema (hab ich keine Ahnung), für Planeten: ? Auch für Kometen gibt es Expertenfilter, swan-band etc --> jeweilige Experten fragen )

@Willy:
Wenn der OIII im Haus ist: unbedingt mal Cirrus Ost+West angucken - eine Offenbarung ! Good luck.
 
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ich habe jetzt erst einmal das Astronomik-UHC und 2 Neutralfilter (baader 0.6 und 0.9) rausgesucht.
Ein dazu passender OIII bei meinen Lichtverhältnissen (5m-5,5m) wäre das baader OIII oder Astronomik ?
Das baader soll etwas härter/enger sein...
 
Hallo Martin,

habe den Beitrag aus deinem Link mit Google Übersetzt, der ist sehr interessant und deckt sich in vielen Bereichen, mit meinen alten Aufzeichnungen an vielen dieser DeepSky - Objekte.
Speziell kann ich bestätigen, das der UHC - Filter viele Objekte etwas größer zeigt, der OIII Filter diese zwar Kleiner aber Kontrastreichere Details wahrnehmen lässt!

Fazit: Beide gehören eigentlich in den Okularkoffer !

Skyglow Filter wie z.B. Baader Neodymium punkten in der Dämmerung am Planeten stark an DeepSky nur leicht !

Insgesamt waren bei meinen Beobachtungsgruppen immer Einige dabei, die an den Planeten mit meinen Schott - Farb + Ionenfiltern, kaum oder keine Verbesserung wahrnehmen.
Nicht Jeder kann mit seinen Augen, solche schwache farblichen Grenzbereiche überhaupt getrennt erkennen.

Aber nach Hinweis und mit Augenklappe für das freie Auge, sich also nun mal mehr Zeit zu lassen, tauchten dann doch die Feinheiten auf, die dann durch ausblenden unterschiedlicher Farbbereiche dann erkennbar werden !

Aber das muss Jeder für sich und seine Augen auch erstmal ausprobieren!

Gruß Günter
 
Seit ich einen ADC für die visuelle Planeten Beobachtung verwende, nutze ich den Neodymium nicht mehr.
Ehrlich gesagt habe ich diesen Filter auch noch nie wirklich gemocht, da er die Farben doch sehr verfälscht.
Braun, rot, orange, wird völlig überzogen, so dass quasi alles gleich aussieht und weiß geht ins bläuliche.

So hatte ich schon Schwierigkeiten graue Bögen und Wolkenfetzen welche in die Bänder eingebettet waren mit dem Neodymium zu sehen, welche jedoch ohne einwandfrei zu sehen waren.

Auch der GRF welcher eigentlich in Lachsrosa zu sehen war wurde durch den Neodymium eher rötlich.

Ich kann mich auch noch daran erinnern das auf Jupiter mal ein schönes gelbes Band zu sehen war welches im Neodymium dann ebenfalls bräunlich aussah.

Der Neodymium sehe ich daher eher als Anfänger Filter, da er das Wesentliche etwas hervorhebt und die Schwächen von Preiswerten Equipment etwas reduziert.

Die Farbfilter Beobachtung geht ja noch auf die Achromaten zurück, diese habe ich schon vor Jahrzehnten aufgegeben.
Seit den Apochromaten ist diese Beobachtungsmethode eigentlich obsolet und für Spiegel sowieso.

Was jetzt nicht heißen soll, lasst die Filterbeobachtung, wem es hilft um so besser.
LG
 
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Schmalbandige Filter vergiss mal ...
Hbeta nur wenn Du auch California oder Pferdekopf (es gibt nicht so viele wirklich prominente Hbeta Nebel) ansehen willst/kannst ...

Peter, da muss ich zu beiden Punkten vehement widersprechen. Nicht nur, weil ich ein leidensbereiter Differential-Diagnostiker bin. Sondern auch und vor allem weil preskriptive Verlautbarungen dieser Art jeden Experimentiergeist ersticken.

Die Verbindung schmalbandig + H-beta führt uns zum 5,5nm H-beta Filter. Das ist natürlich ein Extremfall, und ich bedaure es sehr, wenn es meine Empfehlungen gewesen sein sollten, die Quanten zu einem - für ihn - Fehlkauf bewogen haben. Doch ich habe zahlreiche Rückmeldungen von anderen bekommen, die diesen Filter mit grosser Freude benutzen.
Ich habe gelegentlich viel Geld für ein spezielles Okular ausgegeben, das sich dann als Fehlkauf für mich herausstellte. Deswegen behaupte ich doch nicht, dass das Okular Schrott sei und keiner soll es ausprobieren!

Willy, du fragtest nach einem OIII Filter. Im Sinne meiner obigen Worte gebe ich mal lieber keine preskriptive Empfehlung ab. Ich sage nur, dass ich persönlich häufiger zum älteren Baader 10nm "visuell" OIII Filter greife als zum Astronomik 12nm OIII. Es hängt von vielen Dingen ab, welcher von beiden in einer gegebenen Situation vorteilhafter ist.

Mit Abstand am häufigsten greife ich zum Baader 6,5nm CMOS OIII - er macht mir unter meinem Vorstadthimmel mit FST 5m mit Austrittspupillen bis 4mm herunter am meisten Freude.
Sorgfältige okularseitige Abschirmung der Augen gegen Umgebungslicht ist dabei entscheidend. Das ist übrigens bei H-beta (egal welcher Halbwertsbreite) ebenfalls unbedingt zu beachten, auch unter gutem Landhimmel. Wer nicht gut abschirmt wird die Möglichkeiten solcher Filter nicht erleben.
Ab AP 4mm wird's freilich auch bei bester Abschirmung langsam mit 6,5nm düster, dann kommen der Baader 10nm oder der Astronomik 12nm dran.

Da es inzwischen neu und gebraucht mindestens fünf verschiedene Baader OIII Filter gibt, von denen einige visuell brauchbar sind, hier mal der Link zu 10nm visuell, nur der Klarheit halber:

Beste Grüße, Christopher
 
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Hallo Willy,

für mein 6" F/5 achro Teleskop have ich dre Filterräder (zwei für 1,25" und ein für 2"),

Filter wheels.jpg


Die meisten Filter sind die OIII, H-beta, UHC und blue(RGB)CCD von Astrodon, Astronomik und Baader, - alphabetisch geordnet.

Für die visuellen Beobachtungen ist der H-beta 5,5nm von Baader die beste Wahl unter den H-beta Filtern, und so ist der blue(RGB)CCD und sein Nachfolger in deren Kategorien.
Weil die H-beta Emission in der Regel sehr schwach ist, soll man die Austrittspupille so groß wie sinnvoll halten, d.h. die langbrennweitigen Okulare einsetzen und auch auf die Dunkeladaptation der Augen achten.

Die blue(RGB)CCD Filter finden bei mir die meisten Anwendungen bei den Molekülwolken und bei Galaxien deren Spiralarme durch die bläulichen OB Sternassoziationen dominieren.

LG,
Jiri
 
Hallo,

Um mal zu zeigen wie das aussieht mit evidenter leichter Randabschattung bei nem 55mm Plössl Okular oder 38/70º SWA, 30mm 82º, meine anderen folgenden Null Randabschattung im Strahlengang.
Konnte es nicht besser lösen zwischen den beiden mit M48 am APM, oben lässt sich das leider nicht abtrennen, auch nicht tragisch bei mir.
Beim geplanten 2"(über)nächsten muss das klappen mit SC Gewinden und keine M48er wie M54er. Sage übernächstes da ich noch nen kleines/grosses(eher:censored:) für 1.25"gerne hätte manuell. EFW nur mit den Cams. Visuell geht bei mir ohne Strom am schubsen. :)
Nicht ideal, aber spart mir Platz am Backfokus:
IMG_0433.jpg


Ja der blaue hat es mir auch angetan komischerweise, hatte mit nem Lumicon angefangen.
Sicher kommt da was noch dazu für Kometen derzeit im Kopf schwirrend. :)_affeaugen: :censored:
Gut bei mir gehen so sachen eher im Schneckentempo voran. ;)

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Jiri und Martin,
Interessant, dass Ihr die Blaufilter ins Spiel bringt. Da will ich mal auf meine Untersuchungen dazu hinweisen:
Dort stelle ich einige erfolgreiche Beobachtungen von mir und von anderen mittels Blaufilter vor und diskutiere die verschiedenen Filtertypen - hierfür ans Ende der Seite scrollen.
Gruß, Christopher
 
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