Filterbeobachtung - Optische Täuschung?

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Reverend_Coyote

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Hallo,

ich hoffe ich bin mit der Frage im richtigen Board gelandet.

Was mir in der Vergangenheit mehrfach auffiel, auch vorgestern
Abend wieder, beim vergeblichen Versuch Abell-12 zu lokalisieren,
ist ein Effekt, den ich nur mit Nebelfiltern habe. Konkret bei
mir mit Lumicon UHC, Lumicon O-III und Orion UltraBlock, unabhängig
vom Teleskop (zwischen 2.7" und 6"). Den H-ß habe ich nur selten
verwendet, ich weiß nicht, ob es damit auch passiert.

Beobachtet man ein Sternfeld ohne den Filter, sieht man zB. eine Handvoll
Sterne, ganz normal. Stecke ich nun einen der genannten Filter in
den Strahlengang, so wird der Himmelshintergrund wesentlich dunkler,
man sieht zunächst natürlich weniger Sterne - so weit, so gut.

Beobachte ich aber nun 1-2 Minuten ungestört (dunkle Umgebung), so
habe ich das Gefühl im Hintergrund Unmengen von ganz schwachen
Sternen aufblitzen zu sehen, so an der Grenze der Wahrnehmung. Man
kann sie nur indirekt wahrnehmen, schaut man direkt auf eine beliebige
Stelle im Gesichtsfeld, verschwinden sie wieder. Dies ist oft, aber
nicht immer, im ganzen Gesichtsfeld der Fall; so auch vorgestern, als
ich mit einem 70mm Refraktor die Gegend um My ORI observierte.

Da ich davon keine Zeichnung machen kann, ist es an einer Sternkarte
bzw. Software nicht verifizierbar.


Bilde ich mir das ein, oder steckt da etwas Wahres dahinter?


MfG Coyote
 
Hallo Gerd,

ich schätze mal, das ist das ganz normale Rauschen im Auge. Auch bei völliger Dunkelheit sieht man ja nicht nur schwarz.
Bei Beobachtung ohne Filter ist der Himmelshintergrund so hell, dass dieses Rauschen nicht weiter auffällt, mit Filter ist der Hintergrund dann so dunkel, dass es sich bemerkbar macht.
Du könntest ja mal beobachten, was mit aufgesetztem Objektivdeckel zu sehen ist.
 
Hallo Stefan,

das mit dem Objektivdeckel ist eine gute Idee! Am Teleskop
sehe ich das Rauschen als feines, schnell veränderliches
Punktemuster, wie feinste weiße Pfefferkörnchen, oder feinste
Sternpünktchen eben.

Wenn ich zB. im dunklen Schlafzimmer die Augen schließe
sehe ich irgendwelche veränderliche Flächenmuster. Diese
ändern/bewegen sich viel langsamer und sind niemals als
feines Punktmuster vorhanden.

Irgend etwas ist also anders am Teleskop.


Gruß Coyote
 
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