First Light 10" Dobson

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astronom2008

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Hallo Zusammen,

Ich habe zu Weihnachten ein Dobson geschenkt bekommen. Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber nun möchte ich meine Eindrücke vom First Light nachreichen.

Das Gerät ist ein Skywatcher Dobson 10" 1200 F/5. Die 2 Standardokulare konnten beim Kauf gegen ein 32mm 2“ 70° Übersichtsokular getauscht werden. Ich war schon sehr gespannt. Leider war in den Weihnachtstagen zunächst der Himmel völlig bedeckt. Zu meinem Schrecken fiel mir das Gesetz über Schlechtwetter in Abhängigkeit der Teleskopöffnung – eine düstere Prognose für die nächste Zeit. Zur Sicherheit kontrollierte ich stündlich die Lage. Ich hatte Glück. Ein Sturm vertrieb kurzfristig die Wolken – nichts wie raus auf den Parkplatz.

Der Standort war annehmbar dunkel, im weiteren Umfeld jedoch Lichtquellen von Häusern uns Strasse. Fürs erste sollte es reichen.

Ich beginne mit dem 32mm Okular, also 37,5 fache Vergrösserung. Das Sucherfernrohr ist gewöhnungsbedürftig. Ich verbringe einige Zeit damit es am Stern zu justieren. Als erstes Objekt justiere ich M42. Wow mit dem 32mm steht der Nebel schön strukturiert im Raum. Ich wechsle auf höherer Vergösserung, zunächst ein 15mm und dann ein 7mm Planetary. Mit dem 15mm schwenke ich durch die Huygens Region. Die Strukturen sind beeindruckend scharf. Ansätze von Farben kann ich allerdings nicht erkennen, vielleicht liegt´s aber auch an mir. Die Steuerung des Dobson ist doch gewöhnungsbedürftig. Rechts-Links normal und auf-ab spiegelverkehrt. Da muss man im Kopf erst einmal klar kommen. Aber mit der Zeit wird es schon. Jetzt noch das 7mm. Immer noch alles scharf. Das Trapez steht voll im Okular. Sensationell.

Nun noch etwas anderes. Die Pleiaden. Das 32mm reicht fast nicht für einen Gesamteindruck. Die Reflexionsnebel sind zart zu erkennen. Toll aber die sahen im kleineren Gerät auch schon gut aus.

Jetzt kommt meine Familie aus dem Haus. Ich schwenke zurück auf den Orionnebel. Nacheinander dürfen alle diese Sehenswürdigkeit bewundern. Alle sind natürlich begeistert.

Als nächstes noch etwas schwierigeres. Ein Objekt das ich bisher mit meinem 114cm Reflektor noch nie geschafft habe ist M1. Ich peile auf das Horn des Stiers. Das Sucherfernrohr begeistert mich immer noch nicht. Ich klebe mit dem Oberkörper am Tubus, um etwas zu sehen. Die spiegelverkehrte Optik verwirrt mich. Die Position ist unbequem und ich habe SCh wierigkeiten exakt zu positionieren. Zum Glück hgabe ich das Zubehör von meinem kleinen Spiegel dabei. Ich versuche den vorhandenen Leuchtpunktsucher zu montieren. Er passt, Hurra. Noch schnell den Laser justiert. Jetzt kann ich beim Anvisieren hinter dem Tubus bleiben, viel bequemer. So wird es klappen.

Ich schaue die genaue Position von M1 im Deep Sky Reiseatlas nach. Zwei Handgriffe und die Position ist eingestellt. Ich schaue durch das 32mm Okular und – Peng! – da steht wirklich eine klar konturierte Rauchwolke im Raum. Ich bin überrascht, das wirklich etwas da ist. Das geht um Klassen besser als mit dem Sucherfernrohr. Ich bin begeistert. Auch mit dem 15mm ist der Nebel schön zu sehen. Mit Filter und etwas dunklerer Umgebung müsste das der Hammer sein.

Zum Abschluss noch eine Tour durch den Fuhrmann. Ich peile M36, M37 und M38 an. Alle wunderbar detailreich aufgelöst.

Da nun vermehrt Wolken aufziehen danke ich dem Wettergott für die kurze Wolkenpause und baue ab. Ich bin rundum zufrieden, denn mit M1 habe ich eine neue persönliche Hürde genommen.


CS an Alle,

Robert
 
WoW dafür das du erst seit Weihnachten mit dem Dobs 10" dabei bist wirklich stark, na ich hoffe das meine Erfolge an deine bald anknüpfen :super: Wie lange beschäftigts du dich schon mit der Astronomie?

Du scheinst dich auch schon richtig gut am Himmel auszukennen, dein Bericht macht einen wirklich gut durchdachten Eindruck.

Ich hoffe man liest mehr von dir ;)

CS und Gruß
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

Danke für die Blumen, aber ich betrachte mich noch als Anfänger. Ich hab vor einem Jahr mit dem "kleinen" Goto Celestron Nexstar 114 SLT begonnen komme aber im Schnitt nur alle paar Wochen zum schauen.

Auskennen ist sicher stark übertrieben, aber nachdem ich mit dem kleinen Goto Teleskop die meiste Zeit verbrachte das Gerät korrekt auszurichten (Alignment) hab ich angefangen Sternbilder und Sterne mit der drehbaren Sternenkarte zu finden. Das macht auch Spaß. Und die Objekte die man sich selbst erarbeitet, merkt man sich auch. Das schöne am Anfangen ist, dass jeder neue Schritt ein Erfolg ist.

CS
Robert

 
Nichts zu danken :biggrin:

Ich finde aber das die ersten Schritte am schwierigsten sind :schwitz:
Genau deswegen finde ich den Eindruck deines Berichtes so gut. Ich glaube wenn man 10 Jahre dabei ist dann setzt man sich von selber die Latte etwas höher bis dahin

Bescheidenheit ist eine Tugend, aber ein Kompliment tut auch mal gut, wenn es ernst gemeint ist ;)

CS und Gruß
Markus
 
Hi Robert!

Schöner Bericht von deinem First Light. Dein Equipment scheint gut durchdacht zu sein und deine geschilderten Erfolge sind ja schon beachtlich. Kannst dir ja als nächste Hürde z.B. M51 setzen. ;)
Mach weiter so!

CS,

Marco.
 
Hallo Robert,

ja so ein Leuchtpunktsucher ist besser, als häufig vermutet. Wenn dein 10" die ersten Galaxien vor den Spiegel bekommt wird's bestimmt klasse. Mit meinem 4.5" Newton habe ich den M1 zwar gesehen, aber der Anblick dürfte einiges matter gewesen sein, als in deinem 10".

Dran bleiben und du wirst bestimmt viele Sternstunden erleben.

Grüße,
Stefan
 
Hallo Robert!

Ja, so ein 10" Dobson ist schon ein recht nettes Gerät.
Willkommen im "Club"!

Leuchtpunktsucher sind klasse,
mit normalen Suchern kann ich auch nix anfangen,
ausser wenn sie nicht-spiegelverkehrten 90°-Einblick haben
(so wie meiner).

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Hallo Thorsten,

nicht speigelverkehrter 90 Grad Einblick, das klingt elegant - werd ich mir merken für die nächste Ausbaustufe.

CS und liebe Grüsse nach Spanien

P.S.
auf spanische heisst das dann vielleicht cielo claro, also CC?

 
Hallo Robert!

> nicht speigelverkehrter 90 Grad Einblick, das klingt
> elegant - werd ich mir merken für die nächste Ausbaustufe.
Das, zusammen mit nem Leuchtpunktsucher, ist das einzig wahre! :super:

> CS und liebe Grüsse nach Spanien
> P.S. auf spanische heisst das dann vielleicht cielo claro, also CC?
Nee, "cielo despejado". Glaube nicht dass das jemand mit "CD" abkürzt...

Sonnige Grüsse nach Österreich!
Thorsten

 
Hallo Robert,

Bin ganz der selben Meinung wie Thorsten, die Kombination von Leuchtpunktsucher und 8x50 Winkelsucher mit aufrechtem und seitenrichtigem Bild ist auch für mich optimal, vor allem wegen der Orientierung mit Sternkarten (zb Karkoschka).

Objekt zuerst grob eingestellt mit Leuchtpunktsucher und oft kann man es dann schon im Sucher erahnen oder zumindest sieht man dort das Gleiche Bild wie auf der Sternkarte und weiss wo man ist.

 
Meiner ist zwar 11x70, aber das ist in dem Fall egal.
Aufrecht ist (mir) auch nicht weiter wichtig,
die Sterne liegen eh immer auf der Seite
oder sonstwo je nachdem in welche
Himmelsrichtung man gerade schaut.

Aber 90°-Einblick seitenrichtig
= nicht spiegelverkehrt ist entscheidend!
Sternkarten bleiben lesbar, genau wie du sagst.

Meist wird das durch ein Amici-Prisma erreicht.
Die guten, alten Pentaprismen sind leider rar geworden...

Gruss
Thorsten
 
Noch eine Frage:

Wo montiert Ihr die zusätzliche Halterung für den zweiten Sucher?
Möglichst neben dem bestehenden Leuchtpunktsucher oder möglichst neben dem Okularauszug?

Oder ist das eigentlich egal.


CS

Robert

 
Hallo Robert,
das ist soo unterschiedlich.
Ich denke, wenn Du ein paar mal mit Deinem Gerät draußen warst, wirst Du wissen, wo Du ihn haben willst.

Ich hab sie auf einer Reihe rund um den Tubus - OAZ, darüber 90° Sucher, darüber Telrad.
So brauch ich vom Sucher zum OAZ nur ein paar Zentimeter den Kopf bewegen und der Telrad steht genau senkrecht auf dem Tubus.
 
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