FIRST LIGHT 14''LX200R

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Einen schönen guten Tag zusammen,

Wie bereits mehrfach angekündigt erscheint hiermit mein „First Light“ Bericht meines Neuerwerbs, eines 14’’LX200R von Meade.
Grundlegendes: Da ich mich etwas intensiver mit der Astronomie auseinander setze und mein bisheriges Teleskop meinen Anforderungen nicht mehr zu 100 % gerecht wurde, wurde vor einiger Zeit der Beschluss gefasst ein leistungsfähigeres System zu erwerben. Am 18.05.2006 erfolgte die Bestellung eines 12’’RCX400 bei „Optikhaus Binder“ in Wien, nun hieß es warten. Am Mittwoch dem 14.03.2007 kam dann der erlösende Anruf, das Warten hatte ein Ende. Am darauffolgenden Freitag erfolgte die Zustellung ebenfalls durch das „Optikhaus Binder“, ein Glück denn mit Verpackung hätte das Gerät niemals ins Auto gepasst.
Wie groß war der Schreck als am darauffolgenden Samstag als das Gerät fertig aufgebaut im Haus bei Tageslicht begutachtet wurde. Kratzer und Schrammen „zierten“ die Gabelmontierung und die Kunststoffverschalungen am Tubus, damit jedoch nicht genug, von den Halterungen der Korrektorplatte welche auch gleichzeitig der Fokussierung und Kollimation dienen löste sich der Lack ab, aber nicht nur ein Bisschen sondern ganz massiv.
Als dann Staub und Fingerabdrücke auf der inneren Tubusverkleidung gefunden wurden und festgestellt wurde, dass diese „oval“ angebracht war und somit gegenüber der Öffnung nicht bündig schloss (ja manche Leute stört so was, soll vorkommen), was in einer anderen Weise auch die Kunststoffverschalungen des Tubus betrifft welche mit den anderen Tubusteilen ebenfalls nicht bündig schlossen, wurde aufgrund der Summe der in dieser Weise für ein neues Gerät nicht mehr zu vernachlässigenden Mängel, der Gedanke an eine Reklamation immer dringlicher biss ich den schweren Beschluss faste diese Ungereimtheiten Meade zu melden. (Ich vermeide hier den Begriff Misstand bewusst da die mechanische, elektronische und optische Leistungsfähigkeit zu jeder Zeit gegeben war, dies steht fest)
Nach der Benachrichtigung und der Zusendung von ein paar Mails welche die Ungereimtheiten dokumentierten wurde die Reklamation schneller als erwartet in die Wege geleitet und das Teleskop bei mir zu Hause abgeholt(!), dies betrachte ich nach wie vor als sehr angenehm da es Zeit und Geld spart und als besondere Serviceleistung.
Aufgrund der „schlechten Verfügbarkeit der RCX-Systeme“ zu meinem Reklamationszeitpunkt wurden mir die zwei nächstliegenden Geräte das 14’’LX200R und das 12’’LX200R sowie eine "kleine Entschädigung"(in Absprache mit mir) angeboten. Nach etwas Bedenkzeit entschied ich mich für das 14’’LX200R welches aber eine gewisse Lieferzeit voraussetzte und somit erfolgte die Hauszustellung(!) erst am Freitag dem 18.05.2007.
Im Endeffekt ist diese Entschädigung dann doch nicht so klein ausgefallen: Der Lieferumfang meines Gerätes wurde geändert und ich erhielt anstatt des 26mm Super Plössl Okulars der Serie 5000 und des Standard Zenitspiegels ein 24mm UWA Okular der Serie 5000 sowie den Zenitspiegel selber Serie.
Soviel zum Werdegang meines neuen Equipments.
An Meade: Großer Dank sei an dieser Stelle den Herrn Bole und Stoelker von Meade Instruments Europe ausgesprochen, welche durch ihren Service und die kompetente Beratung in zahlreichen Belangen auf die individuellen Wünsche des Kunden (also meine Wünsche) eingegangen sind und die Angelegenheit somit wesentlich vereinfacht und vor allem zu einem für mich durchaus zufriedenstellenden Abschluss geführt haben. An dieser Stelle sei auch auf Tassilo ebenfalls von Meade hingewiesen, welcher hier im Forum zahlreiche Fragen zu Meade Produkten beantwortet bzw. bei Problemen i.d.R. immer Ratschläge oder Lösungsansätze parat hat und somit auch eine gute Hilfestellung bietet.
Zum Gerät: Das Gerät wurde noch am Liefertag zur Begutachtung und Kontrolle im Haus aufgestellt und es offenbarte keine augenscheinlichen „kosmetischen Mängel“ auch nicht auf den zweiten Blick. „Out of the box“ funktionierte alles wie es sollte wobei es merkwürdigerweise sogar 2x ein GPS Signal im Gebäude erhielt. So ließ ich das Gerät ein wenig umherfahren um alle wesentlichen Funktionen zu überprüfen und peilte aus dem Fenster den Kahlenberg an, welcher mit seinem Sendeturm und der zu Füßen dessen befindlichen öffentlich zugänglichen Aussichtsterrasse ein reiches Betätigungsfeld bot. (Also, Touristen beobachten).
Nachdem alles zufriedenstellend verlaufen war musste nur noch schönes Wetter für ein gelungenes „First Light“ her, dies sollte bis zum 8.06.2007 dauern.

 
First Light:
Der Freitag, die erste Beobachtungsnacht:


Nun war es endlich so weit, auf diesen Moment habe ich sehr lange gewartet (Bestelldatum 18.12.2006-Lieferdatum 18.05.2007, interessant nicht war?), alles war bereit für die erste Beobachtung und der Wetterbericht versprach optimale Bedingungen. So wurde das Equipment mitsamt Zubehör in den Garten getragen und das Teleskop mit dem Tubus Richtung Zenit mit Staubschutzkappe (gegen Vogelkot) nach Sonnenuntergang (ca. 8 Uhr) positioniert. Als ich dann gegen 10 Uhr mit den Beobachtungen beginnen wollte musste ich feststellen, dass die Tubusoberseite (also die Öffnung) wesentlich kühler war als die Unterseite wo sich der Primärspiegel befindet. Also die Staubschutzkappe abnehmen, die Tauschuzkappe anschnallen und das Teleskop abermals gegen den Zenit richten und noch eine gute Stunde warten. Ich habe die Bedeutung der IR Abstrahlung unterschätzt, nun bin ich eines besseren belehrt worden.
Dann wurde zur Einweihung auf das neue Gerät angestoßen und der Beobachtungsnacht stand nichts mehr im Wege:

Beobachtungsbedingungen:
Stellare visuelle Granzgröße: Zw. 4,5 und 4,7mag
Seeing: bemerkenswert gutes Seeing
Durchsicht: keine perfekte aber eine durchweg gute Durchsicht
Instrument: 14’’LX200R
Okulare: 24mm Uwa Serie 5000, 25mm u. 15mm sowie 10mm Super Plössl Okulare und eine Barlow Linse (ja ich wollte sehen wie sich diese an jenem Gerätverhalten)

Das erste Objekt welches zur Ausrichtung angefahren wurde war Arktur, anschließend Deneb.
Saturn: Aufgrund des gegen 10 Uhr wegen meinem Fehler mit der Staubschutzkappe doch noch deutlichen Tubusseings und dem Niedrigen Stand waren hohe Vergrößerungen nicht angebracht, aber für 150x reichte es allemal. Saturn bot mit seinen Monden Titan Rhea, Thetis und Dione einen sehr ästhetischen Anblick, ich beschloss es jedoch ein anderes mal erneut zu versuchen.
Nach besagter weiterer Auskühlphase folgten DS Objekte:
Arktur: Vermittelt bei gutem Seeing einen schönen Eindruck
M3 im Bärenhüter: Trotz der widrigen Bedingungen (Lichtverschmutzung) eine Pracht. Der KS erscheint bei knapp 280x schön bis ins Zentrum aufgelöst, umgeben von einer Wolke sich nach außen verlierender Sterne, das diffuse Hintergrundleuchten der schwächeren Sterne im Zentrum lässt M3 bei konzentriertem indirekten Sehen heller und etwas dichter zum Zentrum hin erscheinen, ein begeisternder Anblick
NGC 6572: Erscheint bei knapp 150x Vergrößerung als blaugrün leuchtendes nicht ganz rundes Bällchen welches bei indirektem Sehen schlagartig an Helligkeit gewinnt (kann man ausprobieren immer hin und her schauen, der Helligkeitsgewinn ist beträchtlich)
M51: Ein Bisschen endtäuschend, fällt wohl der Lichtverschmutzung zum Opfer, hier ist eindeutig ein dunkler Himmel von Nöten, ein Teil der Spiralstruktur ist bei indirektem Sehen bei 240x nur zeitweise zu erhaschen
M81: Ebenfalls ein Opfer der Lichtverschmutzung, dennoch ist die Helligkeitsabstufung vom Zentrum zu den umliegenden Gebieten deutlich zu erkennen, auch bei ca. 240x keine Spiralstruktur zu erkennen
M82: Trotz der Lichtverschmutzung eine Offenbarung, zwei „Unterteilungen“ sind bei ca. 280x zu erkennen, das Objekt hebt sich deutlich vom Himmelshintergrund ab, Merkwürdigerweise waren in M82 zeitweise nur sehr kurz aber öfters „Punkte“ zu sehen (da bin ich mir sicher, habe sehr lange darauf geachtet und intensiv beobachtet)-könnte dies eine an das Seeing gebundene Grenzwahrnehmung von großen Sternhaufen oder so was in der Art gewesen sei?
NGC4565: Bei ca. 240x ist die Verdunklung des zentralen Bulges durch das Staubband deutlich zu erkennen, die Ränder der „Spindel“ verlieren sich in den Weiten des Raumes
M11: als offener Sternhaufen sehr eindrucksvoll im 24mm UWA-ein Meer von Sternen, wahrlich einer der schönsten offenen Sternhaufen,
Polaris A+B: aufgrund des guten Seeings bei ca. 280x ein sehr ästhetischer Anblick, Polaris A und links daneben sein kleinerer Begleiter Polaris B mit einem wohldefinierten Abstand dazwischen,
M27: bei ca.150x enttäuschend, habe ich mit meinem 8’’er bei einem 6,8mag Himmel schon besser gesehen (subjektiver Eindruck)
Pluto + Charon: Nun ich habe sie mit dem Hochpräzisionsmodus angefahren, da waren auch zwei schwache Punkte knapp nebeneinander, ich halte sie aber nicht für Pluto und Charon
M10: Ein einmal zur Abwechslung im Zentrum nicht so dichter KS, bei ca. 150x (zur Übersicht) ein sehr reizvoller Anblick
Nach dieser doch sehr ergiebigen Nacht beschloss ich bei Anbruch der Dämmerung gegen 3.00 Uhr die erste Beobachtungsnacht für beendet zu erklären und stülpte die extra für diesen Zweck erworbene Telegizmo- Teleskopabdeckung über mein Gerät, über alles zusammen einen großen Sonnenschirm und ließ die Nacht Nacht sein.
 
Der Samstag, die zweite Beobachtungsnacht:

Aufgrund des vielversprechenden Wetterberichts beschloss ich das Teleskop draußen zu lassen um eine sich wahrscheinlich bietende zweite Beobachtungsgelegenheit wahrzunehmen.
Wie weiße diese Entscheidung doch war, gegen Abend verzogen sich die am Nachmittag aufgekommenen Quellwolken und es blieben im Gegensatz zum Vorhabend beinahe keine Zirren zurück (haben sich am Vorabend dann aber doch ziemlich rasch verzogen).
Durch die vorherige Nacht belehrt, ließ ich das Teleskop gleich ohne Staubschutzkappe aber mit aufgesetzter Tauschutzkappe (Vogelkot) auskühlen, was erfreulicherweise etwas schneller verlief.
Durch meine Vorbereitungen neugierig geworden sprach mich meine Nachbarin, welche zu diesem Zeitpunkt gerade den Garten goss, auf das unübersehbare Teleskop in meinem Garten an.
Ziel eines solchen Gesprächs ist im Endeffekt immer der Wunsch (ob erwähnt oder nur gehofft) nach dem „selber durchschauen“, selbstverständlich willigte ich ein und gegen 22.00 Uhr läutete es dann. Es hat sich bewährt Leuten welche noch nichts mit „Astronomie“ zu tun gehabt haben beim ersten Blick durchs Teleskop immer (sofern verfügbar) Saturn zu zeigen.
Der erste Anblick der Ringe im Teleskop, welche sonst ja nicht zu sehen sind (Saturn ist ja am Himmel nur ein Punkt), beeindruckt in der Regel sofort und weckt die Neugier. Nächstes Objekt war Venus welche durch ihre schöne Sichelform (na ja, eher Halbkreisform) auch ein paar anerkennende Worte erntete. Als nächstes wurden Mizar und Alkor angefahren, welche abwechselnd durch den Sucher und für die dritte Komponente durch das Teleskop beobachtet wurden, selbstverständlich nebst sachlich fundierter Erläuterungen meinerseits.
Davon beeindruckt wurde nach noch einem Doppelstern verlangt und ich entschied mich wegen des hohen Bekanntheitsgrades für Polaris. Polaris B war auch in dieser Nacht durch das gute Seeing schön neben seinem größeren Begleiter zu sehen (von diesem Doppelstern bin ich immer wieder aufs neue fasziniert). Zum Abschluss folgte noch M13, welcher aber aufgrund der noch immer präsenten Dämmerung keinen so beeindruckenden Anblick bot.
Von den Sinneseindrücken beeindruckt versprach meine Nachbarin ihre ohnehin nicht sehr oft eingeschaltete mäßige Gartenbeleuchtung in Zukunft bei Schönwetter (klare Nächte) immer auszuschalten, besser geht’s nicht.

Doch nun zu ein paar weiteren i laufe der nacht getätigten Beobachtungen:
M12: bei ca. 280x so weit es geht bis ins Zentrum schön aufgelöst vor dem diffusen Hintergrundglimmen der schwächeren Sterne im Zentrum,
M13: zusammen mit M92 die wahren Perlen des Herkules, ein mehr als nur überwältigender Anblick, das kompakte Zentrum in einem nach außen auslaufenden und sich verlierendem Meer aus Sternen, das Zentrum ist bei ca. 284x bis auf das sehr ästhetische diffuse glimmen der schwächeren Sterne im Hintergrund so ziemlich zur Gänze aufgelöst, ich habe mich von diesem Anblick beinahe nicht mehr trennen können (Kugelsternhaufen sind meine Lieblingsobjekte)
M92: ebenfalls äußerst beeindruckend, allerdings sehr kompakt und deswegen bei ca. 280x nicht bis ins Zentrum aufzulösen, das äußerst körnige Erscheinungsbild des Kerns vor dem glimmen der zahllosen Hintergrundsterne bleibt
M57: einfach nur prachtvoll, kein Vergleich zu einem 8’’er, der „Rauchring“ bekommt Strukturen und es ist eine deutliche Helligkeitsunterscheidung zwischen den inneren und äußeren Teilen der Gashülle zu sehen, vom „Zentralstern“ keine Spur,
NGC6210: PN im Herkules, deutlich zu sehen, bei indirektem Sehen ist ein sprunghafter Helligkeitsanstieg zu bemerken (da sieht man immer wieder wie viel das ausmacht), ansonsten sehr klein und bei ca. 355x Vergrößerung stärkere Augenfälligkeit der unterschiedlich hellen Gashülle,
Den krönenden Abschluss bildeten die beiden offenen Sternhaufen NGC869 und NGC884 in der Kassiopeia: bei 150x Vergrößerung sind zwar nicht beide gleichzeitig im Gesichtsfeld des UWA zu sehen aber auch der einzelne Anblick ist mehr als faszinierend, besonders das „Gesicht“ in NGC884

Damit neigt sich ein meines Erachtens mehr als nur gelungenes Beobachtungswochenende seinem Ende zu. Da gegen 3:00 Uhr leichte Zirren aufzogen und aufgrund meines Schlafmangels beschloss ich es gut sein zu lassen und verpackte mein Gerät wie in der Vornacht um mich mit den grandiosen Eindrücken getrost aufs Ohr zu legen.

In Summe gesehen bin ich mit den visuellen Leistungen (da ich nicht fotografiere sehe ich mich außer Stande die fotographischen zu beurteilen) meines Neuerwerbs durchaus zufrieden und werde dieses sehr erfüllende First light stets in guter Erinnerung behalten.


Dies ist der Werdegang meines neuen Gerätes, wie ich dazu gekommen bin, und wie meine ersten Eindrücke damit verlaufen sind. Ich bedanke mich bei jedem der hier angekommen ist für das Lesen und hoffe, dass dieser kleine First Light Bericht so manchem gefallen hat.

Über einige Rückmeldungen, ganz gleich von welcher Art und von welcher Seite würde ich mich sehr freuen, in diesem Sinne schöne Grüße

Daniel Martins
 
Der besseren Lesbarkeit willen und der Übersicht wegen habe ich diesen Bericht in 3 Teile unterteilt. Mir ist zwar durchaus bewusst, dass dies nicht unbedingt das ideale Forum ist, aber da es nicht nur ein einfacher Beobachtungsbericht ist sondern es auch um das Gerät selbst geht habe ich mich entschieden hier zu posten, ich bitte euch dies zu tolerieren.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Daniel!

Ein schöner Bericht! Du hast ausserdem sehr anschaulich formuliert.
Besonders gefallen hat mir die saubere Strukturierung Deines Berichts. Mehr davon! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

Ich finde auch, dass Du das richtige Forum gewählt hast. Ein Firstlight-Bericht ist immer auch ein Teleskop-Testbericht.


Gruß Harald
 
Hallo DAniel,

schöner Bericht! hast du eigentlich irgendetwas justiert oder die Justierung geprüft, bevor du mit der Beobachtung angefangen hast?

hört sich ja sehr gut an! weiterhin viel spass mit dem Gerät!

Gruß
Heinrich
 
Hallo Daniel,

sehr schöner Bericht, danke dafür.
Mich interessiert noch, wie gut die einzelnen Komponenten des Gerätes transportierbar sind. So wie Du es schreibst, hast Du alles alleine aufgebaut, was ich für einen 14" erstaunlich finde.

Die automatische Positionionierung funktioniert ohne Probleme? Man muss keine Softwareguru sein, und sie zu bedienen? Die Frage nach der elektrischen Justagemöglichkeit ineressiert mich auch.

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Harald,

danke für das Lob, das mit den Formulierungen ist so eine Sache, ich habe beim erneuten Lesen einige Fehler entdeckt, kann sie aber nicht mehr ausbessern da die Bearbeitungszeit abgelaufen ist.
Da der Bericht relativ lang ist habe ich aus Sorge, dass ihn niemand liest, versucht diesen so weit wie möglich zu strukturieren (deswegen auch die 3 Postings).
Ich plane auch in Zukunft weitere Beobachtungsberichte zu verfassen, allerdings im Beobachtungsforum.

Ich finde auch, dass Du das richtige Forum gewählt hast. Ein Firstlight-Bericht ist immer auch ein Teleskop-Testbericht
Danke, nun bin ich überzeugt, selbstverständlich ist ein First-Light Bericht immer auch ein Teleskoptestbericht, habe ich anfangs nicht so bedacht.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Heinrich,

auch dir danke für das Lob. Zu deiner Frage: Justiert habe ich vorerst einmal nichts. Die Justierung habe ich gleich als erstes an Arktur geprüft und für ein Gerät welches eine so lange Reise hinter sich hat war sie erstaunlich gut. Die verschieden Beugungsringe waren zwar nicht zu 100% konzentrisch, aber zumindest soweit, dass ich es als gut genug empfunden habe. Selbstverständlich werde ich mich dieser Angelegenheit nochmal annehmen, da auch dieses Gerät, um die optimale Leistung zu erzielen, nach dem Transport kollimiert gehört.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Andreas,

danke für das Lob, freut mich, dass dir der Bericht gefallen hat. Zu deinen Fragen:
Ich würde es auch erstaunlich finden wenn ich alle Teile alleine tragen könnte, Scherz beiseite, ich bin kein Bodybuilder und kann dies natürlich nicht. Wenn ich nicht immer ein oder zwei Personen hätte welche mir beim Auf bzw. Abbau und Transport helfen würden könnte ich so ein Gerät nicht haben oder müsste mich nach einem fixen Standort umsehen (die ersten Gedanken kommen bereits auf).
Es tut mir sehr Leid, dass ich nicht darauf hingewiesen habe, dass ich immer Hilfe gehabt habe. Das Gerät (der Oberteil (Tubus + Gabeln)) ist auch zu zweit schon schwer genug und ich empfehle ausdrücklich niemandem der etwas auf seine Gesundheit hält, sowas alleine zu tragen (es gibt zwar auch Leute die denken sie müssten sowas alleine bewerkstelligen, aber die wissen noch nicht wie sich ihr Rücken in 20-40 Jahren anfühlen wird <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />).
Da ich diesen sehr wichtigen Aspekt nicht zur Geltung gebracht habe (danke für den Hinweis) hier noch einmal:

Geräte dieser Größenornung sind ausdrücklich nicht für den ein Mann Transport (Auf und Abbauch ohne technische Hilfsmittel) gedacht und jede andere Handlung ist mehr als nur fahrlässig und kann schwere Verletzungen nach sich ziehen!!

Bitte dies unbedingt zu beachten.

Die automatische Positionionierung funktioniert ohne Probleme? Man muss keine Softwareguru sein, und sie zu bedienen? Die Frage nach der elektrischen Justagemöglichkeit ineressiert mich auch

Ich habe die Sensoren noch nicht kalibriert (was man bei einem neuen Gerät immer machen sollte), aber es hat immer sein Ziel gefunden. Die Hinweise zur Bedienung der Fernsteuerung in der Bedienungsanleitung sind fast schwieriger als die spontane Bedienung der Fernsteuerung. Elektrisch justieren lassen sich nur die Geräte der RCX400 Reihe.

Schöne Grüße
Daniel Martins


Euch allen nochmal vielen Dank für die beim Lesen aufgewendete Zeit und die Antworten.
 
Hallo Daniel

Schöner Bericht.
Ja so ein 14"LX200R ist schon ein großer Brocken,bekommt man schon gar nicht mehr in einem Auto untergebracht.
Mein 12"RCX400 muß ich auch immer alleine aufstellen,was schon hart an der Grenze ist.
Transportiere es aber auch nur bis auf dem Balkon.
Da ich auch wie du unter Lichtverschmutzung leide,gehören Kugelsternhaufen auch zu meinen lieblingsobjekten,da sie unter solchem Himmel am besten rüberkommen.

Grüße
Manfred
 
Hallo Manfred,

freut mich, dass auch dir mein Bericht gefallen hat (bis auf die Fehler auf welche ich aufgrund der abgelaufenen Bearbeitungszeit nicht mehr eingehen konnte).
Mein 12"RCX400 muß ich auch immer alleine aufstellen,was schon hart an der Grenze ist.
Da ich, wie dir vielleicht bekannt ist, auch einmal ein solches für kurze Zeit gehabt habe, kann ich getrost behaupten, dass es einen Unterschied gibt. Das 12''RCX400 ist tatsächlich grenzwertig (für eine Person), aber durch den einschwenkbaren Tubus auch ziemlich kompakt, dies vereinfacht den Transport nicht unerheblich.
Das 14''LX200R ist von der Handhabung her schon eine ganz andere Angelegenheit, es ist schwerer, höher und die Balance ist nicht ganz so einfach zu halten. Die 2'' mehr an Öffnung sind es mir aber wert, auch wenn ich dafür nicht so mobil bin. Dass du es nur auf den Balkon transportierst macht die Angelegenheit natürlich erheblich einfacher, aber Geräte dieser Größenordung 40-50m vom Keller bis in den Garten zu tragen ist eine ganz andere Erfahrung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Die Lichtverschmutzung ist nicht der Hauptgrund weshalb ich Kugelsternhaufen so interessant finde. Es ist vielmehr ihr enormes Alter, ihre Distanz und das schier endlose Meer an Sternen welches sich dem Beobachter bei Einsatz des richtigen *entfernt*s offenbart. Planetarische Nebel folgen bei mir gleich an zweiter Stelle, aber Kugelsternhaufen sind für mich von ihrem Erscheinungsbild, der Physik und ihrem ästhetischen Gesamteindruck am faszinierendsten.

Schöne Grüße
Daniel martins
 
Hallo Daniel,
da isser endlich nun, der lang erwartete Bericht!
Gratulation zum Gerät!
Diene ersten Beschreibungen decken sich in etwa mit den meinen. Noch dazu, daß wir damals beim Kauf des 12" SC von Meade zuerst angeschaut haben: Arktur, Deneb, Saturn !!!
- in gleicher Reihenfolge. Da ich aber anfangs (die ersten Wochen) nur das 26mm Meade Okular hatte (das war vor 12 Jahren) ergab sich beim Anblick des Saturns ein Schlagwort meiner Frau, dasuns heute noch begleitet: "...ach ist der süß..." - Nun denn, die Okularpalette wuchs und wuchs und nun haben wir die gesamte 4000er Serie von Meade, die hervorragend zu diesem Gerät passen.
Nochmal Gratulation und vielleicht doch einen Gutschein zum Fitness-Centrum (?)
- Ich bin froh, daß ich meines seit 5 Jahren nicht mehr tragen muß.

Gruß
Winfried
 
Hallo Winfried,

Vielen Dank für die Gratulation. Ja, die Reihenfolge ist schon interessant, Arktur und Deneb wurden im Rahmen des Initialisierungsprozesses angefahren und Saturn war aufgrund seiner Position vor Untergang das erste Beobachtungsobjekt. Das mit dem Fitness- Center sollte ich vielleicht in Erwägung ziehen, aber du kannst durchaus froh sein nichts mehr tragen zu müssen. Die Angelegenheit mit den Okularen ist übrigens auch im Wachstum begriffen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hi Daniel,
leider hockst Du in Österreich, also zu weit weg.
Schau Dir mal die Meade 5000er Serie an. Ich habe für mein 12" Meade die alte (erste) 4000er Serie, die hervorragend zum Gerät paßt. Das könnte mit den 5000ern ebenso sein, auch wenn sie zwischenzeitlich nicht gerade ein Schnäppchen sind. Aber sie passen eben optimal zum Gerät!

Viel Spaß

Winfried
 
Hallo Winfried,

danke, ich habe mein Augenmerk bereits auf die Okularserien von Meade gerichtet. Es wird wahrscheinlich der UWA Koffer von Meade werden (fürs erste <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />). Weiters habe ich bereits bei meinem Händler angefragt, ich werde sehen wie viel % Preisnachlass ich bekomme. Ein Schnäppchen sind die 5000er zumindest in Europa wahrlich nicht, aber ich hoffe, dass sie auch so gut zu meinem Gerät passen wie die 4000er zu den deinigen. Das einzige was mich an diesen Okularen stört ist die Gravur: CHINA, dies ist wirklich nicht nötig.
Da anscheinend das 14mm Okular der 5000er UWA Serie als die Schwachstelle gesehen wird, werde ich mich gegebenenfalls nach einer geeigneten Alternative umsehen. Andere Okulare dieser Serie wie das 30mm, 18mm (ganz besonders), 8,8mm haben z.B. auf Cloudynights ganz gut abgeschnitten, dies lässt hoffen, zumal es bei einem f/10 Gerät auch keine Probleme mit der Randabbildung geben dürfte.
Ach ja, vielen Dank, werde ich haben. Dir mit deinem Equipment übrigens ebenfalls.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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