zirli
Mitglied
Ich konnte mich vor kurzem (nach sehr freundlicher Beratung hier im Forum) dazu durchringen astronomisch hochzurüsten, und so bekam mein Seben Big Boss einen grossen Bruder, nämlich ein 8" Celestron Newton auf einer ADM Montierung. Klarerweise war das Wochenende nach Anlieferdatum verregnet, aber dieses Wochenende hatte die Warterei ein Ende. Nachdem top Wetter angesagt war wurde am Samstag abend im Garten aufgebaut.
Zuerst Tisch und Sitzgelegenheit, danach Kabeltrommel für den Strom, der Laptop mit Stellarium will schliesslich gut versorgt sein und zuguterletzt wurde das Teleskop mit Montierung aufgebaut und so gut als möglich eingenordet. Beim Schleppen der Montierung und des optischen Tubus wird einem der Unterschied zum Big Boss sehr schnell bewusst, vorbei die Zeit "ich stell mal schnell das Teleskop in den Garten" ;-)
Nachdem alles aufgebaut war dauerte es nicht lange und der erste helle Punkt erschien am dämmrigen Himmel. Aus Spass dachte ich, ich richte das Teleskop mal auf Jupiter und dachte eigentlich nicht wirklich dass ich was erkennen könnte. Aber schon der erste Anblick von Jupiter in der noch sehr hellen Umgebung liess mich meine Kaufentscheidung begrüssen. Jupiter hat Wolkenbänder und Oberflächendetails, ein Umstand der mir als Seben Besitzer bis jetzt nahezu verborgen blieb...
Als nächstes tauchte die Venus im Westen auf. Das kurze Beobachtungsfenster, dass mir unsere Berge liessen wurde jedoch kurzerhand ausgenutzt um die schöne Venussichel zu betrachten, leider war der Spuk nach ein paar Minuten wieder vorbei und die Venus verabschiedete sich wieder hinter die Berge.
Also zurück zum Jupiter, meine Freundin und ich konnten uns gar nicht satt sehen. Als wir beide einen schwarzen Fleck am Jupiter wahrnahmen war uns nicht ganz klar was das ist, aber offensichtlich war das der Schatten vom Jupitermond Io. Als es zunehmend dunkler wurde, musste ich leider lernen, dass mein Garten bei weitem nicht so ein dunkler Ort war wie ich geglaubt hatte, aber auch die Nachbarn hatten (leider) entdeckt, dass der Abend sehr lau war und sich für diverse Gartenaktivitäten wie Grillen etc. hervorragend eignet was in der Dunkelheit natürlich künstliche Lichtquellen bedeutet. ;-)
Wie auch immer, damit musste ich leben und machte mich daran M13 im Herkules zu suchen. Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich den falschen Stern im Herkules anvisiert hatte und diesen Umstand korrigierte, fand ich M13 mit meinem TSWA32 sehr schnell und ging daran ihn mit immer kleiner werdender Brennweite immer mehr zu vergrössern, selbst mit meinem 3,5mm Hyperion war M13 sehr schön aufgelöst und ich konnte mit diesem wunderbaren Anblick mächtig Eindruck bei meiner besseren Hälfte schinden.
Irgendwann später nahm ich schweren Herzens Abschied von M13 und wandte mich der Suche nach M57 in der Leier zu. Wieder wurde das Teleskop ungefähr dort positioniert wo ich den Nebel vermutete, und ein Blick durch das Übersichtsokkular zeigte mir das ich M57 genau erwischt hatte. Auch hier ging ich mit der Brennweite der Okkulare beständig nach unten, bei 6mm war allerdings Schluss. Wohl infolge des Streulichts konnte ich mit meinem Hyperion nichts mehr erkennen, aber ich muss ehlich gestehen ich war auch so höchst zufrieden. Der Anblick von M57 schnitt bei meiner besseren Hälfte aber deutlich schlechter ab wie M13, war wohl nicht ganz so spektakulär. Als nächstes war dann noch der Doppelstern Alberio im Schwan an der Reihe. Schon mit 32mm waren die beiden Sterne sehr schön aufgelöst, auch glaube ich einen Hauch von Farbe erkannt zu haben, aber schwören würde ich das nicht.
Nachdem es schon spät geworden war gönnten wir uns noch einen Blick auf Jupiter, danach schraubte ich nochmal das 32mm Okular ein und drehte das Teleskop auf einen hellen Bereich der Milchstrasse um den Anblick zu geniessen. Die Beobachtungsnacht schlossen wir gemütlich in den Gartensesseln sitzend mit einem kühlen Bierchen und betrachteten einfach nur den grandiosen Sternenhimmel.
Nach dieser Nacht kann ich nur sagen, ich hab tierisch Freude mit meiner Investition, und auch meine bessere Hälfte hat das "Riesending" wohl mittlerweile ins Herz geschlossen...
Das nächste Beobachtungswochenende kommt bestimmt, beim nächsten Mal werd ich mir allerdings ein dunkleres Fleckchen suchen...
lg
Bernd
Zuerst Tisch und Sitzgelegenheit, danach Kabeltrommel für den Strom, der Laptop mit Stellarium will schliesslich gut versorgt sein und zuguterletzt wurde das Teleskop mit Montierung aufgebaut und so gut als möglich eingenordet. Beim Schleppen der Montierung und des optischen Tubus wird einem der Unterschied zum Big Boss sehr schnell bewusst, vorbei die Zeit "ich stell mal schnell das Teleskop in den Garten" ;-)
Nachdem alles aufgebaut war dauerte es nicht lange und der erste helle Punkt erschien am dämmrigen Himmel. Aus Spass dachte ich, ich richte das Teleskop mal auf Jupiter und dachte eigentlich nicht wirklich dass ich was erkennen könnte. Aber schon der erste Anblick von Jupiter in der noch sehr hellen Umgebung liess mich meine Kaufentscheidung begrüssen. Jupiter hat Wolkenbänder und Oberflächendetails, ein Umstand der mir als Seben Besitzer bis jetzt nahezu verborgen blieb...
Als nächstes tauchte die Venus im Westen auf. Das kurze Beobachtungsfenster, dass mir unsere Berge liessen wurde jedoch kurzerhand ausgenutzt um die schöne Venussichel zu betrachten, leider war der Spuk nach ein paar Minuten wieder vorbei und die Venus verabschiedete sich wieder hinter die Berge.
Also zurück zum Jupiter, meine Freundin und ich konnten uns gar nicht satt sehen. Als wir beide einen schwarzen Fleck am Jupiter wahrnahmen war uns nicht ganz klar was das ist, aber offensichtlich war das der Schatten vom Jupitermond Io. Als es zunehmend dunkler wurde, musste ich leider lernen, dass mein Garten bei weitem nicht so ein dunkler Ort war wie ich geglaubt hatte, aber auch die Nachbarn hatten (leider) entdeckt, dass der Abend sehr lau war und sich für diverse Gartenaktivitäten wie Grillen etc. hervorragend eignet was in der Dunkelheit natürlich künstliche Lichtquellen bedeutet. ;-)
Wie auch immer, damit musste ich leben und machte mich daran M13 im Herkules zu suchen. Nachdem ich gemerkt hatte, dass ich den falschen Stern im Herkules anvisiert hatte und diesen Umstand korrigierte, fand ich M13 mit meinem TSWA32 sehr schnell und ging daran ihn mit immer kleiner werdender Brennweite immer mehr zu vergrössern, selbst mit meinem 3,5mm Hyperion war M13 sehr schön aufgelöst und ich konnte mit diesem wunderbaren Anblick mächtig Eindruck bei meiner besseren Hälfte schinden.
Irgendwann später nahm ich schweren Herzens Abschied von M13 und wandte mich der Suche nach M57 in der Leier zu. Wieder wurde das Teleskop ungefähr dort positioniert wo ich den Nebel vermutete, und ein Blick durch das Übersichtsokkular zeigte mir das ich M57 genau erwischt hatte. Auch hier ging ich mit der Brennweite der Okkulare beständig nach unten, bei 6mm war allerdings Schluss. Wohl infolge des Streulichts konnte ich mit meinem Hyperion nichts mehr erkennen, aber ich muss ehlich gestehen ich war auch so höchst zufrieden. Der Anblick von M57 schnitt bei meiner besseren Hälfte aber deutlich schlechter ab wie M13, war wohl nicht ganz so spektakulär. Als nächstes war dann noch der Doppelstern Alberio im Schwan an der Reihe. Schon mit 32mm waren die beiden Sterne sehr schön aufgelöst, auch glaube ich einen Hauch von Farbe erkannt zu haben, aber schwören würde ich das nicht.
Nachdem es schon spät geworden war gönnten wir uns noch einen Blick auf Jupiter, danach schraubte ich nochmal das 32mm Okular ein und drehte das Teleskop auf einen hellen Bereich der Milchstrasse um den Anblick zu geniessen. Die Beobachtungsnacht schlossen wir gemütlich in den Gartensesseln sitzend mit einem kühlen Bierchen und betrachteten einfach nur den grandiosen Sternenhimmel.
Nach dieser Nacht kann ich nur sagen, ich hab tierisch Freude mit meiner Investition, und auch meine bessere Hälfte hat das "Riesending" wohl mittlerweile ins Herz geschlossen...
Das nächste Beobachtungswochenende kommt bestimmt, beim nächsten Mal werd ich mir allerdings ein dunkleres Fleckchen suchen...
lg
Bernd