Hallo Bino,
Das bei hochwertigen Refraktoren AP's von 0,3 gewinnbringend sein können ist unter erfahrenen Planetenbeobachtern eine Binsenweisheit.
egal welches Teleskop, 0,3mm AP ist Schwachsinn und nur dafür
geeignet um Beugungserscheinungen zu studieren.
Wer halbwegs brauchbare Augen hat sieht schon ab 0,8mm AP das
Beugungsscheibchen eines Sternes flächig. Leute mit sehr guten
Augen zum Teil schon ab 1mm AP.
Bei 0,3mm AP geht zudem noch das Licht aus, sprich, die Flächen-
helligkeit des Objektes Jupiter, Mars, Saturn wird so gering
daß das Farbsehen kaum noch möglich ist. Dann beobachtest du
mit den Stäbchen im scharz-weiß Modus, mit reduzierter Auflösung,
was dem unbedarften Beobachter dann vorgaukelt daß das Bild
noch scharf sei.
Ich kann die Aussage von Jürgen aus eigener Erfahrung stützen.
Selbst der beste Apo zeigt bei D x 1,5 am Stern ein flächiges
Beugungsscheibchen. Das wären am 72mm ED 103x.
Bei hohen Vergrößerungen würde ich zur Verwendung eines Zenitprismas raten, welches den restlichen Farbfehler nochmals um 1/3 reduziert.
Da der ED nicht für den zusätzlichen Glasweg gerechnet wurde
würde ich das besser sein lassen, der Farbfehler wird größer,
die Korrektur der sphärischen Aberration bei der Hauptwellenlänge
schlechter. Nicht umsonst bietet William Optics einen Zenit
spiegel
zum Teleskop an. Meine Meinung:
Schlechter Beitrag von dir. Die Physik läßt sich nicht überlisten.
Hoffentlich lassen sich die mitlesenden Einsteiger nicht überlisten...
CS,Karsten