sternengucker
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Hallo Sternenfreunde,
gestern abend war es soweit, mein nagelneuer Dobson erblickte das Licht der Sterne und Planeten.
Ich war richtig gespannt, was es denn damit zum Sehen gibt, da ich mit den Ergebnissen mit meinem alten GSO 150/750 Newton nicht so richtig zufrieden war.
Also los gings zur A.S.T., und erst mal einen kritischen Blick zum Himmel geworfen. Es waren zwar keinerlei Wolken zu sehen, und kein Stern schien zu flimmern oder flackern, aber die Grenzgrösse lag für das blosse Auge sicherlich bei unter 6m. Somit also nicht die besten Voraussetzungen für DeepSky.
Inzwischen sind noch Christian (1) und Christian (2) angekommen, von denen ich leider keinen Nachnamen kenne.
Chrstian (1) baute sein 20" Dobson auf, dazu noch einen selbstgebauten 4" Refraktor. Chrstian (2) mühte sich mit einem 114/900 ab, den er mit einer Nachführung versah, um Astrofotos zu schiessen.
Während dem Aufbau meines Dobsons dachte ich mir: Toll, der lässt sich superleicht transportieren und aufbauen, nicht zu vergleichen mit einem Stativ, parallaktischer Montierung und Schellen etc. Gut, nach 5 Minuten stand das Teil, welches ich übrigens auf den Namen "Leila" taufte.
Bereits nach wenigen Minuten war es möglich, die Beobachtungen zu beginnen. Es war etwa 5 Grad warm, und der Spiegel schien schon genügend ausgekühlt zu sein.
Meine ersten Versuche machte ich mit Saturn. Der Anblick war überwältigend, so hatte ich ihn noch nicht gesehen. Die Cassiniteilung war kein Problem, und es waren mehrere Wolkenbänder erkennbar. Ebenso beeindruckte mich die gelblichbraune Farbe.
Weiter ging es zu Jupiter, der einen wunderschönen Anblick mit je 2 Monden links und rechts wie auf einer Perlenkette wirkte. Wenn ich mich nicht täuschte, sah ich im unteren (nördlichen) Hauptband den GRF. Das war dann das erste Mal in meinem Leben.
Ich war begeistert. Und obwohl Christian (1) meinte, die Transparenz sei ziemlich mies, versuchte ich mich mal an ein paar DeepSky Onjekten.
Ich begann mit bereits bekannten Objekten, um einen Vergleich zu erhalten. Dazu suchte ich im 8x50 Sucher M81 und M82 auf. Beide stellten sich als recht hell dar, und es gab einige Details zu beobachten, welche ich allerdings noch nicht so recht deuten kann. Aber es zeigten sich jedenfalls viel mehr Einzelheiten, als im 150er, und die Flächenhelligkeit kam mir heller vor. Ausserdem konnte ich eine stärkere Vergrösserung fahren, und die Details verschwanden nicht im Grau.
Weiter ging es zu M44, die sich allerdings im 150er schöner zeigte, da das Gesichtsfeld grösser war. Mit 40facher Vergrösserung sehe ich nicht mehr alle Sterne auf einmal. Macht nichts.
Danach war M51 an der Reihe, der Whirlpool zeigte sich in voller Schönheit. Ich konnte einen schwachen Stern am linken Rand ausmachen, der aber vielleicht ein Vordergrundstern war. In NGC5193 konnte ich einen stellaren Kern erkennen.
M101 konnte ich sehr grossflächig beobachten, ein beachtlicher Halo war sichtbar. M109 dagegen nur ein schwacher Fleck, ohne Details.
Inzwischen war Christian (2) soweit, daß er sein Newton eingenordet hatte, und er war auf der Suche nach M51, die er fotografieren wollte. Ich hoffe, er wird ein paar brauchbare Ergebnisse erhalten!
Christian (1) war mit dem Seeing immer noch nicht so recht zufrieden, einfach ein schlechte Durchsicht, meinte er. Dafür konnte man toll Planeten schaun.
Ich wollte nun noch was neues sehen, und suchte M104, die Sombrero GX auf. Ich habe auch etwas gefunden, einen schwachen, helleren Fleck, bin mir aber nicht sicher, ob es auch wirklich M104 war. Das Auffinden ist mir nicht leicht gefallen.
Ein Blick auf die Uhr zeigte mir schon 23:30 an, und ich dachte an das Aufstehen am frühen Morgen. Egal, da muss jetzt noch was besonderes her. Und ich suchte M13 auf. Das erste Mal in meinem Leben habe ich ihn gesehen, diesen wunderbaren Kugelsternhaufen. Toll, wirklich toll! Sowas schönes sieht man selten. Ich finde, M13 sieht mit jeder Vergrösserung interessant aus. Bei 240fach waren bereits viele Sterne aufgelöst, und irgendwie sieht es so, als würde man in ihn hineinfliegen können.....
Ich habe mir M13 dann auch nochmal in Christans (1) 20" angesehen, ich glaube, so bei 400fach, ein toller Anblick.
Danach war es Zeit, die Koffer zu packen. Erstaunlich, in Minuten war schon wieder alles im Kofferraum und auf der Rückbank verstaut.
Auf der Heimfahrt dachte ich nochmal über das gesehene nach, und war und bin froh und glücklich, den 150/750 gegen den 200/1200 getauscht zu haben! Dieses Gerät hat all meine Erwartungen übertroffen, und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal. Hoffentlich bleibt das Wetter noch eine Weile gut, und das Seeing wird noch ein bisserl besser.
So, das war nun mein Bericht über das Firstlight mit Leila, ich wünsche allen frohe Nächte und CS! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
gestern abend war es soweit, mein nagelneuer Dobson erblickte das Licht der Sterne und Planeten.
Ich war richtig gespannt, was es denn damit zum Sehen gibt, da ich mit den Ergebnissen mit meinem alten GSO 150/750 Newton nicht so richtig zufrieden war.
Also los gings zur A.S.T., und erst mal einen kritischen Blick zum Himmel geworfen. Es waren zwar keinerlei Wolken zu sehen, und kein Stern schien zu flimmern oder flackern, aber die Grenzgrösse lag für das blosse Auge sicherlich bei unter 6m. Somit also nicht die besten Voraussetzungen für DeepSky.
Inzwischen sind noch Christian (1) und Christian (2) angekommen, von denen ich leider keinen Nachnamen kenne.
Chrstian (1) baute sein 20" Dobson auf, dazu noch einen selbstgebauten 4" Refraktor. Chrstian (2) mühte sich mit einem 114/900 ab, den er mit einer Nachführung versah, um Astrofotos zu schiessen.
Während dem Aufbau meines Dobsons dachte ich mir: Toll, der lässt sich superleicht transportieren und aufbauen, nicht zu vergleichen mit einem Stativ, parallaktischer Montierung und Schellen etc. Gut, nach 5 Minuten stand das Teil, welches ich übrigens auf den Namen "Leila" taufte.
Bereits nach wenigen Minuten war es möglich, die Beobachtungen zu beginnen. Es war etwa 5 Grad warm, und der Spiegel schien schon genügend ausgekühlt zu sein.
Meine ersten Versuche machte ich mit Saturn. Der Anblick war überwältigend, so hatte ich ihn noch nicht gesehen. Die Cassiniteilung war kein Problem, und es waren mehrere Wolkenbänder erkennbar. Ebenso beeindruckte mich die gelblichbraune Farbe.
Weiter ging es zu Jupiter, der einen wunderschönen Anblick mit je 2 Monden links und rechts wie auf einer Perlenkette wirkte. Wenn ich mich nicht täuschte, sah ich im unteren (nördlichen) Hauptband den GRF. Das war dann das erste Mal in meinem Leben.
Ich war begeistert. Und obwohl Christian (1) meinte, die Transparenz sei ziemlich mies, versuchte ich mich mal an ein paar DeepSky Onjekten.
Ich begann mit bereits bekannten Objekten, um einen Vergleich zu erhalten. Dazu suchte ich im 8x50 Sucher M81 und M82 auf. Beide stellten sich als recht hell dar, und es gab einige Details zu beobachten, welche ich allerdings noch nicht so recht deuten kann. Aber es zeigten sich jedenfalls viel mehr Einzelheiten, als im 150er, und die Flächenhelligkeit kam mir heller vor. Ausserdem konnte ich eine stärkere Vergrösserung fahren, und die Details verschwanden nicht im Grau.
Weiter ging es zu M44, die sich allerdings im 150er schöner zeigte, da das Gesichtsfeld grösser war. Mit 40facher Vergrösserung sehe ich nicht mehr alle Sterne auf einmal. Macht nichts.
Danach war M51 an der Reihe, der Whirlpool zeigte sich in voller Schönheit. Ich konnte einen schwachen Stern am linken Rand ausmachen, der aber vielleicht ein Vordergrundstern war. In NGC5193 konnte ich einen stellaren Kern erkennen.
M101 konnte ich sehr grossflächig beobachten, ein beachtlicher Halo war sichtbar. M109 dagegen nur ein schwacher Fleck, ohne Details.
Inzwischen war Christian (2) soweit, daß er sein Newton eingenordet hatte, und er war auf der Suche nach M51, die er fotografieren wollte. Ich hoffe, er wird ein paar brauchbare Ergebnisse erhalten!
Christian (1) war mit dem Seeing immer noch nicht so recht zufrieden, einfach ein schlechte Durchsicht, meinte er. Dafür konnte man toll Planeten schaun.
Ich wollte nun noch was neues sehen, und suchte M104, die Sombrero GX auf. Ich habe auch etwas gefunden, einen schwachen, helleren Fleck, bin mir aber nicht sicher, ob es auch wirklich M104 war. Das Auffinden ist mir nicht leicht gefallen.
Ein Blick auf die Uhr zeigte mir schon 23:30 an, und ich dachte an das Aufstehen am frühen Morgen. Egal, da muss jetzt noch was besonderes her. Und ich suchte M13 auf. Das erste Mal in meinem Leben habe ich ihn gesehen, diesen wunderbaren Kugelsternhaufen. Toll, wirklich toll! Sowas schönes sieht man selten. Ich finde, M13 sieht mit jeder Vergrösserung interessant aus. Bei 240fach waren bereits viele Sterne aufgelöst, und irgendwie sieht es so, als würde man in ihn hineinfliegen können.....
Ich habe mir M13 dann auch nochmal in Christans (1) 20" angesehen, ich glaube, so bei 400fach, ein toller Anblick.
Danach war es Zeit, die Koffer zu packen. Erstaunlich, in Minuten war schon wieder alles im Kofferraum und auf der Rückbank verstaut.
Auf der Heimfahrt dachte ich nochmal über das gesehene nach, und war und bin froh und glücklich, den 150/750 gegen den 200/1200 getauscht zu haben! Dieses Gerät hat all meine Erwartungen übertroffen, und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal. Hoffentlich bleibt das Wetter noch eine Weile gut, und das Seeing wird noch ein bisserl besser.
So, das war nun mein Bericht über das Firstlight mit Leila, ich wünsche allen frohe Nächte und CS! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
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