OliverWieland
Aktives Mitglied
Eine ganze lange Woche musste ich nun warten, bis ich meinen neuen GSD200E dem Licht des sternenklaren Himmels aussetzen konnte. Und ich muss sagen: Wow!
Zuerst hab ich mich gegen 22 Uhr dem Saturn gewidmet da er um die Zeit wegen des noch recht trüben Wetters einer der wenigen Leuchtpunkte am Himmel zu sehen war. Obwohl mein Dobson noch nicht ausgekühlt war, war ich begeistert. Wenn auch recht unscharf, konnte ich doch die Ringe deutlich erkennen. Nach einer guten halben Stunde und ein paar Kindern mehr im Bett war der Dobson ausgekühlt und ich konnte den Saturn in der mir höchstmöglichen Auflösung (200x) gestochen scharf bewundern. Die Cassiniteilung war gerade so zu erahnen, Strukturen auf der Oberfläche blieben mir jedoch verwehrt. Dennoch ein absolutes Highlight an meinem ersten "eigenen" Spechtelabend.
Nach und nach klarte es weiter auf. Da es in südlicher Richtung von meinem Balkon aus aufgrund diverser Straßenlaternen und sonstigen Kleinstadtlichtern recht hell war, hab ich den Dobson quer durch die Wohnung auf die Terasse getragen, um von dort einen Blick auf den Südwest- bis Nordhimmel zu erhaschen.
Auch hier war natürlich das zurzeit vorherrschende Objekt, der Mars, mein erstes Ziel, obwohl ich wohl die beste Zeit zur Marsbeobachtung verpasst habe, war es doch beeindruckend, unseren Nachbarn einmal "aus der Nähe" betrachten zu können, auch wenn ich auch hier keine Strukturen ausmachen konnte.
Vom Andromedanebel war ich etwas enttäuscht, da habe ich mich wohl von einigen Langzeitbelichtungen blenden lassen. Außer einem nebeligen Fleck war nichts zu erkennen.
Dafür übertrafen die Plejaden alle meine Erwartungen. Eine solche Pracht hatte ich nicht erwartet. Dafür hat sich die Zusatzinvestition in ein 2"-30mm-Oku bereits gelohnt!
Langsam an die innere Frostgrenze gelangt blätterte ich in meinem Karkoschka noch ein bißchen und beschloss noch einen kurzen Blick auf den Orionnebel M42. Ich bin fast festgefroren vor Erstaunen! Dieses nebelhafte Gebilde inmitten einer Fülle von leuchtenden Punkten übertraf alles, was ich bisher gesehen habe.
Als ich mich doch wieder losreißen konnte, versuchte ich mich noch an der Whirlpool-Galaxie, aber aufgrund schlechter Verhältnisse (Kraftwerk im Osten) und wohl auch der schleichenden Kälte in meinen Füßen und Händen habe ich den Versuch dann gegen 0:15 Uhr aufgegeben.
Ich freu mich schon auf die nächste Nacht!
Oli
Zuerst hab ich mich gegen 22 Uhr dem Saturn gewidmet da er um die Zeit wegen des noch recht trüben Wetters einer der wenigen Leuchtpunkte am Himmel zu sehen war. Obwohl mein Dobson noch nicht ausgekühlt war, war ich begeistert. Wenn auch recht unscharf, konnte ich doch die Ringe deutlich erkennen. Nach einer guten halben Stunde und ein paar Kindern mehr im Bett war der Dobson ausgekühlt und ich konnte den Saturn in der mir höchstmöglichen Auflösung (200x) gestochen scharf bewundern. Die Cassiniteilung war gerade so zu erahnen, Strukturen auf der Oberfläche blieben mir jedoch verwehrt. Dennoch ein absolutes Highlight an meinem ersten "eigenen" Spechtelabend.
Nach und nach klarte es weiter auf. Da es in südlicher Richtung von meinem Balkon aus aufgrund diverser Straßenlaternen und sonstigen Kleinstadtlichtern recht hell war, hab ich den Dobson quer durch die Wohnung auf die Terasse getragen, um von dort einen Blick auf den Südwest- bis Nordhimmel zu erhaschen.
Auch hier war natürlich das zurzeit vorherrschende Objekt, der Mars, mein erstes Ziel, obwohl ich wohl die beste Zeit zur Marsbeobachtung verpasst habe, war es doch beeindruckend, unseren Nachbarn einmal "aus der Nähe" betrachten zu können, auch wenn ich auch hier keine Strukturen ausmachen konnte.
Vom Andromedanebel war ich etwas enttäuscht, da habe ich mich wohl von einigen Langzeitbelichtungen blenden lassen. Außer einem nebeligen Fleck war nichts zu erkennen.
Dafür übertrafen die Plejaden alle meine Erwartungen. Eine solche Pracht hatte ich nicht erwartet. Dafür hat sich die Zusatzinvestition in ein 2"-30mm-Oku bereits gelohnt!
Langsam an die innere Frostgrenze gelangt blätterte ich in meinem Karkoschka noch ein bißchen und beschloss noch einen kurzen Blick auf den Orionnebel M42. Ich bin fast festgefroren vor Erstaunen! Dieses nebelhafte Gebilde inmitten einer Fülle von leuchtenden Punkten übertraf alles, was ich bisher gesehen habe.
Als ich mich doch wieder losreißen konnte, versuchte ich mich noch an der Whirlpool-Galaxie, aber aufgrund schlechter Verhältnisse (Kraftwerk im Osten) und wohl auch der schleichenden Kälte in meinen Füßen und Händen habe ich den Versuch dann gegen 0:15 Uhr aufgegeben.
Ich freu mich schon auf die nächste Nacht!
Oli