First Light - Skywatcher 200/1200

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Fire_Bird

Moin,

will ich mich mal kurzfassen:

So die Nacht hatte ich mein first light - nachts. Nach 3 Tagen Wolken und Dauerregen hatte ich dann Abends ein grösseres Wolkenloch in der Nähe vom Jupiter erwischt.
Also bin ich sofort raus gerannt und hab drufgehalten:
28mm ein recht scharfes, aber kleines Scheibchen, Wolkenbänder andeutungsweise erkennbar;
20mm das selbe etwas grössser und besser erkennbar, mit Mond (?) links;
12,5mm kam mir kleiner vor als mit dem 20mm, dunkler;
6mm ein dunkeles verwaschenes nicht-scharfzustellendes "ding", nachführen kaum möglich (sehfeld zu klein? fehlende Übung...)

Naja war ich nach dem Unwetter damit dann doch erstmal zufrieden - und da kamen schon die nächsten Wolken -> abbauen.

Die nacht um 2 uhr war dann der Herkules vorm Fenster: wollt ich es doch mal mit M13 aufnehmen welcher auch recht schnell gefunden war.

In allen Okus ein schöner Nebel - mal grösser mal kleiner - mit einem schönen Übergang in den dunklen Nachthimmel - kannte ich von einem glaub 114mm Newton ja aufgelöster als bei mir... Liegts an Okus oder evtl. an der Optik selber?

Das Wetter war beide male recht Windstill und von Wolken auch nichts zu sehen.

link zu den Okus - hab da noch das 28mm APEX
 
Hallo FireBird,

zu deiner Frage, woran deine Ergbnisse liegen:

1. Seeing , das ist insgesamt weniger abhängig von der Luftbewegung am Boden (Wind) sondern oftmals an starken Turbulenzen und Temperaturdifferenzen in der höheren Atmosphäre. Also Bei Jupiter denke ich mal das min. 50% der Bildungüte auf Seeing zurückgeht.

2. Unzureichende Kollimation des Systems: Also wenn Du M13 nicht aufgelöst bekommst und ein Bildgefühl wie bei eine 4,5" hast, dann solltest Du mal die Kollimation des Systems prüfen, das sind dann meistens die letzten 50% der Bildungüte

AAAABer, wenn du durch das Fenster beobachtet hast, dann kann das ganze einfach an den Turbulenzen der Warmluft liegen!

OOOOder du hast durch das geschlossene Fenster beobachtet und du hast sehr gut die Oberflächenfehler deiner Fensterscheibe (die garantiert keine Lamda/4-Güte aufweist) beobachtet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />)

Nix für ungut
und hoffentlich kriegen wir bald mal guten Himmel!

Gruß
Winfried
 
hallo,

vor JEDER beobachtung immer folgende vorgangsweise einhalten:

1. geräte im winter 1h, im herbst und frühling 45min und im
sommer ca. 30min vor der beobachtung ins freie stellen, mit
offenem tubus und der öffnung nach oben geneigt.
so kann der spiegel spannungen abbauen und seine ideale form
bekommen, sowie die warmluft aus dem tubus entweichen.

2. direkt vor dem beobachten das gerät auf exakte(!) kollimation
prüfen und gegebenenfalls nachjustieren. anleitungen dazu
findest du hier... (kollimation)

3. im sommer darauf achten, daß der boden unter und vor dem teleskop
nicht mehr von der sonne aufgeheizt ist. gegebenenfalls mit wasser
abspritzen und auskühlen lassen.

4. in kühlen nächten darauf achten, daß keine personen direkt
vor oder unter der öffnung stehen, sonst wabern deren warmluft-
schlieren durchs bild.

5. beim scharfstellen zeit lassen! so feinfühlig wie möglich
fokussieren, das auge dabei entspannt lassen. den exakten fokus
zu finden kann schon mal ein paar minuten dauern.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)

 
Hallo Binoviewer
3. im sommer darauf achten, daß der boden unter und vor dem teleskop
nicht mehr von der sonne aufgeheizt ist. gegebenenfalls mit wasser
abspritzen und auskühlen lassen.

Hatte ich auch schon mal drüber nachgedacht. Aber was bringt das denn effektiv, wenn ich meine steinplattten auf der Terasse so abkühle -außer das mich meine frau endgültig für bekloppt erklärt, wenn ich mit der gießkanne die steine nässe. Und wie lange dauert es bis der Effekt eintritt?

(PS. Irgendwie wird mir immer klarer, dass neben einem dunklen Himmel auch ein toleranter Partner mit Sinn für Skurilitäten ein Muss ist)
 
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