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Gerne möchte ich meine Erfahrungen von heute mit euch teilen, vielleicht gefällts dem einen oder der anderen 
Heute ist es seit ewigen Zeiten mal wieder klar, zumindest stellenweise.
Ich habe mir schon vor ca. 3 Wochen den SW 100/900 ED gegönnt und machte damit heute First-Light (Neben einem gescheiterten Versuch von vor einigen Tagen wegen Nebel und sich schnell bildender Wolkendecke)
Zu Weihnachten gabs außerdem noch einen Sichtschutz gegen Streulicht von meinem Schatz (eine verständnisvolle Traumfrau
) und einen Powertank von meinen Eltern die auch ihren ersten Einsatz hatten.
Die EQ5 mit dem Apo aufgebaut, Sichtschutz aufgestellt und Montierung an den Powertank angeschlossen, kann es schon mit einem 2-Star Alignment losgehen… ich bin einfach zu faul für ein 3-Stern Alignment… das wird sich dann aber gleich rächen bzw. auch die Tatsache, dass ich nicht zum Polarstern sehe, führt immer wieder zu ungenauer GOTO Steuerung.
Also auf zu Capella, zentriert, weiter zu irgendeinem Stern im Süden, mir fällt leider nicht mehr ein, welcher genau es war.
Dann Jupiter angefahren… der war nach dem automatischen Schwenk nicht einmal im Sucher sichtbar… ich öffne dann immer die Klemmung und fahre ohne Motor das Objekt an und schließe dann die Klemmung wieder. Danach funktioniert das GOTO für mich ausreichend (nicht schön aber wenn man in Eile ist passts schon)
Jupiter ist herrlich anzusehen - in 24mm Übersicht sehe ich, dass ein Mond scheinbar gerade hinter Jupiter verschwindet. Nach Recherche mit Stellarium wurde Io als der Mond ausgemacht, der sich gerade hinter Jupiter versteckt. Außerdem merke ich jetzt schon, dass der Kontrast um einiges höher ist als mit meinen anderen Reflektor-Teleskopen. Ich bin gespannt und greife mutig zum 7mm Okular.
Herrlich viele Details werden sichtbar, NEB und SEB sehr deutlich mit vielen kleinen Strukturen am Rand. Zur Mitte hin sind blaue Strukturen vom NEB ausgehend erkennbar. Weiter nach außen schweifend, kann ich immer wieder mehrere dünne unscheinbare Bänder und Strukturen ausmachen. Das Seeing ist wirklich nicht sehr gut, ich beobachte von meiner Terrasse im Innenhof mitten in einer Kleinstadt. Dadurch, dass ich aber oft unter diesen Bedingungen beobachte, habe ich gelernt, vieles in den scharfen Momenten wahrzunehmen, die immer wieder zwischen dem wabernden Bild hervorblitzen. Dabei hilft der starke Kontrast dieses Refraktors sehr.
Schwenk auf den Mars, der nach der manuellen Korrektor relativ genau angefahren wird. Oberflächenstrukturen sind gut erkennbar, wenn auch die Nähe zu einem Haus das Bild meistens verschwimmen lässt. Dadurch kann ich nur die größere der beiden Polkappen ausmachen, aber trotzdem bemerke ich auch hier den genialen Kontrast, den das Teleskop erzeugt.
Weiter gehts mit M38 und M36. Der Helligkeit in der Umgebung geschuldet ist der Anblick nicht der Genuss, den ich gewohnt bin, aber trotzdem erfreue ich mich an der exakten Sternabbildung und meine Kapuze, die ich über den Kopf und etwas vors Gesicht ziehe, schafft etwas Besserung.
Ein Doppelstern muss getestet werden… da bietet sich Almach an. Ich schwenke bis fast in den Zenit und muss erkennen, welche Nachteile längere Refraktoren gegenüber Dobson und Mak haben. Auf Knien schaue ich mir den Doppelstern an. Das Blau der dunklen Komponente zieht mich richtig in seinen Bann… selten hat sich Knien so ausgezahlt
Weiter gehts mit dem h-chi Persei. Der Haufen sieht sehr ästhetisch aus. Die nadelfeinen Sterne sind auch hier ein Genuss. Allerdings merkt man schon, dass das 10” Dobson einiges mehr zeigt, aber das war ja auch irgendwie klar
Zu guter Letzt schwenke ich noch auf den Eulenhaufen. Hier bekomme ich auch einen ganz neuen Eindruck. Im Vergleich zu früheren Beobachtungen, mit dem größeren Dobson, sehe ich natürlich weniger Sterne, außerdem bin ich schon wieder auf den Knien, auch das verhindert eine entspannte und ruhige Kopfhaltung. Aber ich nehme diesmal die langen Sternketten des “Körpers” von E.T. (oder der Eule) viel prägnanter wahr.
Nochmals zurück geschwenkt auf Jupiter merke ich, dass der rote Fleck noch nicht zu sehen ist. Also gibts eine Pause im Warmen, um den Bericht hier zu schreiben und um auf den roten Fleck zu warten. Außerdem wandert Mars auch weg von der Häuserfront und gibt vielleicht bei etwas besserem Seeing noch ein paar Details preis.
Eine Stunde später gehe ich voller Erwartungen nach draußen und werde von einer durchgängigen Wolkendecke begrüßt.
Trotzdem packe ich mehr als zufrieden zusammen und freue mich schon auf die nächsten Beobachtungen mit meinem Neuzugang.
Liebe Grüße und CS
Philipp
Heute ist es seit ewigen Zeiten mal wieder klar, zumindest stellenweise.
Ich habe mir schon vor ca. 3 Wochen den SW 100/900 ED gegönnt und machte damit heute First-Light (Neben einem gescheiterten Versuch von vor einigen Tagen wegen Nebel und sich schnell bildender Wolkendecke)
Zu Weihnachten gabs außerdem noch einen Sichtschutz gegen Streulicht von meinem Schatz (eine verständnisvolle Traumfrau
Die EQ5 mit dem Apo aufgebaut, Sichtschutz aufgestellt und Montierung an den Powertank angeschlossen, kann es schon mit einem 2-Star Alignment losgehen… ich bin einfach zu faul für ein 3-Stern Alignment… das wird sich dann aber gleich rächen bzw. auch die Tatsache, dass ich nicht zum Polarstern sehe, führt immer wieder zu ungenauer GOTO Steuerung.
Also auf zu Capella, zentriert, weiter zu irgendeinem Stern im Süden, mir fällt leider nicht mehr ein, welcher genau es war.
Dann Jupiter angefahren… der war nach dem automatischen Schwenk nicht einmal im Sucher sichtbar… ich öffne dann immer die Klemmung und fahre ohne Motor das Objekt an und schließe dann die Klemmung wieder. Danach funktioniert das GOTO für mich ausreichend (nicht schön aber wenn man in Eile ist passts schon)
Jupiter ist herrlich anzusehen - in 24mm Übersicht sehe ich, dass ein Mond scheinbar gerade hinter Jupiter verschwindet. Nach Recherche mit Stellarium wurde Io als der Mond ausgemacht, der sich gerade hinter Jupiter versteckt. Außerdem merke ich jetzt schon, dass der Kontrast um einiges höher ist als mit meinen anderen Reflektor-Teleskopen. Ich bin gespannt und greife mutig zum 7mm Okular.
Herrlich viele Details werden sichtbar, NEB und SEB sehr deutlich mit vielen kleinen Strukturen am Rand. Zur Mitte hin sind blaue Strukturen vom NEB ausgehend erkennbar. Weiter nach außen schweifend, kann ich immer wieder mehrere dünne unscheinbare Bänder und Strukturen ausmachen. Das Seeing ist wirklich nicht sehr gut, ich beobachte von meiner Terrasse im Innenhof mitten in einer Kleinstadt. Dadurch, dass ich aber oft unter diesen Bedingungen beobachte, habe ich gelernt, vieles in den scharfen Momenten wahrzunehmen, die immer wieder zwischen dem wabernden Bild hervorblitzen. Dabei hilft der starke Kontrast dieses Refraktors sehr.
Schwenk auf den Mars, der nach der manuellen Korrektor relativ genau angefahren wird. Oberflächenstrukturen sind gut erkennbar, wenn auch die Nähe zu einem Haus das Bild meistens verschwimmen lässt. Dadurch kann ich nur die größere der beiden Polkappen ausmachen, aber trotzdem bemerke ich auch hier den genialen Kontrast, den das Teleskop erzeugt.
Weiter gehts mit M38 und M36. Der Helligkeit in der Umgebung geschuldet ist der Anblick nicht der Genuss, den ich gewohnt bin, aber trotzdem erfreue ich mich an der exakten Sternabbildung und meine Kapuze, die ich über den Kopf und etwas vors Gesicht ziehe, schafft etwas Besserung.
Ein Doppelstern muss getestet werden… da bietet sich Almach an. Ich schwenke bis fast in den Zenit und muss erkennen, welche Nachteile längere Refraktoren gegenüber Dobson und Mak haben. Auf Knien schaue ich mir den Doppelstern an. Das Blau der dunklen Komponente zieht mich richtig in seinen Bann… selten hat sich Knien so ausgezahlt
Weiter gehts mit dem h-chi Persei. Der Haufen sieht sehr ästhetisch aus. Die nadelfeinen Sterne sind auch hier ein Genuss. Allerdings merkt man schon, dass das 10” Dobson einiges mehr zeigt, aber das war ja auch irgendwie klar
Zu guter Letzt schwenke ich noch auf den Eulenhaufen. Hier bekomme ich auch einen ganz neuen Eindruck. Im Vergleich zu früheren Beobachtungen, mit dem größeren Dobson, sehe ich natürlich weniger Sterne, außerdem bin ich schon wieder auf den Knien, auch das verhindert eine entspannte und ruhige Kopfhaltung. Aber ich nehme diesmal die langen Sternketten des “Körpers” von E.T. (oder der Eule) viel prägnanter wahr.
Nochmals zurück geschwenkt auf Jupiter merke ich, dass der rote Fleck noch nicht zu sehen ist. Also gibts eine Pause im Warmen, um den Bericht hier zu schreiben und um auf den roten Fleck zu warten. Außerdem wandert Mars auch weg von der Häuserfront und gibt vielleicht bei etwas besserem Seeing noch ein paar Details preis.
Eine Stunde später gehe ich voller Erwartungen nach draußen und werde von einer durchgängigen Wolkendecke begrüßt.
Trotzdem packe ich mehr als zufrieden zusammen und freue mich schon auf die nächsten Beobachtungen mit meinem Neuzugang.
Liebe Grüße und CS
Philipp