"First Night" auf Teneriffa

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Erik

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Endlich wieder Urlaub, mein erster Aufenthalt auf Teneriffa musste als Hobby-Astronom natürlich mit einer Nacht auf dem Vulkan kombiniert werden. Also wurde gleich bei der Ankunft ein Mitauto für 2 Tage gebucht. Am nächsten Abend ging es dann zu einem Parkplatz (warme Kleidung und Verpfelgung inklusive) unterhalb des Observatoriums. Ein spektakulärer Sonnenuntergang über dem Meer aus 2300 m Höhe war das erste Highlight des Abends. Der Himmel war ringsum bewölkt, aber direkt über dem Vulkanplateau noch frei. In der anbrechenden Nacht war der Skorpion in voller Schönheit zu sehen. Bewaffnet mit meinem 11x80-Fernglas waren ein paar bekannte Kugelsternhaufen schnell ausgemacht. Aber halt ! Da ist doch noch Omega Centauri. Ein schneller Schwenk in das Gebiet von Centaurus und schon war er im Glas. Das ist wirklich ein riesiges Gebilde, da kann M13 nur klein beigeben.... Just in diesem Augenblick zogen Wolken von Südwest entgegen der Passatwindrichtung und bedeckten nach und nach den Himmel. Als leidgeprüfter Mitteleuropäer übte ich mich in Geduld in legte ich erst einmal auf's Ohr, soweit das in einem Opel Astra möglich ist.
Gegen 3 Uhr früh erwacht zeigte sich der Himmel in seiner ganzen Pracht und völlig klar. Leider etwas dunstig, so dass die umliegenden Ortschaften ziemlich Streulicht in den horizontnahen Gebieten erzeugten.
Mit dem Himmel stimmte aber etwas nicht. Richtig ! Das Seeing war so extrem gut, dass alle hellen Sterne selbst im Glas völlig ruhig erschienen. Keinerlei Zittern oder andere Anzeichen von Luftunruhe (Ich brauche ein Reiseteleskop...). Im Süden stand gleißend hell Mars hoch am Himmel. Im 11x80 noch als knackscharfes Scheibchen erkennbar, aber natürlich bei der Vergrösserung ohne jedes Detail. Mein Neid gilt schon jetzt allen Teneriffa-Reisenden im August.
Der übrige Himmel zeigt die Sommermilchstrasse in unbekannter Pracht, im Süden natürlich weit in mir unbekannte Gefilde. Das 11x80 bringt ein Unmenge von Nebeln und Sternhaufen im Sagittarius zum Vorschein. Es sind bereits die Herbststernbilder und die Plejaden am Himmel. Andromeda (M31) ist RIESIG und füllt fast das Ganze Bildfeld im Fernglas. Leider geht die Nacht schnell zu Ende. Den weiteren Tag fülle ich am frühen Morgen mit einer Besichtigung der Vulkankraterlandschaft, die um die Zeit noch angenehm kühl ist. Es wurde in der Nacht übrigens nicht unter 15°C kalt. Das lag wohl an der speziellen Wetterlage. Wer hat denn da Erfahrungen ?

Allen weiteren Teneriffa-Reisenden wünsche ich noch eine gute Bedingungen zum Spechteln und staubfreier Marsnächte

Erik Frank
 
Hallo Erik!
Du machst mir schon den Mund wäßrig auf meinen Urlaub in der Toskana, ist zwar nicht sehr südlich, aber immerhin, und ich werde zum ersten Mal mit einem Reiseteleskop fahren!! Ich bin riesig gespannt, wieviel mehr vom Schützen ich da sehe!
Herzliche Grüße
Ulrike
 
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