First Seeing after 36 Years......

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Trajan64

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Diesen Bericht habe ich als Rezension bei Astroshop geschrieben und gibt meinen eindruck nach 36 Jahren OHNE Teleskop wieder. Das soll keine werbung für Astroshop sein.

Als ich vor 40 Jahren mein erstes Teleskop zu weihnachten von meiner Mutter geschenkt bekam. fing alles an: Ein 50mm Panorama Refraktor mit Fraunhofer-Linse und 2 Huygens Okkulare. Sonne,Mond, Planeten und einige Messier Objekte waren trotz der einfachen Technik und der damals Katastrophalen wetterbedingungen bemerkenswert scharf zu sehen.( 1976 gab es hier im Ruhrgebiet noch viele Eisenhütten, Bergwerke und Kohlehalden. Durch die Westwindlage kam immer schön der ganze Dreck hier rüber. Für Amateurastronomen die höchststrafe) Später gesellte sich noch ein 114mm Reflektor dazu. Mein letztes Seeing war 1986 in Spanien. Danach war mein Traum ein grosses Teleskop zu kaufen durch meine Lebensumstände nicht zu erfüllen.....bis heute. Soviel zur Vorgeschichte.
Heute war es endlich soweit und das 2te Paket mit der Rockerbox kam endlich an. Der Tubus war schon nach 3 Tagen da. Die Box wurde wohl vom DHL vergessen und irgendwo liegengelassen....keine Ahnung was da passierte. Nachdem ich bei Astroshop anrief wurde sich sofort darum gekümmert und Prompt war das Paket da. Dafür von mir 5 Sterne für den tollen Service von Astroshop. :)
Die Rockerbox (Warum heisst die eigentlich so?) war in knapp einer dreiviertelstunde zusammengebaut. Maulschlüssel, Inbusschlüssel und ein Kreuzschlitzschraubendreher waren dabei.(Bei der Ausstattung hat es mich gewundert das kein Akkuschrauber dabei war:) Bis auf eine kleine Macke an der Seitenstrebe und den fehlenden Schraubenabdeckungen gab es keinen Makel und alles passte perfekt zusammen. Der Tubus war auch im 1A Zustand. Ich bin beeindruckt von der grösse des Teleskops....aber nicht vom Gewicht. Dadurch ist es aber sehr stabil. Musste wohl Konstruktionsbedingt so sein.
First seeing: nach 36 Jahren war es endlich soweit.....endlich beobachten. ( zu meiner schande gestehe ich das ich heute zu faul war, rauszufahren weil ich in der dritten Etage wohne und das Teil so schwer ist.) Mein Schlafzimmerfenster musste also herhalten. Mein Bett musste ich noch verschieben und dann gings los: Jupiter! Vor 40 Jahren mein erstes Objekt und heute nach 40 Jahren wieder. Damals schaute ich mit meinem Bruder erstmals durch ein Teleskop und mein Bruder war enttäuscht....er sah gar nichts vom Jupiter. Als ich ihm ein Okkular gegeben habe war wieder nix zu sehen ausser eine neblige, diffuse scheibe :))))) Als wir es verstanden haben wie man das scharf einstellt war der Wow!-effekt da :)) Jupiter mit seinen Wolken und vier Monden.....damals war ich 12 Jahre alt.
Zu den bedingungen heute: Mitten in der Stadt, an der Hauptstrasse mit schönen riesigen Strassenlaternen in üppiger Anzahl und einer Katze die meinte in der Rockerbox pennen zu müssen. Aber ich wurde trotzdem belohnt: Jupiter mit seinen Monden und sogar die Wolkenstrukturen waren zu erahnen. ( sogar im Sucher konnte man die Monde sehen, ein sehr guter Sucher) Es war wie ein wiedertreffen eines alten Freundes und ich klebte sehr lang am Okkular. Die beigefügten Okkulare sind erstmal ausreichend habe ich festgestellt. Danach als es dunkler wurde war ich noch in der region Jungfrau, Waage "spazierensehen" und habe ein nebliges Objekt entdeckt. Mit 150-fach erkannte ich einen Kugelsternhaufen und nach einer recherche stellte ich fest das ich zufällig den Kugelsternhaufen M5 gefunden habe. Sah wirklich unter den miesen bedingungen mit der Katze in der Box trotzdem beeindruckend aus. Nach eingem rumgefummel, gezerre und rumgeschiebe der Möbel im Schlafzimmer konnte ich das Riesenteleskop in Richtung Saturn bringen. Die Fensterbank nahm mir die Hälfte der Tubusöffnung weg aber der Saturn war gut zu sehen.
Auch bei schlechten bedingungen ist das Teleskop mehr als sein Geld wert. Ich habe noch Zubehör bestellt wie Omegon UHC-Nebel/Stadtlichtfilter, Omegon 5 mm Planetenokkular und ein Omegon 32mm SWA-Okkular, Telrad-Sucher, Deep-Sky Reiseatlas usw. Es wird im laufe der Zeit noch einiges dazu kommen. Ich habe mich bewusst nicht für die Goto-Steuerrung entschieden weil ich früher schon sehr gern die Messier-Objekte gesucht habe, es macht mir einfach mehr spass.Ich als alter Amateurastronom habe einen Vorteil: Ich wurde damals weiss Gott nicht mit den besten wetterbedingungen und guter Hardware verwöhnt und profitiere nach so vielen Jahren vom erheblich besseren Luftbedingungen und einer Top Hardware. Ich kann niemals mehr enttäuscht werden.
 
Hallo Trajan64,

habe Deinen Bericht mit Spannung gelesen. Und nicht weit von Gladbeck musste auch ich als gebürtige Westfälin Krupps und Thyssens Hochofendreck samt Kohlestaub inhalieren, in der Hochblütezeit des Kohlenpotts, wo die Welt nur schwarz-weiss war, wie auf alten Fotos. Doch später dann zogen wir ins tiefste Hessen und da bekam ich mit 12 Jahren auch einen Neckermannjapaner vor 46 Jahren! Danach ebenso ü.30 Jahre Pause, weil die Chinesen noch nicht auf dem Markt waren und mein erster Dobson riß mich auch vom Hocker! Den mußte ich auch immer schleppen von A nach B, letztendlich war ich stolz auf einen kleinen Hanggarten mitten in Stuttgart mit einem Seeing von 4.0mag und Saturn war nach ü.30 Jahren mein Firstlight, ein hochinfektiöses Erlebnis.
Du hast recht, wenn Du schreibst, dass unsere Generation noch nicht so technickverwöhnt ist, mir macht das Rumsteuern mit Sternkarte im offenen Himmel auch noch immer Spass, obwohl ich mich mit dem Älterwerden auch öfter gern von der Goto führen lasse.
Schaff Dir unbedingt 2" Okulare an, mit diesen Bullaugen macht es erst so richtig Spass! Ganz grosses Kino!

Schade, dass Du mit dem Fenster vorlieb nehmen musst. Mit dem Dobson raus zu fahren erfordert schon ganz schön Motivation, hast ihn dafür aber ruckzuck aufgebaut. Gladbeck liegt ja schon am Rande landwirtschaftlicher Gefilde, google doch bei Earth ein bissel rum nach einem guten Platz? Du wirst helle Freude haben, das garantier ich Dir.

Herzlichen Glückwunsch nach all den vielen Jahren, ich kann jede Zeile von Dir nachempfinden!

Meine Freude sei mit Dir und lass dann was von Dir hören!

Anette
 
Moin Frank!
(erst nach einigem Suchen deinen Vornamen gefunden. Wenn du schon deine Postings nicht unterschreibst, sollte der Vorname wenigstens im Profil auftauchen! ;) )

Danke für deinen Erfahrungsbericht - auch hier mußte ich mir erst aus deiner Signatur zusammenpuzzeln, um welchen Dobson es hier überhaupt geht...

Der Begriff "Seeing" bedeutet die sogen. Luftunruhe (das Wabern, Szintillation) von kleinen, hochgrößerten Objekten im Okular. For das "erste Licht" sagt man eher "First Light" (FL), wenn man schon das Englische bemühen will. (Nur für's nächste Mal!) :Trost:

@Anette: "mitten in Stuttgart mit einem Seeing von 4.0mag" - hier genau dasselbe. :smiley63:
 
Zuletzt bearbeitet:
Sach ma Winnie,

bei Dir oben an der Küste musst Du doch öfter mit Seenebel zu tun haben? So am Meeressaum wabert doch ständig verdunstendes Wasser hoch? Aber mit den Kometen bist Du bei alle dem ja auch noch einer, der die Fliegen im Weltall findet, da kann ich als konventionelle Großwildjägerin nur Respekt haben.

Einen Kotau von Anette
 
Anette, nichts für ungut.

Aber bei einer definitiv falschen (Fach-) Begriffswahl stellen sich mir immer die Zehennägel hoch...
Und ja, mit Dunst in der Luft haben wir zwischen den Meeren natürlich öfters zu tun. Richtiges kontinentales Wetter wie bei dir in AUT haste hier oben natürlich nicht.
 
Micha,

der Frank hat sich nach 36 Jahren einen Traum erfüllt und alles was Dir einfällt ist das Verbessern jedes popeligen Fehlerchens. Alle bemerken es und sind gerührt beim Lesen von Franks Bericht, nur einer mäkelt rum.
So feine Worte wie Anette kriege ich da wirklich nicht gestrickt.
Das ist sozial auf dem Niveau Sandburgzertreter.

Und ab 10.000 Beiträgen darf man sich eine gewisse Qualitätsstreuung wohl gnädig selbst erlauben:

Re: Blinking Planetary im Zaun [Re: Henning81]

Moin Henning!

> Es sollte genau andersherum sein.

Ja, da hast du recht - natürlich - sorry! blush
Ich war wohl nicht ganz bei der Sache...
_________________________
Bye 4 now, Micha

Also ehrlich.

FRANK,

ein so ehrlich begeisterter Bericht!
Danke dafür, und gute Idee, den hier reinzustellen.
Die Rockerbox nennt man so, weil man darin das Teleskop "rockt". Entgegen dem Begriff Rockmusik bedeutet englisch "to rock" auch wiegen oder sanft schaukeln.
Also eine Wiege für das Teleskop. Gute Frage.
Viel Spass mit Deinem Riesenspiegel.


Gruss,

Henning
 
Moin Henning.

Danke für dein Gepöbel, was dem Thema überhaupt nichts zu tun hat.
Wenn du mir was zu sagen hast, mach das gefälligst per eMail!

Mod ist informiert.
 
Moin Winnnie,

Satz von Dir:
Der Begriff "Seeing" bedeutet die sogen. Luftunruhe (das Wabern, Szintillation) ....

Mit dem Begriff Sintillation lieber Winnie habe ich nun eine sehr gute Eselsbrücke zu dem was seeing bedeutet, Danke. Ich muss zugeben, dass ich das mit dem Seeing und der Transparenz nie so wirklich auseinanderhalten kann und immer wieder irgendwie verwechsel oder vergesse, Bortle ist mir da geläufiger.

Schlechtes Seeing herrscht also wenn die Sterne flackern, ok? Dann dürfte man hier auch keine Helligkeitsangaben in Magnituden angeben, also z.B. 4,0mag....hab ich das jetzt richtig verstanden? "Mag" gibt man also nur in Zusammenhang mit der Transparenz an?

Henning, nimms nicht so persönlich mit dem Winnie, von dem kann man viel lernen, wenn man ihn schon länger kennt, schätzt man sein Wissen. Ich hatte früher in der Schule Lehrer, die konnte ich wegen ihres auf die Finger hauen nicht ausstehen, doch heute weis ich, dass ich bei denen wirklich was gelernt habe, wenn man die dann mal privat kennengelernt hatte, waren die unglaublich nett. Ist ne Berufskrankheit, weiste?

Vertragt Euch!!! Meint Anette
 
Hallo Trajan,

ich habe auch einen Dobson dieser Größe und damit kann man schon sehr viel sehen, wenn der Himmel gut ist. Hast du die Möglichkeit mit dem Teleskop ins Dunkle zu fahren? Zum Auffinden dunkler Orte nutze ich die App Light Pollution Map.

CU
Klaus
 
Jaja is ja gut.....Seeing war falsch *Asche auf mein Haupt*. Danke an alle die meinen Bericht gelesen haben :) Jetzt nach 2 Wochen hatte ich schon mal 2 gelegenheiten den Prügel auszuprobieren: Bei mir im Garten und......gestern WIEDER am Fenster :) Also im (Gemeinschafts)-Garten runtergeschleppt und aufgestellt, kollaminiert und gewartet. Das Wetter war nicht ganz so toll, etwas diesig durch hohe Wolken. (Mein Zubehör war noch unterwegs, also weiter mit meinen Standard Okularen). Jupiter war vom feinsten. Ein Mond ist sogar hinter Jupiter verschwunden...irre! Als es allmählich dunkler wurde konnte man sehen.......wie die ganzen Solarzellenangetriebenen Gartenlampen hell wurden. So ungefähr 35-40 Stück. Dann die Fensterbeleuchtung der ganzen Häuserreihe.....Pfff. Das musste ich ja erwarten. Den Tubus muss ich noch innen mit Velours auskleiden und aussen drumwickeln wegen dem Lichteinfall im Tubus. Aber.....ich konnte trotz der Apokalyptischen Lichtbedingungen M13 in seine Einzelsterne auflösen. Jetz kamen wieder hohe Wolken und alles wurde noch schlimmer,aber......man konnte M57 als Ring deutlich erkennen bis auf den Zentralstern. Bei 2Mag habe ich dann wieder eingepackt. Trotz dieser verhältnisse war ich beeindruckt von der Leistung des Teleskops mit Standard-Okularen. Saturn konnte ich vergessen.......da stand ein Haus davor.
Mein Zubehör ist angekommen: LE Planetenokular 1,25" 5mm, 2" 32mm SWAN Okular, UHC-Filter 500 nm, Telrad-Sucher, Triple-finder und Deep-Sky Reiseführer und Atlas. Gestern mal wieder Diesig gewesen aber trotzdem am Fenster aufgebaut.Das Planetenokular hat mich entgegen der positiven Resonanzen etwas enttäuscht. Gelobt wurde die Schärfe von Jupiter z.b. aber ich sah alles andere als scharf. Ich gehe mal davon aus das es an den Sichtbedingungen lag. Dann der schock: Das 32mm SWAN konnte ich nicht scharf einstellen aber da war doch noch was....den Adapter hatte ich vergessen. Grosses Kino war natürlich nicht zu erwarten aber das Gesichtsfeld hat es wirklich in sich. DAnn habe ich den UHC-Filter am 32mm angeschraubt und die Sterne waren alle irgendwie grün. Liegt wohl an de Wellenlänge von 500 nm weil das Spektrum zwischen grün und blau liegt, kann das sein? Ein grüner Jupiter sieht auch nicht so toll aus aber für Planeten und Monde ist der Filter wohl auch nicht gedacht denke ich mal. Wegen meiner wechselschichten habe ich nicht soooo oft die gelegenheit rauszufahren aber da muss ich wohl abwarten bis alles soweit stimmt. Meine erfahrung von früher war das der August und September die klarste Luft haben, ist das heute auch noch so? Dann werde ich versuchen in dem Zeitraum Urlaub zu nehmen und das beste zu hoffen. Etwas weiter nördlich von hier fängt das Ländliche Gebiet an und da sind die bedingungen deutlich besser. In 20 minuten bin ich da.
Hier gibt es den Arbeitskreis Sternwarte Recklinghausen und da werde ich wieder hingehen. Vor über 20 Jahren war ich schon mal da ohne Teleskop. "Darf ich mal kucken?" hiess es für mich dauernd bis mir das zu doof wurde und ich dann wieder lieber Zuhause blieb. Ich habe noch etwas für die Elektrik der Sonnensternwarte zusammengebaut (Schaltkasten) aber das wars dann leider auch. Vielleicht treffe ich den einen oder anderen sogar wieder.
Ich hoffe das ich nicht zuviel geschrieben habe aber ich bin auch froh darüber schreiben zu dürfen. Jetzt werde ich meinen 12" Dob etwas modifizieren also mit Verlours auskleiden und einen Streulichtschutz zusammennähen. Dann muss ich wegen dem Telrad-Sucher das Sucherfernrohr versetzen. Also 2 Löcher bohren und das wars dann. Ich hatte mir auch einen Triplefinder gekauft weil ich dachte ich kann daran den Telrad montieren aber das funktioniert nicht weil das Teil so Gross ist aber es passt genau zwischen den Verstärkungsringen am vorderen Tubus. Ist aber kein Fehlkauf weil ich das Original Sucherfernrohr und eine Smartphone-Halterung anbringen kann. Mit der richtigen App kann man ja mit dem Smartphone über GPS den Sternenhimmel projizieren und auch so die Deep-Sky Objekte finden. Alles insgesamt viel billiger als ein GoTo-Upgradekit. Mein nächster Bericht wird davon handeln wie toll und atemberaubend mein (Firstlight?) bei sehr guten bedingungen ist und wie leistungsfähig mein Teleskop WIRKLICH ist.
Ich hoffe die Gross und Kleinschreibung ist Ok...:)
Gruss,Frank
 
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Ich habe mir die Light-Pollution Map angeschaut und muss unglaubliche 5 Kilometer fahren um der Lichtverseuchung einigermassen zu umgehen :). Ich wohne in Gladbeck an der Buerschenstrasse und habe dort einen Lichtversauungswert von 6-20 irgendwas also Orange. Wenn ich etwas nördlich fahre bin ich nach der Map schon bei 0,40 - 1,00, also bei Hellblau. Ich kann mir natürlich nicht vorstellen wie Gross der Unterschied ist.
Gruss,Frank
 
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Nix für ungut Winnie aber hast du mal GENAU gelesen was ich geschrieben habe? "First seeing after 36 years". Wörtlich übersetzt heisst das "Erstes sehen nach 37 Jahren"....und so war das auch gemeint und keine Luftunruhe...unmissverständlich. Für deine Fussnägel gibt es reichlich Podologen falls du das Problem noch hast :) Ich bin 53 Jahre alt und habe ein ziemlich breites Kreuz und ich musste mich natürlich amüsieren darüber aber den Henning81 beim Mod melden und direkt eine Lampe bauen ist doch übertrieben oder? Ich bin der letzte der jemanden was will und möchte immer eines jeden Freund sein. Wäre schön wenn man diesen kleinen unwichtigen zwischenfall begräbt und nicht eskaliern lässt und gleich den Mod anfixt. Für mich ist das Thema durch weil ich ja gar nicht falsch lag mit dem "First seeing". Tatsache ist das ich liebe, gleichgesinnte Sternenfreunde (Ok,der Ausdruck "Amateurastronomen" trifft es wohl seriöser),treffen möchte die mir bei meinen Fragen und Problemen helfen und mir nicht gleich Grammatikalische Fehler vorhalten die es ja gar nicht gab. Ich hoffe ich überlebe den Post......aber der Mod ist wohl ein/e vernünftiger Mann oder Frau.
Kein schöner einstieg für mich aber ich hoffe das es bald vergessen ist.
Gruss,Frank
 
Hallo Frank,

dass man bei einem 5mm Okular zunächst einmal enttäuscht ist, ist normal. Das gehört ja schon zum Hochvergrösserungsbereich und selten habe ich auch mit meinem 5mm Oku Glück, mal wirklich klare Details zu sehen, aber vorkommen tut das schon! Du vergrößerst ja einfach auch den ganzen atmosphährischen Dreck gleich mit, wenn die Transparenz nicht so ideal ist. Bei Dir noch viel schlimmer alles, klingt ja schrecklich mit den Solarlämpchen! Schön, dass Du Dein Teleskop gleich so aufpimpen kannst, Telrad ist für mich nicht mehr wegzudenken, alles andere ist Steinzeit.

Also für Dein 5mm Oku eignen sich wirklich nur extrem gute Nächte, ein 8mm find ich genialer ein 9er geht immer. Das Filter wäre für Nebel gut, Sterne kommen darin nicht scharf rüber. Wenn der Schwan bald anfliegt, gehst mal auf den Cirrusnebel rauf, der macht sich im Filter sehr schön, ohne geht der fast gar nicht.

Bin auf Deinen Ausseneinsatz im freien Felde gespannt, da warten noch echte Erlebnisse auf Dich!

Gruss von Anette
 
Hallo Frank,

dieses Jahr hat 300fach bei mir auch noch nicht funktioniert. Letztes Jahr um den August hatte ich damit aber mehrmals tolle Ansichten von Saturn und Mars. Da heißt es dranbleiben, wenn auch nur mal 10 Sekunden das Bild stillsteht ist das mitunter sensationell. Du solltest das Gerät generell aber insbedondere für Hochbergrößerungen möglichst gut kollimieren.

CU
Klaus
 
Für die Hochvergrößerung muß alles stimmen. Gute Bedingungen, ein gut justiertes Teleskop und ein gut klimatisiertes Gerät. Von innen heraus durch`s offene Fenster sehe ich da als K.O.- Kriterium für an, selbst wenn der Rest stimmt...

Gruß
Becky
 
Gestern dachte ich das ich vielleicht endlich meine Neues Teleskop vernünftig ausprobieren könnte aber Pustekuchen, diese Cirren überfielen mal wieder den Himmel. Den Tag davor war die Nacht für unsere Verhältnisse sehr gut aber ich war auf Nachtschicht. Seit einem Monat habe ich jetzt meinen 32" Dobson-Flextube und konnte damit einmal in unserem Lichtüberfluteten Garten mit ca. 3500 Solarbetriebenen Gartenlampen :), in der Stadt, bei mal wieder etwas trübem Himmel ausprobieren, ansonsten musste mein Fenster herhalten. Weil das Teil soviel wiegt und ich im 3 OG wohne, muss das Wetter auch einigermassen stimmen das sich die schlepperei auch lohnt. Wie gesagt dachte ich das das Wetter mitspielt aber das war mal wieder nix. Meine Omegon Okulare 5mm für Planeten und das 32mm SWAN Übersichtsokular habe ich vorher schon eingepackt weil ich sie zurückschicke und mir jetzt Explore Scientific-Okulare zulege. Erstmal habe ich mir ein ES 14mm 82° 1,25" bestellt und später, wenn die Rückerstattung da ist, das ES 30mm 82° 2". Wenig später kommt noch ein ES 8 oder 9mm hinzu obwöhl ich mir nicht ganz sicher bin ob ich mir lieber nicht doch ein ZoomOkular zulegen sollte für die hohen Vergrösserungen, hat da jemand vielleicht einen guten Tip? Weniger als 80° sollte es nicht haben. Ich hätte auch gerne Orthos-Okulare mit 100° von TeleVue aber das lässt mein Job erstmal nicht zu, weil ich jetzt schon für meine Verhältnisse, viel Geld ausgegeben habe, trotzdem bieten die Explore Scientific eine gute Alternative, denke ich mal. Was habe ich denn jetzt gekauft? Also: Einen 12" 305/1500 Skywatcher Flextube Dob, Telrad mit Deepsky Atlas und Reiseführer, TriFinder Sucherhalterung, UHC-Filter, Mondfilter 13%, Smartphone-Halterung, Kollimations Laser und Kollimations schraubenset, Planetary Okular 5mm und 32mm SWAN ( wird umgetauscht), ES 14mm 82° 1,25", ES 30mm 82° 2" (ist unterwegs). Das ist jetzt vorläufig meine Ausstattung. Was habt ihr für Teleskope und Okulare? Schon als 12 Jähriger machte ich mich auf die Suche nach DeepSky-Objekten mit meinem kleinen 50mm Refraktor. Damals waren Kohlehalden, Bergwerke und Eisenhütten unser ständiger Begleiter hier im Ruhrgebiet. Trüber Himmel und Smog waren damals alles andere als Selten, trotzdem hatte ich spass an der Astronomie. Jetzt sind die Zeiten ganz anders: Die Luft ist sauberer und staubfreier aber dafür gibt es leider jetzt auch mehr Licht aber mit ein Paar Kilometern Fahrt ist das hier einigermassen in den Griff zu bekommen. (einen Schlagstock, Sandhandschuhe, Elektroschocker und Pfefferspray muss ich noch besorgen da ich noch allein Losziehen muss. Ich bin kein Angsthase aber man weiss ja nie in diesen Zeiten:). Ok. Vor lauter Frust bin mal wieder ans Fenster und konnte immerhin Saturn beobachten. Die Öffnung wurde zwar zu 3/4 von der Fensterkante bedeckt aber mit den mitgelieferten Standard Plössel Okularen konnte ich die Wolkenstrukturen und, zum erstenmal überhaupt, die Cassinische Teilung sehen. Ich nehem an das ich auch Titan gesehen habe aber das kann ich erst später feststellen wenn ich einen Vergleich habe. Ich meine das wir Saturn von unten zur Zeit sehen, kann das stimmen? Ich habe über eine Stunde nur Saturn beobachtet weil es hier ja sowieso nicht anders geht aber ich konnte mich mal wieder an diesem Schönen Planeten nicht sattsehen, denn so hatte ihn noch nie gesehen :) Später konnte ich noch M11 ausmachen. Bei diesen Katastrophalen sichtbedingungen hier bei etwas trübem Himmel, mitten in der Stadt an einer Hauptstrasse mit riesigen Laternen und Okularen vom billigsten konnte ich den Sternhaufen (noch) gut auflösen bei 150x. Das spricht für die Leistung dieses Teleskops und ich freue mich wenn ich ENDLICH mal die Gelegenheit haben sollte das Teleskop vernünftig auszuprobieren. Ich habe 36 Jahre gewartet um mir dieses Teleskop kaufen zu können und die Wartezeit bis zum ersten "First Light" schaffe ich auch noch....der August kommt bestimmt.
 
Hallo Frank,

doch du bist ein Angsthase. Wenn du zum Beobachten irgendwo ins Nirgendwo aufs Land fährst sind die größten Gefahren dass dir ein Hirsch in die Windschutzscheibe springt oder du auf dem Rückweg einpennst.

Die genannten Utensilien helfen weder gegen das eine noch gegen das andere. Statt Pfefferspray wäre je nach Standort eher Mückenspray anzuraten.

CU
Klaus
 
Bzgl. gutem Zoomokular mit niedrigen Brennweiten und min 80° fällt mir nur das Speers waler Zoom 5-8mm ein, dass aber leider nur noch gebraucht zu bekommen ist...


Ich könnte mir als Ergänzung zu den vorhandenen 30 und 14mm ES 82° Okularen als nächstes die 6,7mm Variante vorstellen. Das kann man zumeist noch gewinnbringend einsetzen, darunter wird es schon seltener...

Gruß Becky
 
Was glaubst Du, was Dich im dunklen erwartet? Bzw. was möchtest Du mit Sandhandschuhen, Pfefferspray und Schlagstock erreichen?
Vergiß den Blödsinn und pack Dir Mückenspray ein, diese Biester sind die wahren Feinde des Wald- und Wiesenastronomen. Alles andere macht mehr oder weniger geräuschvoll einen Bogen um Dich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
ich muss allerdings auch sagen allein auf Feld und Flur ist mir auch nicht ganz wohl...
was sagt denn wohl ein sich auskennender Jäger dazu was evtl. doch mal sein könnte..
CS Hans
 
Hallo,

Bin zwar kein Jäger, schließe mich da aber trotzdem voll und ganz Klaus und Jörg an (das Beobachten auf dem Feld betreffend). Die einzige Gefahr wäre doch Tollwut, welche es in Deutschland meines Wissens nicht mehr gibt. Wölfe gibt es hier (noch) nicht und selbst die würden dich im Normalfall doch nicht angreifen (wobei ich dann deine Vorsicht verstehen würde). Füchse, Wildschweine und andere Tiere machen in der Regel einen Bogen um dich (bis auf vielleicht Rehe, welchen ich sogar schon das ein oder andere Mal beim Äsen zuhören konnte).
Das Pfefferspray kannst du meiner Meinung nach zu Hause lassen :/

Mit freundlichen Grüßen

Kalle
 
Hallo Frank,

da es ein wenig gemein von mir war dich als Angsthase zu bezeichnen kann ich zur Überwindung der Furcht noch raten dich einer Beobachtungsgruppe anzuschließen. Furcht ist ja nur bedingt rational steuerbar und wenn du dich beim Rudelspechteln sicherer fühlst wäre das doch eine Lösung.

CU Klaus
 
Ich arbeite als Security in einer Flüchtlingsunterkunft und ich habe schon mehrfach deeskaliert und ich hatte auch schon mal austeilen und einstecken müssen aber das war wirklich die Ausnahme. Angst habe ich keine aber der Beruf bringt es mit sich das man verstärkt an die Eigensicherung denkt. Aber ihr habt Recht: Ich brauche keine Waffe.......ich bin ja eine... :))))))))
 
Hallo Frank,

Zurück zum Himmel: Ich finde es absolut klasse, dass Du die Cassini-Teilung aus dem Zimmer heraus gesehen hast! Wow! Mehr Öffnung brauchst Du nicht, die Qualität stimmt offenbar auch.

Um die Beobachtungsfreude zu steigern würde ich noch ein Fernglas empfehlen. Das muss nichts Dolles sein: Du wirst überrascht sein, was heutzutage selbst ein billiges China-Teil doch leistet. Damit gelingt die Orientierung am Himmel viel besser, nicht zuletzt um eine Himmelsgegend zu erkunden bevor Du mit dem fetten Rohr ins doch kleine Sehfeld gehst.

Ein weiterer Weg, die Beobachtungsfreude zu steigern und aus eventuellem Frust herauszukommen ist, die Sternmuster abzugrasen. Das sind sozusagen die teleskopischen Sternbilder, also Bilder, die erst im Fernglas oder Teleskop gesehen werden. Wenn ich eine Frustphase habe, ziehe ich mich zunächst darauf zurück, einfach mit blossem Auge den Himmel zu betrachten und mir Gedanken über die Sternbilder zu machen. Von dort aus kann ich mich an teleskopische Sternbilder/muster pirschen - und schwupps, die Freude kommt wieder.
Nicht zuletzt geben diese Muster auch Orientierung am teleskopischen Himmel, genau wie die klassischen Sternbilder Orientierung für's bosse Auge geben.
Eine Zusammenstellung findest Du auf unserer Website (siehe meine Signatur) unter >Beobachtungsprojekte >Sternmuster.

Gruss, Christopher

 
Hallo Frank,

Deinen Spass, nach jahrzehntelanger Pause einen astronomischen Neustart zu machen, kann ich gut nachvollziehen, da es mir ähnlich geht. Ich bin vor 3 Jahren im einem 5"er SC wieder eingestiegen und habe mich am Anfang dieses Jahes um einen 10" Dobson mit Kohlefasertubus ergänzt.

Mein Plan war ebenfalls zunächst ein 12"er. Den habe ich aber aufgegeben, als ich probeweise das angegebene Gewicht der Spiegelzelle in Form von Milchtüten in eine Klappkiste gestellt habe.

Da ich gerne fix aufbauen und beoachten wollte habe ich mich für den Volltubus entschieden (d.h. in die Rockerbox stellen und loslegen :-)). ROCKERBOX: Ich denke der Name kommt aus dem englischen rocking = hin und herwiegen; analog zu rockingchair -Schaukelstuhl.
Also hat das wohl nix mit Motoradclubs zu tun :smiley47:

Die vielfach genannte Empfehlung "ins Feld fahren" kann ich nur unterstreichen!!! Da hat man was von.

Den optischen Sucher habe direkt weggelassen und einen Telrad gewählt. Unter einem dunklen Himmel hast du genug Vergleichssterne, um zumindest alle Messierobjekte zu finden. Die Weitwinkelokulare sind dabei eine hervorragende Ergänzung. Ein Dobson hat m.E. den Vorteil, dass man nur ein wenig hin- und herschubsen muss, wenn man knapp daneben liegt.

An meinem Dobson sind noch zusätzlich ArgoNavis digitale Teilkreise ergänzt. Das macht das Aufsuchen von lichtschwächeren Objekten komfortabel. Auch die Identifikation von gefundenen und zunächst nicht bekannten Objekten ist ruckzuck gemacht.
Es macht mir auch Freude mit Karte und Telrad am Himmel zu suchen. Das hat den Vorteil, das man sich immer mehr damit auskennt, wo was zu finden ist.
Dennoch ist beobachten netter als suchen. Ich verwende gerne beides. Mit dem Telrad finden ist sportlicher und macht stolzer, wenn das begehrte Objekt im Okular ist :)

UHC: Stimmt, der Filter macht alles grün. Du schreibst Jupiter in grün ist nicht so doll. Grün durch UHC lohnt nicht. Allerdings beobachte ich Jupiter bevorzugt mit einem Grünfilter, da ich den Eindruck habe, dass das den Kontrast der Wolkenstrukturen verstärkt.

Alles in Allem: Dran bleiben! mit 12" kommst Du ziemlich weit in die Tiefen des Weltalls, die noch kein Mensch zuvor gesehen hat (... das war was anderes... :/

Uwe

 
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