First und second Light mit 50mm 1.8

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AstroGerdt

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Hallo zusammen,

nach einer langen Zeit melde ich mich hier mal wieder mit ein paar neuen Bildern aus der Versenkung.

Inzwischen ist immerhin ein Teil meiner Neuanschaffungen angekommen, nämlich ein Canon EF 50mm 1.8. Ideal für Widefields im Sommer!

Vor dem First Light kam erstmal kurz Ernüchterung auf: Ich muss doch auf F/3.2 abblenden, statt wie vorher erwartet mit F/2.8 arbeiten zu können. Ärgerlich, aber bei dem Preis und im Vergleich zu meinen anderen Optiken (F/5 und F/6.3) trotzdem noch ein deutliches Upgrade.

Also, nachdem die Blende bekannt war, konnte ich mich mal an den Schwan wagen, genauer gesagt an dessen Zentralregion. Bei den Aufnahmen war ich echt beeindruckt, man konnte schon am Kameradisplay sehr gut die Ausläufer vom Schmetterlingsnebel erkennen. Wirklich beeindruckend, was schnelle Optiken so alles können....

Hier ist das Ergebnis der ersten Nacht:
First Light.jpg

Da ich noch etwas unsicher war, wie ich mit dem Objektiv am besten umgehe, und die Nachführung nicht so gut lief, waren die Aufnahmedaten etwas vermischt. Es kam Folgendes zusammen:
13x60s und 38x30s bei ISO 1600 und F/3.2 (insgesamt 32 Minuten)
Darks, Flats, Bias (Darks jeweils für 30s und 60s)
Kamera: EOS 200da
Nachführung: EQ3 ohne Guiding

Das war auch mein erster wirklicher Versuch, ein Bild mithilfe von Starnet zu bearbeiten. Rückblickend finde ich, das Ergebnis ist mir nur mäßig gelungen.

Daher war es an der Zeit für ein Second Light. Dieses Mal waren die Bedingungen deutlich schlechter. Ich konnte erst sehr spät anfangen und kam schon leicht in die Morgendämmerung hinein mit dem Fotografieren. Außerdem kam der kräftige Saharastaub vom Wochenende auch noch mit ins Bild... Als Ziel musste wieder der Schwan herhalten, dafür aber ein anderer Ausschnitt:

Second Light.jpg

Hier konnte ich folgende Daten sammeln:
61x60s bei ISO 1600 und F/3.2
Darks, Flats, Bias
Kamera: Canon EOS 200da
Nachführung: EQ3 ohne Guiding

Auch hier habe ich mich wieder an der Bearbeitung mit Starnet versucht. Dieses Mal ist es mir, hoffe ich zumindest, deutlich besser gelungen.

Auch wenn das Objektiv am Rand deutliche Macken zeigt, so hat es mich dennoch sehr überzeugt. Es fasziniert mich wirklich, was man mit so einer schnellen Optik in so kurzer Zeit leisten kann!

Ich hoffe, die Bilder gefallen euch!

CS Gerrit
 
Hallo Gerrit,

das ist doch schonmal ein Anfang. Und wie Bilbo Beutlin schon sagte, auf den Anfang kommt es an.

Welches 50 1.8 hast Du? Das STM? Dann wundert mich, dass Du auf 3.2 abblenden musstest. Generell sind die STM-Linsen besser als die anderen EF-S, die noch abverkauft werden.

Für Astro brauchst Du keine AF-Objektive, da ist die Auswahl größer, denn die AF's lassen sich manuell schlecht fokussieren (wegen des sehr losen Schneckengangs), da tut man sich mit manueller Optik teils leichter. Schau Dir mal die manuellen Samyangs an, da gibt's modernes Glas in klassischer Fassung.

CS
Jörg
 
Hi Jörg,

Danke für dein Feedback.

Ja, das ist das STM.

Welche Blende hättest du denn ungefähr erwartet gehabt?

Ich hatte nur auf das STM statt auf die Version ohne AF, da das STM eben neuer war und in den Berichten, die ich gelesen hatte, gleich gut abgeschnitten hatte. Bei Samyang hatte ich geguckt, aber das war nunmal nkch ein anderer Preis.

Sollten hier auch andere meinen, dass mit dem objektiv eigentlich schnellere Öffnungen möglich sein sollten, dann könnte es ja gut sein, dass ich ein Montagsmodell erhalten habe. Dann könnte ich gucken, ob ich das nkch gegen ein anderes tauschen kann.

CS Gerrit
 
Moin,

dem STM hab' ich eine original DDR-Streulichtblende gegönnt, die bei mir noch rumflog, E49, ansonsten habe ich es als Normalobjektiv immer dabei, ich hätte auf 2.8 abgeblendet, 1 1/2 Stufen wie ich das quasi immer mache, meines ist definitiv besser als das alte 1.4er, das auch nicht schlecht ist, aber das STM finde ich schärfer. Ich nutze es am Vollformat ebenso wie mit APS-C. Nur an meiner "M" mit ML habe ich ein FDn 1.4/50, das ist von den Canon-Normalobjektiven, die ich habe, das Beste. Funzt aber nur an EF-M und RF mit Adapter wegen des Auflagemaßes.

CS
 
OK, dann lag ich mit meiner Schätzung von F/2.8 immerhin nicht daneben.

Ist halt die Frage, ob sich der Aufwand für 20 Prozent mehr Licht lohnt. Ich Fass das aber auf jeden fall mal ins Auge. Danke für deine Hilfe!

CS Gerrit
 
Probier's aus, mußt ja nicht weiter abblenden als nötig - ich komme noch aus der Film-Zeit, und die alte Regel, wenn möglich ca. 1,5 Blenden unter der Maximalöffnung zu bleiben hat sich in Jahrzehnten bewährt. Wenn man viel weiter runter muss, begibt man sich in den Bereich erhöhter Gurkizität - dann sollte man das Objektiv überdenken. Welcher Aufwand - eine Raste... ???

CS
Jörg
 
OK, da war ich etwas ungenau in der Ausdrucksweise....

Mit dem Aufwand meinte ich den Tausch gegen ein neues objektiv, für den Fall, dass ich einen schlechtes aus der Serie bekommen habe.

Und nur um sicher zu sein: was genau meinst du jetzt mit der Raste? Irgendwie stehe ich gerade etwas auf dem Schlauch...

CS Gerrit
 
Na ja, eine Blendenstufe, war halt früher eine Raste am Blendenring, heute halt ein Tastendruck... - Schnellspannhebel kennt auch keiner mehr :ROFLMAO: :ROFLMAO: :ROFLMAO:
 
Hallo Gerrit,

das 50er 1.8 ohne STM war meine erste kleinere Festbrennwennweite, erst ab f/4.0 waren die Resultate subjektiv betrachtet zufriedenstellend. Das sieht bei Dir schon jetzt hervorragend aus, allerdings würde ich Dir zu deutlich längeren Einzelframes raten, bspw. 150, 180 oder gar >200 Sekunden. Erfahrungsgemäss sollte dies mit einer weissen EQ3 und gewöhnlichem-RA-Motor bei sehr guter Polsucherjustage und Einnordung ohne Guiding locker möglich sein.

Viele Grüsse

Markus
 
Oh man, da kannte ich die Begriffe einfach nicht. Ich bin halt mit modernen Digital Kameras aufgewachsen, da ging das alles schon elektronisch...

Markus, danke dir auch für deine Einschätzung. Verglichen mit deinem F/4 habe ich es dann ja schon sehr gut mit meinem objektiv, da ist der Unterschied ja wirklich deutlich.

An den längeren Zeiten arbeite ich noch. Momentan ist es zu hell, aber ich habe starke Zweifel, ob bei mir mehr als 2 Minuten gehen werden. Ich probiere aber auf jeden fall weiter, das würde noch eine Menge bringen.

CS Gerrit
 
Ich weiß ja nicht ob du eine SynScan hast mit weiteren technischen Möglichkeiten, oder nur einfache Motoren.

Aber es hilft ungemein, erst mit einer größeren Optik (z.b. 300mm Objektiv), die Monti einzuscheinern.

Dauert rund 30min und geht mit den ersten hellen Sternen.

Dann auf die kurze Brennweite wechseln.
Bringt durchaus noch Mal 20sek mehr.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

meine EQ3 ist leider nur die minimale Ausführung, einfache Motoren an den Achsen und das wars.

Scheiner mit nem 300mm Objektiv könnte noch mal einen Versuch wert sein. Das dürfte für die geringe Brennweite, die ich am Ende verwende, sicherlich viel bringen. Das probiere ich gleich beim nächsten Mal aus.

CS Gerrit
 
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