Firstlight 120/600 Refraktor + Vergleich 8" Dobson

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physi

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Hallo zusammen,


Sooo FirstLight des 120/600 war erfolgreich. Spannend war es, weil ich den 8“ f/6 Dobson direkt daneben stehen hatte :) Da ich schon länger nicht mehr zum Spechteln gekommen bin einfach nur erste und persönliche Eindrücke :)

Verwendete Okulare:
2“: 32mm RK,
1,25“: 20mm, 15mm, 9mm, 6mm Goldkanten, 2fach Barlow
Habe versucht immer möglichst ähnliche Vergrößerungen zu vergleichen (also 32mm/20mm im Dob, 15mm/9mm im Refraktor), hinkt vielleicht trotzdem, gibt mir aber einen Anhaltspunkt beim Beobachten.
Leider wurde das Beobachten im DS-Bereich erschwert, da es ein nettes Außenlaternchen beim Nachbarn gab, das mit Bewegungsmelder ausgestattet war und gerne auf rumstreunende Katzen etc reagierte, und eine halbe Stunde brannte grrrrrrrrrrrrrrr… gegen die Solarleuchten (gefühlte 10000) meiner Eltern konnte ich zum Glück was machen (Bemerkung am nächsten Tag, wo sind denn alle unsere Lampen hin…)
Für Dunkeladaption alles andere als gute Voraussetzungen

Objekte in dieser Nacht waren

- Venus

sichelförmig, leider nur sehr kurz und eigentlich nur zum Anpeilen, gerade so über den Häuserdächern zu sehen, was natürlich die Beobachtung nicht wirklich möglich machte (Flimmerei lässt grüßen)

- Saturn

ging etwas besser zu beobachten, aber auch aufgrund des Standortes nicht optimal und nicht all zu lange, man konnte die Ringe erkennen; Test mit höheren Vergrößerungen am Refraktor (mit 9mm=ca. 66fach; 6mm=100fach) kein Farbfehler erkennbar, könnte aber auch daran liegen, dass das Objekt nicht sooo hell war, oder die beteiligten Beobachter noch zu aufgeregt ;)
(siehe später Kommentar zum Jupiter)

- Kugelsternhaufen M13
mein absoluter Liebling, beeindruckend im Dobson, Sterne, Sterne und noch mehr Sterne, im Refraktor nicht so brillant (der Öffnung geschuldet und der beschränkten Vergrößerungsmöglichkeit, oder beides ;))

- Ringnebel M57

Test wie sich der Öffnungsunterschied auswirkt, da schlägt der Dobson eindeutig den Refraktor, wobei ich mir, aufgrund dessen, dass die Leier im Zenit stand, beim Dobson fast den Rücken verrenkt und den Hals gebrochen habe ;) beim Aufsuchen, das war mit dem Refraktor angenehmer!

- Andromedagalaxie M31

eigentlich finde ich Paradeobjekt für den Refraktor, denke ich? Leider konnte er nicht punkten, da das 32mm Okular einfach so gar nicht randscharf ist, nur deshalb ästhetischeres Bild im Dobson vermute ich (somit eindeutig auf meiner Einkaufsliste, ein gutes 2“ für den Refraktor!!!!)

- Jupiter
absolutes Highlight, im wahrsten Sinne des Wortes, nach den DS Objekten, unglaublich/erschreckend hell ;). Sehr schön, um den Blausaum am Refraktor zu sehen, würde schätzen mit 15mm erträglich, alles mehr bringt eher Kontrastverlust. Mit 20mm sehr schönes Bild, Jupitermonde und Ringstruktur zu sehen, 1 Mond/Mondschatten? wohl direkt auf Jupiter, empfand es kontrastreicher, schärfer als mit 9mm am Dobson.
Da ich im Forum drüber gestolpert bin, habe ich noch einen Test am Refraktor gemacht und die Öffnung mit dem Deckel verkleinert auf ca. 53mm  f/11. Und der Blausaum war dann wie erwartet auch weg und nun auch höhere Vergrößerungen erträglich. Allerdings kam mir es so vor, dass nicht mehr Details zu sehen waren, es wirkte dann irgendwie hmmm pixelig ist nicht das richtige Wort, aber so kam es mir vor ;) Kein Informationsgewinn also, da ist man wohl schon in der leeren Vergrößerung aufgrund der geringen Austrittspupille?

Es gibt sicher Paradeobjekte für den Refraktor, aber ich wollte aufgrund straffen Zeitplans und hin und herwechseln zwischen den Teleskopen + welchen Ausschnitt ich vor Ort überblicken kann, erstmal meine „Standardobjekte“ nehmen.
Das Wandern über den Sternenhimmel war mit dem 32mm einfach nicht so möglich, aber das wird sich meiner Meinung nach zum Bessern wenden. Die Bedingungen waren auch nicht so ideal.

erstes Fazit:
Bin begeistert von dem Refraktor und mit anderem Übersichtokular wird er genau das Reiseteleskop sein, das ich mir wünsche :) Aufbau einfach, keine Auskühlzeit, angenehme Montierung und mit passendem Okular über die
Mein 8“ Dobson muss ich mir mal genau angucken, evtl. hat die Justage die Umzüge nicht sooo gut überstanden.
Bin am Überlegen, ob man sich über die Okulare noch Gedanken machen sollte. 2“ mit mehr Gesichtsfeld und Randschärfe wäre auf jeden Fall von Nöten.
Meinen Graufilter zum Abdunkeln will ich auch mal austesten.
Öffnung kann man nicht ersetzen, dass war mir vorher schon klar und bestätigt sich für mich persönlich. Dafür empfinde ich das Bild im Refraktor als kontrastreicher. Jedes der Teleskope hat seinen Himmel (weises Sprichwort und auch hier wahr).
Wir geben keines der beiden mehr her ;)
Witzig war noch, dass ich mit dem 8x50 „Finder“ besser zu recht kam, als mit dem Leuchtpunktsucher (da blieb es bei mir beim Suchen ;). Meinem Freund ging es genau umgekehrt, also sehr praktisch.

Viele Grüße und danke für die Beratung beim Refraktor
Ina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Ina,

ein sehr schöner Bericht zu den beiden Geräten.
Ich glaube, das erwartungsgemäße Ergebnis klang in Deinen Beratungsthreads schon an. Der 120/600er und der 8" F/6 konkurrieren nicht, sie ergänzen sich prächtig.
Nicht umsonst bin ich schon vor langer Zeit so weit gegangen, den Richfielder einfach auf den Newton aufzusatteln und das machen viele Leute.
Der Refraktor bringt ein viel größeres Feld, damit mehr Übersicht, gute Möglichkeiten zum surfen durch die Milchstraße und für großflächige Nebel. Dafür bietet er geringere Auflösung und Vergrößerungsfähigkeit.

Noch bist Du, gerade mit dem RKE sehr ungünstig ausgestattet, das muss (wie auch schon besprochen) ein 2" Okular mit größerem Feld und besserer Schärfe an F/5 her.
Erst damit bist Du in der Übersicht für BEIDE Teleskope gut ausgestattet.

Das RKE bringt Dir etwa 2,6° am Refri, möglich sind knapp 4°. Am Newton bringt es etwa 1,3°, möglich wären 2°.
Bei dem kleinen Feld geht es auch noch randschärfemäßig mächtig in die Knie, also Du verpasst ganz ordentlich was, auch wenn Du schon recht erfreuliche Beobachtungen machen kannst.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

danke schön :)

ja genau, es war eine tolle Ergänzung. Allein wäre mir das auch etwas zu "stressig" gewesen, aber zu zweit mit 2 Teleskopen ist echt toll.
Mir war dank der guten Beratung ja auch bewußt, wo die Stärken des Richfielder liegen. Das RKE geht da sowas von gar nicht, am Dobson ok, werde mich da auch gleich nach was geeigneterem Umsehen.
Am Dobson nehme ich das 32mm nur zum Aufsuchen, danach bin ich mit den Goldkanten sehr zufrieden.
Alles in allem bin ich total begeistert vom kleinen Refraktor. Da kam bei meinem Freund auch gleich der Wunsch nach mehr (irgendwann ein 5" Apo ;)) auf.
Haben heute Nacht nochmal Saturn bestaunt, da fällt der Farbfehler selbt mit 6mm und Barlow nicht so auf. Es war einfach ein schönes Bild, wir haben es genossen, vor allem konnte man den Besuch auch mal vom Fußballgucken wegholen ;)

Freue mich schon auf den Urlaub in den Bergen :)

Viele Grüße
Ina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Servus Ina,

toller Bericht! Dein Thread hat mich letztendlich ermuntert, mir auch den 120/600 zu bestellen.

Einziger Kritikpunkt, aber bei dem Preis nicht wirklich negativ, ist für mich der Okularauszug, aber es gibt ja ein upgrade kit.

Da hätte ich ne kleine Frage: 'Riecht' deiner auch so unangenehm? Bei meinem verbreitet die Schwärzung der Taukappe einen ziemlich penetranten 'chemischen' Geruch, so dass ich das Teil vorerst mal im Keller lagere. :-)

Viele Grüsse,

Franz
 
Hallo Franz,

ja also ich bin begeistert von dem Refraktor. Er erfüllt genau das, was ich mir wünsche, obwohl es ja, wie man im Beratungsthread sehen kann, schon schwierig war, was ich denn überhaupt will ;) Danach konnte man mir aber genau das richtige raten :)
An dem Auszug hab ich jetzt nichts auszusetzen, aber ich wüßte gern, was Du mit dem upgrade kit meinst :)
Riechen tut er nicht, hab meine Nase schon reingehalten ;) Nur arbeite ich auch mit Lösemitteln, könnte auch sein, dass ich da zu unempfindlich bin ;)

Wünsche Dir sehr viel Freude mit dem Gerät :)

Gruß
Ina
 
Hallo Ina,

ich meine damit das hier: Crayford upgrade

Erscheint mir aber insgesamt für den günstigen Refraktor etwas teuer, und der low budget Charme wär auch dahin...

Allerdings werde ich wohl gelegentlich meine Canon 1000d anschliessen, und da stört der kippelige Zahntrieb schon ein wenig.

Ich hab mal in der ersten Beobachtungsnacht mit meiner wackligen EQ-EM 10 Montierung 20 Sekunden auf M13 gehalten, und ich muss sagen, dass ich fotographisch durchaus Potential im 120/600 sehe (die Ästheten und Profis mögen mir verzeihen).

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/dt2n-4.jpg

Viele Grüsse und CS,
Franz
 
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