Firstlight

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Hades_gr

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Hallo und guten Tag

Hab es getan,konnte einfach bei 298 Euro für einen 10" GSO Dobson nicht wiederstehen. Besitze noch ein Celestron Slt60 und 2 FG(10=50 und 20=80).Beobachtungen unter Vorstadtbedingungen nähe Mannheim,im Südosten erhellt die BASF den Himmel leider sehr stark.
Gestern Nacht der erste Einsatz,gleich vorweg,ich hab mehr erwartet.
Die Schubsserei stört mich nicht,im gegenteil,schnell von Nord nach Süd mit einem Schubs gefällt mir.Jupiter bei 140 fach,wunderschön mit seinen Monden.Selbst 400fach war kein Problem.
Jetzt war ich aber im DS Bereich ein wenig enttäuscht,hatte erwartet Polarissima Borealis ein wenig sehen zu können.
Das einzige DS Objekt was ich glaube entdeckt zu haben ist Seyfert's Sextet,laut Celestrons Sky Software die einzige Galaxy im östlichen Zenit um ca.01:00.
Bezüglich Justage vor der ich ein wenig bammel hatte muss ich sagen(kinderleicht)nur Filmdose als Hilfsmittel und ein Artikel aus dem Internet.
Test am Polarstern intra-und extrafokal alles wunderbar um gleich einen schlechte Justage auszuschliessen.
Wie sehen die Experten hier die Sache,lässt sich mit Tubus auskleiden(finde das Tubusinnere eigentlich schon matt) oder Filtern noch was machen?.

Danke im vorraus

MfG Christof
 
Hi Christof,

Polarissima Borealis hat 13,6 mag. Da wirst Du Dir schon ein einfacheres Objekt aussuchen oder einen 12"er kaufen müssen.
Oder besser noch: einen Beobachtungsort mit dunklerem Himmel.

Bevor Du den Tubus auskleidest, prüfe mal, ob Du eine Streulichtschutzblende gegenüber dem Okularauszug brauchst. Dazu schaust Du durch den Auszug ohne Okular. Wenn Du den oberen Rand der Tubusöffnung sehen kannst, solltest Du dort eine mattschwarze Blende anbringen. Mit Velour evtl. den Okularauszug auskleiden, falls der nicht mattschwarz ist. Das Bringt m.E. mehr, als den kompletten Tubus auszukleiden.

Filter: hier würde sich ein UHC anbieten. Solltest Du aber vor Kauf testen.

Ein Telrad würde ich noch empfehlen und den Deepsky Reiseatlas. Dort stehen viele lohnenswerte Objekte drin.

Viele Grüße
Chris
 
Moin Christof!

Daß Du ein bißchen enttäuscht bist, ist auch kein Wunder: Wie schon angedeutet, hast Du Dir zu Anfang zu schwierige Objekte vorgenommen. Dein Standort unter aufgehellten Vorstadtbedngungen ist nicht ideal, außerdem paßt die jetzige Jahrezeit mit den hellen Nächten nicht für derartiges Deep-Sky. Warte mal lieber auf den August, wenn die Nächte wieder dunkler werden - dann hast Du sicher ganz andere Einblicke. :super:
Das Auskleiden des Tubusinnern mit Veloursfolie bringt schon was, es zaubert aber keinen dunkleren Himmel hervor. Da muß Du - wie alle anderen auch - auf bessere Bedingungen warten oder Dir Deinen Dobson schnappen und stadtfern beobachten.
Laß Dich nur nicht vom ersten "Mißerfolg" entmutigen, es werden auch bessere Nächte kommen!
 
Hallo Christopf,

tja, es sieht so aus, als ob Deine Erwartungen völlig überzogen sind.

Das Rezept zur Galaxienbeobachtung lautet dunkler Himmel. Da hilft kein Filter. Auskleiden erhöht den Kontrast, löst Dein Problem aber nicht.

Du hast also an einem Ort beobachtet, an der starke Himmelsaufhellung war. Dort willst Du mit einem 10-Zöller unter aufgehelltem Himmel Galaxien mit Magnitude 13 beobachten? No Way. Wie war denn die Grenzgröße in Deiner Beobachtungsrichtung?

Wie siehts denn mit Deiner Orientierung am Himmel aus? Seyferts sixtett befindet sich nach meinen Infos am Kopf des Sternbildes Schlange - zur Zeit weder im Zenit noch im Osten.

Hast Du nen Sternatlas? Dann nimm fürs erste mal ein paar Standard-Objekte. Momentan z.B. M13, der Ringnebel in der Leier, wenns unbedingt Galaxien sein sollen gegen 1:00 vielleicht ngc 7331 im Pegasus mal probieren.

CS

Klaus
 
Danke für eure Antworten,ihr macht mir Mut.Dann werde ich den Dob behalten,ich schau mal was ich noch tunen kann.
Wenn das Wetter auf Dauer besser wird werde ich auch auf den nächsten Weinberg fahren,habe dort dann auch 360 Grad Rundumsicht.
Jedenfalls war der Blick auf Jupiter schon "Atemberaubend".

MfG Christof
 
Hallo Klaus

Danke für deine Interesse.Da ich weiss wo Norden ist denke ich das es mit der Orientierung ganz gut klappt für einen Anfänger.
Laut meiner Software geht doch Seyferts Sixtett im Juni in Ost-Nordöstlicher Richtung auf,es war auch laut dieser Software sonst keine Galaxy um diese Uhrzeit in dieser Richtung zu sehen.????

MfG Christof
 
Moin Christof!

Hallo?! ;) Die hellste Galaxie vom Seyfert-Sextett (NGC 6027) hat gerade mal +14,3 m! - siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Seyferts_Sextett

Ich weiß auch nicht, was Du da sehen wolltest: NGC 6027 steht momentan gegen 1 Uhr nachts ca. 60° hoch im Süden (Sternbild Schlange / Serpens).
 
Hallo Christof,

Seyferts Sextet wäre gegen 1.00 Uhr schon über den Meridian, also eher etwas westlich und auch nicht gerade im Zenit. Bei deinen Himmelsbedingungen kannst du das auch unmöglich gesehen haben. Vielleicht gehts in Namibia mit 10"? Aber hier und um diese Jahreszeit bestimmt nicht.

Ich tippe eher auf einen (nicht aufgelösten) M13 oder M92. Warum denkst du denn, daß deine Beobachtung eine Galaxie war?

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Micha

Laut Celestron Software geht das Sternbild Schlange im Osten auf es folgt ja dann auch das Sternbild des Schwans das gestern deutlich zu erkennen war oder spinne ich jetzt :gutefrage:.


MfG Christof
 
Hallo Thorsten

Als Anfänger lasse ich mich gerne eines besseren belehren.Ich habe mich da voll und ganz auf die Software verlassen,Seyferts Sextet ist ja nicht sehr weit von M13 entfernt.
Sollte der 10" M13 nicht auflösen können?.

MfG Christof
 
Wie auch immer,ich bedanke mich für eure Antworten.
Fakt dürfte auch sein das ich für 300 Euro nichts vergleichbares oder besseres bekommen dürfte.
Später könnte ich ja den Tubus auf eine EQ6 schnallen oder?.
Also werde ich ihn auf jeden Fall behalten und weiter lernen.

Danke.

MfG Christof
 
Moin Christof!

Natürlich geht auch das Sternbild Schlange irgenwann im Osten auf, nur zu dieser Uhr- und Jahreszeit steht's eben hoch am Südhimmel. Daß der Schwan zu der Zeit im Osten zu sehen war, ist dabei eher nebensächlich.

...und: Ja, mit 10" löst man M13 schon sehr gut auf.
 
Hallo Christof,

-das mit der Orientierung wird schon (erlernen wollen muss man das natürlich) und dann kommen auch die Erfolge.

-ein 10er löst M 13 locker ine viele Einzelsterne an und auch das Zentrum ist dann schon sehr reichlich mit Sternen gesprenkelt. Ab etwa 20 mm Okularbrennweite geht das los, spätestens mit ca. 14 mm Okularbrennweite auch unter ungünstigeren Bedingungen.

-Tau-/Streulichtkappe und Tubusauskleidung mit Velours wirken, gerade unter ungünstigen Bedingungen mit aufgehelltem Himmel und Streulicht, ganz erheblich kontrastverbessernd. Wir haben erst kürzlich einem Kumpel einen guten 10" F/5 geholt. Dieses Teleskop im Originalzustand brachte neben meinem durchgetuneten 8" F/6 kaum Mehrleistung. Ich habe die Mehrleistung erahnen können, mein Kumpel war zunächst Mal leicht bis mittelmäßig enttäuscht, weil er sich mehr erwartet hatte.
Nach den erfolgten Tuningmaßnahmen ist der Unterschied zw. 8" und 10" nicht mehr zu übersehen. Das ist FAKT und er ist nun auch sehr zufrieden.

Man kann nun Mal für 300 € keinen 10er oder 8er Dobson in perfekter Ausführung erwarten, eigentlich ist es schon sehr gut, dass man noch einfache und efektive Möglichkeiten hat, etwas zu verbessern.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Günther

Um mir ein Bild machen zu können.Kannst du mir vieleicht in Prozent sagen wieviel ich an Kontrast gewinne.
Währe super. :hochachtung:

MfG Christof
 
Hallo Christof,

na klar behältst Du das Rohr! Damit wird Dir noch einige Male im Leben die Kinnlade runterklappen ;)

Wie Du von der Justage z.B. gesprochen hast, kriegst Du das auch alles hin, braucht nur Zeit.

Vielleicht wäre eine Sternkarte was für Dich. So ein Teil mag etwas angestaubt wirken, ist aber zur schnellen Orientierung am Himmel immer noch ein super Hilfsmittel. Mir gehts selbst ab und zu so, dass ich drauf kucken muss, wenn die Sternbilder schon wieder weiterwandern und in ungewohnter Lage am Himmel stehen.

Ausserdem ist der Karkoschka immer ne Anschaffung wert. Dort stehen auch nützliche Angaben zu den Objekthelligkeiten. Das Büchlein vermittelt auch einen ganz schnellen Überblick, welche Objekte wo - sagen wir - relativ leicht zu beobachten sind.

Tunen ist natürlich immer gut, es wird Dir aber leider keinen dunklen Himmel ersetzen können.

Schau doch nochmal nach der Grenzgröße die Du erreichst.
Bei entsprechendem Budget wäre eine Nebelfilter sinnvoll - zur Beobachtung von Nebeln eben. Galaxienfilter gibts aber leider keine.

CS

Klaus
 
Hallo christof,

nein man/ich kann das ganz schwer in Prozente fassen.
Es kommt auf sehr viele Dinge gleichzeitig an.
Hast Du z.B. direkten Streulichteinfall, z.B. durch Straßenlampen (auch der Mond nahe des Gesichtsfeldes). dann ist das Velours im Tubus und auch die Tau-/Streulichtkappe (ca. 1,5 x D-Tubus über FS-Oberkante) wesentlich wichtiger als auf dem stockdunklen Acker unter 7 Mag Himmel.
Trotzdem bringt das Velours auch unter guten 6 Mag Bedingungen noch gute Wirkung, z.B. bei der Beobachtung von GX oder -ganz konträr- bei Planeten und Mond.
Auch wichtig an hellen OH oder kleinen OH und KH bei Hochvergrößerung.
Man bemerkt es halt sehr deutlich, wenn ein getunetes Teleskop neben einem baugleichen ungetuneten Teleskop gleicher optischer Qualität steht.

Anders herum könnte ich ganz grob sagen, dass unter unseren definierten Bedingungen der 200er Spiegel im getuneten Rohr (je nach Objekt) 90-95% der Leistung des 250er Spiegels im ungetuneten Rohr brachte und man musste sehr genau hinschauen, um die fehlenden 10% zu bemerken.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Christof,

was Dir wirklich helfen würde, wäre eine Nacht mit anderen Sternfreunden gemeinsam zu beobachten.
Du bekommst dadurch eine Auswahl von Objekten, die Du beobachten kannst, und meist lässt man Dich dann ja auch auf Objekte los, die gut zu finden sind. M13 zum Beispiel könnte unter Deinen Bedingungen schwierig sein, weil das Sternbild Herkules an einem aufgehellten Himmel durchaus unsichtbar wird, zumindest aber ist es unauffällig, weil die Sterne recht schwach sind. Eher würde man vielleicht mit M57 anfangen, da Vega als helles Leuchtfeuer ganz in der Nähe steht.
Im Thread wurde ein UHC genannt, um mehr aus der Stadt bzw. aus deren Nähe zu erreichen. Diese Ansicht kann ich nicht teilen, meiner Meinung nach muss man dann mit 10" Öffnung auf einen OIII-Filter setzen. Aber an Galaxien und Sternhaufen zeigen diese Filter keine Wirkung, man wird dann auf Emissionsnebel beschränkt.

Ein ganz wesentlicher Schritt ist die Orientierung am Himmel. Die einzige Software, die dabei in meinen Augen wirklich hilft, ist Stellarium (kostenloser Download). Ansonsten hilft eine drehbare Sternkarte und ein Standardwerk wie "der Karkoschka", also "Atlas für Himmelsbeobachter" von Erich Karkoschka. Da steht eine Objektauswahl drin, die nicht nur recht groß ist, sondern die auch bewertet ist bezüglich der Sichtungsmöglichkeiten. Unter solchem Himmel kann man gut und gerne erstmal mit den Objekten anfangen, die für Feldstecher klassifiziert sind.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven

Ein OIII-Filter steht auf jeden Fall auf der Liste,da wie schon beschrieben die BASF in Ludwigshafen den Himmel im Süd-Osten stark erhellt(leider).Die Grenzgröße dürfte hier bei ca. 4-4,5 mag liegen.
Wegen gleichgesinnten habe ich mich schon ein wenig umgehört aber noch nichs erreicht,mittlerweile weiss ich aber das es in der Nähe eine Sternwarte gibt.
Jedenfalls bedanke ich mich für eure Hilfe und werde alle Tips ernst nehmen.

MfG Christof
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Christof,
bei Lichtverschmutzung hilft auch ein CLR-Filter.
CS
wspeer
 
Hallo wspeer,

CLS, CLR und andere Breitbandfilter halten m.E. nicht was sie versprechen, sie sind zu breitbandig und im Gegensatz zur Bewerbung eher etwas für sehr gute Bedingungen. Das Ausblenden der unerwünschten Lichtlinien städtischer Lichtverschmutzung mittels solcher Filter bringt in der praktischen Beobachtung keinerlei Vorteile, da als Nebenwirkung auch Objekte (Sterne/GX/OH/KH) in gleichem Maße wie der Skyglow geschwächt werden.

Hier ist der Versuch sinnvoller, durch Anpassung der AP an die Himmelsqualität und die damit gleichzietig einhergehende höhere Vergrößerung, das Objekt der Begierde über die Wahrnehmungsschwelle zu heben.

An geeigneten Objekten (Gasnebel) erweisen sich gerade unter schlechten Bedingungen "enge" Filter, wie z.B. ein O III als das beste Mittel der Wahl.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo allerseits,

Meiner Erfahrung nach bringen CLS-Filter vor allem deshalb nichts, weil die Stadteleuchtung sich nicht an die Vorgaben hält... Ich hab mir die Heilbronner Innenstadt mal mit so einem Filter angeschaut, ein oder zwei Lampen wurden tatsächlich ausgeblendet, das war's dann aber auch. In der Nähe eines Industriegebiets, das auf gelbe Lampen setzt, könnte es was bringen.

Für Deep-Sky bringt CLS nichts, allerdings sah Jupiter damit kontrastreicher und hübscher aus als ohne Filter (ebenfalls aus der Innenstadt heraus).

Dennoch bleibt der Filter meist in der Schublade, an den anderen Planeten hab ich ihn noch nicht ausprobiert.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

der Deepsky kann praktisch nur die satt gelben Natriumdampf-Niederdruck-Lampen ausblenden. Das sind die Teile, die über Zebrastreifen und Kreuzungen hängen.
Die eher "pastellig" orangegelben Natriumdampf-Hochdruckstrahler sind des Filterfreundes Tod, denn diese senden einen Linie aus, die genau zwischen den beiden OIII-Linien liegt. Die bekommt damit nicht mal ein OIII weg (natürlich die vielen anderen Linien der Strahler schon).
Das einzige, was allen hilft, ist das Licht dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird, wodurch man weniger Licht braucht, was dem Beleuchter Strom und somit Geld spart, und noch vielen anderen Hilft bevor der Sternfreund sich zu Wort melden kann.

Deepsky-Filter helfen entweder unter sehr dunklem Himmel, oder wenn man ein Teleskop schon nahe an die Maximalvergrößerung heranführt, so dass das Bild im Okular ohnehin schon recht dunkel ist. Letzteres ist bei kleinen Teleskopen oft der Fall und zum Beispiel bei den typischen Maks mit z.B. f/14 ja mit fast allen Okularen der Fall, mit einem 32mm hat man ja schon knapp über 2mm AP.

Clear Skies
Sven
 
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