Firstview - Tau - Spiegeljustierung

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Huxtebude

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Hallo!
Ich will hier mal von meinem Fistview mit dem Skywatcher 8" f5 Newton auf heq5 berichten, und hab übrigens auch ein paar Fragen. Ich hoffe es macht nichts aus, wenn ich die Fragen alle hier Stelle, da ich sonst für jede einzelne Frage ein neues Topic aufmachen müsste.
Hatte heute nachdem der Wetterbericht für heute Nacht überraschenderweise klar vorhergesagt hatte den Tubus schonmal in den Keller gestellt, damit er sich etwas von der Temperatur anpasst.
Gegen Abend war es noch bedeckt, aber dann ist es klar geworden :-)))
Klasse, hab ich mir gedacht was für ein Glück ich doch habe!
Also raus mit Stativ, Montierung und Tubus in den Garten, alles aufgebaut, grob nach Norden ausgerichtet Kabelrolle geholt Strom für Nachführung angeschlossen und schon konnte es losgehen.
Erstmal die Venus, denn die war schon hinter Bäumen und gerade am verschwinden. Obwohl eben diese Bäume davorstanden, konnte man sie doch sehr schön sehen. Alles natürlich im 2 Zoll 28 mm Okular, andere hab ich leider noch nicht (aber mehr dazu am Ende).
Nachdem Venus schon sehr schön war, hab ich direkt mal rüber zu Jupiter geschwenkt, der auch wirklich sehr schön war. Man konnte mindestens 2 Wolkenbänder erkennen, wenn ich mir noch mehr Zeit gelassen hätte wahrscheinlich sogar noch mehr.
Saturn stand auch schon fast hinter Bäumen, aber man konnte ihn noch sehr schön sehen. Sind eben leider nicht ideale Bedingungen in unserem Garten. Auch ein paar Straßenlampen stören etwas, aber dafür ist es nur ein kleines Kaff und der Himmel dürfte schon einigermaßen dunkel sein.
Also zurück zu Saturn :-)
Mir ist aufgefallen, dass wenn ich ihn scharf stelle, ein Doppelbild oder so was in der Art sehe. Das Doppelbild ist unscharf und zeigt immer in eine Richtung von Saturn (oder dem entsprechenden Objekt) weg. Je nachdem in welchem Winkel ich durchs Okular schaue ist dieses Doppelbild auf einer anderen Seite. Stelle ich nun etwas unschärfer, vereint sich dieses Doppelbild wieder mit dem Planeten.
Liegt das an falscher Justierung oder einfach nur daran, dass ich nicht 100% ig senkrecht ins Okular geschaut habe?
Deshalb hab ich mir auch nochmal die Sachen mit dem Startest rausgesucht und wollte noch etwas nachkor*entfernt*eren. Aber ich hab dazu wohl noch kein geeignetes Okular, da die Vergrößerung ja hoch sein sollte!?
Ich habs trotzdem einfach mal versucht, und mir Arcturus vorgenommen, ihn unscharf gestellt und dann musste ich feststellen, dass die "Richtung" des Fangspiegelschattens auch wieder von der Blickrichtung abhängt. Aber woher soll ich wissen ob ich nun genau gerade durchgucke und der Spiegel nicht Richtig justiert ist oder ob ich nur falsch gucke?
Wo finde ich da eine gute Anleitung?
Wenn der Schatten nicht in der Mitte wäre, müsste ich doch den Fangspiegel korrigieren, stimmts?
Mir ist dabei auch aufgefallen, dass wenn ich etwas weiter unschärfer stelle und nun mit dem Auge etwas vor dem Okular "kreise" das "Gebilde" was ich da sehe auf der einen Seite an den Rand des Hauptspiegels (oder Fangspiegels ??) stößt und in die andere Richtung hin noch etwas Platz ist.
Die Mittenmarkierung des HS war übrigens noch exakt in der Mitte des Bildes (Mit Filmdose nochmal kontrolliert)
Welchen Spiegel muss ich nun ausgleichen um die einzelnen Phänomene zu beseitigen. Bin mir nämlich nicht sicher, was nun am Hauptspiegel liegt, und was am Fangspiegel.
Dann da im Dunkeln am Fangspiegel rumzufummeln stelle ich mir schon ziemlich schwierig vor, da er sich mit jeder Schraubendrehung mit verdreht. Beim HS ist das schon einfacher. Ich verstelle ihn übrigens mit den Schrauben die "drücken" nachdem ich die "Zieh"-Schauben gelockert habe, ist das richtig? Die Halterung des Spiegels sitzt nach dem Feststellen der Schrauben wieder Bombenfest nur der Spiegel selbst lässt sich in der Halterung leicht nach oben drücken, ist das ein Problem? Meistens bzw. eigentlich immer liegt er ja auf der Halterung, da dürfte etwas Spiel nach oben ja nicht so schlimm sein!?
Irgendwann hab ich dann festgestellt, dass es extrem neblig geworden ist und der Tubus war da auch schon ziemlich angetaut. Nervig war dann auch, dass das Okular dauernd beschlug :-( Irgendwelche Tipps hierfür? In der Tasche aufbewahren hab ich schon gehört aber ich kann ja nicht die ganze Zeit die Dinger in der Tasche lassen außerdem ist das bei nem 2" Okular etwas schwer ;-) Und da ich nur eins hab kann ich natürlich nix mehr sehn wenn das in der Tasche ist ;-)
Dann zog es sich auch noch mit Wolken zu also beschloss ich abzubauen. Da stellte ich dann fest, dass sogar schon der Fangspiegel betaut war. Irgendwelche Tipps hierfür?
Ich hatte zwar vorher schon ein paar Threads zum Thema Tau gelesen, aber da konnte ich mich nicht mehr wirklich dran erinnern... Nur Taukappe drauf machen wusste ich noch aber die war selbst schon betaut *g* Also hab ich den Tubus einfach so genommen und ihn offen ins Zimmer gelegt. Tubus außen trockengewischt und einfach waagerecht liegen gelassen. Der HS ist logischerweise beschlagen, aber mittlerweile alles schon wieder im Normalzustand.
Soll ich denn nun den Tubus verschließen, obwohl z.B. der Fangspiegel oder die Taukappe selbst schon nass sind? Dann bleibt die Feuchtigkeit ja da drin!?
Beim Sucher hatte ich die Kappe draufgemacht, wie ich grad sehe ist er immernoch beschlagen, aber jetzt fängt der Beschlag sofort an wegzugehen (nach dem öffnen des Deckels).
Deckel für den OAZ hab ich nicht, muss ich evtl. mal basteln oder kann ich einfach ein Okular drin lassen?
WOW! Jetzt hab ich ja ne ganze Menge geschrieben ;-) Aber so ist das nun mal bei mir *g* Ich hoffe dass sich der ein oder andere trotz dessen da durchgekämpft hat und mir ein bisschen helfen kann. Bin auf jeden Fall für jede Art von Hilfe dankbar :-)
Zu guter Letzt noch die Frage nach den Okularen: Ich hab bisher ein 2" 28mm. Nun könnte ich ein TS Zoom 7-21 günstig bekommen. Ich hab gelesen dass es (zumindest in den unteren Brennweitenbereichen) relativ gut sein soll. Wäre das für den Anfang erstmal eine gute Auswahl?

VIELEN DANK schonmal an alle die sich dorch mein Thema hier durchgekämpft haben,

Gruß und CS,
Florian
 
Hi Florian,

uff, da ist ja eine Menge los bei Dir. Erstmal ein schöner Bericht von Dir.
Nun mal zu den Dingen, die mir so auffallen.
Also, Du warst ja gerade erst draussen, als Du die Planetenbeobachtung begonnen hast. Zu diesem Zeitpunkt ist der Spiegel in der kritischsten Phase seiner Temperaturanpassung. Keller hin, Keller her! Durch den ungleichmässig auskühlenden Spiegel gibt es im Innern Materialverspannungen und das kann schonmal zu Doppelbildern führen. Auch die im Tubus aufwabernde "Warmluft" vom Spiegel verschlechtert das Bild und kann solche Effekte erzeugen. Anders wirken Doppelbilder, die an schlecht vergüteten Okularlinsen entstehen. Diese wandern je nach Kopfhaltung und man spürt, daß sie mit dem Okular zusammenhängen. Da eine solche Spiegelung einen anderen Lichtweg hat, als das eigentliche Bild, ist es eben etwas unscharf. Theoretisch müsste es sich sogar scharfstellen lassen.

Es ist übrigens ganz normal, daß die Position des Fangspiegelschattens im unscharfen Stern wandert, wenn man den Stern aus der Bildmitte heraus bewegt. Wirklich mittig ist der Schatten nur, wenn auch der Stern genau mittig im Gesichtsfeld steht. Allerdings kommt beim kurzen Newton noch der Fangspiegeloffset hinzu, den man aber auf diese Weise kaum bemerkt.

Etwas verwundert bin ich, daß bei Deinem Newton die Tauproblematik so früh zugeschlagen hat (oder hast Du so lange herumprobiert?).
Normalerweise dauert es auch in sehr feuchten Nächten drei Stunden und länger, ehe der Fangspiegel zutaut, während der Tubus längst trieft. Hier kann man nicht viel tun, ausser eben den Fangspiegel bei Bedarf mit beheizen. Manche Leute kleben sich dazu einen Heizdraht auf den Fangspiegel, man muß aber vorsichtig damit sein, denn man kann sich durch die ungleichmässige Erwärmung den Fangspiegel verspannen und das Bild versauen (nur während der Heizphase, nicht auf ewig). Ich selbst habe mir in einen dünnen Schlauch einen solchen Heizdraht gezogen, und in solchen Nächten kann ich den Schlauch für einige Minuten um die Fangspiegel-Halterung wickeln. Nach 10 Minuten ist der Tau weg. Aber Vorsicht, keine Fingertatschen machen!
Okulare bewahre ich in Drehpacks auf und die stecke ich in solchen Nächten in die Tasche. Allerdings will ich mir eigentlich mal eine isolierte "Zone" in meiner Okukiste einrichten, in der ich dann in Hot-Pack aktiviere, um die Okulare aufzuheizen. Hotpack - das ist so ein Salzwasserbeutel mit einem "Blechfrosch" drin, und wenn man den klickert, dann kristallisiert die Lösung und das Ding wird heiss. Später kann man das Ding im Kochtopf wieder schmelzen für die nächste kalte Nacht. Gibbet mal hier mal da zu kaufen.

Was Okulare angeht - ich bin kein Freund von den kleinen Gesichtsfeldern der normalen Zoom-Okulare. Die Frage ist aber letztendlich, was Du beobachten willst, und mit welchem Anspruch. Dein Bericht bezieht sich ja in erster Linie auf Planeten, aber dafür hast Du eigentlich das falsche Teleskop angeschafft. Deepsky-Freunde sind meistens auch Freunde von Weitwinkel-Okularen. Hier wird das genannte Zoom wohl durchfallen, aber Weitwinkel ist auch immer eine Preisfrage!
Also, für mehr Ideen zu Okularen müsstest Du erstmal mehr Eigenschaften nennen, die diese haben sollen.

Clear Skies
Sven
 
Moin Florian!

Ein paar kleine Anmerkungen von mir: Hinweise auf Justieranleitungen finden
sich haufenweise im Netz - hier im Forum im Board "Bedienung, Justage" usw.
Einfach mal suchen gehen.
Doppelbilder sind in den allermeisten Fällen auf Reflexionen im Okular
zurückzuführen.
Tau-Problem bei Okularen: Damit wirst Du es in nahezu 3/4 aller Beobachtungs-
nächte im Jahr zu tun kriegen. Okus würde ich nie in der Tasche aufbewahren,
es sei denn, Du hast Spaß dran, die Fussel und Staub wieder von den Linsen
zu entfernen.
Besser ist es, den Oku-Koffer auf irgendeine Art warmzuhalten und die Okus
gleich nach Gebrauch dort wieder zu parken. Diese "Gelpacks", die Sven be-
schrieb, würden mir nicht reichen, da sie nicht lange genug halten. Ich
nutze seit Jahren einen Benzin-Taschenofen, der bis zu 24 Stunden warmhält.
In kalten Winternächten mit 5-8 Stunden Beobachtungsdauer wird man das zu
schätzen wissen - ein Gelpack hätte da schon längst schlappgemacht.
Oder - man baut sich eine elektrische Heizung, die natürlich viel Strom
frißt (Anleitungen dazu im Board "Selbstbau") und wo man immer einen
Akku mitschleppen muß.

Beschlagene Optiken sollte man unabgedeckt bis zum nächsten Tag abtauen
lassen. Ich schleppe meine Newtons aber nicht gleich wieder in die warme
Wohnung, wo sich dann evtl. Tauwasser bilden könnte, was dann schöne Flecken
hinterläßt, sondern lagere die Optiken in einem unbeheizten Raum. Am
nächsten Tag kommen dann die Deckel wieder drauf.
 
Hi Micha,

nur zwei Anmerkungen.
Dank der Drehpacks habe ich keine Fusselprobleme mit Okularen in der Tasche. Wobei ich in kalten Nächten auch nur Sachen trage, die dank Nylon-(ähnlichem)-Obermaterial nicht besonders fusseln. Beim Rentier-Pulli sieht's anders aus, ist klar.
Die Hot-Packs halten recht lange, je besser es isoliert ist, umso länger. In der Jackentasche wärmt es eine Stunde lang, in einem gut isolierten Okularbehältnis dürfte das auch hinkommen. Der Taschenofen, der auch in meiner Kiste ruht, ist mir etwas suspekt, wenn er seine Abgase in der Okukiste verbreitet. Benzin ist ein aggressives Lösemittel. Wenn unverbrannte oder nicht richtig verbrannte Dämpfe dann noch erwärmt rumgeistern - ist nur ein Angstgefühl aus dem Bauch. Eine elektrische Heizung möchte ich mir auf lange Sicht einbauen. Da ich ohnehin mit einem 43 Ah Autoakku im Feld bin, habe ich keine Versorgungsprobleme.

Clear Skies
Sven
 
Es waren insgesamt schon so 2-3 Stunden die der Tubus draußen stand. Noch dazu kam, dass es Neblig geworden ist, wodurch sich das dann wahrscheinlich nochmal verstärkt.
Dass ich gestern noch keine Deepsky-Objekte angefahren habe liegt zum einen wohl erstmal daran, dass die Planeten erstmal ziemlich leicht zu finden sind und ich ja schon in der Dämmerung angefangen hab.
Als ich dann mit DeepSky anfangen wollte kamen eben Wolken auf. Der Nebel tat sein übriges dazu.
Außerdem kenn ich mich noch nicht so wirklich am Himmel aus, so dass ich die Objekte nicht aus dem Kopf finde. Karkoschka und Astro-Programm hab ich zwar, aber das Auffinden ist dann wohl auch so eine Sache. Die meisten Objekte sieht man ja mit bloßem Auge nicht.
Die Straßenlaternen machen dann noch den Rest zunichte.
Evtl. sollte ich mal aufs Feld fahren, wobei ich dann natürlich das Problem hab, dass ich nicht mal schnell ins Haus gehen kann und irgendwas nachgucken kann. Dann ist zwar die Dunkeladaption weg aber ich will ja überhaupt erstmal was finden.
Oder ist es evtl. einfacher die Objekte über die Teilkreise anzusteuern?
Die Spiegel habe ich jetzt nochmal so genau abgestimmt wie es nur geht. Ich denke nicht, dass ich es noch besser hinbekommen könnte.
Ich kann mir aber irgendwie nicht vorstellen wie man dann am Stern erkennen soll ob der Fangspiegelschatten links oder rechts oder genau in der Mitte des Punktes ist, wenn es sich sofort verändert sobald ich nur minimal anders gucke!?
Also ist das 28mm Okular vielleicht gar nicht mal so schlecht für den Anfang, wenn Gesichtsfeld und Vergütung stimmen? Was könntet ihr mir denn empfehlen für den Anfang, so im Bereich von ca. 80 € ?

Danke euch allen,
Florian

btw: Was für ein Okular ist das? Sieht für mich wie ein Apex aus.
Link zur Grafik: http://www.florianw.de/okular.jpg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Florian,

das Okular sieht wirklich aus wie ein Apex.
Was den Fangspiegelschatten im unscharfen Stern angeht - der ist zum justieren untauglich, aber er ist eine grobe Hilfe, ob die Optik noch justiert ist. Der Stern muß dazu halt ziemlich genau in die Bildmitte gebracht werden, und zwar mit einem Okular für hohe Vergrößerung. Dein 28mm ist dazu unbrauchbar. Durch das kleine wahre Gesichtsfeld eines hoch vergrößernden Okulares steht der Stern dann ziemlich nahe der optischen Achse des Teleskopes, und so kann man schon was erkennen. Aber justieren, ich sag's nochmal, soll man einen Newton auf diese Weise nicht.
Was Deepsky angeht, unterschätzt Du die Dunkeladaption sehr! Du kannst es Dir nicht erlauben, immer mal eben in die Wohnung zu gehen, um was nachzuschauen. Du solltest Dich besser vorbereiten! Druck Dir vorher (bei Regenwetter) Deine Aufsuchkarten aus und nimm sie mit hinaus. Benutze nur eine rotlicht Taschenlampe (nicht zu stark) weil rotlicht die Dunkeladaption nicht behindert. Entweder Du treibst eine (seltene) Taschenlampe mit roter LED auf, oder der Nagellack von Mutter/Freundin/Frau wird auf eine bis dahin normale weisse Taschenlampe appliziert (egal ob Birne oder LED).
Du verlierst bei jeder Weisslicht-Blendung viel Zeit, in der Du die meisten Deepsky-Objekte kaum wahrnehmen kannst. Zwischen 10 und 20 Minuten gehen für eine neue Dunkeladaption drauf.
Die Einstellung nach Teilkreises ist zwar eine Möglichkeit, die meisten Sternfreunde aber bevorzugen das Star-Hopping, also die Verwendung von Orientierungssternen, um das Objekt zu finden.

Clear Skies
Sven
 
Sone Lampe hab ich schon. Hat zwei orangene LEDs. Evtl. müsste ich noch ne Papierabdeckung drüberstülpen damit sie nicht so hell ist.
Mein Garten ist dann wohl nicht so gut zum Beobachten... zumindest für Deep-Sky. Da ja direkt Straßenlampen reinstrahlen. Bei Planeten dürfte das ja ziemlich egal sein.
Ich könnte mich höchstens in den Schatten eines Baumes stellen, aber dann hab ich nur einen relativ kleinen Himmelsausschnitt.
Also doch aufs Feld. Obwohl es nur ein paarhundert Meter sind, werd ich wohl ums Auto nicht rumkommen, oder? Zumdindest wenn ich allein bin...
Nehmen wir mal an, das Okular ist wirkich das Apex 28mm, dann ist es ja nicht wirklich gut zu gebrauchen an meinem f5er, oder? Da die Sterne am Rand dann verzerrt werden. Muss ich bei klarem Himmel aber mal genauer drauf achten.
Welches Okular nehme ich denn nun? Ich habe maximal 100€ zur Verfügung. Soll ich das Apex direkt ersetzen oder lässt es sich als Kompromiss dennoch benutzen? Dann könnte ich mir nämlich schonmal ein Okular dieser Brennweite sparen. Ansonsten könnte ich mir evtl. das 2" 32mm TS-WA holen, dann wäre mein Budget aber schon extrem an der Grenze und ich hätte wiederum nur ein nutzbares Okular.
Welche Brennweiten sind für DS überhaupt empfehlenswert? etwas im Bereich von 15mm wäre doch nicht schlecht, oder? Und dann hätte ich gerne noch etwas mit kurzer Brennweite für Planeten (obwohl mein Newton nicht dafür gebaut ist, ich weiß, aber das heißt ja nicht, dass man es nicht darf).
In welchem Vergrößerungsbereich befindet man sich denn am meisten für Deepsky???
Also erstmal nur dieses 32mm TS, das ich dann aber auch später noch gut benutzen kann, oder vielleicht ein einfaches Plösslset als Übergangslösung, die ich dann nachher wahrscheinlich nicht mehr brauchen werde, aber bis ich mir was besseres leisten kann, hab ich von den Plössls dann wahrscheinlich erstmal mehr, als nur mit einer Brennweite.
Oder soll ich das Apex (ich gehe jetzt einfach davon aus, dass es eins ist) erstmal behalten (als Übergangslösung) und mir ein 15mm der "Mittelklasse" anschaffen, das dann auch schon etwas mehr Gesichtsfeld hat und eine gute Zukunftsinvestition ist? Vielleicht ein gebrauchtes Speers Waler mit 14 mm und 80° wenn eins in dieser Preisklasse zu finden ist? Wobei ich außerdem gesehen hab, dass ältere dieser Okulare noch eine andere Bauart oder so haben und erst sinnvoll ab f6 einsetzbar sind.
Übrigens: Ja ich weiß, dass im Okular-Board gerade über das 32mm TS WA an einem 200/1000 Newton diskutiert worden ist. Aber wie sinnvoll ist es hier in diesem Fall?

Nette Grüße,

Florian
 
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Hallo,

zum Tau ist ja schon einiges gesagt worden. Ich habe meist auch die Drehpacks in der Tasche. Wenn Du einige Zeit nicht beobachtest deck das eingesteckte Okular und ggf. die Teleskopöffnung mit einem Handtuch ab. Das verlängert die Zeit bis die Optik beschlägt.

Als Tasche für die Okulare bieten sich auch kleinere Fototaschen an. Die sind in fast allen größen zu haben, so daß man noch locker einen Taschenwärmer dazustecken kann und das Ding in der Nacht am Gürtel tragen kann. Ich selbst nutze einen Fotorucksack, das allerdings nur weil ein Fernglas immer mit muß.

Viele Grüße
Adrian Herrmann
 
Hi Florian,

wenn Dein Budget knapp und ein 28mm vorhanden ist, dann behältst Du das doch erstmal, ist doch klar!
2 Okulare sollten mindestens her. Plössl passen da locker in den Preisrahmen, aber vielleicht geht ja auch ein Plössl und ein Weitwinkel?
Für Deepsky ist ein 15mm jedenfalls recht schön, und da würde ich ein Weitwinkel am ehesten sehen. Nur ist natürlich durch das Budget auch die Auswahl eingeschränkt. Ein TS-SW(M) wäre nett, ein TS-SW ginge auch, und wie das TS-WA ist, weiss ich nicht so recht. Die Okulare haben bei f/5 zwar leichte Schwächen, aber man muß bei dem Budget damit leben.
Für hohe Vergrößerung sollte es dann meiner Meinung nach ein Plössl sein. Ein 6mm. Das ist nicht so freundlich vom Augenabstand, aber es zeigt prima Planetenbilder.
Der Sprung von 15mm auf 6mm ist natürlich riesig, da ist wirklich ein dickes Loch zwischen. Wenn Du genug Kohle zusammenkratzt, um eine 2x Barlow zu nehmen, dann kannst Du das etwas auflockern. Dann würdest Du statt dem 6mm ein 12mm Plössl nehmen, und hättest dann quasi 28mm, 15mm, 12mm, 7,5mm und 6mm zur Verfügung. Das wäre ganz prima abgestuft.

Wenn die Kohle knapp wird, dann solltest Du wohl eher statt des 15mm Weitwinkel auch da ein Plössl nehmen, damit so die Barlow ins Preis-Paket reinpasst.

Clear Skies
Sven
 
Klasse! Danke, mit der Empfehlung kann ich auf jeden Fall schonmal einiges anfangen :-)

Wie wärs mit:
TS SWM 15mm
TS Plössl 12,5mm
TS Barlow 1,25" - 1,5 / 2fach Barlow

Oder besser direkt das 10mm Plössl? Dann hätte ich eine etwas größere Abstufung, der Unterschied zwischen 7,5mm (SWM + Barlow) und 6,25mm (Plössl + Barlow) ist nämlich nicht sooo groß (oder doch?), kann mir vorstellen, dass ich da dann vorwiegend nur das SWM verwenden würde. Laut Astro-Okulare.de ist das 12,5mm aber vom Blickfeld als auch von der Schärfe her um einiges besser.

Gruß,
Florian
 
Hi Florian,

geh mal davon aus, daß Du das TS-SWM für die Deepsky-Beobachtung nutzen wirst, und hier zählt einfach das 66° grosse scheinbare Gesichtsfeld. Das Plössl taugt für Planeten, und dafür lässt es sich gut mit der Barlow kombinieren. Die "Nähe" zwischen 7,5 und 6,125mm ist dann nicht mehr so wichtig, weil Die Okulare "Arbeitsteilung" machen. Übrigens stufen die meisten ihre Okulare zu kürzer werdenden Brennweiten immer feiner ab. Zwischen 5mm und 3,5mm liegt zum Beispiel ein riesiger Sprung - einfach mal die Vergrößerung nachrechnen. Bei grob 6mm und grob 7,5mm ist der Sprung immerhin spürbar. Okularbrennweiten würde ich übrigens in Kombination mit einer Barlow nicht auf 1/10mm genau angeben, da spielen die Fokuspositionen der Okulare in Kombination mit der Barlow eine grosse Rolle, wieviel wirklich als Brennweite rauskommt.

Ich meine übrigens auch, daß das Plössl in der Bildmitte sehr gut abbilden wird - was für Planeten genutzt wird. Aber es hat nur ein 50° grosses scheinbares Gesichtsfeld gegenüber den 66° des TS-SWM. Da muß man mit indirekten Vergleichen vorsichtig sein.

Clear Skies
Sven
 
Was hälst du davon, wenn ich erstmal ohne Barlow auskomme und dafür das SWM + ein Celestron Omni Plössl 9mm nehme?
Hier das!

Das scheint nochmal ne Liga höher zu spielen als die TS Plössls. Leider habe ich nicht allzuviele Erfahrungsberichte darüber gefunden.
 
Hi,

hm, ich glaube nicht, daß Dich das weiter bringt. Ich würde eher die Vermutung äussern, daß diese Baureihe aus der selbten Optikschmiede ausschlüpft. Es ist ja bekannt, daß Celestron seine Artikel im unteren Preissegment in Fernost einkauft. Denke Dir mal die Celestrons schwarz und vergleiche mal hiermit: TS Super Plössl
Die andere Liga kommt wohl eher nicht vom Aufdruck, oder?

Aber der Gedanke, statt der Barlow ein weiteres Okular zu nehmen, ist nicht schlecht. Nur ein 9mm - ist die Vergrößerung für Deine Beobachtungsziele so sinnvoll? Für Deepsky Sehe ich eher ein 12mm und für Planeten hat das 9mm etwas zu wenig Vergrößerung, um wirklich interessant zu sein.

Clear Skies
Sven

 
Ich hab heute ein 9,7mm Plössl + 2xBarlow getestet.
Ich sag nur *wackelwackel* *g* also das fokussieren war recht schwer, und man durfte nix berühren, damit das Bild still war. Aber rein von der Bildqualtiät wäre sogar noch mehr drin gewesen (also an Vergrößerung mein ich). An Jupiter hab ich das natürlich getestet.
Aber dafür haben wir heute endlich mal den Kometen einigermaßen gut fotografieren können :-))) Das Wetter war ja am Anfang nicht sooo gut, und als wir gerade einpacken wollten wurde es so gut wie seit langem nicht ! Eulennebel, M81, M82, M51, M13 das war schon richtig klasse.
Wir hatten den 400er Cassegrain mit ner Shapleylinse ausgestattet weil wir eigentilch was aufnehmen wollten, woraus dann aber (bis auf den Kometen) leider nix geworden ist. Aber am Eulennebel habe ich mal richtig schön vergrößert, und er ist noch nichteinmal schwächer geworden :-)
Mit den Okularen werd ich halt mal schaun. Das 15er SWM steht ja schon praktisch fest, und vielleicht ist was um 9 mm für Deep-Sky ja gar nicht mal so schlecht, wenn man ein helles Objekt hat. Was wäre denn wenn wir Planeten mal komplett außen vor lassen?
Ich bin auf jeden Fall begeistert! Die Nacht heute ist wirklich Wahnsinn. Ich werd jetzt auch nochmal raus gehen denke ich. Muss man ja nutzen. Nicht dass bald wieder Wolken sind und ich mich ärger ;-)
Also bis dann,
und CS!
Florian
 
Hi Florian,

natürlich gehen 9mm auch für Deepsky, eben bei recht hellen Objekten. Die Frage ist da eher, ob Du für Deepsky dann nicht auch Weitwinkel-Okulare haben möchtest, und ob Dir die TS-SWM dafür ausreichen. Am besten wäre es für Dich, zu einem Teleskoptreffen zu fahren, und dort mal zu schauen, ob Du nicht bei einem anderen Sternfreund mal durch die für Dich interessanten Okulare durchschauen kannst. Am besten natürlich mit dem eigenen Teleskop, oder mit einem baugleichen oder ähnlichen.

Clear Skies
Sven
 
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