Flatfieldbox justieren... wer kann's mir erklären?

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Matzju

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Hallo zusammen,
ich habe mir jetzt mal eine Flatfield Box gebaut - basierend auf diversen Anleitungen im Internet.
Dass diese "justiert" werden muss, um eine wirklich gleichmäßige Ausleuchtung zu erreichen verstehe ich - aber nicht wie.
Vielleicht kann mir das einer von euch erklären ;)
Fotografieren möchte ich mit meiner DSLR.
Sollte ich diese eigentlich für Flatfield Aufnahmen auf SW umstellen, oder ist das egal?

Danke für eure Hilfe.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

Vom "justieren" einer Flatfieldbox habe ich noch nie gehört, ich weiß aber was Du meinst. Es gibt bestimmt Messgeräte mit denen man die Gleichmässigkeit der Ausleuchtung messen kann - aber da habe ich zu wenig Ahnung.

Ich kann Dir aber sagen, dass es egal ist welcher Bildstil in der Kamera eingestellt ist (so lange in RAW aufgenommen wird). Die Bildstile wirken sich nur auf JPG Dateien aus.


Gruß Marcel
 
Hallo Marcel,
danke, dann wäre die erste Frage ja geklärt. ;)

Bzgl. justieren hast du recht, es ist wohl mehr kalibrieren. Kann man das annähernd mit "Hausmitteln" schaffen?

Ich habe bisher das ganze so gemacht, dass ich die Box in angeschaltetem Zustand fotografiert habe und dann die Helligkeit an verschiedenen Stellen gemessen habe. So scheint es auch gleichmäßig zu sein. Aber wenn ich dann ein Flat mit meinem Newton machen will, kriege ich dort keine sichtbare Vignettierung - dass kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen (8" F6 mit 2" auf T2 an DSLR). Zumal ich in meinen Bildern die Vigettierung deutlich sehe :(
Hoffe mir kann jemand helfen.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

wie belichtest du die Flats? Vollautomatik? Manuell? Belichtungskorrektur?

Warum du bei den Flats keine Vignette hast aber auf deinen Bildern schon, kann mehrere Ursachen haben. Die erste die mir einfällt, du hast die Flats überbelichtet, also so richtig weisse Bilder. Lösung wäre dann einfach mal eine Belichtungskorrektur machen und schauen, dass du "nur noch graue Bilder" bekommst. Da sollte sich dann auch eine Vignette zeigen.
Siehst du die Vignette im Subframe oder erst bei der Nachbearbeitung? Am gestackten und gestretchten Bild ist die Vignettierung viel stärker als bei einem Flat, daher werden die Flats ja auch vor dem Stacken mit jedem Subframe verarbeitet.
 
Hallo Matthias,

geht es Dir darum, dass die Flatfielbox eine gleichmäßige Helligkeit über die Fläche aufweist, oder geht es Dir um das richtige Belichten der Flatframes?

Wie Markus schon schrieb dürfen die Flats weder unterbelichtet noch überbelichtet sein.

Wenn Du an der DSLR die automatische Belichtungsmessung benutzt und noch ca. 2/3 Blendenstufen überbelichtest sollte der "Berg" im Histogramm so ziemlich in der Mitte liegen. Da kannst ein wenig probieren.

Es kann schon sein, dass Du zunächst keine Vignettierung erkennst - wenn Du das Bild streckst solltest Du aber vielleicht eine Vignette deutlich sehen.

Es kann aber auch manchmal sein, dass man selbst dann kaum eine Vignette wahrnimmt. Ich habe an meinem System auch selbst dann keine Vignette, da der Sensor meiner CCD im Gegensatz zur DSLR relativ klein ist.

Selbst wenn dem so ist würde ich aber auf Flats trotzdem auf gar keinen Fall verzichten, da durch die Flats nicht nur Vignettierung korrigiert wird.


Gruß Marcel
 
Hallo Matthias,

wenn du festellen möchtest ob deine Flatfieldbox gleichmässig ausgeleuchtet ist kannst du entweder die Leuchtfläche kleiner mit deiner Kamera aufnehmen nur die Bildmitte verwenden und dann nach den Werten schauen oder die machst im Nachbereich mehrere Aufnahmen im manuellen Betrieb und Autofokus aus von der Mitte zu den Rändern und vergleichst die Werte.

Beim Newton kann es auch vorkommen das wenn der Okularauszug zu nahe am Rohrende ist es dort zum Lichteinfall kommt und dann die Flats nicht passen. Abhilfe währe dann eine Rohrverlängerung von vielleicht 20 cm anzubringen. Ich würde einfach mal die Kamera abmontieren und durch den Okularauszug schauen ob Reflexe, direkter Blickkontakt zur FFB oder Spiegelungen auftretten können.

Gruß Rolf
 
Hallo Marcel, hallo Rolf,
vielen dank für eure Anregungen.
Zur Aufnahme der flats, diese machte ich im manuellen modus und passe die Belichtungszeit so an, das das Histogramm eine Sättigung von ca 50% anzeigt.

Rolf, wie sollte der Fokus bei den Aufnahmen im Nahbereich gewählt werden?
Das mit dem Lichteinfall werde ich mal prüfen.

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

ich bin zwar nicht Rolf, aber der Fokus muss bei den Flats haargenau so sein, wie bei den Lights. Wenn Du den Fokus gegenüber den Lights verstellst versaust Du Dir damit die Flats - bzw. erhälst völlig falsche Flats.

Gruß Marcel
 
Hallo Marcel,
danke - das wusste ich bereits. Mir ging es um die Aufnahmen, um die gleichmäßige Ausleuchtung der Box zu prüfen (kalibrieren).

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias

der Fokus muß nur bei alle Aufnahmen gleich sein, damit die Belichtung gleich ist. Falls du es nur mit einer Aufnahme darf man nur wirklich das Zentrum auf deinem Chip verwendet werden und muß scharf abgebildet werden.

Ich würde aber mehrere Aufnahmen machen, im Nahbereich und Objetiv dabei auf unendlich einstellen. Zuerst vielleich 4-5 Aufnahmen genau vom zentrum machen und die Werte schauen ob sie gleich sind (da normalerweise die Blende immer öffnet und schliest). Sind die Werte gleich kann man dann die Kamera parallel verschieben und dadurch die Ecken ausmessen.

Hat das Objektiv keine gleiche Belichtung bei den versuchsaufnahmen ergeben, kann man es auch anderst machen.
T2 Adapter kleines Rohrstück davor montieren und vorne ein 10mm Loch hinein, da wir ja nur die Helligkeit brauchen und somit auch kein Bild benötigen. Das Rohr muß aber größer sein und sollte nicht spiegeln. Schwarze Pappe reicht dafür aus oder ein Stück Abflußrohr.

Gruß Rolf
 
Das Histogramm sollte bei linearer Skalierung des Histogramms eher eine steile Spitze statt ein breiter Berg sein. Je nach Helligkeit kann man Vignettierung optisch schlecht erkennen. Es kann helfen, die Helligkeit zu spreizen, um besser zu sehen, was es zu sehen gibt.

Im Idealfall wird man einen Pixelwert sehen, der im Histogramm durch Rauschen verbreitert wird. Die Frage heisst also: Zeigt das Bild noch etwas außer Rauschen?

Wenn ja, dann steht die Chance gut, dass die erwartete Vignettierung vorhanden ist. Die Sache ähnelt sehr der Rauschanalyse:

http://www.qsimaging.com/ccd_noise_measure.html

Michael
 
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