Fluidhead oder Gabel?

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DeltaElite

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Mangels ausreichender Beobachtungserfahrung:

was ist besser für ein 120er Großfernglas (ca. 10,5kg): Gabelmontierung, Az Montierung à la Losmandy Az 8 oder ein Fluidhead ?

Momentan habe ich ein 120er auf APM-Gabel, habe aber so ein bisschen das Gefühl, dass mir das ganze nicht leicht genug schwenkt. Es läßt sich zwar ruckfrei anschieben, aber irgendwie ist es mir nicht leichtgängig genug. Mangels Vergleichsmöglichkeiten kann ich natürlich nicht sagen, ob das bei einer Az-Montierung oder einem Fluidhead unbedingt anders wird.

Hat jemand schon mal beides ausprobiert?
 
Eine "normale" Gabel, also mit 2 Armen hatte ich nie, das war mir immer zu bulky und schwer.
Meinen 125er Borg Doppelrefraktor hatte ich auf einer selbstgebauten zentralen Einarmgabel, was eine Kopie der Gabel von Matsumoto war.
Das hat sehr gut funktioniert, war klein, leicht und handlich und auch einfach zwischen die beiden einzelnen Tuben zu bauen.

Beim 150er AMP wollte ich auch eine zentrale Einarmgabel bauen, aber zwischen den Tuben ist wenig Platz und man liegt mit der Achse auch immer unterhalb des Schwepunktes.
Dazu kommt, dass eine Gabel umso smoother ist, je größer der Achsduchmesser ist.
Ohne massiv am Gehäuse des AMP herumzufräsen wäre das nicht machbar gewesen.

Zu dieser Zeit bin ich dann auf die Fluidheads gestoßen, fand sie aber immer horrend teuer und schwer.
Das sind sie leider auch, aber dafür ermöglichen sie in beiden Achsen dermassen flüssige Bewegungen und stehen an jeder Stelle absolut still, was mit einer Gabel nicht im Ansatz realisierbar ist.

Bei einem "fertigen" Bino wie den APM würde ich deshalb immer zu einen Fluidhead greifen, bei einem Doppelteleskop würde ich immer eine zentrale Einarmgabel mit sehr großer Achse genau in den Schwerpunkt zwischen den Tuben bauen.

Ein Problem bei allen Lösungen sind die unterschiedlichen Okulargewichte, die ja den Schwerpunkt verschieben.
Aus diesem Grund habe ich schon von Anfang an meine Okulare alle auf das selbe Gewicht gebracht.

Beim Fluidhead kann man das in gewissen Grenzen kompensieren, zum einen über die Federvorspannung, was nicht ganz so elegant ist weil dann die Gegenkraft nicht mehr über den gesamten Winkel passt und das Bino nicht an jeder Stelle von alleine stehen bleibt, man muss es dann klemmen.
Besser geht das über eine verschiebbare Adapterplatte, mit der man das Bino beim Okularwechsel wieder ins Gleichgewicht bringt.
Beides ist zusätzliche Fummelei bei jedem Okularwechsel, die ich nicht haben wollte :)

Die käuflichen Einarmgabeln finde ich persönlich nicht so gut, die Achsen sitzen immer deutlich unter dem Schwerpunkt des Glases und sind auch zu klein um smoothe Bewegungen zu ermöglichen.
Mit Zweiarmgabeln kommt man in den Schwerpunkt und man könnte die Achsen auch größer machen (was aber praktisch kein Hersteller macht)
Dafür hat man halt riesige und schwere Ungetüme ...

Grüße Jochen
 
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