Fokus bei f4 Newton - temperaturabhängig?

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Recoxx

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Hallo allerseits, (o:

ich muss mehrmals in der Nacht an meinem f4 Newton den Fokus nachstellen. Wem geht es auch so?
Was ich meine ist, wenn ich z. B. eine Fotos-Session mache, dann muss ich nach ca. einer Stunde nachstellen, ansonsten werden die Bilder unscharf. Ich denke, dass das wohl sehr temperaturabhängig, oder? Umso größer die Temperaturänderung, desto mehr muss man nachstellen, oder?
Ich habe ein 200/800 Sky-Watcher Stahl-Tubus. Ist das bei einem Kohlefaser-Tubus besser? Kann dazu jemand was sagen?
Ich hatte davor ein 200/1000 Sky-Watcher Stahl-Tubus, da kam mir das nicht so vor, kann das sein oder ist das nur Einbildung?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen! ((o:

CS
Andreas
 
Hi Andreas,
ich habe einen 10" f/4.5 in Kohlefaser, selbstgebaut. Ich muss nicht nachfokussieren, auch nicht bei einem starken Temperaturabfall nachts. Ich habe einen 3" JMI OAZ.

Stahl verhält sich bestimmt anders, eventuell ist es auch der Komakorrektor, bei dem sich etwas verschiebt?

Gruß
Ernie
 
Ich nutze den PDS200 und der ist recht stabil die Nacht durch. Aber man muss auch dazu sagen, dass die Wetterbedingungen hier im Ruhrgebiet recht human sind.

Hier wird das Thema schön erklärt.

Gruß
Dennis
 
Hallo Ernie und Dennis,

danke für eure Antworten!

Ich tippe eher auf den Koma-Korrektor (KK), denn bei meinem f5 Newton hatte ich den GPU KK nicht sondern nur den KK von Baader und da war das Problem nicht da.
Aber ich werde mir mal den Link von Dennis genau durchlesen.

CS
Andreas
 
HI Andreas
Stahltuben reagieren auf Temperatur, wenn auch nur wenig. Aber da kann schon ein Bruchteil eines mm am f/4 reichen um den Fokus zu verlieren.
Gerade beim fotografieren ist es oft eher der OAZ der nicht ganz stabil ist und die Position der Cam geringfügig verändert. Die Skywatcher OAZ des PDS sind keine Topauszüge. Das würde ich erst mal testen.
CS
 
Hallo Andreas,


da bin ich genauso verpuzzelt wie Du.

Beobachtungsorte im Allgäu
rein visuell, keine Fotoaufnahmen, meist nur 2 versch. Okulare in der Nacht in Verwendung
f/4 Newton mit 300mm HS-Halbmesser, Karbontubus, 2"OAZ

Zwischen 22 und 0Uhr muss ich oft nachkorrigieren.
Ab ungefähr 3Uhr fällt die Temperatur nochmal und ich muss wieder nachkorrigieren.
Gestern war das ganz deutlich. Über rund 30 Minuten fangen die Sterne an auseinanderzuschwimmen. Ich habe mir angewöhnt in der Zeit einfach Pause zu machen.

Interessanterweise habe ich das Problem nicht in Nächten < 7°C, da kommen dann eher andere Widrigkeiten zum Vorschein.

Uuund: Bei einem 127mm Skywatcher Reise-Maksutov (1,25"OAZ) habe ich das Problem auch nicht, zumindest nicht merklich, obwohl das Teleskop mehr vergrößert.

Grüße,

Sebastian.
 
Hallo,

das ist eindeutig der Stahltubus mit seiner Wärmeausdehnung. Bei f/4 genügt das dann schon, um den Fokus zu verstelen.
Dagegen hilft nur ein CFK-Tubus, weil der kaum eine Wärmeausdehnung kennt oder ein gekaufter/gebastelter Motorfokus, der alle paar Bilder automatisch nachfokussiert.

Grüße
Erik
 
Bei f/4 beträgt die CFZ (Critical Focus Zone) nur rund 40µm. Da reichen leider ein paar Grad Temperaturänderung um ein Nachfokussieren zu erzwingen. Insbesondere schnelle Optiken werden da schnell zu einem Thermometer...
Tuben aus Carbon oder Invar sind deswegen besser geeignet, da sie im vergleich zu anderen Materialien einen geringen Dehnfaktor besitzen.
 
Hallo und danke für die Antworten!
Ich denke, dass ihr recht habt, denn ich habe in den letzten Tage alles genau beobachtet. Und da mein Tubus nur unter einem Sonnenschirm im Garten steht heizt er sich auf und muss erstmal abkühlen, denn so nach drei Stunden Benutzung muss ich nicht mehr oder nur noch sehr wenig nachfokussieren.
CS Andreas
 
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