Fokus-Motor selbst bauen?

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leo4708

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Moin,

ich habe den Sky-Watcher Fokusmotor (mit umgebautem Zahnriemenantrieb ähnlich wie auf den Bildern) zusammen mit einem ED-Refraktor verkauft, hatte ihn auch alternativ mit der kleineren Haltung sogar an meinem Skymax 127/1500 eingesetzt.

(Bilder durch Moderation entfernt. Grund: Kein Quellennachweis, kein Nachweis von Nutzungsrechten. Bitte FAQs beachten: Bilder - Welche Bilder darf ich wie in einem Beitrag veröffentlichen?)

Leider war ich da wohl etwas voreilig; allerdings schocken mich die aktuellen Preise bei den großen Anbietern. Ich habe vor 3 Jahren für den ersten ca. 60 € bei TS bezahlt, mittlerweile kostet er das Doppelte. Infaltion schön und gut, aber man muss ja nicht Preise bis zur Schmerzgrenze (und darüber hinaus) erhöhen.
Die Fokusmotoren in der "Luxuxklasse" kosten mittlerweile soviel wie eine gute DSLR, Wahnsinn!
Daher überlege ich, ob man sich so ein Teil nicht mit Schritt- oder Stellmotoren selbst basteln kann.
Hat jemand Ideen oder es schon realisiert? Würde mich über gute Tipps freuen.

VG & CS
Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Google mal, da gibt's massig Selbstbauprojekte! Im Forum steht auch einiges meist mit Arduino.

CS Jörg
 
Hallo Peter

Ich habe meinen Bau hier dokumentiert: https://www.lostinspace.ch/diy-projekte/basteln/. Da ich in diesem Thema ein ziemlicher Neuling war (vor allem mit Arduino & Sketch), habe ich ein Projekt eines Holländers plus/minus kopiert bzw. ergänzt/erweitert ;-) Steht aber alles auf meiner Page...

Grüsse, David
 
Moin,

Durch eine andere Diskussion bin ich auf Deepskydad gestoßen, der einen Fokussierer so günstig anbietet, dass ich mich frage ob der Selbstbau lohnt.

- deepskydad.com

CS Jörg
 
Naja... meiner hat inkl. Filament und Strom für den 3D-Druck keine 20€ gekostet. Hat sich gelohnt... Außerdem macht der Selbstbau ja auch Spaß und das Erfolgserlebnis wenn es funktioniert ist eh unbezahlbar.

Ciao, Udo
 
Hi,

wenn man eh Basteltalent hat keine Frage, aber für den eher auf Nutzung ausgerichteten Zeitgenossen (meine Elektronikbastelzeit liegt ein paar Jahrzehnte zurück), finde ich schon massiv interessant, denn die paar-hundert-Euro-Teile können letztendlich auch nicht viel mehr. Und wie man bei der Recherche im Web feststellt, customizen die auch relativ günstig.

CS
Jörg
 
Motor Focuser for Skywatcher Quattro & PDS Crayford

Der Clip für den PDS-OAZ bekommt heute oder morgen noch eine Revision, ich hab da noch etwas Feintuning betrieben. Eine Halterung und Mitnehmer für den Mak ist schnell gemacht; ich hab den baugleichen Celestron-Mak rumstehen.

CS, Ralf
 
Hi,

kleine Ergänzung.

Das Steuern eines Schrittmotors mit der Arduino Library AccelStepper oder Varianten davon ist mM wirklich einfach.

Ich habe inzwischen meine System-Architektur geändert.

Da ich sowieso immer auch einen PC zur Aufnahme (SharpCap) und Steuerung habe, habe ich die Arduino SW völlig abgespeckt. Sie steuert nur noch den/die Schrittmotoren an. Die ganze Logik ist in einem grösseren Java-Programm auf dem PC. Man hat dadurch den Vorteil der Nutzung einer ausgewachsenen Programmiersprache und Entwicklungsumgebung (Eclipse), kann sehr leicht eine Oberfläche ergänzen (zB mit SWT), kann Stellarium über die HTTP-Schnittstelle ansprechen, kann über einen virtuellen COM-Treiber sehr leicht das Protokoll von ASCOM-Treibern abgreifen.

Die Steuerung des Fokus-Schrittmotor ist dann nur ein Teil des Programms.
Der Arduino CNC Shield mit 3 Schrittmotoren wird über USB angesprochen.
Alle Schrittmotoren werden gleich gesteuert, die Logik ist komplett im Hauptprogramm auf dem PC.

Wenn man einigermaßen Programmieren kann, sollte man sich das mM überlegen.
Nach meiner Erfahrung kann man auf dem Arduino sehr schnell auch Probleme mit dem kleinen Speicher bekommen.
Wenn das Programm (Sketch) zu gross ist, kommt es zu "komischen" Effekten. ;)
Das wird auch nicht abgefangen. Man muss selber kontrollieren ob der Speichern schon zu klein ist.

Gruß
Peter
 
Man kann auch mit Visual Studio Arduino-Programme schreiben...

Und dann gibt es noch den Raspi Mini, der hat eigentlich genug Leistung und Ressourcen. Nur Mal als Alternative zum Arduino. Es gibt auch noch viel mehr solcher Kleinstrechnerchen.

PC als "Intelligenz" mag ich gar nicht. Es sei denn als Mini-PC direkt an der Montierung. Das muss Alles autonom laufen und darf z.B. bei Netzwerkproblemen nicht stoppen.

Ciao, Udo
 
Hi Udo,
Man kann auch mit Visual Studio Arduino-Programme schreiben...
Klar, das freie Visual Studio Code mit der PlattformIO Extension.
Viel besser als die original Arduino IDE. Wobei die mM gut ist, wenn man nicht viel Programmier Erfahrung hat.

Und dann gibt es noch den Raspi Mini, der hat eigentlich genug Leistung und Ressourcen. Nur Mal als Alternative zum Arduino. Es gibt auch noch viel mehr solcher Kleinstrechnerchen.
Na ja, der Arduino ist kein MIni-Computer wie der Raspi. Arduino ist ja "nur" ein Microprozessor Board. Deswegen auch die Speicher Knappheits Probleme.

PC als "Intelligenz" mag ich gar nicht. Es sei denn als Mini-PC direkt an der Montierung. Das muss Alles autonom laufen und darf z.B. bei Netzwerkproblemen nicht stoppen.
Klar so ein höhere Intelligenz-Programm läuft auch auf einem Mini-PC und dank Java sogar auf allen Betriebssystemen.
Ich habe keinerlei Netzwerk zum Teleskop/Montierung. Läuft alles vom Wohnzimmer über ein 10m USB Kabel mit eingebautem Repeater (und ein zusätzliches12V Kabel) zum USB HUB an der Montierung.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Raspi Mini sieht aus wie ein Ardu... Klein aber fein. Kein kompletter "PC", aber Recht leitungsfähig.

Langes USB-Kabel ist auch nicht ganz unproblematisch. Zumal ich im Winter ungern die Terrassentür einen Spalt offen lassen möchte. Astroberry wird bei mir per Kabel an einen WLan-Accesspoint auf der Terrasse angeschlossen, bedient wird via WLan vom Laptop/Convertible aus.

Ich muss halt mit dem Convertible Ran an die Monti zum Polar Align, der Rest geht dann auch bei mir vom Wohnzimmer aus. Ein Kabel birgt da gewisse Risiken.

Ciao, Udo
 
Hallo Astrofreunde,
@leo4708
Ich habe mir den bei maketec beschriebenen Motorfokus nachgebaut. Der Mikroprozessor ist hier auch der Arduino nano. Die Ansteuerung verfügt über eine Handbedienung und eine Temperaturkompensation. Das Programm braucht nur die Hälfte des Speicherplatzes. Es ist ASCOM-kompatibel und funktioniert super mit Sharpcap 4.0.
Vorher hatte ich einen mit Pololu TIC T500 angesteuerten Motorfokus. Der Schrittmotor NEMA 11 läuft mit 5 Volt. Das Ganze inkl. Netzteil und Verkabelung liegt jetzt bei mir 'rum.
Bei Interesse schick mir 'ne PN.

Viele Grüße
Dieter
 
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