wynnie
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Hallo !
Vor einiger Zeit habe ich mir zwei Teleobjektive gekauft, dass eine ein Canon EF 75-300 Zoom mit defektem Autofocus, dass andere eine manuelles Pentacon 200mm f4. Nun habe ich meinen Newton mit einem Motorfokus ausgestattet (Arduino ASCOM Focuser Pro2), der auch prima funktioniert. Da ich noch einen NEMA 17 Schrittmotor übrig hatte, wollte ich auch die beiden Objektive damit scharfstellen können. Jedoch liegt der Fokusring bei den beiden an einer unterschiedlichen Stelle, sodass der Motor in zwei Achsen verschiebbar sein musste.
Dazu habe ich eine Prismenschiene die schon eine Bohrung für eine Fotoschraube hatte mit einem Sucherschuh (für’s guiding per 50mm Sucher) versehen und darauf ein 20x20mm² Bosch Profil mittels zweier Winkel verschraubt. An diesem wird nun mittels zweier L-Winkel die im Profil liegen ein zweites Boschprofil senkrecht zum ersten verschraubt. Nach lösen der beiden Schrauben an den Winkeln lässt sich das Profil zur Kamera hin, oder von ihr weg verschieben. Dadurch kann der Zahnriemen (GT2) gespannt werden. Der Motor sitzt nun auf einer Halterung die in das Profil angepasst ist und lässt sich, nach lösen der Schrauben ebenfalls entlang des Profils verschieben. Die Halterung wurde per 3D Druck aus einer Art Nylon angefertigt und sehr stabil.
Der NEMA 17 Motor hat 400 Vollschritte pro Umdrehung und läuft im 4fach Mikroschritt Betrieb. Aus dem Umfang der Fokusringe und der Zahnriemenscheibe des Motors (12 Zähne) ergibt sich eine Untersetzung von ca. 9,33:1. Ein (Mikro-)Schritt des Motors dreht den Fokusring also um ca. 0,025°. Das sollte fein genug sein um den Fokus zu treffen. Da die Steuerung des Schrittmotors die gleiche ist wie am Okularauszug, lässt sich das Ganze auch über ASCOM steuern. Die Lösung orientiert sich natürlich an der Ausstattung meiner „Werkstatt“. Mit besserem Werkzeug und mehr Möglichkeiten zur Metallbearbeitung ginge es vermutlich auch eleganter. Aber das Ganze hat in Summe auch nur ca. 50€ (incl. Motor) gekostet. Da kann ich über ästhetische Unzulänglichkeiten hinwegsehen ;-)
Hier ein paar Bilder um die Konstruktion zu verdeutlichen.
Link zur Grafik: http://astro.wynnie.de/uploads/big/fcf67d513850d4a8a387525cd6525e9a.jpg
Link zur Grafik: http://astro.wynnie.de/uploads/big/0807dc20ec10618fd5c74a73e5ca6e0a.jpg
Link zur Grafik: http://astro.wynnie.de/uploads/big/40abeacfbe1547caf912ff2bdd3c4b2c.jpg
Viele Grüße
Michael
Vor einiger Zeit habe ich mir zwei Teleobjektive gekauft, dass eine ein Canon EF 75-300 Zoom mit defektem Autofocus, dass andere eine manuelles Pentacon 200mm f4. Nun habe ich meinen Newton mit einem Motorfokus ausgestattet (Arduino ASCOM Focuser Pro2), der auch prima funktioniert. Da ich noch einen NEMA 17 Schrittmotor übrig hatte, wollte ich auch die beiden Objektive damit scharfstellen können. Jedoch liegt der Fokusring bei den beiden an einer unterschiedlichen Stelle, sodass der Motor in zwei Achsen verschiebbar sein musste.
Dazu habe ich eine Prismenschiene die schon eine Bohrung für eine Fotoschraube hatte mit einem Sucherschuh (für’s guiding per 50mm Sucher) versehen und darauf ein 20x20mm² Bosch Profil mittels zweier Winkel verschraubt. An diesem wird nun mittels zweier L-Winkel die im Profil liegen ein zweites Boschprofil senkrecht zum ersten verschraubt. Nach lösen der beiden Schrauben an den Winkeln lässt sich das Profil zur Kamera hin, oder von ihr weg verschieben. Dadurch kann der Zahnriemen (GT2) gespannt werden. Der Motor sitzt nun auf einer Halterung die in das Profil angepasst ist und lässt sich, nach lösen der Schrauben ebenfalls entlang des Profils verschieben. Die Halterung wurde per 3D Druck aus einer Art Nylon angefertigt und sehr stabil.
Der NEMA 17 Motor hat 400 Vollschritte pro Umdrehung und läuft im 4fach Mikroschritt Betrieb. Aus dem Umfang der Fokusringe und der Zahnriemenscheibe des Motors (12 Zähne) ergibt sich eine Untersetzung von ca. 9,33:1. Ein (Mikro-)Schritt des Motors dreht den Fokusring also um ca. 0,025°. Das sollte fein genug sein um den Fokus zu treffen. Da die Steuerung des Schrittmotors die gleiche ist wie am Okularauszug, lässt sich das Ganze auch über ASCOM steuern. Die Lösung orientiert sich natürlich an der Ausstattung meiner „Werkstatt“. Mit besserem Werkzeug und mehr Möglichkeiten zur Metallbearbeitung ginge es vermutlich auch eleganter. Aber das Ganze hat in Summe auch nur ca. 50€ (incl. Motor) gekostet. Da kann ich über ästhetische Unzulänglichkeiten hinwegsehen ;-)
Hier ein paar Bilder um die Konstruktion zu verdeutlichen.
Link zur Grafik: http://astro.wynnie.de/uploads/big/fcf67d513850d4a8a387525cd6525e9a.jpg
Link zur Grafik: http://astro.wynnie.de/uploads/big/0807dc20ec10618fd5c74a73e5ca6e0a.jpg
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Viele Grüße
Michael