Fokusprobleme mit dem Bino

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ralf
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Ralf

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Hallo Leute,
ich komme gerade von draußen und bin total gefrustet.
Für meinen 150/1800 Mak/Cass habe ich mir diese Tage ein Bino zugelegt. So, heute wollte ich es ausprobieren und siehe da, ich komme nicht in den Fokus! So eine Schei.... ich hätte den ganzen Kram am liebsten in die Ecke gefeuert. Warum ist das so? Ich dachte die C8, C11, Mak/Cass usw. hätten genug Backfocus für ein Bino, wohl nicht.
Lange Rede kurzer Sinn, wer weiß was ich benötige um mit dem Bino in den Fokus zu kommen?


Gruß
ralf
 
Hallo Ralf,

dafür wird es sicherlich eine Erklärung und zweifellos auch eine rasche Problembehebung geben.

Mein Maxbright funktioniert am C8 tadellos, wenn ich keinen Reducer eingeschraubt oder aber den Steel Track "an Bord" habe. Erst heute Nacht habe ich Mars, Saturn und einige DS-Objekete mit großem Gewinn und in erstklassiger Qualität beobachtet - stundenlang!

Das einzige, was mich stört, ist die die Benutzung des Fokussierknopfes am C8. Das würde ich gerne mit dem Steel Track erledigen. Vielleicht klappt das auch, ich will es einmal testen.

Ich denke, dass Dein Frust unbegründet ist und sicherlich schnell verfliegen wird, wenn Dir ein Technik-Spezialist in diesem Forum die Lösung des Problems gibt. Meine Laien-Lösung wäre evt. ein Zwischenstück, aber - wie gesagt - technisch bin ich da nicht so bewandert.

Grüsse und cs

Ralf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi!

So einen ähnlichen Thread gab's neulich schon mal, vielleicht hilft da was.

Hast Du einen Glaswegkorrektor, auch wenn der eigentlich nicht nötig sein sollte? Wobei ich Bino-Erfahrung nur am C14, nicht mit einem Mak.

Gruß,
Alex
 
Hallo,

den zitierten Thread habe ich seinerzeit mit Interesse verfolgt. Angeblich soll es auch mit OAZ und Bino an älteren C8 funktionieren, nur meiner ich neueren Datums. Ich will es einmal probieren, bei Tageslicht hat es nicht geklappt.

Meinst Du, dass ein Glaswegekorrektor helfen würde, wenn ich den Steel Track angesetzt habe und mit dem Bino beobachten möchte? Das wäre ja eine Lösung, denn ich finde den Fokussierknopf einfach zu ungenau und zu wackelig, auch das Shifting macht sich gelegentlich bemerkbar. Beim Steel Track läuft alles richtig ruhig und ich kann auch noch feinfokussieren.

Hat jemand Erfahrung mit der Kombination Glaswegekorrektor-OAZ-Bino?

cs

Ralf
 
Hi!

Ich weiß nicht, wo bei dir der Fokus fehlt, und kann nur vermuten, dass ein Glaswegkorrektor (GWK) was bringen sollte - allerdings sollte die Brennweitenverlängerung nicht zu stark sein. Das Bino, das ich normalerweise verwende, braucht am C14 keinen GWK - und mit dem von einem anderen Teleskop vorhandenen GWK landet man bei 6 m Brennweite oder noch mehr und entsprechenden Vergrößerungen, die mit den vorhandenen Okularbrennweiten keinen Spaß mehr machen.

Keine Daten, keine Ahnung. Vielleicht mal beim Hersteller/Händler anfragen?

Gruß,
Alex
 
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 ich komme gerade von draußen und bin total gefrustet.
Für meinen 150/1800 Mak/Cass habe ich mir diese Tage ein Bino zugelegt. 
So, heute wollte ich es ausprobieren und siehe da, ich komme nicht in den Fokus!

Hallo Ralf,

hast Du das Problem inzwischen aufgeklärt oder besteht es weiterhin?

Was ist denn das für ein Mak, und was ist das für ein Bino?
Wäre auch hilfreich, wenn Du mal berichtest, was da sonst noch für Teile am Geschäftsende hängen.

Du kannst die Sache aber auch schnell selber klären, indem Du mal untersuchst, wieviel Backfokus Dein Mak maximal hergibt.
Dazu brauchst Du nur mal Dein Instrument auf eine entfernte Lichtquelle zu richten und dann die Lage der Brennebene mit
einer Mattscheibe zu bestimmen (ein einfaches Stück weißes Papier reicht aus dafür). Den maximalen Backfokus bekommst Du,
wenn der Hauptspiegel so weit wie möglich nach vorne, also in Richtung auf die Meniskuslinse des Mak verschoben ist.

Bei sämtlichen mir bekannten SCTs (habe selbst C8 und C14) ist unzureichender Backfokus ein totales Fremdwort, jedenfalls
solange nicht auch noch ein Focal Reducer verwendet wird. Siehe meine Untersuchungen dazu in dem schon zitierten Link.

Wie weit sich der Backfokus an einem Mak verstellen lässt, hängt natürlich vom jeweiligen Modell ab.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter


 
Hallo Peter,
nein, leider habe ch das Problem noch nicht gelöst, aber ich arbeite daran. Zum Backfokus: ich hatte mal das Bino freihand an das hintere Ende des Maks gehalten und solange probiert bis das Bild scharf war und dann den Abstand bis zum Bino gemessen, das waren 80mm (Spiegel war ganz vorne).

Ich habe jetzt einen Adapter von MC Gewinde auf 2" Steck + 2" Reduzierung mit einer Gesamtlänge von 40mm direkt an das hintere Ende geschraubt und werde versuchen mit einem 1 1/4" Zenitspiegel in den Fokus zu kommen, das muß ich morgen mal testen (mußte mir den Adapter erst abdrehen lassen).
Vorher hatte ich lediglich einen 2" ZS am hinteren Ende.
Der Mak ist ein Intes MK-66 150/1800 und bei dem Bino handelt es sich um ein Seben Bino. Ich wollte halt erstmal testen ob mir das Binoschauen überhaupt zusagt.

Wenn Du einen anderen Lösungsvorschlag hast nur her damit.
Bei AStrocom gibt es noch einen 1,6x GWK von Paralux, kennt den wer?

Gruß
Ralf
 
Hallöchen

Bei manchen 2" Zenitspiegeln kommt ein SC-Gewinde zum Vorschein wenn man die 2"-Steckhülse abschraubt (oder wenn nicht, gibt's zumindest sicher irgendwo passende Adapter).
Dann könntest du ganz ohne Zwischenstück direkt den Zenitspiegel festschrauben. Problem hierbei ist, dass du nicht weißt in welcher Stellung der Zenitspiegel stehen bleibt, sofern du also den Tubus nicht in Rohrschellen drehen kannst (der MK66 hat glaube ich keine??), brauchts also eventl. noch einen Konterring.

Gruß
Andy
 
Hallo Ralf,

also 80 mm maximaler Backfokus (wenn ich das richtig interpretiere) ist in der Tat zu wenig für einen Binoansatz.
Und einen Zenitspiegel brauchst Du ja auch noch. Da helfen dann wirklich nur die bekannten Galswegkorrektoren.
Das taugt dann aber nur für hohe Vergrößerung und entsprechend kleines Feld, also z.B. für Planeten.
Aber dafür ist der Mak ja ideal.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Ralf,

ein Bino wie das Seben oder auch das Maxbright von Baader haben ca.120mm Glasweg. Bei einem 2" Zenitspiegel der auch nochmal einiges an Glasweg mitbringt wird es wohl in jedem Fall schwierig in den Fokus zu kommen.
Zudem vermute ich mal dass der russische Maksutov nicht den großen Hauptspiegelverstellweg wie die Amerikanischen SC hat.

Deshalb rate ich zu einem 1,7fach Glaswegkorektor und einem extrem kurzbauenden Zenitspiegel. Damit meine ich kurzen Schraubanschluß am Teleskop und ebenfalls einen kurzen Einsteckstutzen für das Bino, bzw. die Okulare. Unter Umständen muß man da halt was basteln. Ich habe zb. die in der Regel 40mm langen Okulareinsteckstutzen am 2" Zenitspiegel um 20mm gekürzt und fürs Maxbright Bino eine nur 20mm lange Einsteckhülse angefertigt. Wird allerdings an einem Refraktor eingesetzt.

Falls du nicht gleich einen Glaswegkorrektor kaufen willst kannst Du es zunächst auch mal mit einer Barlow versuchen, vieleicht bringt das schon was.
Das Gesichtsfeld wird allerdings in jedem Fall kleiner, ob Barlow oder Glaswegkorrektor.

Gruß
Hans
 
Hallo,
ich habe jetzt mal nachgeschaut, der MAK hat einen Fokussierweg von 135mm, da wird mir wohl nur ein GWK übrigbleiben. Ich habe es mit einem 1 1/4" ZS mit einem 40mm Adapter zum MAK probiert, funktionierte auch nicht.
Wer kennt den 1,6x GWK von Parallux vertrieben von der Fa. Astrocom?

Gruß
Ralf
 
Hallo,
ich selbst hatte auch ein Fokusproblem, und zwar mit dem WO-Bino, das ich mit dem ZS 66 und ED 80 von Equinox kombinieren wollte.
Zur Kombination mit dem ZS 66 teilte mir der Kundenservice von WO mit, dass in Verbindung mit einem Zenitprisma ein Fokussieren nicht möglich sei, also nur der direkte Anschluss des Bino mit dem ZS 66 in Frage komme (keine attraktive Lösung für die Halswirbel). Händler boten mir teure Barlows an. Die wirkliche Lösung kenne ich seit heute (Tipp auf dem ATT): die im Set mitgelieferte 1,6 x Barlow von WO schraubt man nicht (!) unten ans Bino, sondern vielmehr teleskopseitig in das Zenitprisma. In die Okularöffnung des Zenitprismas kommt dann einfach das Bino und schon ist das Fokussieren kein Problem. Leider klemmte die 1,6-Barlow von WO beim Einschrauben in mein WO -Zenitprisma, beim Auswechseln des Stutzens gegen ein entsprechendes Billigteil (nicht von WO) war auch dies ein zu lösendes Problem.
Habe WO die Lösung mitgeteilt, ích hoffe auch andere profitieren nun davon. Udosie
 
Hallo,
guter Tipp danke, wird sicherlich dem einen oder anderen eine Hilfe sein.
Ich habe das Problem auch gelöst, ich habe an das MAK ende einen Adapter auf 2" (abgedreht auf eine Gesamtlänge von 30mm) aufgeschraubt und einen 1 1/4 Zoll Adapter der nicht aufbaut darin befestigt.
Jetzt habe ich aber festgestellt, dass mein Bino dejustiert ist und es wohl nicht möglich ist dieses zu justieren :mauer:.

Gruß
Ralf
 
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