Fokussieren der Astrokamera bei Sonnenbeobachtung

Walter41

Aktives Mitglied
Hallo Forum,

mal eine kleine how-to Frage:
Wenn ihr mit eueren Refraktoren die Sonne beobachtet und diese fotografisch mit der Astrokamera festhalten wollt, wie macht ihr hier die Fokussierung?
Also wenn ich mit der ASI 183MC an meinem TS102-SD arbeite, wird das "Live-BIld" mit einer eher langsamen Bildwiederholrate am Monitor des Laptop angezeigt. Und hier ist das Problem: Der Monitor vom Laptop (hat ~600cd) ist bei Sonnenschein im Freien nicht unbedingt "the yellow from the egg", d.h. duch die helle Umgebung im Freien im Vergleich zur Bildhelligkeit etwas kontrastarm bzw. schlecht einsehbar. Eine Abschattung machts ein wenig besser, ist allerdings auch nicht die beste Lösung. Zudem ist die Bildwiederholrate des Livebildes recht langsam. Wenn man jetzt am Fokusknopf dreht, ist das Live-Bild immer "zu spät" in der Anzeige. Ausserdem erbibt sich durch die Distanz zwischen Teleskop und Notebook-Bildschirm, der ja (zumindest bei mir) auf einem Tisch neben dem Teleskolp steht das Problem der Beurteilung der Schärfe aus der Distanz. Wenn ich jetzt am Teleskop stehe und den Fokussierknopf drehe, kann ich am Monitor die Schärfe relativ schlecht beurteilen. Meist liege ich dann etwas daneben, was den Fokus anbelangt. Und die iterative Methode mit ein wenig drehen, schauen gehen, wieder ein wenig drehen, schauen gehen ist sehr mühsam.
Im Vergleich dazu tue ich mir mit der DSLM direkt am OAZ viel, viel leichter, da ich hier das Live-View direkt vor dem Auge habe und mit der Lupe bequem reinzoomen kann und so die Schärfe sehr fein einstellen kann. Die Bildwiederholrate am Live-View ist zudem viel schneller als am Notebook mit der Astrokamera.
Also nochmal die Frage:
Wie macht ihr das?

LG Walter
 
Hallo Walter,

Ich hab am Sonnensetup einen Mini-PC und einen Autofokus montiert. Die Bedienung erfolgt aus dem Schatten/Hobbyraum via Remote Desktop. Montierung, als auch Kamera und Fokus lassen sich so ohne Interaktion am Setup nutzen. Zum Scharfstellen nutze doch die ROI-Funktion auf ein Detail, sodass die Framerate steigt.

CS, Ralf
 
Hallo,

In Firecapture drehe ich am Gamma Regler um den Kontrast zu erhöhen. Derzeit habe ich gerade noch sehr knapp genug Kabel von der Cam aus um hinter der Jalousie den Labtop zu machen im Schatten. An dem ist der Monitor angeschlossen mit externen Keyboard und Mouse.
Fokussieren geht separat an der Asiair mit dem EAF, wie auch steuern der Monti. Das wird auf dem Tablet gemacht.
In der vollen Sonne draußen ohne Steckdose fuer Labtop geht halt nur die langsame Asiairpro, muss aber einen Schatten finden ansonsten sehe ich Null auf dem Bildschirm. Demnächst versuche ich mal ein verstärktes langes USB3 Kabel zu holen fuer den PC daheim wie draussen.
Mit Firecapture hat man viel bessere und schnellere Framecapture, den Gamma Regler(!), braucht nur ne SSD drin im Rechner.
Um den Bildschirm gescheit zu sehen brauche einen großen Schatten(Baum/Wand), ansonsten sehe ich Null drauf.
Die Bildwiederholrate am Live-View ist zudem viel schneller als am Notebook mit der Astrokamera.
In Firecapture kannst du dir das bestens Einstellen/Wählen. An meinem kleinen schwachen Rechner mit SSD geht das bestens, braucht echt kein Gamer Laptop dafür, den ich auch nutze und verglichen habe.
Die kleine ASI 120MM-S macht mir dabei den besten Job in Firecapture. Ein EAF ist ein sehr gutes Hilfsmittel dabei.

Clear skies,
- Martin
 
Hi!

Ich bin da mittlerweile bei der Luxus-Variante:
  • iCap Laptopzelt, damit ich auf dem Computer was erkennen kann
  • aktiver USB-Hub, um die Montierung und Zubehör über ein Kabel zu steuern; die Kamera hängt an einem eigenen Kabel/USB-Port
  • Motorfokussierer – an einem Teleskop der Baader Steeltrack mit gebrauchtem SteelDrive-Motor; am anderen war es der Fokusmotor von TS/SkyWatcher mit FocusDream-Adapter, der spinnt aber gerade und kann nur noch per PC gesteuert werden und nicht mehr manuell
  • Sharpcap, das über ASCOM die Montierung und den Fokussierer steuert und per Kontrastassistent automatisch fokussiert.
Die Investition habe ich nie bereut. Ich sitze einen Meter weiter im Schatten und kann bequem arbeiten :cool:

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Walter,

ich verwende einen gebrauchten sff-Rechner mit 19" Monitor für meine Astroaufnahmen. Dedr steht auf einem kleinen Tisch, den ich neben das Teleskop / EQ-Plattform stelle.
Bei der Sonne vewende ich ein altes Bettlaken, dass ich komplett vom Monitor bis über meinen Kopf ziehe.
Ich sitze also unter dem Bettlaken mit meinem Rechner, halte mit der linken Hand den manuellen Nachführhebel meiner Plattform und mit der rechten Hand stelle ich am OAZ scharf. Sieht bestimmt für Außenstehende lustig aus, funktioniert aber wunderbar.

Gruß,
Holger
 
Ich nutze den MiniX Z100 am Setup, da der sich hervorragend via 12V versorgen lässt.

Einzig für die Pressure Tuner am Lunt habe ich noch keine Automatisierung, da die Controller dafür wohl nicht mehr verfügbar sind.

CS, Ralf
 
Hallo Walter,

Du hast da eine sehr potente Kamera am Start mit 20MP und entsprechend geringer Framerate.

Ich benutze eine Planetenkamera mit 2MP, die bei 1920*1080 und den kurzen Belichtungszeiten an der Sonne durchaus 100 Bilder pro Sekunde liefern kann (QHY 5III 462c). Am C8 ist ein Fokusmotor installiert. In Sharpcap stelle ich auf 150% Zoom ein und damit findet man den Schärfepunkt ganz gut. Tagsüber ist das Seeing sehr wechselhaft, man muss da ne Menge Geduld haben, bis das Gezappel mal einer ruhigeren Phase weicht.

Eine schnelle Kamera bringt natürlich ein kleines Feld, aber vor allem die vielen Bilder, die wir für ein Stacking haben wollen. Wenige sehr große Bilder sind da mMn nicht zielführend. Weniger als einige tausend Frames möchte ich bei SoMoPlan nicht haben.

Die Bildschirmhelligkeit ist natürlich auch bei meinem Läppi nicht so hoch, als dass Abschattung verzichtbar wäre. Wie Holger gehe ich da auch auf Tauchstation unter einem großen Stück schwarzen Stoffs. Ein iCap Laptopzelt werde ich mir vermutlich mal anschaffen, erscheint mir sehr nützlich auch nachts, damit das Display nicht in der Umgebung andere Beoachter stört.

VG Tom
 
Hi!

Als Anmerkung vielleicht: Ich habe die QHY163M mit 16MP und bin bei rund 16 Bilder/Sekunde, wenn ich die ganze Sonne aufnehmen will. In Sharpcap gibt es einen Regler zur USB-Speed, den man zumindest bei QHY unintuitiv auf relativ langsam stellen muss, damit die Datenrate schnell ist. Probier mal aus, was bei deiner Kamera am besten funktioniert, die Extremwerte sind oft auch nichts.

Für Details gibt es dann die ROI, also den Bildausschnitt mit entsprechend hoher Datenrate.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

habe eben auch wieder aufgenommen und so sah das aus:
teleskope-seite.jpg


Gruß,
Holger
 
Danke für die vielen Antworten.
Ist ja sehr interessant, welche Hürden da auf einen warten, wenn man mit dem PC hier was erreichen will.
Also soweit ich das verstanden habe, ist die erste Herausforderung einen Motorfokus am Teleskop zu montieren und zweitens eine Software, mit der ein Ausschnitt aus dem Kamerabild mit einer möglichst hohen Framerate am Display des Laptops angezeigt wird.
Nun, dann wäre der erste Schritt, für den TS102/f11 SDP einen Motorfokus anzubauen. Gibts da Empfehlungen, was hier sinnvoll ist? Und mit dem Motor alleine wirds ja nicht getan sein, das Ding will ja auch am Fokussierer befestigt werden, d.h. so eine Art Schiene die den Motor seitlich hält wirds auch brauchen. Mit selber fräßen tue ich mir hier allerdings mangels Metallberarbeitungsmöglichkeiten etwas schwer. Also muss wohl der Baumarkt aushelfen....
Als Laptop habe ich übrigens einen Lenovo Thinkpad T14 G3 mit 4k-14" Bildschirm mit einer Helligkeit von etwa 500 Nits und hinterleuchteter Tastatur, damit man auch im Dunkeln was sieht, den habe ich mal vor einiger Zeit auf einer Gebrauchtbörse erworben. Darauf soll dann das ganze Astro-Software-Geraffl mal laufen, d.h Montierungssteuerung, Kamerasteuerung und Motorfokus usw. Eine Abschattungsmöglichkeit unter freiem Himmel ist aber mehr oder weniger zwingend notwendig, sonst sieht man hier auch so gut wie nichts, zudem spiegelt das Ding etwas.
Eines was ich gar nicht mag: wie am letzten Bild oben dargestellt: Klebeband am Teleskop, insbesondere das graue Panzertape. Das pickt ja wie verrückt und wenn man das wieder abmachen möchte, sind über all die Kleberreste am Equimpment...

LG Walter
 
Hallo,

Auch von mir vielen Dank in die Einblicke der Sonnenfotografie mit einer Astrokamera.
Ich bin immer noch sehr hin und hergerissen, die Sonne ebenfalls mit einer Astrokamera aufzunehmen oder eben auch nicht. Wenn ich hier den gesamten Aufwand sehe, der dazu nötig ist, bleibe ich doch lieber bei meinem einfachen Bildern mit einer herkömmlichen MTF-Kamera.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Auch von mir vielen Dank in die Einblicke der Sonnenfotografie mit einer Astrokamera.
Ich bin immer noch sehr hin und hergerissen, die Sonne ebenfalls mit einer Astrokamera aufzunehmen oder eben auch nicht. Wenn ich hier den gesamten Aufwand sehe, der dazu nötig ist, bleibe ich doch lieber bei meinem einfachen Bildern mit einer herkömmlichen MTF-Kamera.

Viele Grüße
Gerd

Das ist nicht unbegründet.
Der Mehraufwand mit der Astrokamera im Vergleich zur DSLM (bei mir eine Olympus OM-1) ist erheblich. Ob dann die Ergebnisse besser werden, ist eine andere Geschichte. Wahrscheinlich sind hier keine Welten dazwischen. Die ASI 183MC ist ja bezügich Chip relativ gut mit der Oly vergleichbar. Vorteil ist natürich die Kühlung, aber das Rauschen der Oly ist bei den kurzen Belichtungszeiten an der Sonne auch nicht unbedingt ein Problem.
In meinem aktuellen Setup habe ich die Kamera direkt am Herschelkeil montiert, eventuell noch einen zusätzlichen 2"-Filter davor und gut ists. Fokussiert wird auf die altmodische Methode mit der Hand und Lupe am Live-View, das geht wunderbar und ausgelöst wird mit einem Fernauslöser mit Festellknopf. Die Oly kann man auch auf Lautlos, sprich elektronischen Verschluss umstellen, sodass beim Auslösen keine Vibrationen durch den Mechan. Verschluss auftreten und die Auslöserate ist variabel mit bis zu 120 Bildern/s in RAW obei hier nach ~ 100 Bildern erstmal gepuffert werden muss und so eine kleine Pause einzulegen ist. Daher begnüge mich aber meist mit 10B/s in RAW, dann läuft der Stream praktisch bis die SD-Card voll ist oder wenn ich den Drahtauslöser nicht zur Hand habe mit dem Selbstausöser mit ein paar Sekunden verzögerung und 3 Bildern hintereinander. Für Einzelbilder, die ich meist verwende, genau richtig. Bin ja meistens zu faul, 100te Bilder dann am Computer zu verarbeiten....
Die Astrokamera hat natürich auch ihre Vorteile: Wenn der Workflow an der Sonne erstmal gut funktioniert, dann gehts ja weiter zum Mond, Planeten etc. etc. und das ist ja das Ziel des ganzen Aufwandes ;-)
 
Hi!

Das kommt auf den Okularauszug an, was passt. An meinem alten SteelTrack (ohne Diamond) wird der der SteelDrive einfach mit Inbusschrauben an einer Schwalbenschwanzschiene angesetzt. Zwei Schrauben habe ich durch Rändelschrauben ersetzt, so kann ich ruckzuck an- oder abbauen. Mit dem Fokusrad ist er über einen Zahnriemen verbunden.

Am TS Monorail sitzt der Motor dagegen fest an der Antriebsstange. Da heißt es entweder per PC oder Handsteuerung fokussieren, am Rädchen drehen geht nicht mehr.

Der Schritt zur Mono-Kamera hat sich bei mir gerade an der Sonne (Weißlicht mit Solar Continuum und sowieso in H-alpha) gelohnt, wobei der Aufwand größer ist, ja. Aber wenn man eh schon Kamera und Montierung per PC steuert, ist der Fokus auch kein Aufwand mehr, sondern nur logisch und Gold wert. Visuell bevorzuge ich aber das Fokusrad.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Walter,

die erste Herausforderung einen Motorfokus am Teleskop zu montieren
Also ich komme da ohne aus. Und so sehen die Ergebnisse mit 8" F6 Dobson und Q-Turret Barlow mit Asi462mm & Grünfilter bei guten Bedingungen aus:
Sonne_230524_094906mixhc.jpg



Eine Abschattungsmöglichkeit unter freiem Himmel ist aber mehr oder weniger zwingend notwendig
Ja, braucht es, das einfache Bettlaken reicht schon aus, hier mal das Livebild am 19" Monitor mit dem 400mm Beroflex Objektiv:
livebild-beroflex-2.jpg

Als Aufnahmesoftware verwende ich firecapture.

Also wenn ich mit der ASI 183MC an meinem TS102-SD arbeite
Verwendest du Filter ?
Ein einfacher Grünfilter erhöht schon den Kontrast bei den Sonnenflecken.
Ich kombiniere den noch mit einem UV/IR Sperrfilter um eventuelle Lecks zu schließen.


Zudem ist die Bildwiederholrate des Livebildes recht langsam.
Welche Software verwendest du ?
Dein Sensor ist viel größer als meiner und entsprechend die Datenmenge, vielleicht hilft es da nur für das Fokussieren eine ROI (Region of interest) um einen Sonnenfleck zu ziehen, um die Datenrate zu verringern.

Eines was ich gar nicht mag: wie am letzten Bild oben dargestellt: Klebeband am Teleskop, insbesondere das graue Panzertape.
Richtig, dafür nehme ich auch höchstens einfaches Kreppband:
beroflex.jpg

Hier oben um den Sonnenfilter zu fixieren.
Das graue Tapeband sitzt nur an der Pappe meiner selbst gebastelten Halterung und am Mettallrohrsucher.
Eine Luxusausführung mit Fadenkreuz aus Wolle :D

Ich finde das knippsen der Einzelbilder mit z.B. DSLM umständlicher.
Ich trage mein Tischchen mit Rechner und Monitor raus, Stecker rein, Rechner hochfahren, Kamera anschließen, Software starten und es kann losgehen !
Dauert höchstens 1 bis 2 Minuten !
Sonnenfleck manuell scharfstellen, natürlich unter dem Bettlaken;), und dann warten auf eine gute Phase.
Dann schnell den Rec Button drücken und schon gelangen bei hoher Framerate über 1000 Frames in wenigen Sekunden auf den Rechner.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Noch als Ergänzung in Bildern:

Die Edelvariante SteelDrive + SteelTrack mit zwei nachgerüsteten Rändelschrauben:
Motorfokus-SteelDrive.jpg

Dazu kommen noch Strom- und USB-Kabel.

Die Billigvariante für den Monorail mit Batteriebetrieb:
IMG_0680.JPG

sieht am anderen Teleskop dann so aus:
FocusDream.jpg

Der Motor steckt halt direkt und fest auf der Achse, Demontage ist da schwerer. Den Aufbau habe ich auf Astro-Gadget Focus Dream – Motorfokussierer-Steuerung | Kerste.de beschrieben, samt Download für den 3D-gedruckten Halter.

Steuerung wie gesagt komplett über SharpCap; macht schon Spaß, alles aus einem Programm machen zu können.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Holger,

Hallo Walter,


Also ich komme da ohne aus. Und so sehen die Ergebnisse mit 8" F6 Dobson und Q-Turret Barlow mit Asi462mm & Grünfilter bei guten Bedingungen aus:
Den Anhang 410711 betrachten
Excellente Aufnahme! Da kann man nur Hut ab sagen.

Ja, braucht es, das einfache Bettlaken reicht schon aus, hier mal das Livebild am 19" Monitor mit dem 400mm Beroflex Objektiv:
Den Anhang 410712 betrachten
Als Aufnahmesoftware verwende ich firecapture.

Da bin ich noch flexiebel, d.h. habe hier keine speziellen Präferenzen. Firecapture scheint eine recht weit verbreitete Software zu sein. Muss ich mir mal anschauen.


Verwendest du Filter ?
Ein einfacher Grünfilter erhöht schon den Kontrast bei den Sonnenflecken.
Ich kombiniere den noch mit einem UV/IR Sperrfilter um eventuelle Lecks zu schließen.

Nein, keine speziellen Filter bisher im Einsatz. Mal abgesehen vom Graufilter im Herschelkeil. Einen Solar_Continuum habe ich zwar, der bringt aber nichts in Bezug auf Bildschärfe etc. Daher bleibt der meist unbenützt liegen.

Welche Software verwendest du ?
Dein Sensor ist viel größer als meiner und entsprechend die Datenmenge, vielleicht hilft es da nur für das Fokussieren eine ROI (Region of interest) um einen Sonnenfleck zu ziehen, um die Datenrate zu verringern.
Das läuft bei mir zur Zeit in der Testphase. Die ASI habe ich jetzt mal mit Sharpcap kombiniert, um zu prüfen, ob die überhaupt ein Bild liefert. Es funktioniert so weit. Die Handhabung des ganzen ist aber noch etwas, naja, gewöhnungsbedürftig.

Richtig, dafür nehme ich auch höchstens einfaches Kreppband:
Den Anhang 410722 betrachten
Hier oben um den Sonnenfilter zu fixieren.
Das graue Tapeband sitzt nur an der Pappe meiner selbst gebastelten Halterung und am Mettallrohrsucher.
Eine Luxusausführung mit Fadenkreuz aus Wolle :D
Hehe, ich beöige für die Sonne keinen Sucher. Schau mir nur den Schatten des Teleskops am Boden an. Wird der Schatten von der Größe her ein Minimum, ist die Sonne im Bildfeld. :cool:

Ich finde das knippsen der Einzelbilder mit z.B. DSLM umständlicher.
Ich trage mein Tischchen mit Rechner und Monitor raus, Stecker rein, Rechner hochfahren, Kamera anschließen, Software starten und es kann losgehen !
Dauert höchstens 1 bis 2 Minuten !
Sonnenfleck manuell scharfstellen, natürlich unter dem Bettlaken;), und dann warten auf eine gute Phase.
Dann schnell den Rec Button drücken und schon gelangen bei hoher Framerate über 1000 Frames in wenigen Sekunden auf den Rechner.

Gruß,
Holger
Werde demnächst mal was vorbereiten, betreffend dieser ganzen Problematik. Mal schauen, wie das wird.

LG Walter
 
Hallo Walter,

In meinem aktuellen Setup habe ich die Kamera direkt am Herschelkeil montiert,

Das mache ich ebenfalls so.
Die Kamera kommt direkt an das Herschelprisma. Außer dem ND 3.0 Filter verwende ich keine weiteren Filter. Ich fokussiere manuell und nutze dazu die Ausschnittvergrößerung der Kamera. Die Bilder belichte ich mit der Serienbildfunktion der Kamera und dem elektronischen Verschluss. Die Kamera schafft dann um die 8≈9 Bilder je Sekunde im JPG FINE Format. Im RAW habe ich noch nicht aufgenommen. Mit einem arretieren baren Fernauslöser lasse ich die Kamera dann drei Minuten kontinuierlich belichten.
Die Bilder verarbeite ich dann mit RegiStax6 und mit GIMP.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Walter,



Das mache ich ebenfalls so.
Die Kamera kommt direkt an das Herschelprisma. Außer dem ND 3.0 Filter verwende ich keine weiteren Filter. Ich fokussiere manuell und nutze dazu die Ausschnittvergrößerung der Kamera. Die Bilder belichte ich mit der Serienbildfunktion der Kamera und dem elektronischen Verschluss. Die Kamera schafft dann um die 8≈9 Bilder je Sekunde im JPG FINE Format. Im RAW habe ich noch nicht aufgenommen. Mit einem arretieren baren Fernauslöser lasse ich die Kamera dann drei Minuten kontinuierlich belichten.
Die Bilder verarbeite ich dann mit RegiStax6 und mit GIMP.

Viele Grüße
Gerd
Hallo Gerd,

jpg verwende ich eigentlich nicht für solche aufnahmen, da hier die Bildverarbeitung der Kamera schon im Spiel ist. Und je nach jpg-Einstellungen die Ergebnisse "angepasst" werden. Deswegen verwende ich das ORF-Format (Oly-RAW) und diese lade ich dann in C1 (Capture One), einem standard-RAW-Konverter zur Bearbeitung betreffend Bilddefinition, Kontraste, Helligkeit, usw. usw. Dabei kommen allerdings auch ganz schöne Datenmengen zusammen, wenn man bedenkt, dass ein Bild schon auf ca. 15MB kommt.
Die Prozedur mit Stacking habe ich mal probiert mit der Software AutoStakkert!4 und einer Video-Datei aus der Oly. Dabei ist ausser einigen Programmabstürzen nichts brauchbares rausgekommen, nicht mal die Überlagerung der Einzelbilder war brauchbar deckungsgleich.....aber naja, vielleicht ist hier das Problem wie so oft, vor dem Computer zu suchen.
 
Hallo Walter,

Die Prozedur mit Stacking habe ich mal probiert mit der Software AutoStakkert!4 und einer Video-Datei aus der Oly. Dabei ist ausser einigen Programmabstürzen nichts brauchbares rausgekommen,

Ich habe mit RAW mal am Mond aufgenommen. Die Datenmengen die anfallen sind dabei sehr groß. Auch bei mir sind dann die Stacking-Programme abgestürzt. Wahrscheinlich kommen die mit so großen Datenmengen nicht mehr zurecht.
Ich werde das aber an der Sonne noch mal versuchen, schon rein aus Interesse, ob und wie das eventuell funktioniert oder auch nicht.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,
Ich habe mit RAW mal am Mond aufgenommen. Die Datenmengen die anfallen sind dabei sehr groß. Auch bei mir sind dann die Stacking-Programme abgestürzt.
Mit Jpgs an meiner Olympus im silent Shutter(elektronischer Verschluss) hatte ich am Mond mit einfach neutralen Kontrast/Farbeinstellungen die besten Shots gestackt in AS3, das derzeitig AS4 ist. Wavelets schaerfen in Registack6 gefällt mir auch sehr gut. Stacken in Registack6 braucht ne elends solide Montierung, bei mir mit Wind an der Kueste habe ich kein Profit.

Raws stacken ich erinnere mich nicht mehr ob ich die Tiff umgewandelt habe, ging auf jedenfall.
500Jpgs gehen aber locker uber die Bühne, glaube habe auch schon mal uber 1000 gestackt von ner Olympus auf nem mikrigen Rechner.
Du brauchts nur nen gutes OS, Windows Beta Preview war sehr überrascht was so geht auf so nem kleinen Rechner, wow!!

Also soweit ich das verstanden habe, ist die erste Herausforderung einen Motorfokus am Teleskop zu montieren und zweitens eine Software,
Nein absolut nicht, der Handelsübliche ZWO EAF kannst du direkt am TS 4"f11 anschrauben mit dem gelieferten Aluwinkel.
Screenshot 2024-05-29 212654.png

Sorry fuer die nicht ideale Sicht auf den EAF(seitlich sorry!!!), ich mache öfters so Fotos zwecks Balanzieren beim naechsten mal der Monti wird der OAZ gleich auf die richtige Distanz eingestellt bei dem langen OTA je nach was ich an Klemme verwende, es gibt einfach weniger Arbeit und rumfummlerei in der prallen Sonne :sonnig:
Oben drauf steckt ne simple ASI120MM-S, die funktioniert super, auch im CaK.
Heute nutze ich eine ASI432MM mit stärkeren Barlow, wegen des vorteilhaften Rollingshutters, der dann nicht solche Artefakte hat(...Banding), speziell wenn man in einer windigen Ecke sitzt und Aufnahmen doch recht schnell gehen sollen. Aber mit der letzteren 432MM ist Temperaturbereich in der Sonne schon was kritisch in meiner richtig oink warmen Ecke.
Darks, oder besser gesagt bei der schnellen Belichtungszeit bei mir im CaK oder 540nm sind wirklich angesagt!!!!. Empfindlichkeit ist viel besser mit der 432MM. Aber bei deren Preis empfehle ich lieber die ASI120MM-S die wunderbar schnurrt zum Guiden Nächtelang :)
Die ASI120MM-Mini geht auch sicher(1.25"OAG...), war meine erste ZWO :) ist halt ein bisschen langsamer bei den Frames was echt nicht so tragisch ist bei durchschnittlichen Seeing eh...
Eine Sache die ich sehr gerne mache bei kleinen nervenden Staubpartikeln auf dem Filter: Flats. Sind einfach zu machen it dem Baader Herschelkeil und dünne durchsichtige Plastiktüte(vom Obst) uber die Frontlinse(Taukappe eingefahren!...) gespannt.

Programme: FIRECAPTURE

Solange du am PC ne interne SSD hast, mein vorzüglicher Sonnenrechner ist ein kleiner 1,2GHz 8GB RAM ACER mit SSD packt das locker, der schluckt gerade mal volle Kanne 15Watt!!!!:LOL:, 8bit Aufnahmen in SER reichen dicke fuer die SER`s zum filmen. Sollte es zu einem engbandigen teurem Modul gehen mit Protuberanzen und besten Seeing, nah dann volle Bit Tiefe ;)
Firecapture ist sehr bediehnungs freundlich, und wenn was anderes machen möchtest hats du gleich alle Tools zur Verfügung.
Ich war sehr erfreut mit dem sehr guten Programm Firecapture.
Ich kann es dir nur empfehlen von meiner Seite aus.
Gut der ADC ging bei mir nur recht schwer in Firecapture und mache das mit nem #47 Filter am Stern fuern Planeten auf gleicher Höhe. Geht schneller im EFW.

Ich hab den ED TS f11er, mit deinem APO f11er wenn das Seeing und Transparenz will sollte echt beim stacken dickes Grinsen kommen.
Ich hätte zu gerne nen 150ziger 6Zoller visuell, aber bringt doch eh nichts bei meinem Seeing am Tage, ein kleiner step drüber wäre noch eventuell der 120er.
Aber ich lass mal so sicher fuer die Sonne in meiner Ecke und bin echt glücklich damit.


Clear skies,
- Martin
 
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