Fokussierung/Jenoptem

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MikeS55

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Hallo Leute!

Auf der Astro - Messe HATT konnte ich mein Jenoptem 10x50 mit einem anderen Jenoptem vergleichen (Gruess Dich Michael :/ ).

Was ich feststellte war die fuer mich wohl zu leichtgaengige Fokussierung bei meinem Glas. Nichts tragisches, dennoch stoert es mich jetzt ein wenig, denn ich hab ja gesehen dass es auch anders geht. Gibt es da eine Moeglichkeit dies moeglichst auf unkomplizierte Weise zu beheben? Auch die Dioptrienverstellung koennte ein wenig mehr an Schwergaengigkeit vertragen.

Wer kann helfen?

Viele Gruesse

Mike
 
Hallo Mike,

bei solch einem Fernglas kann man bestenfalls zäheres Fett in den Gewindegang des Fokussierers einbringen. Hier würde "feines Chinafett" gute Dienste leisten.
Nein, das ist dann wieder Kälte empfindlich.
Wenn Du also ein zäheres Fett auftreiben kannst, welches dazu bei unterschiedlichen Temperaturen so bleibt, ist es einen Versuch wert.
Nach dem Entfernen der Abdeckung der Okular-Knickbrücke, kommt eine Zentralschraube zum Vorschein. Diese ist mit einer kleinen Madenschraube gesichert. Die Madenschraube also lösen und dann die Zentralschraube entfernen. Es ist da auf den Sitz der Hartpapierscheiben unter der Schraube und im Gelenk der Knickbrücke für den Zusammenbau zu achten.
Anschließend kann man die Brücke mit den Okularen abnehmen.
Der Fokussierer lässt sich nun heraus schrauben. Dabei wird das Gewinde frei, welches man mit dem anderen Fett behandeln kann.
Der Zusammenbau funktioniert dann umgekehrt.
Bitte bei der Zentralschraube Vorsicht walten lassen. Es handelt sich hierbei um ein Teil aus Aluminium mit einem Feingewinde.

Bei der Gelegenheit kann man auch das Fett in den Gewindegang der Dioptrienverstellung einbringen.
Wenn das Okular samt Brückenhälfte entfernt ist, kommt man von innen an das Gewinde heran. Das Okular lässt sich natürlich auch heraus schrauben. Ich bin mir aber nicht mehr sicher, wie das genau ging. Auf alle Fälle muss man dazu die Okularmuschel abschrauben. Danach kommt auch eine Madenschraube zur Sicherung zum Vorschein. Ich kann bei meinem aktuellen Glas leider nicht nachschauen, da die Augenmuschel verklebt ist.

Bitte alle Arbeiten mit Bedacht und Vorsicht ausführen. Keine Gewalt!! Mir ist es auch ein paar Mal passiert, dass aus nicht ersichtlichem Grund, die Okulare anfangs nach dem Zusammenbau nicht mehr richtig über die Okularstutzen geglitten sind. Die haben sich dann beim Fokussieren verkantet. Nach einer nochmaligen Demontage und Montage ging es dann wieder.
Wenn Du Dir also nicht ganz sicher bist, solche Arbeiten auszuführen, lebe lieber mit einer zu leicht gängigen Fokussierung.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Juergen!

Vielen Dank erst einmal fuer Deine Hilfe!

Puh...
Nun, auf der einen Seite wuerde ich mir diese Prozedur schon zutrauen. Jedoch tendiere ich aufgrund Deines letzten Satzes eher dazu, es zu lassen.
Ich haette da wohl doch zu viel Angst vor Schaeden...

Habe ich es also richtig verstanden, dass nur die "Art" des Fettes fuer die Schwer - bzw. Leichtgaengigkeit verantwortlich ist?

Viele Gruesse

Mike
 
Wenn Dir diese technische Handwerksleistung persönlich zu unsicher ist, bietet sich noch Frau Simone Hauptmann von Optixx an. Dort kannst Du Dein Glas überholen lassen.

Sternklare Nächte, Michael
 
Hallo Michael!

Vielen Dank. Die Firma Optixxx ist mir bekannt.
Und in der Tat, das waere langfristig auch eine Alternative.

Mich wuerde interessieren wie denn bei den Zeiss Jena Glaesern die Fokussierung quasi "von Hause aus" ausgelegt ist(?).
Ich denke es kam auf die "Fettsubstanz" an. Vielleicht hat man ja auch im Laufe der Dekaden unterschiedlichste Verfahren angewendet(?).

Gruss

Mike
 
Hallo Mike,
Zitat von MikeS55:
Habe ich es also richtig verstanden, dass nur die "Art" des Fettes fuer die Schwer - bzw. Leichtgaengigkeit verantwortlich ist?
ich denke, ja. Es gibt meines Wissens keine Einstellmöglichkeit. Die Gewindegänge der Fokussierung wurden mit einer bestimmten Präzision hergestellt. Die Geschmeidigkeit besorgt dann das Fett.
Mir ist auch wieder eingefallen, wie das rechte Okular aus dem Gewindegang zu nehmen ist. Wie gesagt, erst die Augenmuschel entfernen, dann - nach Lösen der Sicherungs-Madenschraube - den Griffring (wo die Nullmarkierung aufgebracht ist) nach oben abschrauben. Danach lässt sich das Okular nach unten aus der Knickbrückenhälfte heraus schrauben. Das ist ein recht steiles, grobes Gewinde. Dieses reinigen und ebenfalls mit zäherem Fett versehen.

Naja, ich hatte damals ein abgeschriebenes Glas zum Üben. Da habe ich mich dann sukzessive heran getastet. Also komplett demontiert, gereinigt und wieder montiert sowie justiert. Da fällt es einem dann bei einem höherwertigen Glas leichter.
Die Nullmarkierung lässt sich nach der Montage übrigens recht sicher wieder einstellen, wenn man für beide Okulare dasselbe Auge nimmt.

Viele Grüße Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Juergen!

Am Wochenende hatte ich nun Zeit mich mit dem Problem zu beschaeftigen.

Ich habe die Abdeckung fuer die Okular-Knickbruecke entfernt. Dabei ist mir sofort aufgefallen dass sie gar nicht richtig feste angezogen war. Sie loest sich staendig bei haeufigem Verstellen des Augenabstandes(?), nach dem ich sie fest angezogen habe. Ich denke hier liegt primaer das Problem. Das heisst, ich ziehe sie also feste an, und die Fokussierung funktioniert ganz gut. Beim mehrmaligen Verstellen des Augenabstandes loest sie sich jedoch wieder. Und ich beobachte, dass die beiden Okularbruecken sich beim Verstellen minimal zueinander bewegen. Da stimmt doch was nicht...

Was koennte denn das sein ?)

Viele Gruesse

Mike
 
Hallo Mike,

die Schraube, welche die Okularbrücke mit der Fokussiereinrichtung verbindet, muss eine kleine Gewindebohrung mit einer Madenschraube zur Sicherung haben. Vielleicht wurde die Madenschraube entfernt. Die Gewindebohrung müsstest Du aber sehen können.
Notfalls musst Du die Schraube mit Loctite-Schraubensicherung fixieren.
Zitat von MikeS55:
Und ich beobachte, dass die beiden Okularbruecken sich beim Verstellen minimal zueinander bewegen. Da stimmt doch was nicht...
Das erschließt sich mir nicht. Da muss ich passen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Juergen,

gar nicht so einfach das Ganze :)

Ich weiss halt nicht, ob eben jene Madenschraube in dem Gewinde ganz bis zum Anschlag hinein gedreht sein muss. Ich meine die Madenschraube, die mit der Abdeckung verbunden ist.

Und eben diese Madenschraube dreht sich ja beim verstellen des Augenabstandes, und verursacht dann dass sich die Okularbruecken verstellen, eben wenn diese Madenschraube, wie bei mir, offenbar nicht richtig fixiert ist... :schwitz:

Sollte mich das Problem - welches wie erwaehnt nicht so tragisch ist - zu sehr nerven auf dauer dann geht das Glas kurzweilig Richtung Heimat.

Vielen Dank noch mal fuer Deine Muehen!

Gruss

Mike
 
Hallo Mike,

nein, die Schraube, die zur Befestigung der Abdeckung dient, ist keine Madenschraube. Diese Schraube hat einen Kopf. Madenschrauben besitzen keinen Kopf, sondern nur einen Gewindegang mit einem Schlitz. Diese lassen sich vollständig in die Gewindebohrung einschrauben. Heute haben diese üblicherweise eine Inbusaufnahme, früher eben nur einen Schlitz.
Ich meinte die Madenschraube, welche in einer Gewindebohrung der Zentralschraube als Sicherung dient. Mir scheint, wir reden (schreiben) aneinander vorbei.
Vielleicht komme ich morgen dazu, ein Foto einzustellen.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Mike,

hier mal ein Foto von der Zentralschraube.
In der Mitte befindet sich die Gewindebohrung für die Schraube der Abdeckung, die habe ich nicht beschriftet.
Theoretisch müsste bei Deinem Glas auch die Sicherungsschraube vorhanden sein. Das ist die erwähnte Madenschraube, die verhindern soll, dass sich die Zentralschraube bei der Benutzung löst.
Die beiden anderen Bohrungen dienen als Schlüsselaufnahme.

Gebe mal Bescheid, ob das bei Dir anders ist.

Link zur Grafik: http://up.picr.de/12867695ni.jpg

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Juergen,

also bei mir sieht das ganz anders aus.
Nach dem Entfernen der Abdeckung kommt bei meinem Glas nur die Gewindebohrung zum vorschein. Da ist keine wie bei Deinem Glas aussehend quasi Unterlegscheibe samt Sicherungsschraube und Schluesselaufnahme vorhanden. Ist ja seltsam...

Ist natuerlich moeglich dass dies bei den unterschiedlichen Modellen bzw. Dekaden jeweils anders ausgelegt ist.
Auf der anderen Seite bekomme ich einfach keine Stabilitaet hin. Selbst wenn ich die Abdeckung samt Schraube fest anziehe, so loest sie sich wie schon erwaehnt nach verstellen des Augenabstandes. Mir ist das vorher nicht aufgefallen, da ich den Augenabstand nie verstellt habe...

Gruss

Mike
 
Hallo Mike

Das wird wohl nur durch den Austausch bzw,Neufetten mit dem dafür speziell Hergestellten Fett möglich sein,und dies ist auch mit einer Demontage des Mitteltriebes und des Dioptriens verbunden.

Mfg.Kalle
 
Hallo Kalle,

in der Tat. Auch die Dioptrienverstellung ist bei fest angezogener Abdeckung schwergaengiger, und so zusammenhaengend.

Aber meinst Du wirklich das liegt nur an dem Fett?

Gruss

Mike
 
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