Folgenreiche Qualitätsunterschiede

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Hallo Dietmar,

zumindest mit dem 28er Uwan und dem 26er Nagler hat Sven das versucht.
Das Ergebnis ist in diesem Vergleich enthalten
http://www.svenwienstein.de/HTML/uwan_28mm.html.
So ganz überzeugend ist das zumindest für das Uwan auch nicht verlaufen und da stellt sich halt die Frage, was eine oder zwei Preisklassen darunter zu erwarten ist.

Ein passender(!) Komakorrektor kann sicher Verbesserungen bezüglich der Randunschärfen bringen. Das hier nun noch deutlicher als bei den damaligen Tests erfahrene Problem einer mangelnden Detailauflösung berührt er eher nicht.

Gruß und CS
*entfernt*

 
Hallo Sven,

bitte mißverstehe meine Anmerkungen nicht. Ich wollte damit die optische Qualität der GSO Spiegel nicht schmälern. Aber ich habe das komplette Teleskop für knapp 500.-€ erhalten, bei diesem Schnäppchen konnte ich nicht mehr anders. Inzwischen kenne ich die Schwächen des Teleskops, aber auch einige seiner Stärken, bereits ganz gut. Mein Himmel liegt bei max. 5mag derzeit wegen Neubau einer ICE-Strecke, bis letztes Jahr ging es durchaus auch mal je nach Wetterlage bis an die 6mag heran, leider jedoch selten (gemeint ist immer im Zenit, nicht Horizontnähe!).

Ich hatte das Glück, bei einem inzwischen weggezogenen Bekannten durch ein NGT 18 beobachten zu dürfen, daher habe ich den Vergleich, sowohl in Preis als auch in optischer Leistung, zu meinem 12" GSO. Hier fehlen 6" und das bringt gerade bei M31 oder M33 bei optimalem Himmel nochmal an den Spiralarmen einen deutlichen Gewinn, aber sicher nur öffnungsbedingt. Wenn man jedoch viel Geld in solch ein Instrument investiert hat, dann ist man auch eher bereit mal 500-600 Euro für ein Top-Okular auszugeben, das ist dann nicht einmal 1/10 des Teleskop-Preises. Im Falle des preisgünstigen GSO's ist das nochmal der Preis des Gerätes oder mehr. Wer nicht eine Gelddruckmaschine im Keller hat, der wird hier sicher ins Grübeln kommen - ich halte das für natürlich und das hat nichts mit Geiz ist Geil zu tun.

Du schreibst völlig zu Recht, alles was man filtern kann, sollte man auch beobachten. Genau diese Filter fehlen mir aber im Moment auch noch, die sind für Weihnachten geplant. Deswegen muss ich im Moment auf solche Objekte verzichten, weil ich sie partout nicht sehen kann (versucht habe ich's natürlich...). Wenn ich im Besitz von ein paar sinnvollen Filtern bin, dann denke ich vielleicht auch über die oberste Preisklasse anders. Im Moment stehen auf meiner Weihnachtseinkaufsliste tatsächlich das 8-5mm Speers Waler Zoom und das 22mm Vixen LVW neben den Filtern, wo ich mich aber noch etwas belesen muss. Aber zwischen 200-300€ und 500€ ist dann nochmal ein Unterschied, der mir persönlich anfängt weh zu tun, auch wenn da optisch ein deutlicher Gewinn herauskommt. Im Moment denke ich darüber nach, wie ich die Unhandlichkeit des Geräts beseitigen kann (bis hin zu einem Komplettumbau), um etwas besser mobil damit zu sein. Auch dadurch würden sich Nagler/Panoptic mehr lohnen.

Hallo Dietmar,

prinzipiell keine schlechte Idee mit dem Koma-Korrektor. Allerdings so richtig ist das auch weder Fisch noch Fleisch. Wenn man sein Teleskop auch für Astrofotografie nutzen kann und möchte ist das sicher eine preiswerte Lösung zumindest für die Randunschärfe, aber bei einem Dobson? Man gewinnt dadurch gemäß der unermüdlichen Tests von Günther und Sven meiner Meinung nach zu wenig, der geringere Mehrwert dürfte dann die Anschaffung etwas relativieren. Abgesehen davon dürfte es für übliche Dobson-Optiken kaum passende KK's geben.

Hallo Günther,

Wie Du schon selbst gesagt hast, so richtig überzeugend klingt das nicht. Man ist ja eigentlich froh über jede außerirdische Lichteinwirkung, die zu uns kommt. Mir fehlen, wie oben beschrieben, noch Erfahrungen mit Filtern am eigenen Instrument. Für die Kontraststeigerung bringt das sicher etwas, das konnte ich beim HTT an anderen Instrumenten feststellen. Aber zum Aufsuchen? Irgendwie ein cleverer Vorschlag, aber zum Minimieren von Randunschärfen, das mag funktionieren, dennoch - ich kann Dir nicht sagen, was mir dran nicht gefällt. Trotzdem Danke für die Idee!
Auf jeden Fall habe ich das 28mm UWAN von meiner Einkaufsliste gestrichen und muss damit noch etwas länger mit dem TSWA 32 leben. Aber man sollte solche Entscheidungen nicht über's Knie brechen. Vielleicht kann ich auch mit dem 22mm LVM noch aufsuchen, dann müsste ich mir allerdings mal etwas für die katastrophale Sucherbefestigung beim GSO einfallen lassen... langweilig wird mir erst mal nicht. :totlach2:

Gruß und CS
Jürgen







 
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Hi Jürgen,

helle Mini-PNs suche ich schon Mal mit dem 22er LVW denn die kommen damit schon etwas flächiger als mit 38er oder 28er Brennweite. In Die Nähe pirschen (Starhopping) und dann das LVW rein ist keine schlechte Idee.
Ich habe auch jahrelang mit Billigokularen meinen Spass gehabt und ganz langsam von unten nach oben bessere Okulare angeschafft. Das 28er Uwan ist in diesem Sinne auch immer noch ein Kompromiss aus Preis und Leistung der für mich tragbar war, da ist Jeder seines eigenen Glückes Schmied und das ist ja auch gut so.

Ansonsten ist gegen ein sehr gutes Okular am guten aber günstigen Dobson wirklich nichts einzuwenden.....bis auf den Preis, :o gerade wenn es um die langen Brennweiten für große AP und Übersicht geht.
"Bigger is better" stimmt halt auch nur, wenn die Qualität stimmt und die Okulare das Potenzial auch zeigen können.

Nun gut, ich beschäftige mich gerade mit Ursachenforschung, wobei die Methoden nicht ganz risikolos sind, man verzeihe mir daher, dass ich sie nicht darstelle.

Eine nicht unwesentliche Ursache für die offenbarten Detailabbildungsschwächen des günstigen Okulars ist für mich die mangelnde Streulichtunterdrückung.
Das Okular in welches man pechschwarz hineinschaut, also wo Innenschwärzung und Linsenkantenschwärzung optimal sind, wo keine reflektierenden Flächen auffallen, ist das überlegene Okular und das gibt es halt auch nur zu einem überlegenen Preis. Da steckt Arbeit drin, also auch Kosten.

Ob das nun schon Alles ist fragt sich, aber wenn ich an meinen Newton vor und nach der Velourskur denke, dann weiß ich, dass da viel vorhandenes aber ungenutztes Potenzial steckt, warum soll das in einem Okular anders aussehen.

Man müsste also Mal so ein Okular komplett zerlegen, alles optimieren und dann wieder nachschauen.
Auch das ist nicht ohne Risiko zu machen, ich habe schon genügend Linsensalat und Muschelbrüche gesehen. :o

Gruß und CS
*entfernt*
 
An den besten und neuesten TeleVue Okularen fällt das stark glänzende Einschraubgewinde für Filter auf.

Kann dieses ein Streulichterzeuger sein?

Mit Einschrauben eines leeren Filterrings ließe sich die glänzende Stelle abdecken!

Hat jemand damit Erfahrung? Hat jemand das getestet?
 
Hallo Jürgen,

woher weißt Du denn, dass wirklich die Öffnung den Gewinn bei den M31 Spiralarmen brachte?
Ich sehe es nämlich so, dass alles, was von der Datailgröße her schon mit 12" gut zu sehen ist, mit 18" nicht besser erkennbar werden kann. M31 ist ja nun riesig, und wenn Du im 18" die Staubstreifen besser gesehen hast, dann würde ich eher sagen, dass die Gesamtkombi einen besseren Kontrast lieferte.
Bei Dir fehlt dann also Kontrast und der kann flöten gehen, weil z.B. in Deinem Tubus Velours fehlt und eventuell eine Taukappe/Streulichtblende sowie eben ein Okular drin steckt, was nicht optimal ist.

Ob GSO nun gut oder schlecht ist, interessiert mich in dem Moment gar nicht. Ich stelle nur fest, dass auch Du zu den Sternfreunden gehörst, die erfahren haben, dass ihre eigene Kombination aus Teleskop und Okular von der "Bilddefinition" her spürbare Defizite hatte. Und ich möchte Dir bewusst machen, dass Du es meiner Meinung nach zu wenig hinterfragst, wenn Du Deinem Teleskop die Schuld gibst.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dietmar,

an hellen Metallflächen kann genauso Streulicht entstehen, wie an schwarz eloxierten. Besser wäre eine Abdeckung mit ordentlich schwarzem Mattlack. Man müsste also den Filterring noch anpinseln. Dabei stellt sich aber die Frage, in welchem Fall denn dort wieviel Streulicht entsteht.

Dazu diese Überlegungen:
1. Licht fällt dort in Flachem Winkel ein, wenige Grad Abstand zum Lot. Das Licht kann somit nur die Außenkanten der Gewindegänge treffen und dort durch Beugung und Rauigkeit "gestreut" werden, während der direkte "Treffer" auf die Flanke eines Gewindegangs ja wohl eher zur Rückreflektion ins Teleskop oder an die hoffentlich geschwärzte Wand des OAZ führt.
2. Ob eloxiert oder glänzend müsste dann eigentlich bezüglich des Gewindes egal sein, vielleicht hilft sogar Mattlack nichts. Der Filterring würde nur helfen, indem es dann nur noch eine definierte Kante mit deren Streulichteffekten gibt, während dafür so ca. 10 Gewindegänge im Schatten liegen.
3. Streuen kann da nur etwas, wenn Licht drauffällt, es müssen also helle Objekte am Bildrand bzw. knapp jenseits davon sein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Günther,

also leider kann ich auf der TS Seite immer noch kein 2" TSWA 32 finden. Weder als 6 Linser noch als 5 Linser. Es gibt dort gar kein 2" TSWA 32. Nur 30 und 42mm. Also weiß ich immer noch nicht welches Okular eigentlich gemeint ist. Es gibt lediglich ein TSWA 32 in 1,25" aber das meinst Du ja lt. Deinen Angaben nicht. Was ich auch nicht verstehe! Warum musst Du unbedingt ein Weitwinkelokular an einem Newton mit F 5 einsetzen?

Gruß Luchs
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

Was ich auch nicht verstehe! Warum musst Du unbedingt ein Weitwinkelokular an einem Newton mit F 5 einsetzen?

Hä? Ist die Frage ernst? Nachdem ich mir die Augen an vielen Weitwinkelokularen "verdorben" habe will ich nie wieder zurück zum Tunnelblick... das ist aber sicher eine subjektive Sache, doch die allermeisten sind davon begeistert.

CS Benny
 
Hallo Sven, hallo Okufreaks,

Die üblichen KKs mit 2 Linsen können Koma nur auf Kosten einer Überkorrektur reduzieren.

das scheint bei den 2-linsigen Komakoorrektoren dann der Fall
zu sein wenn der Komakorrektor keine Brennweitenverlängerung
hervorrufen soll.
Falls aber eine Brennweitenverlängerung erlaubt wird ist es
mit 2 Linsen möglich die Koma zu korrigieren und gleichzeitig
auch keine sphärische Aberration bei der Hauptwellenlänge in
das System hinein zu bringen.

Das zeigt die von Harrie gerechnete 2-linsige komakorrigierende
Barlow mit der die sphärische Aberration zumindest so gering
bleibt, daß das System beugungsbegrenzt bleibt:

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showthreaded/Number/441618

Was die Abbildungsgüte vvon Okularen an f/4 oder f/5 betrifft
so lohnt es sich die Abbildungsfehler sowohl des Teleskopes
und des Okulares zu betrachten.

Teleskop:
Ein f/4 Newton kann auf der Achse fehlerfrei abbilden,
aber mit zunehmendem Abstand zur optischen Achse wird
die off-axis Koma immer stärker.
Zusätzlich gibt es die Bildfeldwölbung, die beim Newton
allerdings gering ausfällt, und es gibt den off-axis Astigmatismus.
Auch der ist relativ gering. Die Koma ist der weit überwiegende
off-axis Abbildungsfehler des Newtons.

Okular:
Das Okular steuert selbst ebenfalls einige Abbildungsfehler bei.
Sehr störend ist der Astigmatismus mit dem es auch die stumpfen
off-axis Strahlenbündel einer lichtstarken Optik reagiert.
In dem Fall ist es unergheblich ob nun Newton oder Refraktor.
Der Astigmatismus nimmt dabei zu lichtstärkeren Optiken
nicht linear zu, sonder er nimmt wesentlich stärker zu.

Das kann dazu führen, daß dieser Fehler an einem f/4 Newton
stärker zur schlechten off-axis Abbildung beiträgt als die
off-axis Koma des Spiegels(!)

Zusätzlich hat ein Okular selbst auch Bildfeldwölbung.
Dazu kommt dann noch der Farbquerfehler, die chromatische
Vergrößerungsdifferenz.

Nun gibt es Okulare welche so konstruiert sind, daß sie
Objektivseitig eine negative Linse oder Linsengruppe haben.
Diese befindet sich dann vor dem Brennpunkt des Teleskopes.
Sie verlängert die Brennweite des Teleskopes und trägt ganz
wesentlich dazu bei daß das nachgeschaltete Okular bessere
Arbeitsbedingungen bekommt. Der off-axis Astigmatismus wird
dadurch erheblich verringert.
Als Beispiele solcher Okulare nenn ich mal Nagler und Pentax XL / XW.

Setze ich solch ein Nagler an einem lichtstarken Refraktor
(sagen wir ein normaler f/6 Apo mit 2 oder 3 Linsen vorne)
ein, so erhalten wir folgendes Resultat:

Der obige Refaktor weist off-axis Astigmatismus auf, Farbquerfehler
und Bildfeldwölbung. Das Okular weist off-axis chromatische
Fehler auf, die Bildfeldwölbung ist je nach Konstruktion gering
oder sogar ganz beseitigt, der off-axis Astigmatismus ebenfalls,
oder er ist zumindest gering.

In der Summe wird die Kombination dieses lichtstarken Apos
und des negativ-positiv-Okulares ein wenig Astigmatismus
zeigen, etwas Farbquerfehler und vor allem Bildfeldwölbung.
Letztere kann vom jungen Beobachter weitgehend akkomodiert
werden, so daß dieser Fehler vor allem ältere Beobachter
mit geringerer akkomodationsfähigkeit stören wird.

Die Kombination eines solchen Okulares mit einem Newton ergibt
folgendes Resultat:
Die Bildfeldwölbung ist gering. Farbfehler durch das Teleskop
git es weder auf der Achs e, noch abseits der Achse.
Dort hat aber das Okular den Farbquerfehler. Der off-axis
Astigmatismus ist gering. Die off-axis Koma des Teleskopes
ist aber erheblich. Mit dem für lichtstarke Teleskope
geeignetem Okular kann man diese off-axis Koma nun endlich
in fast reiner Form sehen :biggrin:

An der Stelle hilft dann der Komakorrektor, und zwar am besten
einer der nicht on-axis sphärische Aberration einführt.

Aus meiner kleinen (und sicherlich lückenhaften) Darstellung
wird auch deutlich was man tun kann, wenn man einen sehr
lichtstarken Newton aus Kostengründen mit preiswerten Okularen
verwenden möchte.

Man kann eine komakorrigierende Barlow zusammn mit Okularen
vom Typ Plössl, Ortho, Kellner verwenden. Die komakorrigierende
Barlow beseitigt die off-axis Koma des Newtons und sie schafft
dadurch daß sie das die stumpfen Strahlenbündel des f/4 Newtons
zu spitzen Strahlenbündeln macht günstige Arbeitsbedingungen
für die Okulare, die deshalb keinen off-axis Astigmatismus
mehr zeigen.

Leider klappt das nicht für das 2" Übersichtsokular, dafür
würde man eine 2" Barlow mit komakorrigierender Wirkung brauchen.
Um dem astigmatismus den ein preiswertes WW-Oku an einem
lichtstarken f/4 Newton zeigt zu beseitigen müßte sie eine
2x Barlow sein, dadurch würde sich dann ber die Vergrößerung
verdoppeln und die Austrittspupille halbieren.

Bringt also nichts. Also wird man entweder ein sauteures
hochwertiges WW-Oku plus 2" Komakorrektor kaufen müssen,
oder aber mit off-axis Koma vom Spiegel + off-axis Astigmatismus
vom Okular leben müssen :krank:

MfG,Karsten
 
Hallo Astrobäcker,

ich hab mir Deine Links angesehen.

Also demzufolge gibt es ein:

2" William UWAN 82 Grad Sehfeld zu € 295.-
2" TSWA alte Ausf. Erfle SV30mm 70Grad Sehfeld zu € 66.-
2" TSWA neuere Ausf. Erfle 32mm 70 Grad Sehfeld zu € 69.-


Was wollt ihr mir hiermit eigentlich sagen? Dass Ihr Äpfel mit Birnen vergleicht und zu dem Ergebnis kommt dass das William zu € 295.- Euro eben doch besser hinsichtlich der Randschärfe, Feldschärfe, dem Astigmatismius , dem Koma, Austrittspupille und weiß der Kuckuck noch was ist? Was erwartet Ihr eigentlich zum Preis eines 2" Okulars in der Preisregion von 69.- Euro? Das Euch der Nordamerikanebel etwa den Grand Canyon und den Yellowstone National Park, Mount Rushmore samt den Präsidentenköpfen randscharf in Granit gemeißelt offenbart?

Gruß Luchs

Darauf einen Williams Birne :totlach2:




 
Hallo Luchs,

Du begreifst wirklich so ganz langsam von was wir hier schreiben. :super:
so ganz passt es noch nicht mit den Okularen, Du könntest noch mal versuchen, das im Thread nachzulesen, aber die Unterschiede sind vernachlässigbar gering.
Wenn Du es nun noch schaffen würdest, zu kapieren (wieder könnte nachlesen im Thread helfen) um was es dabei geht, dann wäre das kaum auszuhalten. :cool:

Du bist einfach ein wenig zu viel mit Verdächtigungen, Verdrehungen, eigenen Interpretationen, Voraussetzungen und entsprechend noch mehr verdrehten Schlussfolgerungen beschäftigt. :Trost:

Folge Deinen eigenen Rat, beschäftige Dich mit der Beobachtung am Fernrohr. :)

Gruß und CS
*entfernt*
 
Ich verfolge weiterhin wie Astroluchs einen Austausch über die Unterschiede auch zwischen Preis- und Qualitätsklassen verhindern möchte.
Die Darstellung der Unterschiede zwischen den Preisklassen ist bekanntermaßen eine oft gestellte Frage hier im Forum. Deren Diskussion hartnäckig zu unterbinden lässt auf bestimmte Ziele schließen.
Cui bono? Der Sternfreund sicherlich nicht.
 
Hi allerseits,

üblicherweise werden ja in der niedrigpreisigen Übersichtsokularklasse von den Händlern/Herstellern auch nur die "Kerndaten" herausgestellt, auf die auch die Mehrzahl der potentiellen Käufer fixiert zu sein scheint ... Randschärfe bei bestimmten Öffnungsverhältnissen und sGF ...

Dass solche Billigstprodukte nicht nur billig sind, weil die Lohnkosten niedrig sind, sondern weil auch an "versprochenen" Merkmalen a la "guter" Transmission über verwendete minderwertige Materialien (Glassorten, Vergütung, mechanischer Aufbau) und/oder "schludrige" Fertigungsprozesse/Qualitätskontrolle gespart und der Preis gemacht wird.

"Komplexe Vergleichstests", so ähnlich wie Günther dies initiiert hat, sind da ein gutes Mittel, um die "Billigkeit" auch in spechtelrelevante und zumindest "subjektiv" messbare (=erkennbare) Parameter und Kriterien darzustellen.

Da das TSWA32 in Astrokreisen sozusagen das "Standardübersichtsokular" für den Einsteiger oder für den budgetbeschränkten Astrokollegen ist/war, stören diese "Standardempfehlung" nun auch die offensichtlichen "Veränderungen" der neuesten Serie, von der keiner weiss, was genau drinsteckt ;) - und die unter Beibehaltung der bewährten (weil regelmässig empfohlenen) "alten Typenbezeichnung" vermarktet wird, was in gewissem Sinne "irreführend" sein kann, wenn nicht klipp und klar dargestellt wird, wo was wie "verändert" wurde - ausser dem äusseren modischen Design.

Wer beim Autokauf auch nur auf die "Kerndaten" PS-Zahl und Vmax achtet, kann auch ein böse Überraschung erleben, wenn er eine Vorliebe für zügiges Landstrassenfahren hat - weil z.B. die Strassenlage unter aller Sxxx ist, und das vielleicht nur, weil er an der Bereifung gespart hat, und die Pneus "unterdimensioniert" oder sonstwie unpasend sind ... ?)

Wenn ein Spechtler nur auf "Randschärfe" und sGF achtet, kann er eben bei bestimmten Spechtelvorlieben ebenso eine böse Überraschung erleben, wenn er dann feststellt, dass der "Anblick" im Vergleich zu einem anderen Oku eher "schwammig" wirkt ;)

Andererseits wird ein vernünftiger Anfänger nicht gleich einen Ferrari F40 als erstes Fahrzeug wählen, da er dessen "Vorzüge" (und Tücken) nicht richtig "ausfahren" könnte ... ähnlich bei den Spechtlern ... also ein Nagler für den Einsteiger halte ich auch für sowas wie "Perlen vor die Frischlinge werfen" ;) ...

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass zuwenig echte und mit mehr klar definierten Parametern die Okulare in ihren Klassen (die meist preislich vorgegeben sind) untereinander oder auch die verschieden Klassen gegeneinander vergleichgetetstet werden ... denn nur so kann man "entscheiden" ob für die eigenen Vorlieben die Parameter stimmen und ob nicht vielleicht doch ein "Upgrade" in eine höhere (Preis)Klasse wirklich für einen selber lohnt ...
 
Hallo Sven,

Nein, Kontrast meine ich hier nicht. Den M31 habe ich beim Herzberger Teleskoptreffen unter fast optimalen Bedingungen beobachten können. Die Spiralarme waren schon deutlich erkennbar - sicher mit besseren/teureren Okularen wäre da noch mal mehr Kontrast möglich - aber bei 18" waren die Spiralarme noch deutlich strahlend heller zu sehen, wie auf Fotos. Soetwas kann doch dann sicher auch kein Top-Okular noch aus 6" weniger Öffnung herausholen, oder? Wirkt ein solches Objekt durch den etwas besseren Kontrast automatisch auch etwas heller? Wenn ja, ist das nur subjektiv, oder?

Ich habe meinen Tubus mit Velour ausgekleidet und mit Schultafellack alle Schrauben, die Spinne und den OAZ noch nachbehandelt und danach konnte ich auch eine Kontraststeigerung wahrnehmen (im Sinne Hintergrund dunkler, feinere Helligkeitsunterschiede am Objekt wahrnehmbar, aber Objekt war für mich gleich hell - die Aussage ist aber schwierig, es war natürlich an verschiedenen Tagen). Ich bin mit meinem Teleskop durchaus zufrieden, die Punkte, die mich noch stören haben alle nichts mit der Abbildung zu tun. Bei den Okularen bin ich in der Planungsphase, daher interessiert mich dieser Teil des Forums hier besonders.

Sorry an alle, ich wollte den Thread hier nicht interrupten...

Gruß
Jürgen

 
Hi Jürgen,

bei "gleich hell" liegt das Mißverständnis.
Die Objekthelligkeit steigt nie (Kontrast ist eine andere Baustelle). Sie wird nur über größere Fläche besser wahrnehmbar und das geht von der reinen Objekterkennung bis zur Detailerkennung im Objekt nur über Fläche.
Gleiche AP gleiche Helligkeit. Kleinere AP kannst Du z.B. an Nebeln nur sinnvoll anwenden, wenn und so lange die dadurch reduzierte Helligkeit einer erkennbaren (auch größeren) Fläche (auch Detailstruktur) gegenübersteht.

Im Thread geht es ja um die ungünstige Variante, dass eine Fernrohr-/Okularkombination dies nicht den Erwartungen entsprechend umsetzt und mögliches Potenzial auf der Strecke bleibt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jürgen, Hallo Günther,

ist doch schade, die Möglichkeiten seines Gerätes so zu verkennen, nur weil es nicht in der High-End-Preisregion anzutreffen ist.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Leute,

noch Mal und ganz provokant:

Egal in welcher Preisklasse und Öffnungskathegorie wir uns bewegen.
Es kann nach meiner Überzeugung die sich aus dem Gesehenen entwickelt hat, sehr sinnvoll sein, auf ein Zertifikat zu verzichten, auf Top-Strehl-Messung zu verzichten, sogar auf auf Öffnung zu verzichten wenn die Gefahr besteht, dass anderenfalls das passende Zubehör auf der Strecke bleibt.

Ein Teleskop welches sein Potenzial zeigen kann und darf ist einem größeren/teureren Teleskop mit suboptimalem Zubehör in vielen Bereichen der Beobachtung überlegen, soweit es von den Leistungskenndaten her zu den gestellten Anforderungen passt, also die Schere nicht zu weit auseinander geht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ja, genau so habe ich es auch verstanden. Ich bin mit meinem Instrument ja auch zufrieden und weiß nicht, wie ich von Sven so mißverstanden werden konnte. Der Vergleich mit der größeren Öffnung als einzig mir gut bekannte Referenz mit Nagler-Okularen hat hier offensichtlich zu Verwirrungen geführt.

Letztlich kann man, denke ich, den qualitiven Sprung zwischen Okularen zwar mit Worten wie Transmission, Innenschwärzung und Randunschärfe für ein bestimmtes Öffnungsverhältnis zwar qualitativ beschreiben, aber wenn man den optischen Vergleich nicht selbst am gleichen Instrument gemacht hat, so wird das Vorstellungsvermögen nicht reichen. Ich bin jedenfalls mal gespannt auf das Panoptic...

Bevor ich hier weitere Mißverständnisse produziere...

Gruß und dunklen Himmel,

Jürgen
 
Hallo Günther,

meinen einfachen 4.5" habe ich mit TSSWM 6 - 15 und einem TSWA 20 ausgerüstet. Die Okulare kosten zusammen mehr als Teleskop, bewegen sich aber in der einfachen Klasse. Mehr ist nicht drin.

Was ich getan habe: Einen zufälligen (eigentlich völlig unfairen) Vergleich zwischen meinem justierten 4.5"-Billignewton + TSWA20 und einem bisher nicht justierten 8"-Newton und einfachem 20mm Plössl. Vergrößerung 45* zu 50*.

Was war das Ergebnis: An manchen Objekten eine recht geringe Differenz in der Auflösung/Erkennbarkeit - die hätte in Anbetracht der Öffnungsunterschiede größer sein müssen, z.B. an h+chi Persei, welche beim ersten Okularwechsel (wir waren bereits 1.5h draußen...) praktisch keinen Unterschied erkennen ließen.

Mit dem gleichen TSSWM-Okular waren die Unterschiede zwischen den Teleskopen merklich größer.

Aus diesem subjektiven und nicht wissenschaftlichen betriebenen Versuch habe ich gesehen, dass einfache Okulare einen erheblichen Einfluss auf den Vorteil einer größeren Öffnung haben können.

Somit stimme ich deinem Eingangthread in den mir selbst erfahrenen Beobachtungen grundsätzlich zu.

Grüße,
Stefan
 
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