Fornax-10 LIVE (Messe Salzburg, 25-28 Feb)

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LACERTA-Lajos

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Hallo Astrofreunde!

An der kleinen Fornax-10 Montierung wurde so viel Änderungen gemacht, dass es mir vernünftiger schien einen neuen Thread zu öffnen.

Die offizielle Vorführung der Fornax-10 Montierung findet am 25. Februar in Salzburg (Messegelände, Halle 1) statt.
Wir haben einen gemeinsamen Stand mit unserem Partner "Waffen Eibl".

FORNAX-10 besteht aus folgendem Einzelteilen:

- Tangentialarm mit Aufsatzplatte und Motor (an den Bilder das silberne Teil) kann entweder an der Polhöhenwiege oder auch direkt an einem Fototripod befestigt werden.
- Motorsteuerung (3 Versionen: mit FS2, mit UrsaMinor, oder mit UrsaMinor economy)
- Polhöhenwiege, einstellbar zwischen 0-70 Grad (an den Bilder das schwarze Teil)
- Polarscope (EQ3-Polarscope von Synta passt hinein)
- Tripod (Vixen-GP/EQ3/EQ5/NEQ5/HEQ5 oder alle Fotostative mit 3/8" Fotogewinde passen dazu)

Den Gewicht konnten wir auch drastisch reduzieren:

Tangentialarm mit Nanotec Motor: 1280 gramm
Polhöhenwiege: 690 gramm

Periodisches Fehler ist ca. +/-4" in einem Zeitraum von 8 Minuten:

Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_periodic-error.jpg

Anbei sind noch einige Bilder (Tangentialarm + Polhöhenwiege):

Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_seitlich.jpg

Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_von-oben.jpg

Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_von-unten.jpg

Und Deteilfotos:

Nanotec Motor und das Schneckenradlose System:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_motor.jpg


Polarscope-Halterung und die Einstellmöglichkeit der Polhöhe:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_polarscope-screw.jpg


Horizontal Einstellung (inkl. Breitengrad-Abhängig versetzbare Polhöhenwiege für optimales Gleichgewicht):
Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10_horizont.jpg



Und "last but not least" wie es z.B. in Equatornähe aussieht:
Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/information/mont-f10-fx/F10-equator.jpg


Nochmal darf ich Euch herzlich einladen:
- zwischen 25 und 28 Februar
- Salzburger Messe "Hohe Jagd"
- Messegelände, Halle 1 (gemeinsames Stand mit WAFFEN EIBL)

CS: lajos



 
Hallo Lajos,

schönes und nützliches Produkt. Und auf den Bildern sieht die Verarbeitung sehr sauber aus.

Eine grundsätzliche Frage hätte ich noch:
Der Verlauf des Nachführfehlers verläuft sehr kurzperiodisch, wobei auf die 8 Minuten gesehen eine sehr gute Konstanz zu erkennen ist. Ist Bekannt, woher der Kurzperiodische Fehler kommt. Liegst am Antrieb (Motor) oder an am Drehlager des Arms oder eventuell an der Oberfläche des Reibrads oder Reibradius?

Freue mich auf Deine Rückmeldung.

Viele Grüße
Martin Hauser
Martin Hauser
 
Hallo,

Ist Bekannt, woher der Kurzperiodische Fehler kommt. Liegst am Antrieb (Motor) oder an am Drehlager des Arms oder eventuell an der Oberfläche des Reibrads oder Reibradius?

oder auch daran, daß das zwei sehr "biegeweiche" Platten sind, welche zueinander im Abstand hin und her springen, weil der Antrieb nicht hundertprozentig zur Verdrehachse bzw. zur Lauffläche ausgerichtet ist, also ein seitliches Abdriften über "Rücksprünge" bzw. seitliches Versetzen ausgeglichen wird wenn die Reibung für ein weiteres Auseinanderdriften der Platten nicht mehr ausreicht....
Während des Versetzens (Rückspringens) ist die Reibung Null und damit kein Kraftschluß gegeben (Schlupf).

Es fehlt die axiale Stabilisierung des Reibradantriebes zum Reibradabtrieb.

Johann

p.s. interessant finde ich auch, daß man hier für einen Waffenhändler Werbung machen darf aber nicht für einen Safariveranstalter in Südafrika - zur Beobachtung des Sternenhimmels ... der auf gleicher Messe ausstellt, das ist doch eigentlich einseitige Zensur zu Gunsten der Waffenlobby..
 
Zitat von resuah:
Ist Bekannt, woher der Kurzperiodische Fehler kommt. Liegst am Antrieb (Motor) oder an am Drehlager des Arms oder eventuell an der Oberfläche des Reibrads oder Reibradius?

Hallo Martin!

Da die UrsaMinor Steuerung direkt an F10 entwickelt wird, haben wir mit FS2-Einstellungen nicht allzuviel herumgespielt.
Nachdem aber die Untersetzung bei der Fornax-10 sehr niedrig ist (1:54!), wird die Mikroschritt-Fehler von FS2 selbstverständlich sichtbar.

Die Einstellungen bei FS2 waren:
RA-Motorstrom: 500mA
Auflösung: 400
Untersetzung (Gear): 54

Ein unkontrolliertes Abrutsch von Reib-Rad könne ein dementsprechend (kurz)Periodisches Fehler nicht hervorrufen, und würde einen "treppenartig verspätenden" Trend bei der PE-Grafikon zeigen.

CS: lajos
 
Weitere Angaben (privat gefragt):

Radius vom Tangential-Rad = 216mm
Anfertigungs-Tolerance von Grossem Rad = 3 mikron
Anfertigungs-Tolerance von Reibrad = 3 mikron

Alle UrsaMinor Steuerung werden EINZELN zur jeglichen F10 angepasst (Geschwindigkeit-optimiert)

CS: lajos
 
Moin Leute

Die Fornax10 sieht ja richtig gut aus.

Ich hoffe , dass sich das auch im Alltagsgebrauch
bestätigt.

Eigentlich wollte ich mir eine Astrotrac holen ,
aber jetzt warte ich doch lieber.

Tja , wenn Preis , Zuladung , Eigengewicht und
Qalität stimmen , dann wird es sehr spannend
werden....

Das Antriebskonzept gefällt mir Derart gut , so dass
ich sie mir auch an meiner GDM (GermanDiscMount)
vorstellen könnte:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=52719

Ich bin echt gespannt , wohin der Weg der
"Riesenpurus" geht....

Konkurrenz ist immer gut für den Endverbraucher.

Lajos , ich drücke die Daumen , das der erste
Auftritt gut verläuft , und dass man schon bald
erste Erfahrungen hier lesen kann.

Danke für die Präsentation , und

freien Himmel

Jürgen

 
Hallo Astrofreunde!

Die voraussichtliche Preise und (endgültige) Gewichtangaben sind:

Tangentialarm mit Motor für FS2 vorbereitet.
1280 gramm / 360€

Polhöhenwiege 0-70 Grad, mit Feinjustierung (AZ und Polhöhe beide)
690 gramm / 160€

Ursa Minor Handsteuerung (Sonne-Mond-Stern-Geschw., Nord/Süd Schalter, Schnellauf, und vorprogrammierte PEC)
190 gramm / 220€
Anmerk.: das PE-Grafikon (scroll up) wurde OHNE PEC erstellt!

Polarscope (Synta EQ3 passt genau)
ca. 90 gramm / 39€

Stativ (alle Vixen GP oder Synta EQ3/EQ5/HEQ5 passen):
unter 75€

Bei verwenden eine FS2 Steuerung:
Auflösung: 400
Gear: 54
RA-Motorstrom: 500mA



CS: lajos
 
Hallo Lajos,

man benötigt anscheinend zwingend eine Steuerung (oder?), da landet man dann bei 580 Euro + Polsucher 39 Euro = 619 Euro.

Die bekannte und funktionierende Astrotrac 320 X kostet mit Polsucher 770 Euro. Die Differenz ist relativ gering.

Ich frage bewusst provokativ: Wo würdest Du Dein Geld lieber "versenken"; bei einem bekannten, wertstabilen Deutschen Produkt, oder einem neuen, qualitativ unbekannten Produkt aus Osteuropa?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas

Also das " Fornax " ein unbekannter aus Osteuropa ist glaubst
du woll selbst nicht, auch provokant geantwortet.
Seit doch froh das im europäischen Raum noch gute
Sachen entwickelt werden u. nicht alles aus China kommt.
Und die Zeit wo Deutsche Wertarbeit was gegolten hat ist längst vorbei,
also da ist es egal ob du dein Geld in
den Rhein od. in die Donau wirfst.
 
Moin Martin

Ist die Astrotrac denn überhaupt ein deutsches Produkt?


Was steht denn auf dem Typenschild?


Freien Himmel

Jürgen
 
Hallo Jürgen

Ob es deutsche Produkt ist, weis ich nicht, kenn die so genau
nicht, ist auch egal wenn sie gut ist, ich hab nur geantwortet
da es mich gewundert hatte das Andreas " Fornax " als ziemlich
unbekannt hinstellt obwoll deren Qualität hinreichlich bekannt
ist, was auch den Schluss zulässt das die neue Type F-10
wieder ein gutes Teil sein wird.
 
Der Astrotrack ist britsche Wertarbeit, wenn ich es richtig erinnere. Bei der Preisbetrachtung der Fornax muss man im Geiste die Polhöhenwiege der Astrotreck für 429 Euronen mitrechnen.

Hartwig
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Hartwig,

man benötigt keine Polhöhenwiege für die Astrotrac. Wer ein gutes Fotostativ hat, wird sicher ohne auskommen.

Ich wollte mit meinem Komentar nur zum Ausdruck bringen, dass das Rrodukt, so wie es sich nun darstellt, im Vergleich zur Astroctrac keinen Vorteil bietet. In diesem Fall würde ich mich immer für das wertstabilere und qualitativ bessere Produkt entscheiden. Diese Meinung muss man ja nicht teilen.

Viele Grüße
Andreas
 
>man benötigt keine Polhöhenwiege für die Astrotrac. Wer ein gutes Fotostativ hat, wird sicher ohne auskommen.<


Ja klar, aber das ist sehr davon abhängig, was man raufstellen will. Um ein 135er Tele nachzuführen, hast Du gewiss recht, um eine 500mm Russentonne nachzuführen, wird bei all diesen Konstruktionen die Frage der Poljustierung virulent. Und es haben schon Leute 8-10kg auf den Astrotrack gestellt! Die haben dann anstelle der Stativköpfe ein Giro und eine Polhöhenwiege verwenden. Und Astrotrack bietet ja auch beides in Form dieses sehr schnuckeligen, wertigen und teuren Travel-Systems an. Bei so einem Ansatz finde ich die Fornax potenziell spannend. Allerdings fehlt noch die Feinverstellung in Polhöhe - oder seh ich das falsch?

Wenn ich z.B. eine 500er Russentonne + Astrotrack + Stativköpfe bei einer totalen Sofi verwende (mit der da üblichen typischen ungenauen Poljustierung), ist das genaue Zentrieren gegen die Uhr bei der Brennweite ohne wirklich gute Verstellung schon nervig. Und da kann auch eine Steuerung mit Vorwärts- und Rückwärtsgang zumindest in RA helfen.

Wenn sie wirklich gut ust, kann es kommen, dass die Formax die Nische der langen Brennweiten, und der Astrotrack den absoluten Flugzeugeinsatz bei kurzen Brennweiten besetzt. Wir werden es sehen.


Aber irgendwie argumentieren wir alle gerade ziemlich im Vakuun rum, denn den Astrotrack kennt man, die möglichen Macken der Fornax aber nicht. Man wird die ersten unabhängigen und realen Erfahrungen abwarten müssen - wie immer.

Hartwig
 
Hallo Astrofreunde!

Kurz und bündig:

- Wir kommen mit einem Infostand (doch) zu ATT. (nur mit Ost-Block Produkten: Fornax, Gemini, Lacerta, UrsaMinor)

- Fornax-10 braucht auch keine Polhöhenwiege, man kann auch an einem Fotokopf befestigen.

- Ja, man braucht dazu Steuerung: entweder FS2 (haben viele bereits) oder UrsaMinor (PEC-Vorprogrammiert)

- Feineinstellung von Polhöhe: ab Seriennummer Nr.2 fehlt nicht mehr (bei mir ist die Nr.1).

- Fornax ist in der Tat in Deutschland relativ unbekannt. Genau so, wie die 14 Exoplaneten (http://en.wikipedia.org/wiki/HATNet_Project), welche in Rahmen von "HAT_Project" (http://www.cfa.harvard.edu/~gbakos/HAT/) an Fornax-gesteuertes Systemen entdeckt wurden. Alle "Amateur-Astronomische" Fornax Produkte sind die "downgrades" vom o.g. System. (TDM wurde erst auch hier verwendet)

Einladung an einen virtuellen Exoplaneten Tour:
Hier kann man mitbeobachten (12 von 69 sind HAT-Entdeckung): http://exoplanet.eu/catalog-transit.php
Fornax in Hawaii: http://www.teleskop-austria.at/information/goto-fornax-fx/Fornax_fork_Hawaii.jpg
Fornax in Arizona: http://www.teleskop-austria.at/information/goto-fornax-fx/Fornax_fork_Arizona.jpg
Grössenvergleich: http://www.teleskop-austria.at/information/goto-fornax-fx/fornax_fork_controlling.jpg

Wenn ich Qualität mit Herstellungsort und Bekanntschaftsgrad gleichstellen würde, könnte mit jeglicher Neuentwicklung sofort aufhören.


CS: lajos
 
Hallo Astro-Freunde,

ich hab' mir die Fornax-10-Montierung am 28. Februar auf der Messe angeschaut und muß sagen, dass das Konzept überzeugend ist. Insbesondere die gute Verarbeitung hat mich begeistert. Bin gespannt auf die ersten Testberichte hier im Forum.

Link zur Grafik: http://www.martinhauser.de/Bilder/1003132241.jpg

Hatte übrigens das erste mal die Möglichkeit, mit Lajos persönlich zu sprechen. Sehr netter und kompetenter Zeitgenosse mit einem, in meinen Augen, sehr ausgeprägten Gespür dafür, was gerade am Markt geschieht und welche Produkte verlangt werden.

Weiter so, Lajos.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Martin!

Danke für Deinen Besuch in Österreich!

Die F10-Serienherstellung (40 Stück) startet diese Woche (davon viele Änderungen, welche wir in Salzburg durchgesprochen hatten sind verwirklicht).

Zusätzliche Neuigkeit ist, dass wir auch den langzeit-drift getestet, und weiter optimiert (nur bei UrsaMinor Steuerung).

CS: lajos
 
Hallo Lajos,

bin schon auf Erfahrungsberichte aus der Beta-Phase gespannt und natürlich auch darauf was man dann unter dem Strich anlegen müsste :-).

CS
Kai
 
Hallo Leute,
ich habe die AstroTrack bisher erst einmal getestet. Leider war die Batterie am Polsuchfernrohr erschöpft. Wir konnten nur recht oberflächlich einnorden. Wir haben dennoch 10 Minuten Belichtungszeit eingestellt (200 mm Brennweite) und waren zufrieden. Will man wirklich sauber einnorden braucht man bestimmt eine stabile Polhöhenwiege.
Mein Astrokamerad hat parallel dazu mit der Fornax Aufnahmen gemacht. Er hatte ohne Polhöhenwiege eingenordet und war - allerdings mit nur 50 mm Brennweite - auch zufrieden.
Den optisch professionelleren Eindruck macht die AstroTrack.
Weitere Tests werden erforderlich.
Noch eine Bemerkung: Die Fornax macht - im Gegensatz zur AstroTrack - während der Aufnahme M u s i k !!! Allerdings Minimalmusic!
Grüße
Josef
 
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