Fotonewton selber bauen

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Dragonball1742

Aktives Mitglied
Hallo
Ich habe vor einen Jahr geplant mal ein Teleskop für Reisen selber zu bauen.Doch da Ich ein 10" Dobson bauen wollte und mein Geld einfach nicht gereicht hat, habe Ich beschlossen erst klein anzufangen.

Da Ich jetzt auch aktiv Astrofotogradie betreibe, wollte ich einen kleinen Fotonewton bauen. Ungefär 5-6 Zoll mit F/5.

Meine Fragen sind jetzt:
Voll oder Gitterrohrtubus?
Und ob Ihr auch mal so etwas gebaut habt und welche erfahrungen ihr damit gemacht habt?
Wenn ja dann bitte ich euch zur inspiration Bilder von euern Teleskopen zu schicken.

CS und Gruß
Arne
 
Hallo Arne,

ich habe vor kurzem einen 8“ f5 Newton selbst gebaut. Einen Gittertubus würde ich, aufgrund der hohen Komplexität und des geringen Gewichtsvorteils nicht machen. Bei 6“ ist ein Volltubus, meiner Meinung nach, die beste Wahl. Ich habe einen Tubus aus Hartpapier von Gerd Neumann genommen. Das Material ist leicht zu bearbeiten und nicht allzu schwer. Die Spinne mit 0.5mm Carbonstreben habe ich mir von Horst Becker (Drehen und Mehr) anfertigen lassen. Das Ergebnis siehst Du hier. Berechnet habe ich das ganze mit myNewton.

Viele Grüße
Michael
 
Danke für die Antwort Michael.
Gut dann werde ich einen Volltubus nehmen.
Ich habe beschlossen das Ich einen 5" nehme ich habe nähmlich einen Bresser 130/650 Dob und möchte den Hauptspiegel für meinen Fotonewton benutzen, so brauche ich nur noch einen größeren Fangspiegel um einen 2" Okularauszug benutzen zu können. CS und Gruß
Arne
 
Hallo Arne,

ohne im Detail drüber nachgedacht zu haben, so ins Unreine, würde ich mich fragen:
Bleibt mit dem größeren Fangspiegel noch genug freie Öffnung?
Ist es, bei kleiner Öffnung nicht besser mit einem Refraktor zu fotografieren?
Habe aber selbst noch nie versucht mit einem so kleinen Newton zu fotografieren.

Viel Erfolg bei deinem Projekt.
Klaren Himmel
Olaf
 
Wenn Du einen guten Spiegel findest der das kann was Du willst, dann lass Dir einen Tubus von Klaus Helmi bauen der passt.
Aber alles steht und fällt mit der passenden Optik...

Viel Erfolg,
Ernie
 
Hallo Arne,

ich glaube die Bresser haben alle keinen zu kleinen Fangspiegel.

Zum Beispiel:


47mm Fangspiegel, 36 Prozent lineare Obstruktion. Ob man den unbedingt noch größer wählen sollte?

VG
Klaus
 
Hallo
Ich nehme keinen Refraktor weil sie preislich für mich zu teuer sind, da ich noch 13 bin.
Und ich hätte da noch eine Frage.
Was ist lineare Obstruktion?
CS und Gruß
Arne
 
Hallo Arne,

die lineare Obstruktion ist das Verhältnis der Durchmesser von Haupt- und Fangspiegel.

Also (Durchm. Fangsp./Durchm. Hauptsp.) * 100

Ich würde, ausgehend von dem was Du hast, mal alle Daten in das Programm MyNewton füttern und schauen, ob es nicht reicht, wenn Du den Tubus etwas kürzt um in den Fokus zu kommen. Ein Carbon Tubus von Klaus Helmi ist dann auch deutlich zu teuer. Dann genügt evtl. ein 2" Okularauszug.

Ich würde das mal grob durchrechnen und mit einem Skywatcher 130PDS vergleichen. Selbstbau ist nicht unbedingt billiger als kaufen. Auch wenn schon einiges vorhanden ist.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Arne,

einige Selbstbauer greifen auch beherzt ins Klorohr. @Sven_Wienstein hat glaube ich so einen Newton gebastelt, mit konsequent visueller Auslegung allerdings.

Welche Montierung soll da eigentlich drunter?

VG Klaus
 
Gute Frage
Ich weiss noch nicht welche Montierung, Ich kaufe mir vieleicht eine MeadeLX5 oder eine ep5. Eine Fotomontierung habe ich und zwar die LX3 aber die ist auch nur für Widefield gedacht.
Eigentlich sollte man erst eine geeignete Montierung kaufen und dann sich ein Teleskop zulegen aber Ich wollte mich endlich mal auch am ATM versuchen.

CS und Gruß
Arne
 
Hallo Arne,

ist die LX5 nicht eine azimutale Gabelmontierung? Die ist für Deepsky Fotografie nicht geeignet, weil sie das Fernrohr nicht mitrotiert. Dadurch bekommst du Strichspuren. Für Fotografie brauchst du eine äquatoriale Montierung wie z.B. die HEQ5. Ich würde die maixmale Tragkraft so wählen, dass sie ca. doppelte des Fernrohrgewichts beträgt. Es kommen ja noch Kamera und Sucher dazu + Kabel. Dann bist du bei ca. 2/3 der Tragkraft und ab da werden längere Belichtungszeiten schwierig.

Zum Selbstbau: ich habe auch noch einige Spiegel daheim rum liegen. Es ist aber schwierig mit den Preisen der Hersteller zu konkurieren, wenn man eine vergleichbare Qualität erreichen will. Dazu musst du wirklich alles selber machen können inklusive Fangspiegelhalterung und Haupspiegelzelle. Ein 5" PDS Explorer kostet 230€. Alleine ein 2" Auszug mit 1:10 Mikrountersetzung kostet schon 130€. Dazu noch die Sucherbasis für 20€. Selbst wenn du den Spiegel und das komplette Werkzeug schon hast, wird es schwer mit dem restlichen Rohmaterial unter 80€ zu bleiben.

Es gibt allerdings noch einen anderen Weg, wenn nicht alles perfekt sein muss. Suche mal nach dem User @komposer . Der baut minimalistische Teleskope und macht mit seiner Fischertechnikmontierung sogar ordentliche Bilder damit. Sein Newton besteht im Wesentlichen aus einem Kanalrohr, Sperrholz und Heftpflaster :)

CS Joachim
 
Ich meinte eine LX3 und keine LX5.

Und Ich will auch nicht den 1A Fotonewton bauen.
Komposer's Profil habe ich mir auch schon angesehen und ich finde es echt bewundernswert was er mit solcher Ausrüstung erreicht hat.

CS und Gruß
Arne
 
Hallo Arne,

hier nochmal der Link zu meinem Selbstbau: https://forum.astronomie.de/threads/mini-teleskop-76-300mm-viele-baustellen.258035/

Welche Kamera soll denn zum Einsatz kommen ?

Ich habe meinen Mini-Newton ja an die vorhandene Asi120mc angepasst. Mehr als der kleine Sensor könnte damit aber eh nicht sinnvoll betrieben werden. Die Abbildungsleistung nimmt selbst da schon zum Rand hin ab.
Bei der Planung habe ich mir den Strahlengang aufgezeichnet und den 20mm Fangspiegel so platziert, dass der Fokspunkt recht knapp über den Tubus lag. Gerade ausreichend für meine Kamera. Ein richtiger Auszug war da nicht mehr drin. Daher der Winkel um die Kamera fast schon in den Tubus zu bewegen.
Ich wollte unbedingt den vorhandenen 20mm Fangspiegel nutzen und ein Online Fangspiegel Rechner zeigte mir, dass dies so mit einer noch recht guten Ausleuchtung des kleinen Sensors möglich war.

Das Teleskop aus dem KG-Rohr aus dem Baumarkt wiegt sehr wenig, vielleicht geht das auch bei Dir, die gibt es auch mit 160mm Durchmesser, ich hatte 110 genommen.

Ich würde den Fangspiegel so klein wie möglich wählen und daher speziell an die Sensorgröße der vorhandenen Kamera anpassen.

Gruß,
Holger
 
Ich benutze die Nikon D610 mit 35.9 x 24mm Chipfläche die meinem Vater gehört.

Hier Ich kann euch ein Paar Bilder schicken die Ich mit der Kamera gemacht habe.

Die Plejaden und der Califorinanebel:
PSX_20200211_201221.jpg

11×8 sek Darks, 49×8 sek Lights, ISO 5000, F/4, Sigma Zoom 28-70mm 1:2.8, 7,2km nahe der Stadt. Mit DSS gestackt und mit Fitswork auf dem PC und mit Lightroom auf dem Handy bearbeitet.

Und das Sternbild orion
PSX_20200211_200949.jpg

35×30sek Lights, 4×30sek Darks und 4×1/4000sek Bias mit ISO 5050 und F/3,2

Mit DSS gestackt und mit Fitswork und Lightroom bearbeitet.
Werde auch nächstes mal mit meinem Objektiv versuchen den Kometen C/2017 T2 PARNSTARRS zu fotografieren.

Alles klar ich werde mal nach einem geeigneten Klorohr auschau halten.

CS und gruß
Arne
 
Hallo Arne,

das wird aber ein nicht so leichtes Unterfangen. Die Kamera ist ja schon recht groß und schwer, das wäre bei meinem simplen Selbstbau nicht möglich gewesen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,
Ja das stimmt, die Kamera wiegt achon ungefär 750g und mit den Adaptern wiegt sie schon über 1kg.
Da muss ich wohl zu nem Okularauszug greifen.
Vieleicht finde Ich ja noch einen 2" Auszug bei Ebay oder hier im Forum gebraucht für unter 100 Euro.

CS und Gruß
Arne
 
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