Fotonewton Selbstbau

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lukastro

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Hallo <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />

Nachdem ich vergeblich nach einem 10"/f3,5 Spiegel gesucht habe, kam mir die Idee zum Selbstschliff. Dummerweise liegt mein letzter Glaseinsatz schon 20 Jahre zurück und es war nur ein 6"/f6.

Nun meine Fragen:

1. Wie stehen die Erfolgschancen bei diesem Öffnungsverhältnis?

2. Wer hat welche Erfahrungen damit?

3. Wieviele Arbeitsstunden sollte ich einplanen?


Die Problematik mit diesem f ist mir durchaus klar, aber es muss ja kein Strehl von 99,1% rauskommen. Ein gut beugungsbegrenzter sollte für eine reine Fotomaschine ausreichen.

Gruß

Peter
 
Hallo Peter,

hast Du Dir ein Teleskop mit f/3,5 mal komplett durchgerechnet?
Brennpunktlage über dem Tubus und Größe des ausgeleuchtetn Bildfeldes bedacht?
Du brauchst einen monströsen Sekundärspiegel und einen ebensolchen Auszug. Ob es einen brauchbaren Komakorrektor für f/3,5 gibt ist fraglich (höchstens P. Keller).
Ich würde daher eher einen f/4 oder f/4,5 Spiegel nehmen. Die gibts auch überall fertig zu kaufen.

Gruß
Andreas
 
Hallo Peter!
Ich würd mir das mit den F3,5 auch noch mal überlegen, weil es da schon alleine am notwendigen Korrektor scheitern wird. Solltest Du mit DSLR oder CCD fotografieren wollen, ist ein so schnelles Gerät auch nicht unbedingt nötig, ich bin bei meinem f5-Newton auch bei sehr guten Verhältnissen bei ISO1600 nach 5-6 Minuten am Limit. Außerdem solltest Du dir schon vorher Gedanken über die Nachführung machen (Leitrohr oder off-axis, bei letzterem spielt die Feldschärfe der Sterne eine nicht unwesentliche Rolle für die Nachführung). Ich würde jedenfalls primär mal die Aufnahmebrennweite festlegen, mit der ich arbeiten will und dann nicht unter f4,5 oder f5 gehen. Für ein rein fotografisches System wäre auch die Möglichkeit, einen hyperbolischen Spiegel mit einem Komakorrektor von Baader zu kombinieren, was wesentlich kleinere Spots als mit einem parabolischen Spiegel ergibt, dazu müsste man allerdings die genaue Rechnung dieses Korrektors kennen.
Grüße
Martin
 
Hallo Andreas und Martin,

also komplett durchgerechnet ist das System noch nicht,allerdings ist mir klar das ich bei der Obstuktion irgendwo um 40% liegen werde. Was den Auszug angeht, dachte ich an einen Helical von Borg, der hat zwar nur einen geringen Fokussierweg, ist aber sehr flach und hat über 60 mm freie öffnung. Als Korrektor dachte ich an den Paracor von Televue.

Der Grund warum ich einen solch schnellen Newton haben möchte, liegt in erster Linie daran, daß ich so kurz und so leicht wie möglich bauen möchte ( unter 10 kg, unter 1 m ). So würde er zusammen mit meinem 6" Leitrohr noch locker auf die EQ6 passen.

Gruss

Peter
 
Hallo Peter,

sicher passt Deine ausgewählte Kombination auf die EQ6, fotografisch kannst Du das aber vergessen. Meiner Meinung nach verkraftet die EQ6 maximal einen 8 Zoll Newton (visuell geht natürlich mehr).
Ich bin allerdings ein wenig anspruchsvoll ;-)

Außerdem ist ein f/3.5 System schwer justierbar. Ich kann mich noch erinnern, wie ein bekannter Astronom aus dem Badenerland die ganze Nacht versucht hat, einen Takahashi Epsilon f/3.5 zu justieren.

Mein Vorschlag: Anstatt eines 10 Zoll f/3.5 baust Du ein 8 Zoll f/4.5, das paßt gut auf die EQ6, und ist leichter justierbar. Nachteil ist natürlich die längere Belichtungszeit.

Viele Grüße
Michael
 
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