Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takahashi?

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MilkyWay

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Hallo,

sowohl als Reisefernrohr und Fernrohr mit schneller Aufbauzeit (ohne großen Aufwand)als auch für Astrofotografie und ebenso Tageslichtfotografie interessiert mich das Pentax 75SDHF oder das Takahshi F60-C.
Bislang nutze ich zu Hause ein C8, suche aber für Reisen eine bequeme Alternative.
Insbesondere ist meine Frage:
Wer von Euch hat Erfahrungen mit einem der Geräte für Kleinbild-Tageslichtfotografie, also Refraktor+Adapter+Spiegelreflex,
gesammelt? Welchen Fokussierbereich und welche Abbildungsgüte bei Nicht-Unendlich, im Vergleich zu einem klassischen Teleobjektiv für Kleinbild, habt ihr erzielt?

Grüße,
Dirk
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Als Fernrohr konzipiert haben beide wohl keine Blende/Blendensteuerung. Somit kannst Du die Schärfentiefe nicht regeln. Je nach Anwendungsschwerpunkt ist dann ein normales Fotoobjektiv vielleicht besser geeignet.
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Tach zusammen,
also ich verstehe hier den Zusammenhang nicht ganz. Wieso brauche ich eine Blendensteuerung und wofür Schärfentiefe beim Tele ? Die Blende ist vorgegeben und kann nicht verstellt werden und die richtige Belichtung ergibt sich aus der einzustellenden Zeit der Kamera im manuellen Modus. Warum soll das nicht funktionieren ?


Grüße Edwin
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Moin,
das funktioniert am Tag bei Sonnenschein nur bedingt. Da wäre eine Einstellblende nicht schlecht. Ich habe mit einer Russentonne (Blende 5,6, 500mm Brennweite) schon am Tag fotografiert. Das funktioniert gut! bei erforderlichen Belichtungszeiten kürzer 1/1000 Sekunde wird's aber kritisch, da fehlt die Blende, z. B. bei Sonneuntergangsaufnahmen etc..

Gruß Burkhard
 
Ich hatte schon vier verschiedene Teleobjektive mit 300mm Brennweite. Diese hatten eine Naheinstellung von 4,5 bis 2m. Es ist eher unwahrscheinlich, dass du diese Einstellung mit einem Teleskop schaffst, dass ausschließlich für Unendlich gerechnet wurde. Nicht umsonst haben moderne Teleobjektive an die 10 Linsen im Strahlengang, die edel-Refraktoren hingegen nur 2-4.

Falls trotzdem jemand praktische Erfahrungen zu bieten hat, bitte posten - würde mich auch interessieren!
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

also, ich habe den 75er Pentax und bin begeistert. Das ideale Reisefernrohr, schließlich kann man das ohnehin recht kompakte Teil nochmal in der Mitte auseinanderschrauben und damit extrem kompakt verpacken. Das Pentax + Vixen SP mit Motoren, Kabeln, Steuerung (MTS-3) und Gegengewicht passt in einen mittleren Fotorucksack. Andererseits ist das Pentax nur zum Reisen zu schade, da die Optik einfach Klasse ist!

Zum Fotografieren am Nachthimmel ist es ohne Einschränkung zu empfehlen. Zum Fotograieren am Tage ziehe ich "richtige" Teleobjektive vor. Erstens sind sie lichstärker (o.k., mann sollte nicht gerade zur Russentonne greifen). Aber es ist ja kein Zufall, dass ein original pentax 500er eine Blende von 4,5 bietet (das Fernrohr hat 6,7). Zum anderen ist das Thema Blende (bzw. das Fehlen derselben) in der Tat wichtig. Es geht dabei weniger ums Regeln der Belichtung, moderne Kameras mit ihren Verschlusszeiten von 1/4000 s und weniger können fast durchweg mit offener Blende verwendet werden. Es geht tatsächlich mehr um die Schärfentiefe. Fotografiert man z.B. ein Tier aus 10 m Entfernung, wofür so ein 500er ganz praktisch ist, ist die Schärfentiefe bei offener Blende bereits arg (zu) knapp. Hier würde ich abblenden auf 8 oder so unbedingt anstreben, besser noch kleiner. Die Sache mit der untergehenden Sonne ist hingegen wohl weniger das Problem, dafür gibts Sonnenfilter und da spielt die Blende keine große Rolle mehr - schon aus Sicherheitsgründen.

Es gibt noch einen Grund, der für richtige Fotoobjektive spricht, die Fokussierung. bei den Refraktoren geht's über einen recht langen Auszug hinten, was weder schnell noch bequem ist und außerdem die Balance verändert, was sich auf einer ordentlichen astronomischen montierung zwar nicht, wohlb aber bei einem mittelmäßigen Fotoobjektiv bemerkbar macht. Hier sind moderne Fotoobjektive deutlich im Vorteil, dank Innenfokussierung. Ohnehin sind sie i.d.R. deutlich kompakter gebaut als ein Fernrohr, was einer der Gründe dafür ist, dass sie deutlich mehr Linsen haben...

Je nach Kamera ist die Verwendung eines Nicht-Fotoobjektivs ohnehin etwas schwierig. Versuch mal ein Fernrohr an bestimmten Minolta Dynax-Modellen zu benutzen...

Fröhliches Knipsen bei Nacht und bei Tag wünscht,
René
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Hallo zusammen,

habe sehr interessiert diesen thread verfolgt weil ich nämlich auch vorhatte demnächst einen kleinen Refraktor zu kaufen und diesen dann u.a. zum fotografieren am Tage zu nutzen. Ich hab dabei an einen 80/400er oder 80/480er o.ä. gedacht zB. von GSO.
Neben der Verwendung als Fotoobjektiv für Astroaufnahmen(optimal für zB. Plejaden, oder?) oder als Reiseteleskop oder Leitrohr wollte ich damit auch scheue Wald-Tiere oder Vögel usw. fotografieren.
Über das Problem der Schärfentiefe und fehlende Blendenkontrolle hab ich dabei erhlich gesagt gar nicht nachgedacht.
Es ist wohl zweifelsfrei so, dass ein richtiges Fotoobjektiv da besser wäre aber es ist doch auch sehr viel teurer, oder?
Auf der TS Homepage werden diese kleinen Refraktoren auch immer angepriesen mit "auch sehr gut als Teleobjektive verwendbar!".
Gibt es vielleicht irgendwo Fotos am Tage mit so einer Optik? Wer hat denn noch jemand irgendwelchen Erfahrungen? Soll ich mir die Sache vielleicht besser wieder aus dem Kopf schlagen?

Je nach Kamera ist die Verwendung eines Nicht-Fotoobjektivs ohnehin etwas schwierig. Versuch mal ein Fernrohr an bestimmten Minolta Dynax-Modellen zu benutzen...

Das befestigen der Kamera seh ich als geringstes Problem. Das sollte mit nem T-Adapter problemlos möglich sein.

 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Bilder, die mit einem FH gemacht wurden und zum Vergleich dazu mit Apo-Korrektor. Ohne Korrektor macht das wohl kaum Sinn für Aufnahmen bei Tageslicht.
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

das Problem bei bestimmten Modellen ist nicht die mechanische Adaption, sondern die elektrische. Dynax Modelle erwarten ein AF-Objektiv und schalten ab, wenn das nicht vorne dran hängt. Es gibt für eine Reihe von Modellen Möglichkeiten, durch bestimmte Tastenkombinationen die Kameras auch zur Zusammenarbeit mit beliebiegem Zubehör zu bewegen, aber das funktioniert wohl nicht mit allen Modellen. Tipps dazu gibts im Katalog von Foto Brenner.


Ansonsten ist eine feste Blende von 4,8 oder so zur bildgebenden Fotografie doch wenig geeignet. Es kommt nämlich ein Aspekt hinzu, der bislang in der ganzen Diskussion nicht auftauchte: Fernrohre haben üblicherweise ein recht kleines Bildfeld und vignettieren selbst bei Kleinbild deutlich sichtbar am Bildrand. Das stört auf vielen Astrofotos nicht so sehr. Und wer viel Astrofotografie betreibt, wird sich auch ein fotografisch optimiertes Gerät anschaffen, dass dann vignettierungsfrei ist. Aber gerade Billigrohre dürften hier ebenso Prbleme bereiten wie beim Thema Bildfeldebnung. Gerade letzteres ist ja genau der Grund, warum fotooptimierte Fernrohre weit hinten im Strahlengang nochmal eine oder zwei zusätzliche Linsen haben (wie eben auch Teleobjektive).

Bei Tagaufnahmen will man üblicherweise ja das ganz Bildfeld nutzen und vorzeigen können (insbesondere auf Dias). Und da sind deutlich vignettierte und unscharfe Ecken nicht so schön...

Gruß,
René
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Ich hab mir mal die Preise für ein normales Teleobjektiv zB. von Sigma angeschaut: 500mm, f/5.6 kostet da 4999,-Euro. Da kriegt man doch die Krise.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> Taugt sowas hier? Hat aber auch wieder eine fetse Blende 1:8. Obwohl es für normale Fotografie gemacht ist.Haben Spiegelteles immer nur eine feste Blende.
Oder das hier? .Oder jenes?
WIe siehts denn eigentlich mit den Russentonnen aus? Die sind doch auch nicht ausschließlich für Astrofotografie gemacht, oder?

Was wären denn noch Alternativen um relativ günstig im Bereich von 500mm Brennweite bei Tag UND Nacht zu fotografieren?

 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Hi Sebastian,

die auf e-bay angebotenen Spiegeltele sind sicher einigermaßen brauchbar. Ich habe noch ein 8/500 mm Tokina rumliegen und das mal ausgemessen. Die tatsächliche Blendenöffnung liegt eher bei 1:11, also recht lichtschwach. D.h.Fotografie ist nur mit solidem Stativ + Sonnenschein oder 400 ASA Film verwacklungsfrei möglich.

Generell gilt die geringe Lichtstärke auch für die Russentonnen. Es gibt von Soligor ein etwas lichtstärkeres Spiegeltele 5,6/500, das möglicherweise eine Alternaive ist, aber ich hatte es noch nicht in Händen.


Da sieht das von Dir gefundene 400er Linsentele schon brauchbarer aus. Bei dem konkreten Angebot scheint es aber Probleme mit der Blende gegeben zu haben und Du musst genau prüfen, ob das wirklich behoben ist. Ansonsten ein guter deal.

Alternativen gibt es übrigens auch preiswert und neu in Form der bekannten "langen Tüten", also 6,3/400 mm oder 8/500 mm Linsenobjektive (kommen alle aus der gleichen Fabrik und werden unter diversen Namen verkauft, die allerdings keine Springblende, sondern nur eine Blendenvorwahl haben.

Ein echter Hammer wäre übrigens das 5,6/500 mm Objektiv von Pentacon (auch von Meyer Optik, Görlitz), das überaus solide ist, eine sehr ordentliche Optik bietet und ganz nebenbei auch noch Formate bis 6 x 6 ausleuchtet. Es ist gebraucht immer mal wieder recht günstig zu habe und kann per M42-Adapter an die meisten kameras angepasst werden. Ich benutze es selbst seit einigen Jahren. Wegen dem großen Gewicht und der konventionellen Bauweise allerdings nur mit SOLIDEM Stativ verwendbar.

Andere Alternative wäre das Pentax 4,5/500, das zwar mehr kostet, aber eben auch noch mal 1/2 Blende lichtstärker ist. Es sollte nur 1/3 des Sigma-Objektives (s.o.) kosten. Und wenn Du die Ausführung für die Pentax 67 findest, kannst Du Dir problemlos einen Adapter von Pentax 67 auf Canon FD machen lassen (Zörkendörfer).

Generll solltest Du darauf achten, dass Objektive von 400 mm und mehr, einen eigenen Stativanschluss haben, weil bei Montage des Kamerabodys am Stativ mit so einem langen, schweren Teil vornedran, doch ein erhebliches Balanceproblem entsteht, das fast zwangsläufig zu Verwacklungsunschärfe führt.

Gruß,

René
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Da sieht das von Dir gefundene 400er Linsentele schon brauchbarer aus. Bei dem konkreten Angebot scheint es aber Probleme mit der Blende gegeben zu haben und Du musst genau prüfen, ob das wirklich behoben ist. Ansonsten ein guter deal.

Auf Nachfrage wurde mir bestätigt dass das Objektiv jetzt wieder völlig i.O. ist.
Ich denke auch es ist ein guter deal.
Problem:
Es hat ein FD-Bajonett. Ich hab aber ein Canon EOS Gehäuse. Kann ich da dieses Objektiv überhaupt benutzen? Gibts da direkte Adapter usw?
T2-Adapter hab ich für meine Kamera. Müsste ich da jetzt noch eine T2 Gegenstück-Adapter für das FD-Bajonett besorgen? Oder geht das adaptieren nur wenn am Objektiv schon ein T-Gewinde dran ist?
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Nein. FD Objektive funktionieren nicht an EOS Kameras (Ich habe selbst eine EOS50E). Wenn Du da mehrere Adapter dazwischenhängst, wirst Du nicht mehr auf unendlich scharfstellen können.

Bei EOS Kameras ist zu beachten, daß sie komplett elektronisch mit dem Objektiv kommunizieren und Fremdhersteller das nicht immer richtig auf die Reihe bekommen. Dann kann es passieren, daß ein Objektiv zwar mit einem Modell funktioniert, mit einem anderen dagegen nicht. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, bleiben dann nur Original-Objektive. (Naja, jedenfalls ist das das, was ich im Netz so herausgefunden habe. Besonders ältere Sigma-Objektive sollen da Probleme machen: kein Autofokus, Kamera blockiert, usw.)

Zu Spliegel-Teles: Unscharfe Bereiche wirken durch die Fangspiegelabschattung sehr unruhig. Schau Dir vorher mal eine Testaufnahme an, bevor Du Dir so ein Tele holst. Für normale Fotografie ist das "gewöhnungsbedürftig".
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Zu Spliegel-Teles: Unscharfe Bereiche wirken durch die Fangspiegelabschattung sehr unruhig.

Was meinst du damit genau? Was wird wann unscharf? Meinst du durch die geringe Schärfentiefe wegen der festen Blende? Was hat das mit der Fangspiegleabschattung zu tun?
Kannst du das nochmal näher erläutern?

Schau Dir vorher mal eine Testaufnahme an, bevor Du Dir so ein Tele holst.

Kennt jemand einen link?
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Was meinst du damit genau? Was wird wann unscharf? Meinst du durch die geringe Schärfentiefe wegen der festen Blende? Was hat das mit der Fangspiegleabschattung zu tun?
Kannst du das nochmal näher erläutern?

Unscharf: Der Bereich, der außerhalb der Schärfentiefe liegt.

Beispiel (von Sigma):
Link zur Grafik: http://http://www.sigmaphoto.com/Images/photos/TELE600F8.JPG

Helle Reflexe werden zu störenden (je nach Geschmack) Ringen. Z.B. im unteren Bereich des Bildes.
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

Hi Sebastian,

es gibt von Canon einen Adapter FD auf EOS, der allerdings eine Hilfslinse integriert hat. Nicht optimal. Von Zörkendörfer oder Novoflex (mal bei www.fotobrenner.de nachschauen), gibt es einen sehr schmalen Adapter, der ohne diese Hilfslinse auskommt.

Der Adapterpreis dürfte den Preosvorteil eines Fremdobjektives wieder zunichte machen...

T2-Adaption ist nicht möglich, weil es erstens meines Wissens nach keine T2 Adapter gibt, um das Bajonett am Objektiv auf T2-Gewinde zu bringen und das auch gar nicht sinnvoll wäre, weil das Auflagemaß der Kameras dann keine Scharfstellung auf Unendlich mehr ermöglichen würde. Alle T2-Objektive sind so ausgelegt, dass ihr Gewindeende soweit von der Filmfläche entfernt liegt, dass dann noch der T2-Adapter zur Kamera dazwischenpasst.

Gruß,
René
 
Re: Fotoobjektiv bei Tag + Nacht , Pentax , Takaha

... oder mal eins mit der Russentonne 5,6/500.

Bild

Abgesehen von der Bildqualität (ich hab den 'Hund' <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> nicht scharf erwischt und Grobscann) ist ganz klar die fehlende Tiefenschärfe zu sehen bedingt durch die feste Blende 5,6. Wenn's so sein soll als Effekt o.k.

Die Russentonne z. B. zeigt dafür aber keine Vignettierung und ein ebenes Bildfeld (unscharfe Pünktchen werden zu gleichmäßigen Ringen, auch in den Bildecken).

Burkhard
 
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