Fotoobjektiv: wie Unendlichanschlag einstellen?

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RudiR

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Hallo zusammen,

weiß jemand einen hilfreichen Link, wo beschrieben wird, wie man Fotoobjektive justiert? Ich hab ein 120er Biometar für meine Kiev, das sich zwar bis zum Unendlichanschlag einstellen läßt, aber noch etwas "überdreht" werden müßte, um unendlich Entferntes wirklich scharf abzubilden. Für Portraits kein Problem, aber für Sternfeldaufnahmen ... :-/

Gegoogelt hab ich schon, aber bin nicht wirklich fündig geworden.

Viele Grüße
Rudi

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Hallo...

Hmm, mit einem Kollimatorfernglas oder -rohr geht sowas.

Das Prinzip von sowas ist simpel:

Du nimmst dir ein Spektiv oder ein Fernglas und stellst dieses auf unendlich ein, indem du z.B. den Mond scharfstellst.

Sodann montierst du dein Tele, machst die Kamera aber hinten auf und legst auf die Filmführung eine Glasplatte mit ein paar Strichen
drauf (Filzstift).

Wenn du jetzt durch das Spektiv oder Fernglas vorne in das Tele reinkuckst, dann siehst du die Striche auf dem Glas stark vergrößert...scharfgestellt
werden die jetzt mit der Entfernungseinstellung vom Tele, und sobald die scharf sind, hast du die "Unendlich"-Stellung vom Tele.

Die Erklärung ist einfach, das die Striche in dem Moment scharf erscheinen, in dem ihre Bildstrahlen parallel aus dem Tele austreten
und von deinem Spektiv/FG, das ja auch darauf eingestellt wurde, parallele Strahlen (=unendlicher Abstand) wieder in einem Punkt
zu vereinen, in deinem Auge abgebildet werden.

Soweit die Theorie, probiert hab ich das noch nie...angeblich kann man so auch CCDs scharfstellen, wenn man nämlich reinleuchtet und sieht den
CCD-Chip scharf, dann ist dieser genau im Fokus...

 
Hallo Frank

Soweit die Theorie, probiert hab ich das noch nie...angeblich kann man so auch CCDs scharfstellen, wenn man nämlich reinleuchtet und sieht den
CCD-Chip scharf, dann ist dieser genau im Fokus...

Also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sowas ganz vorzüglich funktioniert! Von der Tiefenschärfe ist es sogar so genau dass man damit sogar auf Schmidtkameras los gehen kann!!
Aber ein großes Problem ist eben oft die Beleuchtung der Brennebene des Aufnahmeinstruments, das kann man aber in den Griff bekommen.

Aber ich verstehe nicht ganz was dass mit dem Thema zu tun haben soll.
Klar, gut Fokusieren kann man damit, aber würde Rudi den Unendlichpunkt suchen, dann ginge das mit der Messerschneide einfacher und schneller und genauso präzise, wenn nicht sogar genau so präzise.
Aber auch damit kann man den Unendlichkeitspunkt einer Optik nicht einstellen, wenn der Anschlag noch vor Unendlich erreicht wird.
Also alles nutzlos!

gruß,
André
 
Hallo...

Also ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sowas ganz vorzüglich funktioniert! Von der Tiefenschärfe ist es sogar so genau dass man damit sogar auf Schmidtkameras los
gehen kann!!
Aber ein großes Problem ist eben oft die Beleuchtung der Brennebene des Aufnahmeinstruments, das kann man aber in den Griff bekommen.

Hmm, dann sollte ich das fast auch mal probieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Zum Beleuchten gibts ja dann die berühmte Fangspiegelbeleuchtung, oder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Klar, gut Fokusieren kann man damit, aber würde Rudi den Unendlichpunkt suchen, dann ginge das mit der Messerschneide einfacher und schneller und genauso präzise, wenn nicht
sogar genau so präzise.

Richtig, dazu braucht man aber nen echten Stern...ich tendiere inzwischen aber dazu, solche Justagesachen bei Tageslicht zu machen,
einfach um die Nachtzeiten besser zu nutzen, und da siehts dann mit Stern und Messerschneide "suboptimal" aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />


Aber auch damit kann man den Unendlichkeitspunkt einer Optik nicht einstellen, wenn der Anschlag noch vor Unendlich erreicht wird.

Stimmt, ich hatte die Frage wohl falsch verstanden, ich ging davon aus, das der Anschlag hinter der Unendlich-Marke ist, und jetzt die Frage ist,
wo denn wirklich "Unendlich" ist...das hatte ich auch mal bei einem Zoomobjektiv, da war "Unendlich" bei manchen Zoom-Einstellungen eben nicht
unendlich, was dann zu fetten Sternen geführt hat...

 
Hallo Spatz1


Du schreibst:
Richtig, dazu braucht man aber nen echten Stern...ich tendiere inzwischen aber dazu, solche Justagesachen bei Tageslicht zu machen,
einfach um die Nachtzeiten besser zu nutzen, und da siehts dann mit Stern und Messerschneide "suboptimal" aus

Naja, also davon würde ich eher abraten.
Rechne dir mal die Tiefenschärfen diverser fotographischer Optiken durch, und du wirst einen Schreck bekommen.
Gerade wenns dann in der Nacht einige Grad kühler ist als am Tage, wo fokusiert wurde kann der Brennpunkt doch schon mal die Wanderlust bekommen und sich etwas bewegen, was eben umso kritischer ist, je größer und je schneller die Optik ist.
Gerade bei Sondergläsern, vor allem bei Fluoridoptiken kann so ein Fokusdrift enorm sein. Bei Spiegeloptiken je nach Aufbau und Materielien aber auch.
Eine alte Astrofotografenweisheit besagt ja nicht umsont, dass vor jeder Aufnahme neu fokusiert werden sollte. Bei kleineren Teleobjektiven ohne Sondergläser natürlich wird sich da so ziemlich garnix tun.
Bei einer größeren Optik, wo noch justierbare Bauteile hinzu kommen jedoch kann sich der Fokus teilweise gravierend verändern, vor allem auch durch den Transport solcher Optiken, also ist Vorsicht angebracht.
Einen Stern oder zumindest den Mond brauchst du übrigens auch um die Referenzoptik, also das Hilfsfernrohr zum fokusieren zu fokusieren, was eben auch andauernd widerholt werden sollte. Und glaub mir, die Messerschneide ist doch nichts, was lange dauert! Das macht man mal eben locker aus dem Handgelenk, wenn man es natürlich vorher mal zwei dreimal zur Übung gemacht hat.

gruß,
André
 
Hallo Rudi,

es hat seinen Sinn, dass man ein Fotoobjektiv über die Unendlich-Markierung hinaus drehen kann, da sich die Fokuslage mit der Umegebungstemperatur stark ändert. Du solltest also keinesfalls einen Anschlag anbringen! Die Folge ist nämlich, dass Deine Unendlich-Einstellung nur für genau die Temperatur stimmt, bei der Du den Anschlag mal justiert hast und bei alllen anderen Temperaturen werden Deine Bilder unscharf.

Der Tipp mit dem Kollimationsfernrohr ist doch ganz o.k. und nicht allzu umständlich. Ansonsten hilft eine ordentliche Sucherlupe an der Kamera (so Du eine Spiegelreflex nimmst), bzw. das nervige Schwarfstellen am Bildschirm...

Gruß,
René
 
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