Moin Thoralf,
mittlerweile hast du in den letzten Tagen schon mehrere Threads (fünf, wenn ich richtig gezählt habe) zum mehr oder weniger gleichen Thema eröffnet.
Wie dir schon mehrmals gesagt wurde, kann man dir nur einen fundierten Rat geben, wenn du auch ein paar Informationen von dir preisgibst:
- Erfahrung (Astronomie, Fotografie, EBV)
- schon vorhandene Ausrüstung (DSLR, evtl. Teleskop/Montierung)
- Beobachtungsplatz (Balkon, Garten, im Feld; Lichtverschmutzung)
Unabhängig davon kann dir aber niemand die Arbeit abnehmen, dich selbst in die Materie einzuarbeiten. Sowohl hier im Forum als auch auf vielen Internetseiten gibt es gute Tipps und Anleitungen für Einsteiger in die Astrofotografie. Nimm dir die Zeit und lese das in Ruhe durch.
Es ist definitiv nicht ausreichend, relativ viel Geld in Teleskop und Monti zu investieren. Einerseits kommen da noch viele "Kleinteile" (Kamera, Guiding, Komakorrektor beim Newton, evtl. Notebook, Software, Okulare, Adapter, Stromversorgung, etc.) dazu. Aber auch wenn du dir das alles kaufst und in den Garten kippst, fallen dann aus deiner Kamera nicht auf Knopfdruck die tollen Astrofotos raus, wie du sie hier in der Galerie siehst. Nach meiner Einschätzung hängt die Qualität eines Astrofotos mindestens zu 50 % von den Fähigkeiten des Fotografen ab. Gerade für einen Einsteiger ist also nicht die Teleskopöffnung die limitierende Größe bei der Bildqualität.
Am Ende musst du dann selbst entscheiden, was für dich die beste Ausrüstung ist (z.B. Spiegel oder Linse, DSLR oder CCD). Ich hatte mich vor reichlich einem halben Jahr für einen 8" f5 Newton und DLSR entschieden, da diese Kombi ein relativ gutes Preis/Leistungsverhältnis hat und doch einiges ermöglicht und bisher habe ich es nicht bereut. Aber wie schon von anderen gesagt, ist so ein relativ großer und schneller Newton nicht ohne. Den vernünftig zu kollimieren erfordert einige Übung. Zudem ist das große Rohr ziemlich windanfällig (mein Beobachtungsplatz ist zum Glück geschützt).
Die ersten Nächte wirst du eh hauptsächlich mit Aufbau und Einrichten deiner Ausrüstung beschäftigt sein. Mit beobachten oder gar fotografieren wird es da kaum etwas werden. Und wenn dann alles steht, sind inzwischen dichte Wolken aufgezogen.
Ich will dich damit nicht entmutigen, du solltest dir aber klar sein, dass der Weg zum guten Astrofoto mühsam ist und neben Geld auch viel Zeit erfordert.