Fototagebuch zum Aufbau meiner Sternwarte

#31
Hallo,

in der letzten Nacht hat es stark geregnet. Über das Türschloss kam wieder Wasser in den Innenraum.

In diesem Beitrag habe ich schon mal darüber berichtet.

Der Gleitring zwischen Türgriff und Beschlag hat soviel Luft, dass dieser Spalt ( wie letztes mal versucht )
nicht mit Fett zu dichten war.



So habe ich einen neuen Ring aus POM gedreht. Erst im zweiten Versuch ist es mir gelungen die Maße so
hinzukriegen das ohne fühlbaren Spalt der Griff zu bewegen war.

Anschließend dann wieder mit Fett zur Abdichtung zusammengebaut.



Mal sehen ob es dicht bleibt.

LG und CS
Horst

 
#32
Hallo, schon einen Tag später.

Es hat wieder stark geregnet, und die Schlossbefestigung ist immer noch nicht dicht. Also wieder alles
auseinandergebaut,



nun noch mal alle Öffnungen abgedichtet,



und wieder zusanmmengebaut.



Die vier Befestigungsschrauben für das Kastenschloss habe ich zunächst nicht fest angezogen. Das will
ich erst machen, wenn die elastische Dichtmasse durchgehärtet ist.

LG und CS
Horst
 
#33
Hallo,

inzwischen hat es in den letzten Tagen einige male sehr heftig geregnet. Am Schloss ist Alles dicht gewe-
sen. Die Muttern Der Schlossschrauben habe ich jetzt noch mal fest angezogen.

Zur Versorgung meiner Sternwarte mit Solarstrom habe ich die Spannungsgrenzwerte der LX850 und auch
der Atik-Kameras betrachtet. ATIK sagt, dass die Spannung nicht größer als 13,8 Volt werden darf.
Getestet habe ich, dass die Elektronik noch bei 10,5 V funktioniert. Die Kühlung habe ich dabei noch
nicht betrachtet.

Für die LX 850 bekomme ich vom Händler die Aussage, dass die Spannung 12 V sein soll ( steht aber auch
so bei den technischen Daten ) . Experimentell habe ich ermittelt, dass auch bei 11 Volt die LX 850 noch
gut funktioniert.

Die Leistung der Getriebemotoren ist dann natürlich entsprechend geringer.

Bei dem von mir verwendeten Solarcontroller ist die max. Abschaltspannung 11 Volt. Ab dieser Spannung
will ich dann mit meinem schon vorhandenen bis 14,5 V einstellbaren 7 Ampere Netzteil den Akku wieder
aufladen.

Bei einem Ladestrom von 2 A ergibt sich diese Ladekurve:



Als Rückstellspannung wähle ich 12,5 V. Bis dahin vergehen etwa 15 Minuten Ladezeit bei 2 Ampere.

Die 12 Volt Spannungsversorgung der Sternwarte bleibt dabei am Akku angeschlossen. Da das Netzteil bis
zu 7 A Strom liefert, kann gleichzeitig die Sternwarte betrieben, und der Akku aufgeladen werden.

Bei 12,5 V schaltet das Netzteil aus, und die Sternwarte wird bis zur Spannung von 11 Volt ausschließlich
vom Akku betrieben.

Diese Betriebsart, also gleichzeitiges Entaden und Laden in der Nacht, ist als eine Art Notbetrieb zu sehen.

LG und CS
Horst
 
#34
Hallo,

im Prinzipiellen sieht der Stromlaufplan so aus.



Der 19 Ah-Akku ist in den Plusleitungen mit KFZ-Sicherungen abgesichert. Die Diode D verhindert die Entla-
dung des Akkus über das Netzteil im ausgeschaltetem Zustand.

Am Load-Ausgang des Solar-Controllers habe ich ein 12 V Relais angeschlossen. Wenn die Akku-Spannung
> 12,5 V ist, öffnet der Relaiskontakt, und das Netzteil zur Not-Aufladung wird ausgeschaltet. Kommt die
Spannung wieder unter 11 Volt, dann fällt das Relais ab. Das Netzteil schaltet wieder ein.

Hier ein Foto vom Aufbau.



LG und CS
Horst


 
#35
Hallo,

wie ich hier in meinem Fototagebuch schon mal gezeigt habe habe ich zum Freigeben des Reglers für die
Entfeuchtung einen digitalen Feuchtemesser eingesetzt.

Diesen hier:



Jetzt im Herbst sind die Tage und Nächte wieder sehr feucht. In vielen Versuchen habe ich für den Feuchte-
fühler einen entsprechenden Montageplatz gesucht, aber nicht gefunden.

Auch ist die Feuchteerfassung oberhalb 80 % rel. Feuchte recht fragwürdig.

Somit habe ich im Internet nach einem anderen Feuchteregler Ausschau gehalten. Hier habe ich einen
Feuchteregler gefunden, den ich als Ersatz für den elektronischen Regler testen möchte.

So sieht er aus:



Da der Mikroschalter nur kleine Ströme schalten kann, schaltet in Folge ein 230 V - Relais den Laststrom
( bis 20 A ).

Als nächstes erfolgt der Einbau in die Sternwarte.

LG und CS
Horst




 
#36
Hallo,

mit diesem Hygrostaten habe ich mehrere Schaltversuche bei hohen Luftfeuchtigkeiten gemacht.
Es hat sich gezeigt, dass auch bei rel. Feuchten über 90 % noch ein Schalten möglich ist.

Somit habe ich den Hygrostaten an meiner Säule positioniert, und das Schaltkabel durch den Kanal im
Boden zum Rand der Sternwarte geführt. An der Stelle wo vorher der elektronische Regler war habe ich
dann das Schaltrelais positioniert. Von dort gehen dann die geschalteten 230 V zu meinem Temperatur-
regler. Dieser regelt dann die Innentemperatur wenige ( bis zu 3 Kelvin ) Grad über die Außentemperatur.



Derzeit laufen dort mit meiner Wetterstation Aufzeichnungen von Temperatur und rel. Feuchte, zur Findung
des optimalen Schaltpunktes des Hygrostaten und delta T des Temperaturreglers.

LG und CS
Horst


 
#37
Hallo,

schon 2 Monate ( außer Wolken, Regen und Schnee ) ist am Himmel hier nichts los.

So konnte ich dann aber Experimente mit der Feuchteklimaregelung in meiner Sternwarte machen. Dazu
habe ich den Hygrostaten auf einen Ausschaltwert von ca. 92 % rel.F. eingestellt, und die Temperatur-
regelung auf ein delta K von etwa 2 Grad.

Meine Wetterstation stand in 1/2 m Höhe neben der Säule auf der gegenüberliegenden Seite vom Heizlüfter.

Folgendes Wetter habe ich mitgeschrieben:



Der Energieverbrauch in den letzten 3 Wochen lag dabei bei etwa 12 kWh / Woche.

Viele Grüße und frohe Weihnachten
Horst
 
#38
Hallo Horst,

mir persönlich wäre das viel zu feucht. Bei einer dauerhaften RLF > 70% werde ich nervös, weil ich keine Schimmel- und Korrosionsversuche machen möchte (alles leider schon erlebt). ;)

Der Heizlüfter senkt die absolute Wassermenge in der Luft kaum, hier würde ich aktiv entfeuchten. Der ganze Salzkram entfeuchtet nach meinen Erfahrungen nur bei einem Volumen einer Tupperdose...

 
#39
Hallo Peter, und alle Leser

solch eine Entfeuchtung habe ich hier im Januar 2016 schon mal ausprobiert. Es war nicht sonderlich erfolg-
reich, zumal diese Sternwarte alles andere als Luftdicht ist. Irgendwann habe ich dann auch mal den Inhalt
in der Sternwarte verschüttet, und ich musste den Teppichboden herausnehmen und vom Salz sauber-
waschen.

Damit war für mich dieses Thema erledigt, und setdem erwärme ich die Luft und somit auch die Ausrüstung
in der Sternwarte. Hat sich bei mir danach bis heute bewährt. Allerdings war der digitale Feuchteregler
bei hohen Feuchtigkeiten unzuverlässig, und nun durch den Hygrostaten ersetzt. Die Energie zur Entfeuch-
tung ( 230 V ) werde ich in Zukunft auch solar erzeugen. Hier zeige ich den Fortschritt auf dieser "Baustelle".

Natürlich beobachte ich regelmäßig die Wetterbedingungen unter der Kuppel.

LG & CS sowie frohe Weihnachten
Horst
 
#40
Hallo allen Lesern,

Mit Beginn des neuen Jahres habe ich auch die PV-Anlage für die Erzeugung der 230 V fertiggestellt.

Bisher habe ich dafür 6 PV-Module mit 280 Wp montiert. Heute war damit bei Sonnenschein zum Mittag
etwa 700 Watt Solarleistung zu "ernten".

Hier die Anlage mit Sternwarte in der Abendsonne:



In meinem Schuppen am Wohnhaus sind der Wechelrichter und die Akkus untergebracht.
Auch mein Hobby Amateurfunk "DK6AE" versorge ich damit.

Insel-Wechselrichter mit Akkus:



In letzter Ausbaustufe habe ich dann 4200 Wp PV-Leistung und eine 230V-Leistung des Wechselrichters
von max. 5 kW.

Viele Grüße
Horst
 
#41
Hallo allen Lesern,

nach der Inbetriebnahme der 230 V Versorgung zum 1.1.2018 habe nun schon 12 270Wp-Module installiert.



Auch sind vor kurzem die LiFePO4 Akkus dazu gekommen. Insgesamt 150Ah bei 48V.



Wie ich weiter oben schon mal beschrieben habe, kann ich nun auch die Feuchteregelung der Stenwarte
mit gespeichertem Solarstrom betreiben. Die nutzbare Speicherkapazität ist momentan max. 6 kWh.

Aber auch meinen übrigen Hobbybereich , und Teile meiner Wohnung versorge ich nun mit Solarstrom.

LG und CS
Horst
 
#42
Hallo Horst,

hat zwar auch nur entfernt was mit Astronomie zu tun (in wenigen Fällen überhaupt):

Das Gerät ganz rechts: Ist das ein Handtrockner? Das wäre schließlich mal konsequent, wenn ich das alles hier so 'überfliege'. Also irgendwas hat die ganze Zeit gefehlt. Jetzt isser da?

CS,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
#43
Respekt Horst.
Du hast mit es viel Akribie, Geld und Aufwand deschafft einen konstruktiven Mangel deiner Sternwarte zu eliminieren.
Mich würde unteressieren ob eine fertige Sternwartenkuppel von Baader wesentlich terer gewesen wäre...?
Ich weiss, du hast mehrfach betont, das du gerne solche Probleme angehst und das ganze als Hobby siehst.
Nur für uns aussenstehende sind genauso die Fehler interessant wie deine Erfolge.
Aber schön das du alles so gnadenlos mit und teilst. Das meine ich enst!
 
#44
Hallo zusammen,

wie ich schon mal geschrieben habe, muss ich ja auch an mein fortgeschrittenes Alter ( 66 J ) denken.
Da ich ja auch nur Astrofotografie mache, ist die aufrecht begehbare Kuppel von ScopeDome für mich die
bessere Lösung . Man muss keine Treppen hochsteigen oder auf eine Leiter klettern. Das ist für alte
Menschen in der Dunkelheit immer eine Unfallgefahr.

Ausserdem macht mir die Projektierung und der Aufbau einer solchen Anlage sehr viel Spaß. Die Astrofotos
die ich dann mal machen kann ( hier etwa in 10 bis 15 Nächten pro Jahr ) ist dann die Belohnung für
meine Arbeit.

Leider ist es ja nun mal so, dass bei der Astrofotografie heute ohne elektrische Energie kaum etwas
funktioniert. Somit habe es mir auch zur Aufgabe gemacht, die nötige elektrische Energie für den Betrieb
meiner Sternwarte mit Hilfe der Sonnenenergie selber zu erzeugen. Dadurch bin ich autark mit der
Energieversorgung meiner Sternwarte.

Meine Sternwarte ist inzwischen im vierten Jahr, und wieder mal war der jährliche Frühlingsputz angesagt.
Nach der gründlichen Innen- und Aussenreinigung war wieder alles wie neu.



Auch die Versiegelung der Betonplatte im letzten Herbst hat den Winter mit den sehr kalten Temperaturen
sehr gut überstanden.



Der Übergang zum Basisring ist absolut dicht, so dass auch hier keine Feuchtigkeit mehr in den Innenbereich
gelangen kann. Somit ist auch Innen Alles absolut trocken.



Meine Feuchteregelung funktioniert mit dem Hygrostaten und meiner Temperaturdifferenzregelung wie ich es
erwartet habe, und eine Betauung der Ausrüstung wird dadurch verhindert. Die in die Kuppel eingebauten
Lüfter sind bisher noch nicht in Betrieb gewesen.

LG und CS
Horst
 
#45
Hallo,

heute ist eine sehr gute Nacht zum Fotografieren.

Dabei wird die Kommunikation zur Sternwarte über WLAN sicher gestellt. Ein Repeater wird dabei auf dem
Hof aufgestellt und betrieben. Dadurch wird eine Verbindung zum WLAN-Router hergestellt.



Über TeamViewer überwache und kontrolliere ich die Aufnahmen in der Sternwarte.



Wie hier die Aufnahme von M13 mit der EOS 60Da von Canon und dem Skywatcher ESPRIT 150ED.

Derzeit laufen Aufnahmen von M63 und ich mache Amateurfunk im 80-Meter-Band.

Viele Grüße
Horst
 
#46
Hallo,

der Sommer ist nun vorbei, und die Tage und Nächte werden feuchter.
Mit meiner Wetterstation habe ich wieder die Wetterbedingungen in der Sternwarte mitgeschrieben.


Das Ergebnis ist für mich sehr befriedigend.

Es taktet der Temperaturregler mit dem Heizlüfter bei einem delta K von 2 bis 3 Kelvin.
Der Hygrostat schaltet diese Regelung bei hoher Feuchte ein, und bei gefallener Feuchte wieder aus.

Betauungen konnte ich an keiner Stelle beobachten, solange die Sternwarte geschlossen bleibt und
eine nächtliche Auskühlung der Einrichtung verhindert wird.

Viele Grüße
Horst
 
Zuletzt bearbeitet:
#47
Hallo Astrofreunde,

schon lange habe ich mir überlegt, wie ich in meiner "Kugel" - Sternwarte Ablageplätze schaffe.
War nicht einfach, weil ja alles rund ist.

Jedoch in der Rückseite ( dort wird ja auch der Shutter platziert ) habe ich ein Möglichkeit gesehen.



Durch den Aufbau der Kuppel ragen dort M6-Schrauben in den Innenraum. Diese habe ich durch
längere ersetzt, so dass ich dort etwas montieren kann.



Je ein Buchensperrholzteil wird dort durch 3 Schrauben gehalten. Als Regalbretter habe ich dann auch
Buchenleimholz genommen. Wie ich es auch bei meinem Ablagetisch verwendet habe.



So auf dem Boden liegend kann man die Gesamtablagefläche gut sehen. Mit Leinöl habe ich die Hölzer
geölt.

Angebaut sieht es dann so aus.



Den Ablagetisch habe ich dann auch noch mal geölt. Nach vier Jahren sieht er jetzt wieder wie neu aus.

Viele Grüße
Horst
 

Neustes Astronomie Foto

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